Trust #143

| Januar 11th, 2011

(A4, 68 Seiten, 2,50 Euro + Porto, PF 110762, 28087 Bremen)
Nachdem ich mit der 142 vom Trust ja nicht ganz so zufrieden war, war ich auf die folgende Ausgabe schon recht gespannt, wie’s weiter geht. Aber auch hier wechseln sich Licht und Schatten wieder ab. Nach den üblichen Kolumnen am Anfang, muss ich mich erstmal durch den Gastbeitrag zum Thema „Krise“ quälen und wäre beinahe selbst in eine gestolpert. Hab aber rechtzeitig aufgehört zu lesen. Ist einfach nicht meine Baustelle, dieses diskursive Polit-Gedöns. Das folgende Telemark-Interview hat mir dagegen fast schon wieder den Tag gerettet… Kompetente Fragen, gute Antworten. Und dann kommt auch schon das absolute Hochlicht der Ausgabe: Cliff Hanger von The Freeze gibt tiefe Einblicke in seine Person und Seele. Ganz schöner Striptease den der Herr da abliefert und großer Respekt von mir, dass er so freimütig den Leser daran teilhaben lässt, denn man bietet mit solchen Offenbarungen wie hier ja auch jede Menge Angriffsfläche. Deshalb Hut ab. Dazu gibt’s natürlich auch noch einen Arsch voll Infos zur sehr geilen und inzwischen ja auch schon steinalten Band aus Boston. Einziges Manko: Eigentlich ist das Teil für eine Band wie The Freeze viel zu kurz und hätte gerne doppelt so lang sein können. Nach Cliff Hanger befragt Jan dann auch gleich noch die One-Man-Band Flight, die wohl ziemlich einen auf Lo-Fi macht, mich aber im Gespräch nicht unbedingt neugierig macht. Oh Gott, und dann die Befragung mit den drei selbsternannten God Free Youth-Bands Fargo, Remember und Sundowning. Das Ergebnis ist dünn wie Butterbrotpapier und lässt einen hilflos mit ganz vielen Fragezeichen im Kopf zurück. weiterlesen →

THE SCHOGETTES – s/t + Chin Up

| Oktober 12th, 2010

(7“, Rookie Records)
Huh, The Schogettes, die achtköpfige nahezu All-Girl-Soul-Band aus Mannheim macht etwas, was schon lange niemand mehr gewagt hat: Zwei 7“es auf einmal rausbringen. Und das auch noch auf dem selben Label. Respekt und Hochachtung. Zu wenig Material für einen Longplayer? Ja, sogar für eine stilvolle 10“ hat es nicht gereicht. Alles auf eine Single zu pressen wäre aber auch zu überladen gewesen. Eine Doppel-7“ ist scheiße, also zwei kleine Siebener. Irgendwie schon cool Shit. Der Reihe nach: Die selbstbetitelte Single weist mit „Move Something“ und „Girl Stand Next To Your Man“ zwei Songs auf, von denen mich vor allem der letzte überzeugt. Von Soul hab ich so was von überhaupt keine Ahnung, dass ich das jetzt genauer beschreiben könnte, aber bei der B-Seite ist einfach mehr Drive dahinter. „Move Something“ ist zwar etwas langsamer, aber auch etwas smoothiger, mehr „unter die hautiger“. Die 7“ kommt in einer stylischen Cover-Cover-Version von Blondies „Parallel Lines“-Album. Also so schwarzweiß-gestreift mit der Band davor und Blondie ist Blacky und ein Typ. Das weiße Vinyl gibt mir den Rest, um mich als Fan outen zu müssen. Beide Songs sind übrigens Eigengewächse der Schogettes. Die zweite Single „Chin Up“ schlägt in die selbe Kerbe und kann von mir eigentlich auch nur empfohlen werden. weiterlesen →

Reviews

| Dezember 4th, 2009

CAR DRIVE ANTHEM – Time To Steal Away
(CD, Sums Records)
Ohje, ’ne amtliche Autofahr-Hymne klingt in meinem fahrenden Müllcontainer aber anders. Ein dahingehauchter Schmachtfetzen von Miss Stevie Hicks zum Beispiel, oder meinetwegen auch „Ein schöner Satz Reifen“ von Eisenpimmel. Aber bestimmt nicht diese schmalzgewichste Prinzessin-Lillifee-Version von Boysetsfire auf Valium. Tut mir leid, Jungs, da seid ihr beim Falschen gelandet (obwohl- eigentlich tut’s mir gar nicht leid, wenn ich ehrlich bin…). Und Tschüss. Snitch weiterlesen →

Nazi Dogs Interview

| Januar 22nd, 2008

Die Frage, ob man im dritten Jahrtausend noch „Retro“- Kapellen braucht, die weitestgehend authentisch den schlampigen Charme der 70er Sleaze-/Trash-/Rotzpunk-Ära in die Gegenwart transportieren, beantwortet sich von selbst, wenn man die vier Aachener auch nur ein einziges Mal in lebendig erleben durfte: Kein perfektionierter Livesound durch stundenlanges Klangchecken, kein Anbiedern beim Publikum oder ellenlange Ansagen, sondern einfach nur die volle Ladung verschwitzte, rotzige Energie des Ur-Punk mitten in die verwöhnte Fresse.
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Nazi Dogs Interview

| Januar 3rd, 2008

Die Frage, ob man im dritten Jahrtausend noch „Retro“- Kapellen braucht, die weitestgehend authentisch den schlampigen Charme der 70er Sleaze-/Trash-/Rotzpunk-Ära in die Gegenwart transportieren, beantwortet sich von selbst, wenn man die vier Aachener auch nur ein einziges Mal  in lebendig erleben durfte: Kein perfektionierter Livesound durch stundenlanges Klangchecken, kein Anbiedern beim Publikum oder ellenlange Ansagen, sondern einfach nur die volle Ladung verschwitzte, rotzige Energie des Ur-Punk  mitten in die verwöhnte Fresse.

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