766
Folge 766: Zu Gast waren Johnny, Konsti und Simon von der Band Gedrängel
[powerpress] Songliste: Interpret, Titel, Album
Geld et Nelt — Jingle
Gedrängel — Alftasse — Die Nacht, in der die Pizza kam
Gedrängel — Kleinigkeit — Die Nacht, in der die Pizza kam
Gedrängel — Wallraff — Die Nacht, in der die Pizza kam
Dave & Mighty — Kopfüber in die Hölle — demo
Primetime Failure — Let Go — Demo 2016
Brutale Gruppe 5000 — Ich wills nicht hören — Zukunftsmaschine II
Gedrängel — IDFGI — dookie
Minor Threat — I don’t wanna hear it — Complete Discography
Phantom — Tauchen — Tauchen
Gedrängel — Kickflip — Die Nacht, in der die Pizza kam
Lulu & die Einhornfarm — Was sind sie denn für eine Person — Ihr seid alle scheiße
Blutige Knie — Indiehacken — Mucker, Booker, Wichtigtuer

Destiny
„Ok“, dachte ich als Jacho per Mail ankündigte, dass die CD demnächst in unserem Postfach liegen würde, „wenn die Kapelle bei Destiny erscheint, dann hör’ ich auch mal rein“. Schließlich verband ich als Deutschpunk Nachhilfeschüler bisher rein gar nichts mit den Berlinern und fand obendrein den Namen schon immer etwas doof. Jetzt nach der Info, dass die Gang tatsächlich alte Kumpels sind und ich das in der Tat großartige Album gehört habe, finde ich Kumpelbasis richtig klasse. Alle fünf Jungs haben die Halbwertszeit eines Punks schon lange überschritten, scheren sich jedoch einen Dreck darum, weil sie einfach nicht anders können und wollen. In ihrem Fall kann man da getrost von Glück reden. Zwar sind sowohl Texte als auch Mucke sehr reif, dafür aber nicht so weit entfernt, dass man sich die Songs nur jenseits der 35 antun kann. Das ist deutschsprachiger Punk von alten Haudegen, die wissen wie der Hase in den verschiedenen Lebenslagen läuft, denen man nichts mehr vormachen kann und wissen wie man das souverän und musikalisch großartig umsetzen kann. Bocky

(MCD, www.myspace.com/thecute39s)
Breitengüssbach? Da war doch mal was… Habe eigentlich nicht wirklich geglaubt, dass es einen Ort mit diesem Namen tatsächlich gibt. Nur weil es mal Else Admire & The Breitengüssbach Dolls gab. Das heißt doch gar nichts! Aber anscheinend gibt es das Kaff tatsächlich, denn die Cute’s haben ihre Kontaktadresse dort. Muss irgendwo in der Nähe von Bamberg sein. Ist ja aber auch egal. Was zählt ist die Mucke: Schnörkelloser Old School Punk in Dreier-Besetzung mit Rikarda am Gesang, die stimmlich ein bisschen an Kim Shattuck von The Muffs erinnert, plus zwei Jungs an Gitarre und Drums. Nix Weltbewegendes, aber ordentlicher und schwungvoller Low Fi-Punkrock, der sich hören lassen kann. Vier Songs auf DIY-CD im Pappschuber… Alles sehr charmant. Die Songs gibt’s auch alle bei Murdochs Schaubühne anzuhören. Aber bei Gefallen holt Euch ruhig das Originalprodukt. Da gibt es auch ein kopiertes Faltblatt mit allen Texten und einen Aufkleber gratis dazu – und ihr unterstützt die Band! Verdammte Axt!!! Obnoxious

Underdog #32

| Januar 2nd, 2011

(A5 + CD, 76 Seiten, 2,50 Euro + Porto, www.myspace.com/underdogfanzine
So, ist doch einige Zeit vergangen seitdem ich das letzte Mal eine Underdog-Ausgabe besprochen habe. Irgendwie hab ich es aber auch nicht vermisst. Und bin trotzdem gespannt, was mich in dieser Ausgabe erwartet. Schnell durchgeblättert und schon bald gewusst: Diese Ausgabe ist nicht meine. Aber der Reihe nach: Nach den üblichen einführenden Worten, News, Kolumnen – die für mich größtenteils sub-geil sind, weil sie einfach nicht auf meiner Wellenlänge liegen (große Ausnahme: die Kolumne von Markus van Gegenwind) – und Wasserstandsnachrichten aus dem Bereich Politik aus der Region kommt der erste Aufmacher: Nämlich eine knochentrockene Abhandlung „zur Ideengeschichte des Kommunismus“ und dem „Wandel der Kommunismus-Bilder“. Diskurs, Diskurs! Perlen vor die Säue. Da ist mir meine Zeit zu schade. Wenn ich politische Bildung brauche, dann nicht auf’s Kleinste verkürzt in irgendeinem Fanzine. Dann nehme ich mir ein Buch zur Hand. Sorry, aber hier ist mir auch Freds Ausdrucksweise zu verwinkelt. Da verliere ich in Nullkommanichts beim besten Willen das Interesse. Ich bin halt ein Mensch der unterhalten werden will und auch ansonsten außer Spaß nichts im Leben will. Ein Hedonist. weiterlesen →

(CD, Damaged Goods)
Noch eine Band, in der der Lo Fi-Experte Billy Chyldish seine Finger im Spiel hat. Weiß gar nicht was mich geritten hat, als ich diese CD aus dem Promo-Körbchen an mich gerissen habe, denn mit dessen Output konnte ich eigentlich noch nie großartig was anfangen. Jetzt ist es aber zu spät sich zu beschweren. Vor allem: Bei wem sollte ich das tun? Hab ich mir doch alles selbst eingebrockt, die ganze Scheiße hier. „Poets Of England“ soll wohl irgendwie so was wie ein Konzept-Album sein, denn irgendwie dreht sich alles um … Poeten… und Philosophie. Erinnert mich irgendwie an „Bruces’ Philosophers Song“ von Monty Python. Und den Fußballsketch selbiger Truppe, in dem griechische gegen deutsche Philosophen Fußball spielen. Sollte das die Intention gewesen sein, geht das Ergebnis aber ziemlich in die Hose. Wenn nicht, dann auch. Das hier ist nämlich langweilige Lo Fi-Hippiescheiße, die mir in kürzester Zeit ziemlich auf den Sack geht. Nicht nur die Mucke nervt, auch die Stimme und die Gesangslinien bringen mich zur Verzweiflung. Und auch wenn das alles nicht besonders ernst gemeint ist, bleibt es scheiße, unnütze Zeit- und Ressourcenverschwendung. Bei aller Liebe für die Kunst und gegen den Kommerz. The Vermin Poets können von mir aus lang kacken gehen und ihre Ergüsse in oder auf der Latrine von sich geben. Weg damit! Obnoxious

(CD, Rotlicht)
Schon seit 8 Jahren gibt es diese Ska-Punk-Band und es wundert mich nicht wirklich, dass ich noch nie von ihnen hörte. Zu tun hat das damit, dass ich einerseits sehr selten Mucke mit deutschsprachigen Texten höre und zum anderen werde ich mit Ska-Punk nicht richtig warm. Zu hektisch gespielter Ska ist mir schlicht ne Nummer zu heftig. Aber ich bin ja auch ein alter Sack, weiß aber trotzdem, dass dieses Genre massig juvenile Anhänger hat. Inhaltlich sind Rafiki, wie dem Albumtitel zu entnehmen, deutlich dem Publikum unter 20 Jahre zugetan. Da sie sich an jener Zielgruppe orientieren, ist der Sound entsprechend fett und knallig. Poppiger Ska-Punk mit reichlich Off-Beats, zackig und abwechslungsreich dargeboten. Bocky

LOCATORS – Locators

| Oktober 27th, 2010

(CD, Heptown Records)
So, mal alle Übersteuerungsregler raus, Overdubs auch auf null und auch sonst sind gerade mal alle FX, die es in nem modernen Studio gibt, für’n Arsch. Locators aus Kopenhagen/Dänemark stehen nämlich für authentischen Sound der 70er Jahre, auch wenn damals schon Bands wie Pink Floyd Millionen für Technik ausgaben, damit sie hinterher nen aalglatten Sound hatten. Aber genau das sind nicht die Bands, auf die sich das Trio beruft, die haben das ganz andere Geister, auf die sie sich berufen. Welche das sind, könnt ihr im Interview hier in der Ausgabe lesen. Sollte euch aber auch Gorilla Angreb ein Begriff sein, dann ist das schon einmal ne Hausnummer, an der ihr euch orientieren könnt. Locators sind ungeschliffen, aber nicht roh, sie sind kantig, aber nicht spitz und vor allem unglaublich lässig. Abartig geile Mucke, wie die coole Kippe im Mundwinkel von Clint Eastwood in einem frühen Spaghetti-Western. Bocky

(Hörspiel, Der Hörverlag, 6 CDs, 357 Minuten, 29,95 Euro)
Es kann so schön sein, wenn man ein kaum einjähriges Kleinkind, das strikt den Nachtschlaf verweigert sein Eigen nennen darf. Das nervt am Anfang sehr, wenn man stundenlang auf der Bettkante sitzt und versucht dieses Kind in den Schlaf zu wiegen. Man wünscht ihm den Teufel an den Hals. Irgendwann kommt man aber so langsam zu der Einsicht, dass das wahrscheinlich auch keine gute Lösung wäre. Also was tun? Erster Ausweg: Stirnlampe auf den Schädel und Buch gezückt. Ist aber unbequem und macht Augenkrebs. Und durch das grelle Licht schläft der Säugling auch nicht wesentlich besser ein. Nur die gefühlte Zeit vergeht schneller. Zweite Lösung: Kabellosen Kopfhörer kaufen und Mucke hören. weiterlesen →

Reviews

| Dezember 4th, 2009

CAR DRIVE ANTHEM – Time To Steal Away
(CD, Sums Records)
Ohje, ’ne amtliche Autofahr-Hymne klingt in meinem fahrenden Müllcontainer aber anders. Ein dahingehauchter Schmachtfetzen von Miss Stevie Hicks zum Beispiel, oder meinetwegen auch „Ein schöner Satz Reifen“ von Eisenpimmel. Aber bestimmt nicht diese schmalzgewichste Prinzessin-Lillifee-Version von Boysetsfire auf Valium. Tut mir leid, Jungs, da seid ihr beim Falschen gelandet (obwohl- eigentlich tut’s mir gar nicht leid, wenn ich ehrlich bin…). Und Tschüss. Snitch weiterlesen →

Trust #130

| April 13th, 2009

(A4, 68 Seiten, 2,50 Euro + Porto, PF 110762, 28087 Bremen)
Ui, das ist ja schon eine Ewigkeit her, seit ich das letzte Mal eine Ausgabe des Trust in den Fingern gehabt habe. Das Trust war eigentlich noch nie so richtig mein Ding und so war ich jetzt doch einigermaßen gespannt. Naja, viel verändert hat sich ja scheinbar nicht. Die ersten Seiten sind mit Kolumnen, News und ewig vielen Konzertdaten gefüllt. Zum ersten Mal interessant wird es erst auf Seite 15 mit dem fein geführten Interview mit Jonny dem Sänger von Oiro und Blurr-Herausgeber. Informativ und unverkrampft, da macht das Kacken doch schon viel mehr Spaß. weiterlesen →



Pogoradio ist tot! Hier geht nix mehr, außer Cookies gegen Deine Privatsphäre zu speichern. Wie genau das funktioniert, weiß ich auch nicht. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen