(CD, Contra Light Records)
„Born To Be Dead” ist das dritte Album des Horrorpunk-Trios The Fright aus Thüringen. The Fright werden generell viel gelobt und als dunkler Stern am Horrorpunk-Himmel angepriesen. Zu recht, wie sich bald herausgestellt hat. Sogar Kollege Bocky verliert nur lobende Worte. Ganz blöd ist er auch nicht. „Born To Be Dead” ist ein dichtes, kompaktes Album mit packenden Melodien, düsteren Klängen, die manchmal wie ein zusammengestückelter Zombie aus Samhain, Alice Cooper, Hardrock, Haarspray-Rock und Sisters Of Mercy erinnern. Die Stücke sind druckvoll und sauber arrangiert, ohne überproduziert zu sein. Die Texte ausgefeilt. Wenn man’s verwest oder blutig mag, ist die musikalische Schlachtplatte direkt zum Verzehr zu empfehlen. Insgesamt: Horrorrock mit viel Theaterschminke und Ideen. Düster, düster, druckvoll. Es ist angerichtet. Igor Frost
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(CD, Wolverine Records)
Der neue Label-Sampler von Wolverine Records ist da. 21 Songs mit einem bunten Querschnitt, was das Label zu bieten hat: Billy, Ska, Punk, Horrorpunk, Swing, Punk’n’Roll und Americana. Wolverine hat einige klasse Bands aus all diesen Bereichen unter Vertrag. Auf der CD befindet sich jeweils ein Stück von The Ripmen, Rumble Club, Gutter Demons, Out Of Luck, Mike Zero, Hybrid Children, Turbonegra, The Clerks, The Spookshow, The Spook, Sarah Blackwood, Pinkspots und der Hutklub, Francine, Booze Brothers, Helldriver, Sewer Rats und Johnny Rocket. Wolverine hat vier neue Bands am Start. Die Strawberry Blondes mit Rancid-Punk, die schrägen Rämouns (Beach Boys covern Ramones), Wyldfire, die Rockabilly-Auskopplung von V8 Wanker-Lutz Vegas und Pipes And Pints (Dropkick Murphy-Rip Off mit viel Potential). Kann man nicht viel falsch machen, kostet außerdem nicht viel. Igor Frost
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(7″, Majorlabel)
Minisampler mit Beiträgen von Gehirn.Implosion, Carsten Vollmer und dem EA80- Seitenprojekt Serene Fall. Letztere sind mit ihrem melancholischen Wavepoppunk nicht allzuweit vom Gladbacher Ungeheuer entfernt, allerdings etwas powervoller, straighter und außerdem auf angelsächsisch vorgetragen. Kann was. Ganz im Gegensatz zu dem nervigen Elektrogefrickel von Herrn Vollmer und Gehirn.Implosion, die ihr Erzeugnis zu allem Elend auch noch als „Dark-Emo-Noise” bezeichnen. Sorry, vielleicht bin ich ja einfach zu alt für die Scheiße, aber die „Songs” der beiden Letztgenannten sind für meine Ohren kaum vom Frequenzlärm bei der Radiosendersuche zu unterscheiden. Da hör ich wirklich lieber dem Wäschetrockner zu. Die bebrillten Noise-Nerds werden’s aber garantiert abfeiern, keine Sorge. Snitch
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Gerade hab ich das Interview mit Sven Bock vom Plastic Bomb im Punkrockers Radio Podcast gehört und bin schwer begeistert. Verdammt informativ und angenehm zu hören.
Timo lockt durch intelligente Fragen Insider-Wissen aus dem Kerl, dass es ein Freude ist.
Punkrockers Radio
Plastic Bomb
Punkrockers Radio Podcast
MP3-Download (55 MB) ♫
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(CD/LP, Halb 7 Records)
Thee Flanders sind erwachsen geworden. Die 14 Lieder auf dem neuen Album der Potsdamer Psychos klingen reifer, musikalisch ausgefeilter und technisch versierter. Was ist denn da passiert?
Die Texte lassen die guten alten Monster und Mutanten zurück und widmen sich den eigenen, inneren Dämonen. Musikalisch und textlich befreit sich die Band etwas von den Psycho-Fesseln. Die neue Freiheit tut gut. Auch wenn der neue Sound immer noch so bleibt, wie er sein soll: Thee Flanders, Punkabilly from Hell, nur mit neuem Horizont. Spannend sind die Soilent Grün und OHL-Cover. Eine runde Sache. Das Album gibt es als Standard- und als limitierte Deluxe-Edition – gemeinerweise mit einem Bonussong und einem Aufnäher. Und das für nur drei Euro mehr! Nicht entgehen lassen. Igor Frost
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(7“, Rockstar Records)
Keine Atempause, großartiger Punkrock wird gemacht. Nach einer EP, die wie die Bombe einschlug, folgte die gute LP und nun wieder eine neue Single. Auf sieben Inch funktionieren Idle Hands am besten. Wo das Album zwischen großen Hits stellenweise etwas lahmt, kommt auf der Single niemals Langeweile auf. Es geht konsequent weiter mit ultramelodischem, leicht melancholischem Punk, der sofort ins Ohr geht und dich nicht mehr los lässt. Sowohl auf Platte wie auch Live funktionieren Idle Hands wunderbar. Auch Kreativität scheinen die Typen genug zu haben. Ich freu mich auf das, was da folgt und für euch hoffe ich, dass die Single bald nachgepresst wird, diese ist nämlich ausverkauft. Dennisdegenerate
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(Digipack-CD, 808 Records)
Erstmal vorne weg: Das Artwork der CD ist echt hässlich. Zeichnungen der Bandmitglieder in Grün-Gelb gehalten, die allesamt überhaupt nicht nach Ska oder nach Punk aussehen, eher nach einer Schülerband. Musikalisch wird’s dann leider auch nicht besser. Eine Mischung aus Hüpfe-Ska und Ska-Punk. Dafür bin ich schon zu alt und höre zu lange Ska-Musik, als dass mich so was noch begeistern kann. Für jüngere Leute dürften die 14 Songs auf dem Album vielleicht interessant sein, ich finde es nervig! Thorsten
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(CD, ANR)
Wie mir scheint wird ANR das Label für außergewöhnliche Produktionen. Denn die Scheibe der Bremer ist mal wieder was ganz Einzigartiges: Das aufgeraute Digipack ist vollständig in Eigenregie gefaltet, geklebt und geschnitten (meins laut Handarbeitszertifikat von Sven), das geile Booklet ist zur Hälfte ein bierseliges Comic und insgesamt ist komplett alles selbst produziert. Den DIY-Ehrenorden deluxe bekommt die Band obendrein verordnet, da man alle 15 Songs auf ihrer Homepage runterladen kann! Was das soll, ist absolut ehrenwert: Sie wollen sich bei ihren Fans bedanken. Wer jetzt noch wissen will, was die durchgeknallten Mönche für Mucke machen, sollte gerne viel Lachen und Spaß haben: Skapunk ist hier der Herr im Lande. Doch wie bei zahlreichen Kollegen dieses Oberbegriffs wird hier viel gefrickelt und sich auf artverwandtem Terrain rumgetrieben. So sind hier so ziemlich alle Stile vertreten, die was mit Tröten und Sonne im Blut zu tun haben. Aber um noch einmal auf den Anfang zu kommen: Eine uneingeschränkte Meisterleistung des DIY. Bocky
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