WILD GIFT – s/t

| März 16th, 2009

(CD, Plastic Bomb Rec.)
Ob sich die Damen und Herren nun tatsächlich nach dem Zweitling der Cali-Urgesteine X benannt haben, entzieht sich jetzt gerade mal lecker meiner Kenntnis. Passen würde es aber, denn neben dem räudigen Gesang von Yvonne, die rein stilistisch quasi eine Kombi aus eben Exene Cervenka und Annette von Hans-A-Plast darstellt, geht’s musikalisch durchaus in ähnliche Gefilde, wobei aber auch die Vergangenheit des Personals doch noch recht ordentlich zur Geltung kommt (Back Chats, Einleben, Monster Mud). Verkündet werden die eher nicht so frohen Botschaften mal in Englisch mal in hiesig, wobei ich letzteres ansprechender finde. Dass sie mehr als nur ’ne Einstiegsdosis Punk-Spirit inhaliert haben, sieht man schon an der Tatsache, dass sie eine der wenigen Bands überhaupt OHNE MySpace- Profil sind… Ebenso mit DIY-Hintergrund behaftet das Cover-Artwork von Nin…, äh Catastrophy, das aufmerksamen Passanten in Köln schon das eine oder andere Mal irgendwo erblickt haben dürften. Lohnenswert. Auf Konserve und erst recht in echt. Snitch
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KAFKAS – LD50

| März 6th, 2009

(MCD, Domcore)
Die Kafkas sind toll und sie machen alles selbst (DIY!!!), nur über sich selbst reden, das tun sie nicht gern. Bescheiden und verschroben besteht das Bandinfo nur aus Pressestimmen; dass die alle positiv sind, wundert nicht. Dieser Fünf-Song-Appetizer macht wirklich Lust auf den – wohl kommenden – Longplayer „Paula“. Deutscher Punk mit intelligent klingenden Texten, eigenständigem Sound, Gefühl für Melodien und keiner Angst vor Genregrenzen. Ab und zu wird mal ein kürzerer oder längerer Ska-Abschnitt eingestreut oder einem ganzen Song ein NDW-Feeling verpasst. Das tut dem guten und runden Gesamteindruck keinen Abbruch, im Gegenteil. Immer dringt die Einstellung durch: Hier ist Punkrock, der was zu sagen hat. Es geht um Probleme, Geschichten und Gedanken, die wir alle schon mal gehört oder gar selbst gedacht haben – bei den Kafkas klingen sie dennoch frisch und wichtig und irgendwie scheinen die Kafkas eine Botschaft zu haben. Welche sagen sie nicht. Das soll wohl ich machen. Alles wird gut! (Hups, das ham die doch selbst gesagt, heieiei … Aber es stimmt!) Captain Mocker
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Am Samstag den 17. Januar legt DJ Bocky und DJ Hötsch Höhle im vertrauten Blau Musik auf die Plattenteller.

Getreu dem Motto „Musik für Halbstarke“ (’77er, ’82er, Oi!, Post-Punk, HC, Indie, NDW, Wave, Powerpop)

Tonträger Reviews S-Z

| Dezember 10th, 2008

SPLIT – Neue Katastrophen / Oräng Attäng – Schöne Scheiße
(7´´, Keine Ahnung/Kalte Platte)
Die derzeit schönsten, coolsten und bestausehensten Schraddel-Punkrockgurken aus Hamburg schnappten sich die Freunde von Neue Katastrophen, um ne feine kackbraune Vinylscheibe zu machen. Auf dem Fladen sind das insgesamt 7 Titel, wovon jede Combo einmal die andere covert. So macht man das nämlich, wenn man sich gerne hat. Welche Seite mir besser gefällt, brauch ich nicht zu erwähnen, is aber auch nicht wichtig. Denn das Gesamtwerk lohnt sich einer der 300 Besitzer zu sein, öfter gibt’s das Teil nämlich leider nicht. Außer dem braunen Plastik gibt’s nen Wende-Patch – wie der Tonträger, pro Seite eine Band – für alle, die gerne ihre Aufnäher nur mit Sicherheitsnadeln festmachen und wie immer wichtig ein Textblatt! Das lustige Artwork will ich auch erwähnt haben. Super Gerät im kompletten liebevollen DIY-Gewand, so macht Punkrock richtig Spaß! Bocky
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