(CD, Destiny Records)
Zum 13-jährigen Bandjubiläum der Celler Jungs kommt nun eine Best-Off…-Scheibe. Sehr gut. Wie gewohnt spielen Rasta Knast melodischen Schweden-Punk in Deutsch und in anderen, mir unbekannten Sprachen. Die 23 Songs sind alle in diesem Jahr mit der derzeitigen Besetzung neu aufgenommen. Zugreifen kann ich da nur sagen, bei Rasta Knast kann man nichts falsch machen. Alex

TREVOLT – I All Hast

| November 20th, 2010

(CD, Heptown Records)
Wer zuerst denkt, man könnte den Album-Titel locker mal ins Enlische übersetzen und dann schon ein kleine Vorahnung von dem bekommen, was einen auf dem Debüt-Longplayer der Schweden erwartet, wird wohl an der Übersetzung des Wortes „Hast“ scheitern. Gibt’s nämlich nicht auf Englisch. Komisch, was jetzt? CD einlegen und abwarten. Was dann kommt, klingt zumindest sprachlich sehr exotisch. Die Lösung: Die Nordländer singen in ihrer Landessprache. Muss man sich erst mal dran gewöhnen. Aber ist das geschafft, dann passen Songstrukturen, Melodie und Gesang wie Arsch auf Eimer. Gibt den ersten Pluspunkt. Punkt Zwei und Drei gibt’s für den melodischen Pop Punk, der hin keineswegs lala-harmlos um die Ecke biegt, sondern schon ganz gut von hinten in die Kniekehle fährt. Schnell, energisch. Rasant und hastig. Sogar so hastig und hektisch, dass man glauben könnte, die drei Jungs haben Angst die nächste Bahn oder die Geburt ihres Erstgeborenen zu verpassen. In diesem Sinn würde die von mir jetzt ahnungslos in den Raum gestellte Übersetzung von „I All Hast“ zu „In aller Eile“ ziemlich den Nerv treffen. Keine Ahnung, ob das mit der Herleitung jetzt einigermaßen hinkommt, aber doch, doch das kann schon was und macht Spaß. Einer Live-Performance wäre ich nicht unbedingt abgeneigt. Wer auf Schweden und So Cal-Punk kann, könnte hier ein Ohr riskieren. Obnoxious

(CD, Heptown Records)
Old School meets New School. Die Schweden vom Nobelkommittee wissen nicht so recht in welchem Zeitalter sie jetzt eigentlich gerne leben würden. Als das Punk-„Dynamit“ (erster Titel der CD) schon vom Herren Nobel erfunden war oder eben erst im Jetzt und Heute. Jedenfalls bieten dien Schweden keine nutz- und orientierungslose Mischung aus „damals war alles viel besser“ und „heute ist aber auch nicht schlecht“, sondern eine in sich stimmige Interpretation von beidem. Nobelkommittéen schlägt schon das Herz am richtigen Fleck. Kein Wunder haben die beteiligten Bandmitglieder doch schon einiges Punk-Herzblut in Bands wie The Confession, Conshitas, Royal Stakeout und den Parttimers gelassen. Da kann man dann auch schon Einiges erwarten. 12 Songs in einer knappen halben Stunde. Allesamt auf Schwedisch zum Besten gebracht, so dass der durchschnittliche deutsche Hörer so gut wie keine Ahnung haben dürfte worum es in den einzelnen Songs geht. Einzig und allein „Dynamit“ und „Idiot“ könnten einen Zaunpfahl bieten, der in eine bestimmte Richtung weißt. Aber wer weiß das schon, ob sich wirklich auch das dahinter verbirgt, was man zu wissen glaubt. Auf dem Waschzettel vom Label glaube ich herauslesen zu können, dass der Album-Titel „Bevor das Leben explodiert“ heißen könnte. Könnte wohlgemerkt, aber spielt das bei der Wahrheitsfindung eine Rolle? Ach ja: Typisch Schweden! Obnoxious

(Taschenbuch, Humboldt, 253 Seiten, 9,95 Euro)
Wer irgendwas mit Fußball anfangen kann und einen Sinn für Obskures hat, kommt mittlerweile eigentlich nicht mehr an Arnd Zeigler vorbei. Inzwischen dürfte der Stadion-Sprecher von Werder Bremen durch seine wöchentlichen Radio-Beiträge „Arnd Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“, seine gleichnamige sonntägliche Fernsehsendung (WDR), seine Bücher, den alljährlichen Abreißkalender etc pp in der Szene bekannt sein wie ein bunter Hund. Und das ist gut so! Mit „Keiner verliert ungern“ veröffentlicht er mal wieder eine Sammlung mit Zitaten von sauerstoffungesättigten Fußballer-Hirnen, schwafelnden Moderatoren, zu dicken Funktionären und der ganzen Saublase, die sonst noch irgendwie mit der wichtigsten Nebensache der Welt zu tun hat. weiterlesen →

TV EYE – Nice People

| Oktober 17th, 2010

(CD, HOAX Records)
Aus Punker-Jungs der ersten Stunde sind jetzt größere Punker-Jungens geworden, die eine Phase der Langeweile und Stagnation überwunden haben – genannt die Neunziger. Die Schweden von TV Eye haben seit 1979 Punkrock in verschiedenen Bands gespielt und seit 1998 machen sie gemeinsam Musik. Das klingt dann verteufelt stark nach den Dickies und eben der Zeit, in der die Typen musikalisch sozialisiert wurden, eben 1977. Viel Fun, kurze, schnelle Songs und richtig Spaß macht das auch, aber verdammt, mit 31 Songs ist mir das zu viel, hier hätte ’ne knackige Single gereicht, aber scheinbar haben die Jungs Nachholbedarf. Am besten führt ihr euch die CD in Vier Song-Happen Stück für Stück zu Gemüte. dennisdegenerate

Datum: Sa. 18. September 2010
Location: Nürnberg, Desi (Brückenstr. 23, nähe U1 Gostenhof)
Einlass: 16 Uhr, Beginn: 16:30 Uhr

Bands: KLASSE KRIMINALE, RESTARTS, STAGE BOTTLES, ARTLESS, KOTZREIZ, TICKING BOMBS, HELLRATZ, LIFECORE 13,
Aftershow: KAMPFANSAGE SOUNDSYSTEM

Nachdem das erste Out of Control im K4 und das zweite im Z-bau stattfand, findet das dritte Festival in der Desi in Nürnberg statt und wird als Open Air aufgezogen. Das Line Up überrascht mal wieder mit hochkarätigen, internationalen Bands. Den Anfang werden aber die Schwaben von LIFECORE 13 machen. Super sympathische Jungs! Politischer Hardcorepunk. Die Ansagen zwischen den Songs erinnern ein wenig an die Anfangstage von RIOT BRIGADE, das war bevor die Band anfing hochdeutsch zu sprechen weiterlesen →

im JUZ Mannheim:

ASHERS
The Unseen Sänger Marc mit neuer Gang. Diese hat es sich zur Aufgabe gemacht, jeden Arsch zu kicken, der sich nicht sowieso schon bewegt.
www.myspace.com/asherstheband

TICKING BOMBS
Vier zackige Schweden. Äußerst kurz und prägnant angebunden. Doch ihre feinen Punkrockmelodien können ihre Herkunft nicht verschleiern.
www.myspace.com/tickingbombs

Check in: 20 Uhr
Take Off: 21.30 Uhr, Pünktlich
Landing: ca. 2 Std. später

Bis 21 Uhr 6 Euro, danach 8 Euro

Trust #139 (Fanzine)

| März 22nd, 2010

(A4, 68 Seiten, 2,50 Euro + Porto, PF 110762, 28087 Bremen)
Diese Ausgabe wird einmal mehr von Jans Beiträgen dominiert. Keine Ahnung woher der Typ immer die Zeit und Muse findet innerhalb von zwei Monaten so viel Zeug zu schreiben und Leute zu interviewen. Den Opener machen dieses Mal die Los Angeles PowerPopper The Last, die es mittlerweile auch seit über dreißig Jahren gibt, hierzulande aber kaum über den Status eines Geheimtipps hinausgekommen sein dürften. Trotzdem gibt es da natürlich genug Gesprächsstoff und einiges zu erzählen. Als nächstes musste Willy Vlautin dran glauben. Der gute Mann ist nicht nur Autor von einigen ziemlich schwarzseherischen Büchern sondern auch Musiker bei einer Alternative Country-Band. Und so erzählt er von den unterschiedlichen Herangehensweisen seines Schaffens in diesen beiden Kunstrichtungen. weiterlesen →

Reviews

| Dezember 4th, 2009

CAR DRIVE ANTHEM – Time To Steal Away
(CD, Sums Records)
Ohje, ’ne amtliche Autofahr-Hymne klingt in meinem fahrenden Müllcontainer aber anders. Ein dahingehauchter Schmachtfetzen von Miss Stevie Hicks zum Beispiel, oder meinetwegen auch „Ein schöner Satz Reifen“ von Eisenpimmel. Aber bestimmt nicht diese schmalzgewichste Prinzessin-Lillifee-Version von Boysetsfire auf Valium. Tut mir leid, Jungs, da seid ihr beim Falschen gelandet (obwohl- eigentlich tut’s mir gar nicht leid, wenn ich ehrlich bin…). Und Tschüss. Snitch weiterlesen →



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