Useless #101

| März 28th, 2009

(A4, 64 Seiten, 3 Euro + Porto, c/o R. Brocher, Johannesstr.65, 41061 Mönchengladbach)
Wow, so ein hässliches Cover habe ich bei einem Punkrock-Fanzine ja schon lange nicht mehr gesehen. Ich spreche nicht von Roxy Epoxy, die zwar auch nicht meinem Schönheitsideal entspricht, aber der Hintergrund des Vierfarbcovers ist jetzt mal so richtig unter aller Sau. So was muss man erstmal schaffen! Über den ersten Schreck hinweg, beim Blick auf das Inhaltsverzeichnis muss man dann auch ein paar Mal schlucken: Jennifer Rostock? Donots? „Schenkel, Sprüche, Schnitzel“? „Tod einer Topfpflanze“? weiterlesen →

Pankerknacker #18

| März 16th, 2009

(A5+, 92 Seiten, 3 Euro + Porto, c/o Pankerknacker-Verlag, PF 360421, 10974 Berlin)
Der handliche Pankerknacker bleibt sich auch im Berliner Exil treu. Sehr erfreulich finde ich ja immer, dass in dieser Schmonzette vergleichsweise viele Kolumnen und Kurzgeschichten am Start sind und die Interviews oft ins zweite Glied rücken. Das hebt das Heft erfrischend von anderen Punkrock-Fanzines ab.
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TREND – Vier

| März 16th, 2009

(CD, Same Same But Different)
Da ist er nun, der lang erwartete Drittling der schrulligen Enddreißiger, die mittlerweile endgültig im Intro-/Uncle Sally’s-Universum angekommen sind. Und das hört man logischerweise der Platte auch an. Will heißen, die verschrobene Sperrigkeit von „Navigator“ hat sich komplett aus dem Staub gemacht und auch das Gaspedal wird weitestgehend ignoriert. Das finden viele schlimm, ich dagegen, hielt Trend eh schon immer für eher guten Indiepop als Punk und hab dementsprechend auch keine Probleme mit der ausgebauten Gediegenheit. Wohin die Reise gehen wird, war ja schon durch die vorab veröffentlichten „Prinz von Homburg“ und „Fräulein vom Amt“ abzusehen.
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Satanvon Anne Hahn & Frank Willmann (Taschenbuch, Ventil Verlag, 175 Seiten, 11,90 Euro)
Keine Angst, es handelt sich bei „Satan, kannst du mir noch mal verzeihen“ nicht um einen spätpubertären Knochenlutscher-Jugendroman. Ganz im Gegenteil und schlaue Füchse wissen es bereits, denn der Titel ist die erste Zeile aus dem Song „Satan“ von… Schleimkeim. 100 Punkte und ein Bällchen Eis für alle, die es gewusst haben. Denen, die es nicht gewusst haben, hilft vielleicht noch der Untertitel „Otze Ehrlich, Schleim-Keim und der ganze Rest“ auf die Sprünge. Aber ums kurz zu machen: Hier handelt es sich um einen Annäherungsversuch an das Leben von Otze, dem Sänger und Allzweck-Musiker der legendären DDR-Punkband Schleim-Keim.
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(MCD, Ril Rec)
Wow, Die Schwarzen Schafe gibt es immer noch. Seit 1985 treiben sich die Düsseldorfer nun schon in Sachen Deutschpunk herum. Zwischen 1987 und 2006 gab es 20 offizielle Veröffentlichungen und einen genau so großen Arsch voll mit Samplerbeiträgen. Nach einer ungewöhnlich langen Zeit des Wartens erscheint nun 2 ½ Jahren nach der letzten VÖ mit der MCD „Schrei“ ein neues Lebenszeichen von den Schafen. Sechs Songs in 19 Minuten bringen in der bandtypischen Old School-Deutschpunk-mit-Pop-Einschlag-Manier einen Vorgeschmack auf das für 2009 angekündigte nächste Album. Nicht zum ersten Mal fällt übrigens die – zumindest teilweise – musikalische und textliche Nähe zu einer anderen Düsseldorfer Band auf, wenigstens als diese noch halbwegs ernst zu nehmen war. Egal, die dem Booklet voranstehenden Gedanken ziehen sich wie ein roter Faden durch das Mini-Album. Demnach geht es in „Schrei“ darum, seinen eigenen Weg zu suchen, sich gegen äußere Zwänge zu wehren und sich nicht unterkriegen zu lassen. Wobei der Rauswerfer „Neue Rituale“ sich gegen die fortschreitende gegenseitige Zerfleischung von sich eigentlich nahestehenden Subkulturen stellt und mit einem Unite And Win-Spirit durchs Land zieht. Ob’s hilft, sei in Frage gestellt. Trotzdem gilt: Die alten Hasen, äähhh Schwarzen Schafe haben noch immer eine ganze Menge relevantes Zeug zu sagen. Und das ist gut so. Obnoxious
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… mehr Reviews in der aktuellen Ausgabe des Punkrock-Fanzines

Nazi Dogs Interview

| Januar 22nd, 2008

Die Frage, ob man im dritten Jahrtausend noch „Retro“- Kapellen braucht, die weitestgehend authentisch den schlampigen Charme der 70er Sleaze-/Trash-/Rotzpunk-Ära in die Gegenwart transportieren, beantwortet sich von selbst, wenn man die vier Aachener auch nur ein einziges Mal in lebendig erleben durfte: Kein perfektionierter Livesound durch stundenlanges Klangchecken, kein Anbiedern beim Publikum oder ellenlange Ansagen, sondern einfach nur die volle Ladung verschwitzte, rotzige Energie des Ur-Punk mitten in die verwöhnte Fresse.
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Nazi Dogs Interview

| Januar 3rd, 2008

Die Frage, ob man im dritten Jahrtausend noch „Retro“- Kapellen braucht, die weitestgehend authentisch den schlampigen Charme der 70er Sleaze-/Trash-/Rotzpunk-Ära in die Gegenwart transportieren, beantwortet sich von selbst, wenn man die vier Aachener auch nur ein einziges Mal  in lebendig erleben durfte: Kein perfektionierter Livesound durch stundenlanges Klangchecken, kein Anbiedern beim Publikum oder ellenlange Ansagen, sondern einfach nur die volle Ladung verschwitzte, rotzige Energie des Ur-Punk  mitten in die verwöhnte Fresse.

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