(CD, S.N. Rex.)
Soll das etwa ein Abbild von Jesus auf dem Coverbild sein? Aus dem Moselland (Trier) kommen die drei Punkrocker. Hagbard Celine feiern in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen und das sogar mit einer Schifffahrt auf der Mosel, welche mit Livemusik untermalt wird (Anm. Obnoxious: Ich nehme an, dass die Schifffahrt gemeint ist und nicht die Mosel). Super Sache! Ist aber leider schon ausverkauft. (Anm. Obnoxious: Und wahrscheinlich auch schon lange den Bach runter gegangen.) 23 Songs bekommt man auf dem neu aufgelegtem ersten Album von Hagbard Celine um die Ohren gehauen. 23 Songs die textlich und musikalisch sehr gut rüberkommen. Texte die zum Nachdenken anstoßen. Mir persönlich gefällt der Grölgesang von Sänger Chris nicht so sehr, aber zum Glück ist ja auch Musik, wie so vieles anderes, Geschmackssache. Wem also der Sound und Gesang der Band Knochenfabrik gefällt, dem müsste auch Hagbard Celine wohlgesonnen sein. Das Album ist auf einem neuen kleinen Stuttgarter Label mit dem Namen S.N. Rex. erschienen. Hatten die früher nicht mal ein anderes Label? Ach ja. Hagbard Celine gehört ja auch zu den Bands, die sich von den Nix Guten getrennt haben. Alex

BIERSPIELER – Shut Down

| August 24th, 2010

(CD, Bierspieler Record Compagnie)
Fängt mit einem Shanty-Akkordeon an und ich denke: „Oh Weh!“, dann wird’s schneller und der Gesang setzt ein und ich denke: „Buzzcocks?!“. Dann kommt wieder das Akkordeon und ich denke: „Was soll das denn jetzt? Können die sich nicht entscheiden?“ Zweiter Songs: Das Claudia Schiffer-Klavier ist weg, die Buzzcocks bleiben. Auch bei den zwölf restlichen Songs. Ein Blick in den Waschzettel bestätigt, dass Bierspieler sich den alten Briten tatsächlich sehr verbunden fühlen. Auch die Stranglers, Generation X und Magazine sollen eine gewisse Rolle spielen. Und Bierspieler? Noch nie gehört, aber bereits 1980 gegründet. Dann aber auf Eis gelegt und durch Bands wie Noise Annoys, Square The Circle oder C3I ersetzt. Ich denke: „Ja klar, da läuft der Hase lang!“ Seit 2002 sind Bierspieler anscheinend wieder in Ur-Besetzung aktiv und bringen jetzt zum 30-jährigen Jubiläum schon ihren zweiten Longplayer raus. Melodischer, poppiger Old School Punkrock. Für 12,99 Euro bei Saturn, Media Markt, Wom, Müller Markt, Amazon, Napster und iTunes und beim bandeigenen Label käuflich zu erstehen. Ich hör mir lieber die Originale an. Obnoxious

Reviews

| Dezember 4th, 2009

CAR DRIVE ANTHEM – Time To Steal Away
(CD, Sums Records)
Ohje, ’ne amtliche Autofahr-Hymne klingt in meinem fahrenden Müllcontainer aber anders. Ein dahingehauchter Schmachtfetzen von Miss Stevie Hicks zum Beispiel, oder meinetwegen auch „Ein schöner Satz Reifen“ von Eisenpimmel. Aber bestimmt nicht diese schmalzgewichste Prinzessin-Lillifee-Version von Boysetsfire auf Valium. Tut mir leid, Jungs, da seid ihr beim Falschen gelandet (obwohl- eigentlich tut’s mir gar nicht leid, wenn ich ehrlich bin…). Und Tschüss. Snitch weiterlesen →

TREND – Vier

| März 16th, 2009

(CD, Same Same But Different)
Da ist er nun, der lang erwartete Drittling der schrulligen Enddreißiger, die mittlerweile endgültig im Intro-/Uncle Sally’s-Universum angekommen sind. Und das hört man logischerweise der Platte auch an. Will heißen, die verschrobene Sperrigkeit von „Navigator“ hat sich komplett aus dem Staub gemacht und auch das Gaspedal wird weitestgehend ignoriert. Das finden viele schlimm, ich dagegen, hielt Trend eh schon immer für eher guten Indiepop als Punk und hab dementsprechend auch keine Probleme mit der ausgebauten Gediegenheit. Wohin die Reise gehen wird, war ja schon durch die vorab veröffentlichten „Prinz von Homburg“ und „Fräulein vom Amt“ abzusehen.
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Satanvon Anne Hahn & Frank Willmann (Taschenbuch, Ventil Verlag, 175 Seiten, 11,90 Euro)
Keine Angst, es handelt sich bei „Satan, kannst du mir noch mal verzeihen“ nicht um einen spätpubertären Knochenlutscher-Jugendroman. Ganz im Gegenteil und schlaue Füchse wissen es bereits, denn der Titel ist die erste Zeile aus dem Song „Satan“ von… Schleimkeim. 100 Punkte und ein Bällchen Eis für alle, die es gewusst haben. Denen, die es nicht gewusst haben, hilft vielleicht noch der Untertitel „Otze Ehrlich, Schleim-Keim und der ganze Rest“ auf die Sprünge. Aber ums kurz zu machen: Hier handelt es sich um einen Annäherungsversuch an das Leben von Otze, dem Sänger und Allzweck-Musiker der legendären DDR-Punkband Schleim-Keim.
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Nazi Dogs Interview

| Januar 22nd, 2008

Die Frage, ob man im dritten Jahrtausend noch „Retro“- Kapellen braucht, die weitestgehend authentisch den schlampigen Charme der 70er Sleaze-/Trash-/Rotzpunk-Ära in die Gegenwart transportieren, beantwortet sich von selbst, wenn man die vier Aachener auch nur ein einziges Mal in lebendig erleben durfte: Kein perfektionierter Livesound durch stundenlanges Klangchecken, kein Anbiedern beim Publikum oder ellenlange Ansagen, sondern einfach nur die volle Ladung verschwitzte, rotzige Energie des Ur-Punk mitten in die verwöhnte Fresse.
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Nazi Dogs Interview

| Januar 3rd, 2008

Die Frage, ob man im dritten Jahrtausend noch „Retro“- Kapellen braucht, die weitestgehend authentisch den schlampigen Charme der 70er Sleaze-/Trash-/Rotzpunk-Ära in die Gegenwart transportieren, beantwortet sich von selbst, wenn man die vier Aachener auch nur ein einziges Mal  in lebendig erleben durfte: Kein perfektionierter Livesound durch stundenlanges Klangchecken, kein Anbiedern beim Publikum oder ellenlange Ansagen, sondern einfach nur die volle Ladung verschwitzte, rotzige Energie des Ur-Punk  mitten in die verwöhnte Fresse.

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