
Folge 522: Zu Gast war Hoffi
Songliste: Interpret, Titel, Album
Geld et Nelt — Jingle
Nonstop Stereo — Wo Bitte Geht Es Nach Hier Raus? — Wenn Du Loslässt, Erledigt Die Schwerkraft Den Rest
Frau Aal — Zombieterror — Kartoffel Vs. Kartoffel
Sickerschacht — Elses Frittenschmiede — Die Stile
Stasi Goräng — Uffta, uffta Rumpelpunk — live in Bückeburg 2005
Bassless — Three lunatics on a mission — S/T
Autobot — Der nächste Song heisst “Fick dich”
Mururoa Attack — Ausbomben — Bombenbeilage
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(7“, Papagájuv Hlasatel Records)
Punkrock aus Prag. Die Band feiert mit dieser 7” ihr 10-jähriges Bestehen. Die Platte ist dementsprechend schick aufgemacht: Papphülle, feines Artwork, doppelseitiges Hochglanz-Poster (mit allen Texten – auch in englischer Übersetzung – auf der Rückseite), limitiert und handnummeriert. Laut eigener Ansage machen sie 77er Punk. Ich würde da aber schon noch einen gehörigen Schlag Asphalt mit drauflegen. Alles sehr hymnisch und melodisch. Die Refrains laden zum Mitgrölen ein – so man denn des Tschechischen mächtig ist. Ansonsten kann man aber immer noch so tun als ob … Geht so Richtung Klasse Kriminale. Haut mich jetzt zwar nicht unbedingt vom Hocker, aber mir gefällt’s ganz gut. Die Jungs würde ich gerne mal live sehen. Sechs Songs und nach kurzweiligen elf Minuten ist alles vorbei. Repeat. Obnoxious
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Auf dem schon dritten Album des Briefs-Nachfolger dauert es immerhin bis Song Nummer fünf bis man die ´77 Note deutlich heraus hört und weiß womit oder mit wem man es zu tun hat. Bisher habe ich es nur einmal geschafft mir die neue Band um Steve E. Nix und Kicks anzusehen, aber dafür höre ich sie desto öfter. Punkrock fehlt Adventure Time auf jeden Fall nicht, er wird eben von den späten 1960er und den frühen 1970er Jahren mit Doo-Wop, Mod oder Power Pop gepimpt und hat was extrem ausgefeiltes. Eben wie schon bei den Briefs hat hier fast jeder Song nen Ohrwurm-Charakter, weshalb ich so schlecht von dem Album wegkomme! Übrigens ist die Band ab Ende dieser Woche auf ausgiebiger Europa-Tour. Ich werde sie auf dem Au-Fest sehen. Wer mich dort sieht soll mir unbedingt ein Bier ausgeben! Danke. Bocky
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(DVD + CD + Buch)
Dieses kleine Denkmal ließ ähnlich lange auf sich warten, wie es die Terrorgruppe-DVD nach wie vor tut. Doch gut Ding will Weile haben und dann wird das auch fein, wie man sieht. Die Stern-Brüder aus dem fernen Kalifornien taten gut daran sich zu dieser Veröffentlichung nicht groß drängen zu lassen und ein paar Jahre nach ihrem 25-jährigen Jubiläum eben jenes mit dieser Hommage an sich selbst noch einmal zu feiern. Ehrlich gesagt sind die 31 Songs, auf denen (ehemalige) Label-Größen wie NOFX, Bouncing Souls, Rancid, Briefs, Pennywise oder Youth Brigade Lieblingssongs covern, nur Beiwerk. Das Hauptaugenmerk fällt eindeutig auf dem ca. 100 Seiten starken Buch und der knapp 88-minütigen Doku-DVD, in denen das Entstehen der Band, der Community und dem Label von Kindesbeinen an eindrucksvoll beschrieben wird. Zugegebenermaßen war ich schon immer fasziniert von der Better Youth Organisation, hatte jedoch nie groß die Zeit mich damit zu befassen und kannte lediglich den Film „Another State Of Mind“, der Youth Brigades-Tour gemeinsam mit den jungen Social Distortion (Mike Ness war damals noch minderjährig und erst auf dem Weg drogenabhängig zu werden!) zeigt. Klar spielt auch dies in dem Gesamtwerk eine nicht ganz unwesentliche Rolle, ist aber bei Weitem nicht alles, was in dem Hause BYO bis heute passierte. Zusammengefasst kann man nur feststellen, dass man in einem Review diesem Denkmal an die frühe DIY-Phase kalifornischen Punks nicht gerecht werden kann, weil es viel zu umfassend und beispielhaft ist. Bocky
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(CD, Antikörper Export/Pumpkin Records)
Warcoma gibt es seit Sommer 2009 (steht in der Info, und laut Beilage sind die Songs 2008 aufgenommen, hä?!), sie kommen aus Manchester und machen nach eigener Angabe eine „spannende, mitreißende Mischung aus Epic-Crust und Hardcore-Punk“. Was „Epic-Crust“ so wirklich sein soll, weiß ich zwar nicht, aber mit klassischem düster-metallischen UK Crust-Sound hat das Dargebotene weniger zu tun. Ich würde Warcoma in die „düster-depri-drama-d-beat“-Ecke stellen, in der sich zwangsläufig die Vergleiche zu Bands wie Tragedy, Leadershit, Wolfbrigade, Ekkaia (jedoch ohne Gekreische) and so on aufdrängen. Harte Abgehmucke mit einer Menge dramatischer hintergründiger Melodien eben, handwerklich nichts dran auszusetzen. Textlich geht es um alltägliche Probleme, Kampf um Freiräume und politische Missstände. Fazit: Genau die richtige Mucke, um im AZ des Vertrauens zu stehen und mit dem Kopf zu nicken. Chris
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(CD, Rookie Records)
I Walk The Line tauchen mit „Language Of The Lost“ noch tiefer in den Düster Wave Pop Punk ein, als sie es schon in den Vorgänger-Alben gemacht haben. Noch mehr New Wave, das Tempo weiter gedrosselt. Irgendwie vermisse ich den Drive und die Power früherer Veröffentlichungen des Helsinki-Fünfers. Trotzdem beweisen sie auch hier ein einzigartiges Fingerspitzengefühl für tolle, abgrundtief-melancholische Melodien und Songs. Bei manchen Songs ist das fast schon ein wenig zu dramatisch oder hymnisch und der Punkrock-Faktor sinkt arg in die Kanalisation, aber drauf geschissen. Die CD birgt viele Perlen, die auf ihre Entdeckung warten. Okay, ich muss schon zugeben, ich hatte an das Album schon sehr hohe Erwartungen, die nicht ganz erfüllt wurden. Aber die Finnen gingen mal wieder einen anderen, als von mir erwarteten Weg. Die glasklare Instrumentierung, straight und auf den Punkt eingespielt, ist nicht unbedingt mein Ding. Trotzdem „Language Of The Lost“ ist eine ganz große Platte. Sofern man sie in ihrer epischen Breite zu würdigen weiß. Ich kann das. Und ich könnt mich mal wieder dafür erschießen, dass ich sie im April live verpasst habe. Unbedingt antesten! Obnoxious
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(CD, Horror Business)
Hm, ob man sein Debütalbum direkt nach sich benennen sollte ist natürlich fraglich, weil man nie weiß, was die Jahre so bringen, aber wirklich falsch finde ich es als Statement auch nicht. Was ich jedenfalls hundertprozentig unterstützen kann ist der erste Song „Creating something new“, in dem es darum geht, dass jede Generation oder Welle von jungen neuen Bands, Leuten, Aktiven das Recht haben ihre Meinung kund zu tun. Egal, ob das alles schon einmal gesagt wurde oder nicht. Dem kann ich nur beipflichten, doch leider gibt es auch Vollpfosten, die das wöchentlich machen und keinen Millimeter von ihrem Standpunk abweichen und durch ihre Unbeweglichkeit zu absoluten Ignoranten mutieren und gar nicht merken wie elitär sie sich verhalten. Aber ich schweife ab. Auch wenn die Ruhrpottler auf der momentan angesagten Ami-HC Welle mit reiten so sind sie doch ganz weit oben und ganz deutlich zu erkennen. Erkennungsmerkmal dabei ist der kehlige Gesang von Benjamin. Nach vorne peitschende, frische Combo. Bocky
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(CD, Mad Butcher)
Und wieder ein neuer Stern am Early Reggae-Himmel! Bobby Pins & The Saloon Soldiers sind eine 9-köpfige Band aus Dresden, die sich ganz dem Reggae der späten 60’s verschrieben hat. Gesungen wird von drei Frauen, die sich ganz stilsicher im 60’s-Look auf dem Cover präsentieren. Aber nun zum Wichtigsten, der Musik! Die insgesamt 14 Songs bieten richtig guten Reggae mit viel Orgel. Gleich der Opener ist ein geniales instrumentales Italo-Western-Stück. Insgesamt muss ich sagen, dass die Instrumental-Nummern mir besser gefallen, da der Gesang nicht immer 100 Prozent den Ton trifft und auch einfach zu „weiß“ klingt für die Art von Musik. Herauszuheben ist noch das Stevie Wonder-Cover „Place In The Sun“, wobei man sich hier natürlich eher an der Version von David Isaacs orientiert hat. Sehr schön! Negativ ist leider die etwas lieblose Aufmachung der CD ohne richtiges Booklet mit Texten. Auf jeden Fall aber eine talentierte Band mit Zukunft, wenn man noch etwas am Gesang arbeitet. Thorsten
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(7“, Break The Silence)
Wenn sich zwei bekannte Bands ’ne Single teilen, dann kann man eigentlich schon von vorne herein Qualität erwarten. Die beginnt dann in der Tat schon damit, wenn man das Teil in die Hand nimmt. Der Karton ist ebenso schwer wie das Vinyl, weshalb beides auch nach mehrmaligem Gebrauch sicher nicht den Geist aufgeben wird. Mit den jeweils beiden Songs verhält es s ich ähnlich. Die beiden Titel der Brasilianer sind etwas softer als ich sie von ihren ersten Veröffentlichungen her kenne und deswegen auch etwas eingängiger. Rawside hingegen werden in letzter Zeit immer metalliger und crustiger, was mir ehrlich gesagt nicht so gut reingeht und ich gespannt bin, was auf dem bevorstehenden Album passieren wird. Je zwei Songs, zweier brachialer Knüppelbands. Bocky
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