Der gestreckte Mittelfinger #6

| April 17th, 2011

(A5, 88 Seiten, 1,50 Euro plus Porto, www.dergestrecktemittelfinger.de)
Falk Fatal hat es also doch endlich mal wieder geschafft eine neue Ausgabe seines Schmierblattes fertig zu stellen. Und das ist auch gut so. Am besten am „Mittelfinger“ gefallen mir Falks Kolumnen, die einerseits das nötige Background-Wissen haben und andererseits dem gemeinen Volk und der Obrigkeit ziemlich ans Bein pissen. Absolut lesenswert was der Fatalist hier vom Stapel lässt. Neben den Kolumnen gibt es aber auch noch ein Special zum Thema „Punk & Downloads“ zu dem unter anderem PB-Micha, Twisted Chords-Tobi, Pascow und Amen 81 befragt werden. Ein einheitliches Bild ergibt sich dazu zwar nicht, aber viele interessante Einblicke und Meinungen. Zusätzlich gibt’s noch ein paar Beiträge von Gastautoren, aber der „Mittelfinger“ ist am besten, wenn Falk selbst die Finger in die Tasten haut. Und das hat er hier zu genüge getan. Ach ja, Snob Value dürfen auch noch Rede und Antwort stehen. Bestellt das Heft beim Versicherungs-Journalisten Eures Vertrauens – Mail-Adresse siehe oben. Obnoxious

(Taschenbuch, U Books, 222 Seiten, 9,95 Euro)
Dirk Bernemann mal anders. Während er in seinen ersten Büchern, die hier von mir besprochen wurden, mit einem Panoptikum von Gewalt und Blutorgien geglänzt hat, geht es diesmal relativ „friedlich“ zu. Was aber nicht heißt, dass alles Friede, Freude, Eierkuchen ist, denn Bernemann lotet in „Ich bin schizophren und es geht mir allen gut“ psychische Untiefen aus. Seine eigenen (daher der Titel) und die von irgendwelchen anderen schrägen Leuten. Wenn es um ihn selbst geht, wird ganz deutlich, dass sich Bernemann nicht gerne in eine Schublade stecken lassen will – was ja auch gar nicht geht –, denn er ist vielseitig. Oder auch schizophren. So wie wir alle. Seine Kurzgeschichten sind Bestandsaufnahmen aus vielen verschiedenen Leben und Teilpersönlichkeiten. Heute geht’s mir so und morgen geht’s mir so. Heute bin ich König und morgen bin ich Arschloch. Das Buch ist so eine Art Selbst-Psychoanalyse, in dem Bernemann eigene Grenzen sucht, findet und überschreitet. Er findet die Gesellschaft scheiße, weiß aber nichts daran ändern zu können. Er hat Selbstzweifel und ist mit sich selbst unzufrieden. Selbstzufriedenheit und Selbstgerechtigkeit kotzen ihn aber auch an. weiterlesen →

Das gibt Rabatz,

| Mai 25th, 2010

… oder so ähnlich. Aber sicherlich legen wir hier und da wieder den versalzten Finger in die offene Wunde. Alles andere wäre aber langweilig und nur eine Dokumentation und keine Auseinandersetzung.
Jedenfalls erscheint am Freitag den 4. Juni Ausgabe #12 des Punkrock!-Fanzine und möchte wieder gelesen werden. Hier schaut, was euch auf wieder 100 Mittelfinger dicken Seiten erwartet:
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