Auf dem schon dritten Album des Briefs-Nachfolger dauert es immerhin bis Song Nummer fünf bis man die ´77 Note deutlich heraus hört und weiß womit oder mit wem man es zu tun hat. Bisher habe ich es nur einmal geschafft mir die neue Band um Steve E. Nix und Kicks anzusehen, aber dafür höre ich sie desto öfter. Punkrock fehlt Adventure Time auf jeden Fall nicht, er wird eben von den späten 1960er und den frühen 1970er Jahren mit Doo-Wop, Mod oder Power Pop gepimpt und hat was extrem ausgefeiltes. Eben wie schon bei den Briefs hat hier fast jeder Song nen Ohrwurm-Charakter, weshalb ich so schlecht von dem Album wegkomme! Übrigens ist die Band ab Ende dieser Woche auf ausgiebiger Europa-Tour. Ich werde sie auf dem Au-Fest sehen. Wer mich dort sieht soll mir unbedingt ein Bier ausgeben! Danke. Bocky
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Folge 506: Zu Gast war Fö Bierschinken
Songliste: Interpret, Titel, Album
Geld Et Nelt — Jingle
Citizen Fish — Shelf Life — Goods
Betrunken im Klappstuhl — Zwar nicht schön, aber mit Liebe — Live in Leiwen
Stage Bottles — Power for Revenge — Gegengerade: 20359 St. Pauli
All Aboard! — Broken L.P.s In The Backyard — Split 2010
Blacklist Royals — Rock And Roll — Semper Liberi
Dampfmaschine — Haben Haben Haben — Bete zur Maschine
Kotzreiz — Bauarbeiter Stürb — Du Machst Die Stadt Kaputt
Dean Dirg — Delta Delta — Verpisst
Hagbard Celine — Teufelstigerente — Am Ende die Guten
Homecoming Kings — Punkrock In Love — How To Punkrock
Frau Mansmann — Auf’m Klo — Arbeitstitel Männermusik
www.bierschinken.net
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Hallo zusammen,
normalerweise hätte ich mich jetzt mit den News für unsere neue Ausgabe gemeldet. Aber nach unserer #13 wurde es Zeit für eine Zäsur, weshalb ich hiermit eine Pause in dem Hause Punkrock! ankündige.
Damit möchte ich andeuten, dass zum einen momentan noch nicht ganz sicher ist, wann die nächste Ausgabe erscheinen wird (2011 soll das aber schon sein) und zum anderen, dass sich ganz klar etwas an dem bisherigen Auftritt ändern wird. Was das im Einzelnen sein wird, können wir an der Stelle jedoch noch nicht sagen. Außer, dass sich grundlegend etwas ändern wird.
Die Gründe dafür sind ebenso vielfältig, wie es die Gerüchte darum ebenfalls sein werden.
In diesem Sinne wartet bitte ab was passieren wird, wir sind ebenso gespannt. Das Einzige was wir jetzt schon verraten möchten: Die Veränderung wird wegweisend. Versprochen!
In dem Sinne Liebe Grüße und bis bald
Bocky und der Rest der Gang
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(CD, Rookie Records)
Es ist wieder soweit, eine neue Punkrock!-Ausgabe ist da und ich freu mich riesig! Ein etwas selteneres Ereignis und mindestens genauso geil: Pascow haben ’ne neue Platte! Und alles stimmt, macht soviel Spaß und beinhaltet wieder die fein abgestimmte Menge an Theatralik, Freude und immer mehr Druck! Pascow gehören zu den wenigen Bands, die für mich immer gehen, begleiten mich wenn ich tieftraurig bin, geben mir Schub wenn ich eh schon rase und lösen in mir ein nicht genau zu bezeichnendes Gefühl in meinem Herzen aus, welches sich aber genau richtig anfühlt.
Was vorher etwas kryptischer war, ist auf dem vierten Album druckvoller. Trotzdem bleiben die Texte so schön vielfach deutbar und vielleicht ist es auch das unprätentiöse Auftreten, das Verzichten auf Parolen und das was von Kritikern als studentisch bezeichnet wird, aber eben auf Wut und straighten Punkrock trifft, was mich mal breiter, mal verhaltener Strahlen lässt. Was auch immer es ist, es ist scheißegal. Wichtig ist: Pascow halten ihr Niveau und haben es wieder geschafft. „Alles muss kaputt sein!“ ist für mich eine der besten Platten des Jahres! Danke! dennisdegenerate
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(CD, RilRec)
Haa, auch sechs Jahre nach Auflösung der Vorgängerband Bash! hören sich Nonstop Stereo auf ihrem neuen Tonträger noch ziemlich nach Bash! an. Aber das ist ja auch nicht unbedingt ein Fehler. Bash! mochte ich immer sehr gerne. Was nicht zuletzt an Masterminds Franks Gesang und Gitarre lag. Und genau das ist es auch was Nonstop Stereo erneut prägt. Ziemlicher cooler Scheiß zwischen Knochenfabrik, Rasta Knast und eben Bash! Kann ich mir ein paar Mal nacheinander am Stück anhören, ohne gelangweilt zu werden. Trotz deutscher Texte. Und das will schon einiges heißen. Aber kein Wunder, Frank bleibt sich in seinen Themen treu und schreibt seine Texte über den kranken Alltag in dieser Republik. Immer aus der Sicht des Berufsjugendlichen, den er schon seit Jesu Einschulung gibt. Hut ab vor dieser feinen Veröffentlichung. Wenn ich in einer „Deutschpunk-Band“ spielen würde, dann wäre ich gerne bei so was wie Nonstop Stereo dabei. Oder bei Pascow. Ach, was weiß ich? „Wenn du loslässt …“ ist einfach ein augenzwinkenderes, unterhaltsames und kurzweiliges Punkrock-Album. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Und es darf auf jeden Fall auf ewig bei mir wohnen bleiben. Feines Cover, schönes Booklet und immer schön Punkrock pur, bei dem der Spaß nicht zu kurz kommt. Irgendwie schon sehr geil! Obnoxious
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(CD, Rookie Records/Toxic Toast)
Hab mich lange davor gedrückt, diese CD zu besprechen. Irgendwie ist mir nichts Tolles dazu eingefallen, weil ich eigentlich nix mit der Mucke anfangen kann. Aber ich versuch’s jetzt einfach mal: Mofakette – was für ein doofer Bandname ist das denn eigentlich? – machen eine merkwürdige Mischung aus Punkrock, Hamburger Schule – obwohl sie aus Stuttgart sind – und rotzigem Mainstream. Trotzdem muss ich mich zeitweise dabei erwischen, wie ich unruhig mit dem Arsch wackle. Grenzwertige Situation also. Die Attitüde und die Grundhaltung stimmen größtenteils, obwohl ich hier und da bei den Texten schon mal die Stirn runzeln muss. Und was letztlich übrig bleibt, ist so mittelprächtig. Das klingt jetzt alles irgendwie nach: „Die CD ist scheiße, aber ich will es nicht so klar sagen“, aber das stimmt so auch nicht. Denn Mofakette können was. Zwar nichts was mir den Zipfel zum Stehen bringt, aber okay, sie haben Witz, eine eigene Meinung, weit reichende musikalische Fähigkeiten und Einflüsse und halten mit Selbstironie mit Blick auf sich selbst und die Szene nicht hinter dem Berg. Und das ist schon mal ziemlich viel von dem, was den ganzen tollen Nietenkaiser- und Besserwisser-Punkbands fehlt. Kann man also durchaus mal im Netz anhören und abchecken, ob sie vielleicht sogar richtig gut sind. Andere Menschen behaupten das zumindest. Und je öfter es mir anhöre: Sie könnten sogar recht haben … Obnoxious
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(CD, RilRec)
Blöder Bandname, das! Irgendwie abschreckend, finde ich. Naja, was soll’s? Wenigstens ist ja das Cover ganz ansprechend. Also CD eingelegt und der Dinge geharrt, die da kommen. Ich höre 77er Punkrock aus England, so in Richtung The Adverts, – also durchaus nichts Schlechtes. Ich höre aber auch – und das überwiegend – irgendeinen neumodischen Melodic Westcoast-Rock-Kram, ziemlich beliebig und langweilig. Und insgesamt höre ich etwas, das so gar nicht mitreißend und so unspektakulär ist, dass es als Hintergrundgeräusch für einen ausgedehnten Badewannenaufenthalt prädestiniert sein könnte. Stört nicht, tut keinem weh, ist nicht unangenehm, weil nicht zu hektisch für ein entspannendes Bad. Mir ist das aber viel zu sauber – obwohl, passt ja zur Badewanne – produziert. Da spritzt kein Bier, es fließt kein Blut und es splittern keine Knochen. Die Kleins wecken keine „Pavlovian Dogs“ in mir, die immer wieder auf die Start-Taste drücken. Aber baden tue ich schon ganz gerne. Na, ich weiß auch nicht, mir ist das zu… mittel. Kein Fisch, kein Fleisch. Wie der Vegetarier sagt. Nerd-Info: Gibt’s auch als limitiertes Vinyl. Ganz in weiß. Wer’s unbedingt braucht … Obnoxious
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(CD, Rundling)
Fast 22 Jahre nach den Aufnahmen kommen nun die Mitschnitte von zwei Konzerten der 80er Jahre Dresden-Punks Kaltfront auch als Konserve raus. Gewiefte Historiker haben gleich gemerkt, dass Dresden damals noch ein Teil der DDR war. Respekt! Kaltfront gehörten damals zu den wenigen Punkbands, die es irgendwie geschafft hatten, eine staatliche Spielerlaubnis zu bekommen und deshalb ist auch die Tonqualität ganz passabel. Eben weil die Konzerte nicht in einem finsteren Keller mit dem Kasi mitgeschnitten wurden, sondern mit dem etwas besseren Equipment. Kaltfront jedenfalls haben sich dem etwas düsteren Wave-Punk angenommen, mit einem gehörigen Schuss Früh-80er Punkrock. Erinnert mich teilweise an Bands wie Male, Fehlfarben, Fliehende Stürme, aber auch Rotzkotz oder Toxoplasma. Die Texte sind ausgeklügelt, fast schon intellektuell, im Vergleich zu ähnlichen Konsorten. Aber noch immer aktuell. Der Großteil der Songs wurde Ende 1988 in „Onkel Toms Hütte“ in Cottbus aufgenommen, dazu noch einige Songs in den „Zwei Linden“ in Görlitz. Die Soundqualität ist wie gesagt ganz annehmbar, wer trotzdem nix kapiert, für den gibt’s im Booklet die Texte. Das Zugaben-Medley besteht aus „Pretty Vacant“, „I Don’t Care“ und „White Riot“. Sagt ja auch schon einiges. Da die Band wieder aktiv ist, in der jüngeren Vergangenheit einige kleinere und größere Konzerte gespielt hat und auch neues Material aufgenommen hat, bin ich ziemlich gespannt, was das anstehende Studio-Album bringen wird. Wenn sie da weiter machen, wo sie irgendwann mal aufgehört haben, könnte ich sogar bald auch Fan einer Kaltfront sein. Der Winter lässt grüßen … Obnoxious
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(CD, S.N. Rex.)
Soll das etwa ein Abbild von Jesus auf dem Coverbild sein? Aus dem Moselland (Trier) kommen die drei Punkrocker. Hagbard Celine feiern in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen und das sogar mit einer Schifffahrt auf der Mosel, welche mit Livemusik untermalt wird (Anm. Obnoxious: Ich nehme an, dass die Schifffahrt gemeint ist und nicht die Mosel). Super Sache! Ist aber leider schon ausverkauft. (Anm. Obnoxious: Und wahrscheinlich auch schon lange den Bach runter gegangen.) 23 Songs bekommt man auf dem neu aufgelegtem ersten Album von Hagbard Celine um die Ohren gehauen. 23 Songs die textlich und musikalisch sehr gut rüberkommen. Texte die zum Nachdenken anstoßen. Mir persönlich gefällt der Grölgesang von Sänger Chris nicht so sehr, aber zum Glück ist ja auch Musik, wie so vieles anderes, Geschmackssache. Wem also der Sound und Gesang der Band Knochenfabrik gefällt, dem müsste auch Hagbard Celine wohlgesonnen sein. Das Album ist auf einem neuen kleinen Stuttgarter Label mit dem Namen S.N. Rex. erschienen. Hatten die früher nicht mal ein anderes Label? Ach ja. Hagbard Celine gehört ja auch zu den Bands, die sich von den Nix Guten getrennt haben. Alex
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