Folge 496: Zu Gast war Sarah.
Sie berichtet von der Premiere des Films Gegengerade

Songliste: Interpret, Titel, Album
General Schweißtropf — Jingle — Bermudafunk
Beggars & Gentry — Wargasm — Abwärts
Tackleberry — Tragic sitcom — Tackleberry
Butch & the Butchers — She Called Me — Demos
Scheiße Minnelli — Hast Du Scheiße — Exist To Get Piss’t
Alec Empire — Bullenschweine — Chaostage-Film
Freibeuter AG — Punk 2009 — Goho Punk
D.A.U.H. — Punk zurück in den Keller — Goho Punk
Dean Dirg — Riot Now — 9 Refreshing Ways To say Fuck Off
Modern Pets — Alert Alert! — Killing Sounds for Rotten People
Sniffing Glue — First Rate — I’m Not Alright
The Omnipresent Disease — Concrete Boredom — Dressed Like You
Sniffing Glue — Circle Jerks — I’m Not Alright
Pogoexpress — In Memory Of Arthur — In Memory Of Arthur

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(CD, Side One Dummy)
Als Jim Lindberg im Jahr 2009 Pennywise verließ, fand ich das schon ziemlich schade. Schließlich waren Pennywise eine der Bands, mit denen ich anfing Punk zu hören. Vor allem die Alben „About Time“ und „Land Of The Free“ werden immer zu meinen Favorites gehören. Aber auch das letzte Album „Reason To Believe“ fand ich sehr gelungen. Daher hat es mich eigentlich doch gewundert, dass Jim dann doch so plötzlich ausgestiegen war. Pennywise haben ja mit Zoli Teglas schnell einen Ersatzmann gefunden, aber nachdem ich die Band einmal mit neuem Frontmann live gesehen habe, muss ich sagen, es ist halt nicht das Gleiche. Und was macht Jim Lindberg in der Zwischenzeit? Nachdem er für eine Weile den Familienmenschen gespielt hat, fing er wieder an mit Freunden Musik zu machen. Das Resultat ist die Band The Black Pacific und sie klingt – wie Pennywise eben. Oder jede andere Band klingen würde, in der Jim singen würde. Das ist nicht schlecht! Die 10 Songs vom Debüt-Album sind gut geworden, keine Frage. Nur hat man die eben als Pennywise-Fan schon gehört – und das ist das Problem. Für Fans von Pennywise durchaus zu empfehlen! Martin

Die Dreadnoughts verteidigen schmerz- und schonungslos und gegen jeden Zweifel ihre fundamentale Grunderkenntnis, dass Folkmusik und Punkrock-Sound zusammen die perfekte Einheit bilden.
Mit kaum viel mehr im Gepäck als ihren Ideen, einem Akkordeon, einer Geige, einer Mandoline, Gitarren, Drums und einer Tin Whistle besuchen sie nun im fünften Jahr in Folge die halbe Welt – jeden Club, jeden Laden, der sie spielen lässt, auch in den entlegensten Gegenden – Plätze, die wohl kaum ein Nordamerikaner überhaupt jemals betreten würde.
Und so konnten sie sich relativ schnell mit ihrer “wir touren-ohne-Rücksicht-auf-Verluste-und egal-wohin” Attitude in vielen Ländern einen ganz besonderen Ruf erspielen, auch wegen ihrer irren, anarchischen, chaotischen, energetischen und manchmal auch gefährlichen Live-Shows, bei denen sie jedesmal die ganze Vielfalt an alter traditioneller europäischer Musik hervorzaubern, miteinander vermixen/verrühren, um das Gebräu dann mit dem Druck von klassischem Streetpunk rauszublasen.
Ihre neue Platte “Polka’s Not Dead” wird von Hi-Speed Folk, Balkan-/Gypsy-Harmonien, osteuopäischer Polka-Tradition und englischen Shanty-Chören durchzogen – aber dabei immer mit der räudigen Energie von 80ties Punk.
Denn die Dreadnoughts sind beides: sowohl ernstzunehmende Folk-Puristen als auch ernsthafte Punkrocker!
Und “Polka’s Not Dead” ist ihr Manifest! weiterlesen →

(DVD, Compassion Media)
Dass uns dieser Film nicht zugeschickt wurde, wundert mich herzlich wenig, da Punkrock im Gegensatz zu Straight Edge doch sehr wohl eher als hedonistisch veranlagt anzusehen ist, also anstatt mit Selbstgeiselung eher etwas mit Lust, Spaß und Vergnügen zu tun hat. Trotzdem freue ich mich den Film einem Kollegen abgeschwatzt zu haben. Denn so wurde ich recht vergnüglich aufgeklärt, was Straight Edge eigentlich alles ist. Bzw. welche gerade schon abartigen Auswüchse daraus entstanden sind. Bekannt war mir, dass Ian MacKaye mit seiner Band Minor Threat den Grundstein mit dem Song „Straight Edge“ legte. Doch ihm war nicht klar, dass es bald darauf Unmengen von Kids geben würde, die wirklich gänzlich auf Drogen wie Sex, Alkohol und Zigaretten verzichten würden und sich auf ihn beziehen würden. Für Ian MacKaye verwirrend, weil er eher meinte, man soll damit bewusst umgehen, damit man niemand anderem schadet und sein Leben selbst noch geregelt bekommt, bevor es unaufhaltsam aus den Fugen gerät. weiterlesen →

Punk im Pott 2010 Festivalbericht

| Dezember 29th, 2010


RIlbfhpA-Maks hat dieses Jahr wieder einen hervorragenden Bericht über das Punk im Pott abgeliefert.
Auf seiner Seite könnt ihr ihn lesen und die tollen Fotos bestaunen:
Tag eins
Tag zwei

www.rilrec.de

Trust #142

| Dezember 29th, 2010

(A4, 68 Seiten, 2,50 Euro + Porto, PF 110762, 28087 Bremen)
Endlich mal wieder eine Trust-Ausgabe, die ich nicht so den Burner finde. War in letzter Zeit ja schon fast beängstigend mit welcher Regelmäßigkeit ich das Trust zum Kauf empfehlen musste. Bei der Ausgabe 142 kann ich aber auch mal wieder ein bisschen rummotzen. Obwohl rummotzen eigentlich nicht der richtige Ausdruck ist. Vielmehr haben mich die Inhalte diesmal einfach nicht so vom Hocker gerissen. Große Ausnahme war aber das Yuppicide Memorial Special, in dem Jan eine bunte Mischung von Szene-Aktivisten, vom Bandmitglied, über Labelmacher, Booker bis hin zum einfachen Fan, zur Band befragt. Sehr runde Sache das und eine feine Mischung. Absolut lesenswert und mit 11 Seiten ziemlich umfassend. Das war’s dann aber schon beinahe. Das Heft bietet dann höchstens noch ein paar semi-interessante Berichte und Interviews. Dazu zählt unter anderem das Frage und Antwort-Spiel mit den Schwarzmetallern Tombs, wobei das Teil aber erst dadurch die Hinterfragung von Black Metal und Rechtsextremismus lesenswert wird und es kann sogar einige wissenswerte Aufschlüsse liefern. weiterlesen →

Morgen Konzert im JUZ Mannheim

| Dezember 28th, 2010

29.12. im JUZ Mannheim:
EILTANK
sind mit ihrer Mischung aus Punk, Hardcore und Metal auf Tour und haben sich vorgenommen das Juz in Schutt und Asche zu legen

GRIND!NATION
lassen wieder ihren Bastard aus Grind, HC, Metal und Punk auf eure Ohren los.

Mit am Start auch BUTTPLUG, die ja schon bei ” Faster, Punkrock! Kill! Kill!” der Abräumer waren.

THE ALLPHONES – Ugly

| Dezember 28th, 2010

(MCD, www.allphones.tk )
DIY-Produkt der Altherren-Punks aus Soest. Kein Wunder, dass sich die vier Songs des Demos ziemlich old schoolig anhören, wenn man sich mal das Bandfoto anschaut. Ist da einer unter 40? 45? Wahrscheinlich nicht. Vielleicht einer? Aber drauf geschissen. Mir ist das hier viel lieber als ein Großteil von dem ganzen anderen Scheiß, den ich für diese Ausgabe besprechen durfte. Kein Wunder, bin ja auch schon über 40… Aber jetzt ohne Scheiß: The Allphones werfen hier ein schönes Stück Punkrock in den Ring. Back to the 70er-Roots, wobei die Wurzeln eher in England als in Amerika liegen. Ich find’s prima. Vier Songs. Cool in zwölf Minuten auf den Punkt gebracht. Inclusive einer Coverversion von David Bowies „Heroes”. Und bei Weitem nicht die Schlechteste. Aber auch die eigenen Songs sind nicht von schlechten Großeltern. Höre ich da bei „3 Years“ sogar einen Ska-Einfluss? Und für’s Auge: Das Artwork ist jetzt zwar nicht besonders anspruchsvoll, eher schlicht und charmant uneitel. Feine Sache. Darf auf jeden Fall bei mir wohnen bleiben. Doch, ich glaube, da kann man ruhig mal eine Empfehlung aussprechen. Geht anschaffen! Obnoxious

MET – Einmal mit Profis

| Dezember 20th, 2010

(CD, MET-Records)
Zwei Kerls, ein Mädel. Aus Berlin. Und jetzt? Machen die doch einfach mal eine CD. Mit Shocks-Smail an den Reglern. Laut eigener Aussage sind dabei „popige Punksongs“ und „punkige Popsongs“ raus gekommen. Wären sie lieber mal drin geblieben! Also ich weiß auch nicht, was in dieser Ausgabe los ist, aber ich hab mit dem zugeschickten Reviewmaterial wohl so meine persönlichen Probleme. Irgendwie scheint mir vieles so halbherziger Möchtegern-Punkrock zu sein, dass ich einfach nur den Kopf schütteln kann. Mit MET, die in den letzten Jahren an „zahlreichen Bandcontests“ teilgenommen haben, verhält es sich auch nicht anders. Es fehlt mal wieder der nötige Rotz, die Bissigkeit, das Arschlecken und der Witz. 16 Songs, die so knallhart wenig mit Punk zu tun haben, dass man für die Bemühtheit eigentlich schon mit einem Hut sammeln gehen möchte. Ich weiß echt nicht, was das soll und wo das alles noch hinführen soll. Vielleicht hat Punkrock doch „No Future“? Oder ist er schon Zeitverschwendung? Unlustiger Schwiegereltern-Punk, das! Man lese nur mal die Credits durch. Mehr als peinlich! Obnoxious