Knochenfabrik
Mittwoch abends bekam ich einen Anruf von Hasan, sie haben noch einen Platz im Auto und ob ich nicht mitfahren möchte.

Mit Knochenfabrik auf Tour, das hört sich spaßig an. Donnerstags mittags, Treffpunkt Proberaum. Mit leichtem Gepäck und allerlei Knabberspaß fuhren wir 6 Stunden lang durch die deutsche Prärie Richtung Spirit-Festival. Dort hatten Knofa gegen 22 Uhr ihren Auftritt. Auf der Hinfahrt merkte ich schon, dass das allgemeine Musikerleben hauptsächlich auf der Autobahn stattfindet. Das ist kein Spaß, besonders wenn man dann auch noch mit echten Musikern in eine Blechkiste gesperrt ist, die in voller Lautstärke Dire Straits hören und auch noch textsicher mitsingen können. Hasan, Claus und Achim, aus dem das Knofa-Trio besteht, hören in ihrer Freizeit am liebsten alle Musikrichtungen, die dem gemeinen Deutschpunker die Ohren bluten lassen. So auch mir, obwohl ich mich noch als musikalisch weltoffen bezeichnen würde. Aber alles hat seine Grenzen. Die Bordunterhaltung bestand hauptsächlich aus Lektüren wie der InTouch und anderen Käseblätter, die sich Claus an der Tankstelle besorgte. weiterlesen →

(CD, Stomp Records)
Hmm, ein ziemlich bescheuerter Albumtitel. Aber irgendwie natürlich auch schon richtungsweisend. Die Dreadnoughts aus Kanada, die in manchen Kreisen schon wie der neue Stern am Himmel gehandelt werden, verbinden Polka (wen wundert’s?), Shanties, FolkPunk und Gypsy-Mucke. Einerseits langweilt mich das unglaublich, andererseits erwische ich mich schon das ein oder andere Mal beim Mitschunkeln. Trotzdem: Wer zwischen hektischen Instrumentals und ruhigen A Capellas (oder umgekehrt) ständig hin und her eimert, erntet von mir fragende Blicke. Wo ist man? Wo will man hin? In den besten Momenten erinnern The Dreadnoughts an die göttlichen Gogol Bordello, in den schlechteren Songs würde ich die Scheibe aber am liebsten in den Gully kippen. Und dennoch sind für Fans oben genannter Musikrichtungen mit Sicherheit einige feine Perlen zu finden. Richtig überzeugen können mich die Dreadnoughts aber nicht. Obwohl: Gegen Ende wird’s schon richtig geil. Und auf eine Kaperfahrt ins Mädcheninternat würde ich die CD im Digipack schon mitnehmen… (für die Fahrt, nicht für die Mädchen!) Obnoxious

(CD, Wolverine)
Kopf dieses Trios ist Karl Cloey K., auch bekannt durch seine Aktivitäten bei Up To Vegas oder den Flintstones. „Walking Down 10th Street“ ist der zweite Longplayer seiner neuen Band. Es ist wenig erstaunlich, dass der Hörer hier soliden Psychobilly präsentiert bekommt. Dieser Musikrichtung wird ja des Öfteren vorgeworfen, wenig abwechslungsreich oder innovativ zu sein. Na ja, ganz kann man das nicht abstreiten, aber ich mag das Zeugs halt und daher ist es mir egal. So bleibt nur ein Fazit: Ein solides Psychobilly-Album ist eine große Sache. Toll. Klasse. Und die Band, die Innovativität am besten ignoriert hat, waren eh die Ramones – gefolgt von AC/DC und Mötörhäëd. Also … HH



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