(CD, S.N. Rex.)
Soll das etwa ein Abbild von Jesus auf dem Coverbild sein? Aus dem Moselland (Trier) kommen die drei Punkrocker. Hagbard Celine feiern in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen und das sogar mit einer Schifffahrt auf der Mosel, welche mit Livemusik untermalt wird (Anm. Obnoxious: Ich nehme an, dass die Schifffahrt gemeint ist und nicht die Mosel). Super Sache! Ist aber leider schon ausverkauft. (Anm. Obnoxious: Und wahrscheinlich auch schon lange den Bach runter gegangen.) 23 Songs bekommt man auf dem neu aufgelegtem ersten Album von Hagbard Celine um die Ohren gehauen. 23 Songs die textlich und musikalisch sehr gut rüberkommen. Texte die zum Nachdenken anstoßen. Mir persönlich gefällt der Grölgesang von Sänger Chris nicht so sehr, aber zum Glück ist ja auch Musik, wie so vieles anderes, Geschmackssache. Wem also der Sound und Gesang der Band Knochenfabrik gefällt, dem müsste auch Hagbard Celine wohlgesonnen sein. Das Album ist auf einem neuen kleinen Stuttgarter Label mit dem Namen S.N. Rex. erschienen. Hatten die früher nicht mal ein anderes Label? Ach ja. Hagbard Celine gehört ja auch zu den Bands, die sich von den Nix Guten getrennt haben. Alex

(CD, Puke Music)
Sex sells! Das sollte ja allseits bekannt sein und hat sich anscheinend sogar bis zu den Jungs von Hörinfarkt rumgesprochen. Und so räkelt sich eine halbnackte junge Dame mit ihrer Trompete auf dem Debüt-Album der Band aus Dessau. Die Band macht dabei ihre Sache gar nicht so schlecht, wie vielleicht der äußerst bescheuerte Titel des Albums vermuten lassen würde. Sie spielen straighten Punkrock mit Bläsern und mit gelegentlichen Ska-Spränklern, wobei vor allem der Sänger stellenweise unglaublich gerne wie Campino klingen will. Musikalisch ist das schon durchaus okay, aber was die Texte angeht überschreitet man den schmalen Grad zur Peinlichkeit leider ziemlich oft. Lieder wie „Bierbauchfetischisten“ sind halt wahre Schenkelklopfer – nicht! Das schlimmste aber sind die unglaublich platten Reime. Kleines Beispiel gefällig? Da wird z.B. Macht auf Acht gereimt („Maulkorb fürs Volk“), schlecht auf ungerecht („Das letzte Bier“), Hormonen auf Klonen („Fleisch“) usw. Textlich geht’s um eben das letzte Bier, das ja anscheinend immer schlecht ist, den bösen Staat, die Freundin die jetzt weg ist, das Leben in dieser unglaublich coolen Band, und das Dasein als Schwiegermutterschwarm. Dabei meine ich eine gewisse Ironie herauszulesen, bin mir aber nicht sicher, ob diese beabsichtigt ist. Ich will es für die Band jedoch mal hoffen. Musikalisch okay, aber sonst eben nicht mein Ding! Martin

(CD, PLY)
Geliebt, gehasst, differenziert geliebt. So könnte ich in Kürze meine drei Beziehungs-Stadien benennen, die ich zu Deadline habe. Im Gegensatz dazu ist meine Meinung zu ihrem neuen Album wesentlich deutlicher auf den Punkt zu bringen, da es mir musikalisch wieder uneingeschränkt gut gefällt. Die Stimme von Sängerin Liz fasziniert mich schon seit die Band vor rund 10 Jahren gestartet ist und daran hat sich nichts geändert. In der Tat zuckersüß schafft sie es in jedem Song ihre Zuhörerschaft um den Finger zu wickeln oder wenn nötig, mal ordentlich aufzustampfen. Auch die Lyrics des Titelsongs gefallen mir recht gut, da es darum geht eine gute Zeit zu haben und in Verbindung mit dem Cover einen Scheiß auf den Staat gegeben wird. Trotzdem will es mir nicht in den Kopf, wieso man bei solchen Deppen wie KrawaIIbrüdern auf nem Festival spielt. Ein wunderbares Album, einer mich leider immer noch überraschenden Band. Bocky

Back To Future Festival

| Mai 4th, 2009

16./17./18. Juli 2009 – HANGAR Dessau
[singlepic id=854 w=320]
www.back-to-future.com

Das diesjährige Back To Future Festival ist wieder in Dessau auf dem alten Flugplatz. Zahlreiche Bands haben sich für das Juli Wochenende angekündigt:

Bambix (NL), Baretta Love, Bloodsucking Zombies From Outer Space (AUT), The Brains (CAN), Church Of Confidence, Dean Dirg, Evil Conduct (NL), The Freeze (USA), The Frogs (CH), Guts’N’Glory, Hörinfarkt, Hudson Falcons (USA), Kitty In A Casket (AUT), The Koffin Kats (USA), Loikaemie, Die Lokalmatadore, Mad Doge Cole (UK/USA), The Meteors (UK/D), Molotow Soda, Obtrusive, Oi Polloi (GB), OutL4w (UK), Peter & The Test Tube Babies (UK), Rantanplan, Ratos De Porao (BRA), Riot Brigade, SNFU (CAN), Spookshow (SWE), Tech 9 (NL), The Tony Montanas,
weiterlesen →

Sendung vom 29. April 2009

| April 30th, 2009

409

Play

Folge 409: Zu Gast war Max, Sänger von Verreckt

Songliste: Titel, Interpret, Album
Jingle — Geld et Nelt
Drink Fuckin Beer — The Loose Skrews — Born To Lose
Niemals älter werden — Raptus — Generation Drogen
Canned Love — Powersolo — Bloodskinbones
Golden Shower White Power — Produzenten der Froide — Ready for love
In dieser Zeit — Radau AG — Stempel Drauf
Bangtown — Big John Bates — Bangtown
Warheads — Donkey Shot — Demo
Broken Promise — A Pretty Mess — We Are The Damaged Youth
Dann Schrei — Ansicht X — BassBox
Froschschenkel — Urlaub Im Rollstuhl — Seveso Kids & Totenkult
Sell Out — Punks Not Dad — We Are The Dads
Party Aloa — Three in the Basement — Kellersongs
Gib mir Bier — Die Angepissten Turnbeutel — Au Backe!

MP3-Download (35 MB)

Play

(CD, Impact)
Hin und wieder macht sich das Duisburger Label auch außerhalb Deutschlands auf die Suche nach Bands die passen. Diesmal wurden sie in Dänemark fündig. Bloß wer glaubt sie haben mit der Band jemand unbekanntes entdeckt, liegt falsch. Sänger Steen Thomsen und zwei andere sind Urgesteine der dänischen Oi!-Szene und spielten bis 1987 von 1979 ab in der ältesten Oi!-Kapelle ihres Landes. Das Album mit dem witzigen Titel ist glücklicherweise keine Komplett-Retrospektive, sondern ein nigelnagelneues Album, nachdem man sich 2002 reformierte. Einigen Lesern dämmert es sicher bereits schon: Ja, diese Combo hört sich an wie viele alte England-Heroen aus den frühen 80ern. Zusammen mit den Linernotes passt die Scheibe zum Sonntagnachmittagsbier um einiges besser, als zum Freitagabsturz. Also sympathisch, aber stimmungsabhängig. Bocky

www.thezeropoint.8k.com
www.impact-mailorder.de

Satanvon Anne Hahn & Frank Willmann (Taschenbuch, Ventil Verlag, 175 Seiten, 11,90 Euro)
Keine Angst, es handelt sich bei „Satan, kannst du mir noch mal verzeihen“ nicht um einen spätpubertären Knochenlutscher-Jugendroman. Ganz im Gegenteil und schlaue Füchse wissen es bereits, denn der Titel ist die erste Zeile aus dem Song „Satan“ von… Schleimkeim. 100 Punkte und ein Bällchen Eis für alle, die es gewusst haben. Denen, die es nicht gewusst haben, hilft vielleicht noch der Untertitel „Otze Ehrlich, Schleim-Keim und der ganze Rest“ auf die Sprünge. Aber ums kurz zu machen: Hier handelt es sich um einen Annäherungsversuch an das Leben von Otze, dem Sänger und Allzweck-Musiker der legendären DDR-Punkband Schleim-Keim.
weiterlesen →

Blutjungs Interview + Bilder

| März 3rd, 2009

Am 1. März spielten die Blutjungs zusammen mit The Nerves im Juz Mannheim.
Nach dem Konzert traf ich mich mit Sänger Martin Großmann und stellte ihm ein paar Fragen.

Play

Download (MP3, 12 MB)

[nggallery id=14]

Play

Stay home? Read a book

| Januar 10th, 2009

ANNE HAHN & FRANK WILLMANN – Satan, kannst du mir noch mal verzeihen
(Taschenbuch, Ventil Verlag, 175 Seiten, 11,90 Euro)
Keine Angst, es handelt sich bei „Satan, kannst du mir noch mal verzeihen“ nicht um einen spätpubertären Knochenlutscher-Jugendroman. Ganz im Gegenteil und schlaue Füchse wissen es bereits, denn der Titel ist die erste Zeile aus dem Song „Satan“ von… Schleimkeim. 100 Punkte und ein Bällchen Eis für alle, die es gewusst haben. Denen, die es nicht gewusst haben, hilft vielleicht noch der Untertitel „Otze Ehrlich, Schleim-Keim und der ganze Rest“ auf die Sprünge. Aber ums kurz zu machen: Hier handelt es sich um einen Annäherungsversuch an das Leben von Otze, dem Sänger und Allzweck-Musiker der legendären DDR-Punkband Schleim-Keim.
weiterlesen →