Fanzine Reviews

| Mai 6th, 2011

Klar gibt’s nicht nur aktuelle Platten, die hier so bei uns rumlungern. Auch ein ganzes Rudel Fanzines hat es sich seit der letzten Ausgabe hier breit gemacht. Na und da einige bis zu unserer kommenden Nummer wahrscheinlich nicht mehr so taufrisch sind, sollt ihr nun erfahren was der Blätterwald so hergibt:

young and distorted ist ein klassisches Punk-Fanzine, dessen Herausgeber vor gar nicht all zu langer Zeit die sechste Nummer veröffentlicht haben. Die kostet 2 Tacken, die für 64 A5 Seiten vollkommen in Ordnung sind. Am interessantesten fand ich das Gespräch mit dem einen Officer Friendly Mitglied. Jetzt hab‘ ich richtig Lust mal etwas von denen zu hören. Denn der Typ hat ziemlich was auffem Kasten und auch was zu sagen. Ähnlich erging es mir bei Agrotoxico, bloß dass man die eben schon kennt. Ein weiteres Highlight, aber eben bei uns um Längen besser (hüstel) ist der Bericht von den Modern Pets über sich selbst. Außerdem gefallen hat noch der in mehrere Teile über das Heft verteilte Artikel über die frühe Punkszene in Wien. Weniger der Burner waren hingegen die etwas zähen und lahmen Kurzgeschichten. Doch alles in allem das beste Österreichische Punkzine!

Das Gaybarzine aus der Gegend südlich von Kaputtgart hat ebenfalls 64 A5 Seiten, erscheint aber erst zum dritten Mal und was es kostet müsst ihr selbst rausfinden. Ansonsten sind die Macher wohl sehr jung, da es viele Meinungen und Gedanken zu Themen wie Veganismus oder der Gender-Diskussion gibt. Hervorragend ist natürlich das Interview und Vorstellung von Lux, der Tübigens bestes Punklabel „That Lux Good“ betreibt und in diversen Bands auch noch sein Unwesen. Klasse fand‘ ich auch die mehrseitige Foto-Hate-Story, weiterlesen →

(Hardcover, Ox-Verlag, 178 Seiten, 29,80 Euro)
Boah ey, was für ein unglaublich geiles Buch ist das den eigentlich? Ganz großes Lob an den Szene-Fotografen Christoph Lambert, der irgendwann in den 80er Jahren mal angefangen seine Konzert-Besuche auf Fotos festzuhalten. Letztendlich dabei herausgekommen ist das Buch „We Call It Punk – When Energy Meets Attitude“. Präsentiert werden Live-Fotos von 77 Bands zwischen den Jahren 1989 und 2008.

Das besondere daran ist, dass alle Bands oder zumindest eines der Bandmitglieder jeweils einen Kommentar zu den Fotos geschrieben hat. Das sind dann nicht nur schlichte und verwässerte Erinnerungen von alten Männern (und wenigen alten Frauen), sondern tiefe Einblicke in die damalige Zeit und die alten Punkrock- und Hardcore-Ideale, die es heutzutage leider oftmals nur noch bis zur Schaufensterauslage bei H&M schaffen. Die beigefügten Erzählungen sind oft sehr persönlich und bewegend, wobei die Texte und Fotos oftmals regelrecht zu kommunizieren scheinen. weiterlesen →

Positive Strike – s/t

| Mai 12th, 2010

(CD, Horror Business)
Hm, ob man sein Debütalbum direkt nach sich benennen sollte ist natürlich fraglich, weil man nie weiß, was die Jahre so bringen, aber wirklich falsch finde ich es als Statement auch nicht. Was ich jedenfalls hundertprozentig unterstützen kann ist der erste Song „Creating something new“, in dem es darum geht, dass jede Generation oder Welle von jungen neuen Bands, Leuten, Aktiven das Recht haben ihre Meinung kund zu tun. Egal, ob das alles schon einmal gesagt wurde oder nicht. Dem kann ich nur beipflichten, doch leider gibt es auch Vollpfosten, die das wöchentlich machen und keinen Millimeter von ihrem Standpunk abweichen und durch ihre Unbeweglichkeit zu absoluten Ignoranten mutieren und gar nicht merken wie elitär sie sich verhalten. Aber ich schweife ab. Auch wenn die Ruhrpottler auf der momentan angesagten Ami-HC Welle mit reiten so sind sie doch ganz weit oben und ganz deutlich zu erkennen. Erkennungsmerkmal dabei ist der kehlige Gesang von Benjamin. Nach vorne peitschende, frische Combo. Bocky



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