Underdog #32

| Januar 2nd, 2011

(A5 + CD, 76 Seiten, 2,50 Euro + Porto, www.myspace.com/underdogfanzine
So, ist doch einige Zeit vergangen seitdem ich das letzte Mal eine Underdog-Ausgabe besprochen habe. Irgendwie hab ich es aber auch nicht vermisst. Und bin trotzdem gespannt, was mich in dieser Ausgabe erwartet. Schnell durchgeblättert und schon bald gewusst: Diese Ausgabe ist nicht meine. Aber der Reihe nach: Nach den üblichen einführenden Worten, News, Kolumnen – die für mich größtenteils sub-geil sind, weil sie einfach nicht auf meiner Wellenlänge liegen (große Ausnahme: die Kolumne von Markus van Gegenwind) – und Wasserstandsnachrichten aus dem Bereich Politik aus der Region kommt der erste Aufmacher: Nämlich eine knochentrockene Abhandlung „zur Ideengeschichte des Kommunismus“ und dem „Wandel der Kommunismus-Bilder“. Diskurs, Diskurs! Perlen vor die Säue. Da ist mir meine Zeit zu schade. Wenn ich politische Bildung brauche, dann nicht auf’s Kleinste verkürzt in irgendeinem Fanzine. Dann nehme ich mir ein Buch zur Hand. Sorry, aber hier ist mir auch Freds Ausdrucksweise zu verwinkelt. Da verliere ich in Nullkommanichts beim besten Willen das Interesse. Ich bin halt ein Mensch der unterhalten werden will und auch ansonsten außer Spaß nichts im Leben will. Ein Hedonist. weiterlesen →

Trust #141

| September 28th, 2010

(A4, 68 Seiten, 2,50 Euro + Porto, PF 110762, 28087 Bremen)
Scheiße, schon wieder gibt es kaum was zu meckern beim Trust. Die Herren Musik-Journalisten haben sich auch diesmal ein paar interessante Interview-Partner vor’s Mikrofon geholt. Der Name Eric Hysteric sagt vielleicht heute nicht mehr allzu vielen Punkrockern etwas, aber wenn wir mal die Zeit so um 30 Jahre zurück drehen, wird klar, dass der Gute damals nicht gerade zu den Inaktivsten der Szene gehörte. Aus Frust, dass in Deutschland und vor allem in der Provinz kaum Punk-Platten erhältlich waren, ging er eben auf eigene Faust nach London um sich dort in das Geschehen zu werfen. Seine erste Band waren Eric And The Esoterics, danach Vomit Visions und nach seiner Rückkehr in die Heimat Der durstige Mann. Außerdem betrieb er mit Wasted und Orgasm Records auch noch zwei Labels. Das allein bietet schon einigen Gesprächsstoff und interessante Antworten. Aber es gibt auch noch mehr über Eric Hysteric zu erfahren. Ohne Pause geht’s danach gleich weiter mit Steve Ignorant von Crass, der hier freimütig Rede und Antwort steht. weiterlesen →

(A5, 32 Seiten, nur Porto, www.outspoken-magazine.com )
A5er für lau. Hab’s auf ’nem Konzert in Köln gegriffen und war erst mal nur überrascht, dass es das Outspoken für umme geben soll. Das Heft ist recht dünn, das heißt 32 Seiten, andererseits finanziert es sich durch extrem wenig Werbung, gerade mal drei Anzeigen konnte ich entdecken. Es handelt sich beim Outspoken um ein reines Hardcore-Zine, eines welches sich im Speziellen mit Vegan/Straight Edge-Bands befasst, ich kann gar nicht sagen, ob eine der gefeatureten Bands nicht straight ist. Interviews bilden den Kern des Heftes, anbei gibt es eine kurze Einleitung, zwei Buchrezensionen, einen Bericht über NSHC/Das rechte Problem in der Hardcoreszene und einen Tourbericht. Die Interviews sind teils in Englisch, teils in Deutsch und manche sind komplett ohne Einleitung abgedruckt. Bei xRepresentx habe ich keinen Schimmer mit wem, geschweige denn mit wem von was das Interview geführt wurde. Egal, weiter interviewt werden xEdgex – drogenfreier HipHop mit Hardcorewurzeln (ihr bekommt langsam mit in welcher Gasse man sich hier bewegt?), The Platoon, xDestroy Babylonx (das x spricht man nicht mit, ist nur zierendes Beiwerk) – über die ich dann im Internet erfahren habe, dass sie aus Turin kommen, Deadlock, Fallbrawl, Watch My Anger Grow, www.alles-vegetarisch.de , Intohimo, Pete – Times Of Grace Tattoo (bester Typ, zu empfehlen!) und Casting Curses. Kolumnen sucht man hier vergebens, der Inhalt ist informativ aber ein wenig austauschbar. Zudem bekomme ich den Eindruck eines Wachturm-Plagiats nicht aus dem Kopf. Das mag daran liegen, dass einem ständig dieser eine Way-Of-Life unter die Nase gerieben wird. Vergessen wir nicht, das Heft ist umsonst und einige der Interviews lesen sich ganz vorzüglich. dennisdegenerate



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