(CD, People Like You)
Drei Jahre nach „Pursuit Until Capture“ werfen Peter Pan Speedrock dem Teufel das nächste Monster vor die Bocksbeine. Und das mit der mehr als klaren Ansage „We Want Blood“. Der Titel ist Programm: Peter Pan Speedrock walzen mit ihrem neuen Album wieder alles nieder was sich ihnen in den Weg stellt. Hier gibt’s nonstop in die Fresse. Und auch die Schallmauer wird durchbrochen. Dreckiger und hundsgemeiner Rock – Speedrock eben! Wer bisher an PPS sein Gefallen fand, wird von „We Want Blood“ mehr als begeistert sein, denn die Käseroller legen hier noch einmal einen Zahn zu. So weit, so gut. Aber ich muss sagen, leider ist das was die drei Jungs machen, auch so gar nicht mein Ding. Kann ich nicht drauf. Krieg ich keinen hoch bei… Ist mir zu… aufgesetzt? … auf die Dauer zu langweilig? … eingleisig? Alles zwar nicht im Sinn von scheiße, aber… ach, keine Ahnung! Ich bin über 40, hab ’ne Frau, zwei süße Kinder, mittlerweile sogar einen festen Job und bin eigentlich ein gutmütiger Mensch. Vielleicht liegt’s daran. Aber für alle, die das Leben auf der Überholspur lieben, täglich ungeschützten Sex mit wechselnden Partnern haben, Drogen konsumieren und das Eiserne Kreuz für eine coole Sache halten, ist „We Want Blood“ mit hundertprozentiger Sicherheit absoluter Pflichtstoff. Hail Satan! Obnoxious

(CD, People Like You)
So, ich hab’s nicht ganz kapiert, ob jetzt ganz viele alte Veröffentlichungen von People Like You neu aufgelegt wurden und dem potentiellen Käufer vorgeworfen werden oder ob nur dieser Sampler Songs von alten Issues des Labels beinhaltet und zum Nice Price verhökert wird. Keine Ahnung, bin aber auch zu faul das jetzt genauer zu recherchieren. Vertreten sind ein großer Teil der PLY-Bands. Wer ein paar Namen braucht: Mad Sin, Peacocks, Deadline, Peter Pan Speedrock, Meteors, Kings Of Nuthin’, Batmobile, Broilers, Adicts oder Toxpack. Um nur einige zu nennen. Wer die genaue Liste braucht, schaut im Internet nach und entscheidet dann, ob die 27 Songs in 77 Minuten seine Tasse Tee sind. Mir geht vor allem die Vielzahl an Dicke-Eier-Evil-Devil-Eightballs-Bands auf den Sack. War früher mal ganz nett, wirft heute aber keinen Sack Reis mehr um. Wohltuend sind dagegen erstaunlicherweise die Songs der vertretenen Psychobilly-Bands und anderem Gesockse, da sie das Ganze ein bisschen auflockern. Kein Wunder, dass ich hier Bands wie die Peacocks, Kings Of Nuthin’, Meteors, Demented Are Go oder Batmobile lobend hervorheben muss. Sie machen die CD zumindest mal ein bisschen spannend. Ansonsten zu viele „Ahhs“ und „Ohhs“. Trotzdem wird die CD bestimmt ganz viele Käufer finden, denn bei aller Kritik, es handelt sich hier noch immer um „Value For Money“. Für schlappe 7 Euronen kann man eigentlich nicht motzen. Reinhören. Es gibt im Netz genügend Möglichkeiten dazu. Obnoxious

Tonträger Reviews A-B

| Dezember 10th, 2008

III – Distanz Inklusive
(MCD, Mad Butcher)
Hahaha, für diese Band hat der verrückte Göttinger Metzger extra ein neues Label gegründet, was er „Punk mit Abitur Records“ nennt. So kann man sich vielleicht denken in welche Richtung diese Band tendiert. Zusammengewürfelt aus anderen Bands wie Swoons, Psycho Gambola oder den Popzillas trägt das Trio deutsche Texte vor, die einem zum Nachdenken anregen sollen. Bei mir zieht das allerdings nicht, mir ist das zu sehr Tomte oder Kettcar. Wem jedoch diese Art der Hamburger Schule gut reingeht, Ergänzung braucht oder diese Heiner mittlerweile zu belanglos und/oder unglaubwürdig findet, wird sicher wunderbar bedient. Mir ist das zu soft. Bocky
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[podcast]http://mp3.pogoradio.de/281-130906.mp3[/podcast]

Folge 281: Zu Gast war Alex von Mondo Guzzi

Songliste: (Titel, Zeit, Interpret, Album)
Schoppen Aas — Peter Pan Speedrock
Sch¸ttung 1990 — Shatterhands
Fuck Off And Die! — The Junktones
Human Tornado — Teengenerate
Hu Hu Hu — Gyogun Rends
Bomb the twist — 5-6-7-8s
Tapir’s flown away — Melt-Banana — Charlie
Jet Generation — Guitar Wolf — Jet Generation
Guitar Shop Asshole — Oblivians — Popular Favorites
do the do — The Beautiful New Born Children — Hey People
She hates me — Shatterhands
I Feel So Blue — The Swunk
Let’s Fuck — Dwarves

File Download (59:58 min / 17.2 MB)

Review 4

| Januar 1st, 2006

SPLIT – The Becks Street Boys / Tatort Toilet
(7“, Matula Records)
Ebenfalls ein Fanzinemacher (Der gestreckte Mittelfinger) ist der Sänger der ersten Band. Doch nicht nur das, sondern auch noch Labelchef von Matula Records, auf dem diese Scheibe erscheint. Quasi ein richtiger Hans Dampf in allen Gassen. BSB aus Wiesbaden feuert zwei richtig nette Songs aus der Hüfte von dem mir „Fuck the cool kids“ besser gefällt. Der punkrockt so richtig schön 77er-mäßig vor sich hin und ist sowieso der beste Song auf der Split. Aber auch die beiden Lieder der „Klokommissare“ können sich durchaus sehen lassen bzw. stehen den BSB in nichts nach. Einziger und alleiniger Kritikpunkt könnte die Stimme des Sängers sein die mir ’ne Spur zu hoch ist. Ansonsten ist das Stück Vinyl ’ne Empfehlung an alle Shocks-Liebhaber. Jene werden ihre helle Freude dran haben und die Wartezeit auf was Neues von den Berliner wird ihnen wunderbar verkürzt. Bocky
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