Hassle Records
Die kultigen Dark-Rocker aus den Staaten veröffentlichen nicht wirklich ein komplett neues Album mit 15 Songs. Taufrisch und ungehört sind gerade zwei der Tracks. Die restlichen 13 Songs sind sowas wie ne Best Of in Unplugged und ein Cover der Violent Femmes. Da ich die Sachen, die bis zu dieser Veröffentlichung nicht kenne, kann mich das hier leider nicht überzeugen, weil ich ja von Unplugged auch nicht sonderlich begeistert bin. In dem Sinne was für Leute, die die Band lieben und schon immer ein paar Unplugged-Songs von ihnen haben wollten. Bitteschön, da sind sie. Bocky
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(CD, Rehearsal Room Records)
Auf keinen Fall zu verwechseln mit den Sloppy Seconds aus Indianapolis, denen es seit Mitte der 80er hauptsächlich um so wichtige Themen wie Pornos, Saufen, Fettsein, TV Shows, Horrorfilme oder Comics ging und ziemlich nach den Ramones klangen. Auch eine gute Band! Aber Slobbery Dognose sind aus Braunschweig, der Stadt in der Lemmy geboren wurde oder zumindest ziemlich viele willige Weiber geschwängert hat, denn Slobbery Dognose scheinen einen unglaublichen Faible für Motörhead zu haben und spielen lupenreinen Metall-Punk. Eddy Maiden winkt auch ein paar Mal um die Ecke. Und das jetzt auch schon seit 20 Jahren. Zu diesem Anlass gibt es das neue Album. „New Breed“ sieht ziemlich nach einem DIY-Produkt, also Eigenproduktion aus. Ist in Aufmachung (CD im Vinyl-Outfit plus old schooliges Cover-Artwork) und musikalischer Leistung durchaus hörens- und sehenswert, auf die Dauer vielleicht aber etwas zu eintönig. 8 Songs in 20 Minuten, alle Songs zwischen zwei und drei Minuten lang. Metall und Punk united. Ziemlich auf den Punkt gebracht, größtenteils in High Speed und auf der linken Spur. Könnte auch durchaus auf People Like You erschienen sein. Antestbar. Obnoxious
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Folge 493: Zu Gast war Jürgen von Rookie Records
Songliste: Interpret, Titel, Album
Geld Et Nelt — Jingle
Scheiße Minnelli — fighting reality — The Fight Against Reality
Bitume — WupWup/Alles weg — Lolch
Spermbirds — Meet Me In The Middle — A Columbus Feeling
Pascow — Das Ist Gimpweiler Und Nich L.A. — Alles Muss Kaputt Sein
Turbostaat — Täufers Modell — Das Island Manöver
Podcast: Play in new window
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(CD, Rookie Records)
Bitume sind trotz ihrer bisherigen vier Alben bis auf einige Sampler-Beiträge weitgehend an mir vorbei gegangen. Mit ihrem fünften Longplayer haben sie mich jetzt aber erwischt. Beim ersten Hören erinnerte es mich manchmal an die Skeptiker oder manchmal auch an die frühen Turbostaat (wenn auch nicht ganz so kryptisch) oder die Boxhamsters. Dann vernehme ich aber auch krachig-punkigen PowerPop mit geradlinigen Melodien, wobei aber auch die Breaks nicht vergessen werden. Geht insgesamt ganz gut nach vorne. Die Texte sind durchdacht (um das arg überspannte „intelligent“ zu umgehen). Durchgehend auf Deutsch halten Bitume den Finger in die Wunden. Teilweise handelt es sich dabei um sehr persönliche Themen, teilweise blicken sie aber auch mit kritischem Blick auf die „eigene“ Szene. Begleitet von schönen Chören und Background-Gesängen. Insgesamt ist „Lolch“ zwar nicht immer leicht zugänglich, dafür aber ziemlich ausgereift und auf jeden Fall etwas Eigenständiges, dem man sich nicht leicht entziehen kann. Antesten könnte sich durchaus lohnen. Obnoxious
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(CD, Voodoo Rhythm)
Hot Shit aus der Schweiz, den wir hier auch schon mal im Interview hatten und der mit seinem Clash sicher nicht in jedes Handtäschchen passt. Ist man vom Beatman Zeller gewohnt, nichts gewohnt sein zu dürfen, wird hier noch mal anderes Terrain ausgelotet. Deutsch Amerikanische Freundschaft beim Achtarmdrücken gegen den zweiköpfigen Hasil Adkins. Urban JR’s Debüt kam auf Fistfucker Records und schon damals dachte ich mir, Hammer, die One-Man-Band die sich abhebt. Neben Gitarre und Drums geben Synthesizer und Megaphon den Ton an und mischen fuzzy Gitarren-Sounds, Garage-Tunes mit Electro. Live ist der Mann ebenfalls eine Wucht. Anspielen – durchdrehen. Dennisdegenerate
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(CD, Alienated But Striving Records)
Zum 15-jährigen Bandbestehen „ballerten“ (wie sie es selbst schreiben) die Stoned Aliens (warum ein englischer Name, wenn man allergrößtenteils auf Deutsch singt?) ihren ersten Longplayer auf dem bandeigenen Label raus. Da haben sie scheinbar mächtig lange dran gefeilt. Unter „ballern“ stelle ich mir allerdings etwas komplett anderes vor, als den vorliegenden „Moralwaschtag“-Quatsch. Ich schwanke in meiner Beschreibung zwischen „bemühter Tote Hosen-Punk“, „sozialkritischer Studentenpunk“ und „idealistischer Gutmenschen-Punk“. Schöne Worte. Ist aber doch alles irgendwie auch der selbe Nonsens. Nonsens im wahrsten Sinne des Wortes, denn ich erkenne darin keinen Sinn und schon gar keinen tieferen. Man beruft sich auf Terrorgruppe und die frühen Boxhamsters. Haben sie bestimmt auch schon mal gehört. Aber verarbeitet? Mehr schlecht als recht. Politik kommt auch drin vor, Selbstironie wohl auch. Jedoch ist das alles auf so unterschwelligem Niveau, dass ich eigentlich keine Lust habe, mich mit der CD weiter zu befassen. Und deshalb tue ich es auch nicht! Obnoxious
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(CD, Snayle Records)
„Sie will nur ficken, röchel-schrei, doch ich will Zärtlichkeit. Sie will nur ficken, so wie man’s in Pornos macht…“ Äh? So und so weiter geht’s auf der aktuellen Scheibe von Krank. Reim dich oder ich fress dich, ist hier meist das Motto. Der Sänger, Viva-Moderator aus der Schweiz lebt hier seine verrückte Seite aus, Shows mit literweise Kunstblut und Bierdusche, dazu Schreigesang. Wilder als Marilyn Manson soll das sein, na dann, mir geht’s nicht rein.
Jetzt hör ich aber den Sänger bei Pogoradio und kann sagen, zumindest ist der da ganz lustig, live sollen die ja ’ne Bank sein, so Gwar-like mit viel rot. dennisdegenerate
www.radikalabnormal.com
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(CD, Crazy Love Records)
Guter und solider Psychobilly, der stellenweise ideenreich rüberkommt. So etwas ist nicht Standard und daher extrem positiv zu vermerken. Bei einem Lied singt noch eine Dame mit, was selbiges zum Highlight der CD macht. Aber auch ansonsten, wie gesagt, gut und solide. Darf hemmungslos gekauft werden … HH
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(CD, DFE Records)
Endlich weiß ich, was ein Drongo ist. Ich hatte es mich schon oft gefragt, aber nie ein Lexikon zur Hand. Nun weiß ich, dass es sich bei diesem Begriff nicht nur um einen Singvogel, sondern auch um den englischen umgangssprachlichen Begriff für Trottel handelt. Aber das nur am Rande. Die Drongos For Europe gibt es bereits seit 1979, aber irgendwie standen sie immer etwas im Schatten der richtig großen Englandbands auf Link oder Riot City Records. Auf diesem neuen Album wird das Rad nicht neu erfunden, aber Freunde der Band werden auch diese Veröffentlichung gut finden. Tempomäßig ist das Album eher im Midtempo-Bereich angesiedelt, mit rauen Chören und Streetpunk-Feeling und kleineren Gitarrenschweinereien hier und da. Könnte meinetwegen alles ’nen bisschen mehr nach vorne gehen. Die Texte drehen sich unter anderem um die Riots in Athen, Tote Soldaten, Krieg, Freiheit und so weiter. Kann man sich anhören. Chris
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