(CD, Snayle Records)
Krank: Zwischen Knochenfabrik, Trend und Pascow. Letztere drei gehören zu meinen Lieblingen neuerer deutschsprachiger Punk-Mucke. Was bleibt mir da anderes übrig als Krank als Schnittpunkt dieser Bands als neuen, hell leuchtenden Stern am Himmel zu sehen? Nichts. Ganz im Gegenteil: Die vier Schweizer im Zentrum der Dreifaltigkeit verdienen allergrößtes Lob. Ich verneige mich in Ehrfurcht. Bin mir jetzt zwar nicht ganz sicher, ob Knochenfabrik eher für Bier oder Bolzenschussgerät steht, Trend für Blut oder Bier, Pascow ganz sicher aber für das Bolzenschussgerät. Egal, es geht hier um Krank und Krank verbinden all das was ich an den anderen so liebe: Eigenständigkeit, Sprachwitz, Selbstironie, coole Mucke, keine Angst vorm Griff ins Klo, der Szene den Spiegel vorhalten, zu provozieren, auch mal über den Tellerrand blicken und trotzdem nicht den Blick für das Wesentliche zu verlieren. Krank gehören für mich zu den absoluten Gewinnern dieser Ausgabe. Ich will mehr davon. Aber nicht so schnell wie möglich. Sollen die Jungs ruhig noch über neuen Meisterwerken brüten. Dann kann ich um so länger ihr aktuelles Album genießen. Wer Krank mit „Bier, Blut, Bolzenschussgerät“ ohne glaubwürdiges ärztliches Attest und wissentlich an sich vorbeiziehen lässt, gehört in den Schlachthof. Absolut geile Scheiße! Obnoxious

(7“, Andis Friends Records)
Gleich mal vorne weg: Jonny Freedom ist der absolute Burner und die Single bei weitem das beste Release, das bisher über das relativ neue Label von Andi Kuttner, dem neuen Betreiber von Incognito Records, raus kam. Jonny Freedom ist eine der coolsten Säue unter den Punk-Liedermachern, die neuerdings die Bühnen unsicher machen. Seit 2005 agiert er neben seinen Tätigkeiten bei den Baywatchers, Commando und Burn Flag, allein mit seiner Wandergitarre und macht die Gegend unsicher. Nach zwei CDs gibt’s ihn jetzt auch erstmal auf Vinyl zu hören. Und was soll ich sagen: Ich bin absolut begeistert. Die A-Seite ist mit dem Titeltrack und „Massenschlägerei“ unschlagbar geil. Die B-Seite hat mit „Saufen“ („Saufen, saufen, saufen find ich gut, überflüssige Hirnzellen gehen dabei kaputt…“) auch noch einen Hit. Allein der Fußball-Song über die Babelsberger rutscht geringfügig ab… Aber scheißegal. Jonny rotzt einfach alles in Schutt und Asche. Vier mal schrammelpunkiger Songwriter-Scheiß auf Deutsch mit absoluter Mitgrölgarantie im saucoolen Klappcover, inclusive aller Texte. Und das sind sehr geile Texte, mit feinem Sprachwitz. Wenn alles so schön wäre wie die Single von Johnny Freedom, die Welt wäre ein Zuckerschlecken! Obnoxious



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