Folge 538: Diesmal mit der Berliner Punkband Alltagsdasein.
(Über Skype! Und es hat geklappt!)

Songliste: Interpret, Titel, Album
Geld et Nelt — Jingle
Emma Pils — Soporifique système — Vinyl 7 pouces
Alltagsdasein — Atemlosigkeit Is Calling — Trashgourmet
Idiophon — Proklamation — Am Apparat EP
Antitainment — Sechstagewoche-Gummimann — Nach der Kippe Pogo!?
Alltagsdasein — Ist Das Jetzt Was Festes? — Trashgourmet
Alltagsdasein — Führer, Kirche, Staat — Trashgourmet

noch den Link wegen dem Fördertopf: www.initiative-musik.de

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SN-Punx #8

| Mai 15th, 2011

(A5, 32 Seiten, 1 Euro + Porto, www.sn-punx.de )
Das SN-Punx ist wohl eher ein kleines und relativ dünnes Fanzine, das sich auf die lokale Szene konzentriert – also auf Schwerin und Umgebung. Für mehr bietet der Inhalt aber auch kaum Ansatzpunkte. Okay, die Jungs sind mit ihrer Arbeit und ihrem Engagement am SN-Punx-Label und einigen örtlichen Einrichtungen (z.B. Café Subversiv) wahrscheinlich auch zu ausgelastet, um jetzt noch das große Presse-Ding auf den Markt zu schmeißen. Und so wird das Fanzine eher dazu genutzt, dem geneigten Lesevolk einen Rundbrief mit Erlebnisberichten zu präsentieren. Natürlich nicht ganz uneigennützig wird dann schon mal mit Borderpaki eine Label-Band gefeaturt. Kann man, muss man aber nicht. Heraus gekommen ist trotzdem ein ganz nettes Interview, in dem es um Bandgeschichte, das neue Album, das Taugenix und die heimatliche Szene in Neumünster geht. Ansonsten gibt’s wie gesagt hauptsächlich Berichte von irgendwelchen Fahrten zu Festivals und Konzerten. Das reißt mich jetzt nicht gerade vom Hocker und solche Artikel sind sowieso ja auch höchstens mal für Leute interessant, die die Schreiber auch kennen. Dem Rest dürfte das hier so ziemlich am Arsch vorbei gehen. Ist auch alles nur so semi-lustig bis zusammenhanglos und oberflächlich. Stöfn hat allerdings mal seine Gedanken zum Thema „Was darf ein Punk-Konzert heutzutage eigentlich kosten?“ zusammengefasst und ist zu einem sehr vernünftigen Ergebnis gekommen. Das könnte ich so auch unterschreiben. Und irgendwelche Hohlbirnen, die meinen sechs Euro für vier Bands wären deutlich zu viel, können mir sowieso gestohlen bleiben. Okay, das SN-Punx-Zine ist mir zwar inhaltlich viel zu dünn – ich meine nicht den Umfang, sondern das was in den Texten vermittelt wird – und hat nach oben noch ganz viel Luft, aber ich würde mal sagen, daran kann man was ändern. An der Attitüde gibt’s rein gar nichts auszusetzen. Bitte unbedingt weiter machen. Obnoxious

THE FIALKY – s/t

| April 25th, 2011

(7“, Papagájuv Hlasatel Records)
Punkrock aus Prag. Die Band feiert mit dieser 7” ihr 10-jähriges Bestehen. Die Platte ist dementsprechend schick aufgemacht: Papphülle, feines Artwork, doppelseitiges Hochglanz-Poster (mit allen Texten – auch in englischer Übersetzung – auf der Rückseite), limitiert und handnummeriert. Laut eigener Ansage machen sie 77er Punk. Ich würde da aber schon noch einen gehörigen Schlag Asphalt mit drauflegen. Alles sehr hymnisch und melodisch. Die Refrains laden zum Mitgrölen ein – so man denn des Tschechischen mächtig ist. Ansonsten kann man aber immer noch so tun als ob … Geht so Richtung Klasse Kriminale. Haut mich jetzt zwar nicht unbedingt vom Hocker, aber mir gefällt’s ganz gut. Die Jungs würde ich gerne mal live sehen. Sechs Songs und nach kurzweiligen elf Minuten ist alles vorbei. Repeat. Obnoxious

(CD, www.fuckt.de)
Fuckt aus Hannover gibt’s seit 2005, die vier Bandmitglieder haben vorher aber schon genügend Erfahrung in anderen terroristischen Vereinigungen gesammelt und so ist es kein Wunder, dass die Band ein musikalisch vielseitiges Punk-Brett abliefert. Jeder schreibt seine eigenen Songs und darf sich mal so richtig austoben. Hier ist alles geboten, Crust, Hardcore und gewöhnlicher Straßenköter-Punk. Mal auf Deutsch, mal auf Englisch. Immer mit ordentlich Wut und Hass im Bauch. Immer mitten in die Fresse rein, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Immer für einen Blutgrätschen-Pogo gut. Fuckt zeigt Dir, wo der Bartel den Moscht holt. Energie pur… meine gute Güte! Der Soundtrack für die Gummizelle! Obnoxious


Folge 505: Zu Gast waren Michi und Marcel von KOETER

Songliste: Interpret, Titel, Album
Geld Et Nelt — Jingle
OFF! — I Don’t Belong — First Four EPs – 1st EP 7″
Koeter — Schnell — Koeter
Yacøpsae — Apokalypsae — Website
Nein Nein Nein — Arschkriecher — Deine Szene ist ein Zombie
Koeter — Identitaetsbierkasten — Koeter
Koeter — KKlub Sunshine — Koeter
Herpes – Gewalt — Debut
Duesenjaeger — Leute Mit Senf — Schimmern
Tackleberry — Me & The Pistkit — Call Me Green

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(7“, Spastic Fantastic)
Die jungen Wilden sind zwar noch jung (Anm. Obnoxious: Ach…, gibt’s ansonsten auch schon alte junge Wilde?), immerhin wurde ein Konzert im Mai nicht angetreten, weil Teile der Band gerade Abi machten, und wild, dennoch nicht mehr so unbekannt. Zurecht wie ich finde, da es seit einiger Zeit wieder richtig Laune macht, auf Punk inspirierte Hardcore-Shows zu gehen. Weil sowohl die Bands als auch das Publikum nicht mehr doof schauen, wenn man gleichzeitig ’ne Flasche Bier und ’ne Kippe in der Hand hat! Diese Generation scheint geschnallt zu haben, dass man auch mit hochoffiziellen Drogen was gebacken bekommt und trotzdem Spaß haben kann. Soll ja jetzt aber kein Manifest werden. ND knallen unglaublich unprätentiös (Anm. Obnoxious: Geiles Wort! Weiß jemand was es bedeutet?) aus den Boxen und wissen gerade dadurch zu überzeugen. Maz und seine Jungs sind für mich momentan die Macht! Für alle Vinyl-Legastheniker liegt ein Download-Code bei. Bocky

(CD, Teenage Rebel Records)
Auf’s Back To Future-Festival bin ich dieses Jahr nur wegen zwei Bands gefahren. Wegen Klingonz – die ich 1988 mal zufällig am Covent Garden fast nackig und nur in bunten Baströckchen mit abgespecktem Rockabilly-Set sah, völlig begeistert war und endlich mal wieder sehen wollte – und wegen den Lokalen. Klingonz haben im wilden Osten durch ihre Bühnenshow bestochen, aber die Mülheimer haben einmal mehr vor versammelter Hütte die Meute so was von gerockt, dass mir vor lauter notgedrungenem Bierkonsum fast die Zähne aus dem Gesicht gefallen sind. Angefixt durch das Vorhören des neuen Albums „Söhne Mülheims“ hab ich die durchaus skeptischen Mitreisenden ziemlich kirre gemacht. Auf der Rückreise waren dann aber alle auf meiner Linie. Wir haben uns gegenseitig den Pillemann gezeigt, die Fotze geleckt und den Finger in den Arsch gesteckt. Dazu ständige Sprechchöre. Die Lokalmatadore haben mit ihrer Kunst auch den härtesten PC-Aktivisten geknackt. Geile Scheiße. Und die neue Scheibe? Gott! Funtastisch! Unschlagbar!!! Nach was weiß ich wie vielen Jahren endlich mal wieder ein neues Album. Eigentlich fehlen mir die Worte, um das in Worte zu fassen, wozu mir die Worte fehlen, um das in Worte zu fassen, wozu mir die Worte fehlen. Nur: „Söhne Mühlheims“ ist ein Meilenstein in der Musikgeschichte – so bescheuert muss man erstmal sein. Das schaffen nur die allerwenigsten. Ich liebe die Lokalmatadore und bewundere sie für ihre sozialkritischen Texte. Kaufen, Kaufen, Kaufen!!! Und dann: „Pipi machen, Zähne putzen, ab ins Bett“. Oder um es mal so zu sagen: „Du wirst immer nur verarscht“. Hier nicht! Das Meisterwerk der Lokalmatadore!!! Und jetzt: „Lass uns doch jetzt bitte saufen gehn.“ Bin dabei!!! Obnoxious

Geld et Nelt: Konzerttermine

| Januar 6th, 2011


Geld et Nelt wieder auf der Bühne, und zwar hier:
21.01.11: Donnerstag, 20. – Sonntag, 23. Januar 2011
4. ROCKHAUS FESTIVAL // 16 Bands, 4 Tage, Eintritt Frei. Das Line Up steht und wird demnächst veröffentlicht. Haltet euch die Tage frei…
mit dabei sind unter anderem Cris Cosmo, Dear Lament, Geld et Nelt, Kamda Fadchma, Danny and the Wonderbras, Everblame, Schwitzke Venturini und A Tale of Amity.
Das Haus, Weissenburgerstrasse 30, Landau i.d. pollz

unn dann, am Freitag, 11. Februar um 23:30 im Modul, Kaiserstr.4, in 66111 Saarbrücken

(DVD + CD, www.sickofsociety.de )
Ach Gott, ach Gott. Wer braucht denn jetzt auch noch eine DVD mit den Ergüssen von Sick Of Society? Ich jedenfalls nicht. Wie dem auch sei: Auf der DVD befindet sich ein Mitschnitt der Release-Party von „Weekend Anarchy“, dem letzten Album der Gesellschaftskranken im Juni 2009 im Beteigeuze in Ulm. Visuelle Live-Mitschnitte irgendwelcher Bands interessieren mich aber nicht die Bohne. Ich wüsste nicht, warum ich mir den besoffenen Punk-Pöbel beim Musizieren und Pogen abends irgendwann mal nur so zum Spaß im TV ansehen sollte. Hab ich bessere Sachen zu tun. Ist mir zu langweilig. Immerhin wird die DVD durch Gimmicks aufgelockert, in denen die Band in gemütlicher Atmosphäre aus dem Nähkästchen plaudert. Das sind die besten Momente der DVD. Dazu gibt es noch ein paar Video-Clips zu einzelnen Songs, die Sick Of Society in der Vergangenheit mal produziert haben, Outtakes und ein gefaktes Meet & Greet. Auch ganz nett. Auf der beigelegten CD gibt es nochmal alle Songs des Konzert-Mitschnitts in Studio-Qualität. Die CD gefällt mir um einiges besser als die Versionen auf der DVD, weil Sick Of Society mir live zu metallisch sind, in ihren Studio-Versionen aber durchaus das ein oder andere Mal durch coole Punkrock-Songs zu gefallen wissen. Aber letztendlich wollen sie ja ihre DVD verkaufen. Und die kann ich hier beim besten Willen nicht empfehlen. Die Aussagen der Band sind mir dafür oft auch schon zu platt. Obnoxious