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Folge 596: Zu Gast waren Georg und Simon

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Songliste: Interpret, Titel, Album
Geld et Nelt –– Jingle
Harnleita — Nonstop Control — Berlins Burning
Eight Balls — Hamburger Jungs — Eight Balls
Affenmesserkampf — zufrieden mit nichts — Doch
The Restarts — Genetic Code — Slumworld
Operation Semtex — Kollege Turnschuh — Vorstadt Anekdoten
Dogshit Sandwich — I hate religion — Murdering Bastards

Der Kollege hat sich von Claus Lüer das große Reimlexikon geliehen und die Texte für die neue Blinker Links CD geschrieben. 14 Lieder und 25 Minuten später weiß man wieder warum Gitarrensoli scheiße sind. Mit der Gitarre und mit der Stimme schnoddert er da mal kurz was runter, wofür andere Jahre brauchen und dann am Ende doch nicht hinbekommen.
Seine Berliner Band Blinker Links haben ihre musikalischen Wurzeln in Köln (Chefdenker, Knofa, Supernichts). Das ist nicht zu überhören. Mit Nina (Ex-Stattmatratzen) am Bass, Stahl an der 2. Gitarre/Gesang und Nils an der Trommel liefern sie leider keine Steigerung ihres gelungenen Debutalbums ab. Perlen wie „Mein Bruder ist ein Hurensohn“ sind nicht zu entdecken und dass Lars Ullrich ein Spasst ist, wusste ich auch schon vorher! Das wusste ich nämlich schon immer! Und der Kollege hat Metallica immer voll abgefeiert! Aber so sind sie halt, diese Gitarristen: Die 6-String zwischen die Schenkel und dann ab in den Spagat. Alles in allem: Ein hervorragendes Punkalbum. Gut zum Saufen und sich Gedanken zu machen, ob man sich vielleicht doch mal was bei Pearl bestellen sollte. Z.B. eine Wasserfeste USB-Endoskop-Kamera mit 7m-Kabel & LEDs

nebula-fuenf.com
www.myspace.com/blinkerlinks

MISSBRAUCH – Vorhang auf

| März 12th, 2011

(CD, Aggressive Punk Produktion)
Auch Missbrauch haben ein neues Label (Aggressive Punk Produktion aus Nürnberg) gefunden. Die neuen Label-Kollegen von Missbrauch sind nun Rawside, Fahnenflucht, Kotzreiz und Popperklopper. Na das is ja was. Das neue Album der sechs Münchner ist, wie auch schon sein Vorgänger („Strafbar“), sehr gut gelungen. Musikalische Abwechslung ist hier in 14 Songs angesagt, mal Ska-Elemente, mal Vollgas (Pogo bis der Pöbel kotzt), und mal Mid-Tempo. Alles dabei. Sänger Barni, der mich ein kleines bisschen an den Sänger der Skeptiker erinnert und natürlich auch die anderen fünf machen ihren Job hervorragend. Qualitativ hochwertiger Deutschpunk, der nicht nur Deutschpunk-Fans gefallen dürfte. Ich kenne die Jungs ja auch persönlich. (Einige Konzis haben wir schon gemeinsam gespielt). Das soll aber nicht meine Kritik hier beeinflussen und ich möchte auch nicht zu viel schleimen. Mir gefällt einfach die Musik von Missbrauch. Anspieltipp: „Grauzone“. Endlich hat mal ’ne Band das Thema aufgegriffen und musikalisch und textlich hervorragend umgesetzt. Die neue Scheibe kann ich echt empfehlen und das nicht nur (wie schon gesagt) für Deutschpunk-Liebhaber. Alex

Hier wie Kollege Bomml vom Oi! The Print über unsere aktuelle Ausgabe denkt:

PUNKROCK! #13
Die neue Ausgabe des Mannheimer Fanzines bietet die übliche Qualität – die Artikel sind alle gut und angenehm geschrieben, einige Bands haben gutes zu erzählen, andere Beiträge halte ich wiederrum für überflüssig. In letzterem Fall hat das aber eher mit der betreffenden Band zu tun. Der Tourbericht von Modern Pets verläuft eigentlich doch relativ ereignislos, aber selbst als Punkrock-Band erlebt man auf Achse kaum noch Gefährliches. A hat Steve Ignorant von Crass wildere Stories auf Lager. Weiters bleibt die Frage offen, ob die Inseratekunden von Zona Antifascista ein Problem mit einem Broadsiders Review haben, die schließlich auch auf Dim Records veröffentlicht haben. Das gute, alte – immer wieder „lustige“ Spiel. Aber die pikante Thematik bekommt in dieser Ausgabe ausser beim Jammer-Artikel auffällig wenig Aufmerksamkeit. Finde ich gut so! Das Interview mit der Firma Vegan Wonderland bringt einige sehr interessante Aspekte auf, ich dachte immer, dass sich hinter diesem Namen einige Althippies verstecken. Aber so kann man sich täuschen – auch wenn Bocky in der Vergangenheit unnötige Paranoia an den Tag gelegt hat, muss man seine Schiene auch irgendwie respektieren. Das Fanzine hat halt optisch und inhaltlich seine charakteristische Linie und darum ist es immer wieder angebracht, das Heft auch zu lesen!

Hier was Kollege sickguy77 / Crazy United von unserer aktuellen Ausgabe hält:

PUNKROCK! #13 – Fanzine
Ich liebe Fanzines und freue mir jedes Mal ein zweites Loch in den Allerwertesten, kommt hier eines zum Besprechen reingeschneit. Das Punkrock! Fanzine habe ich schön öfter gelesen, diese Ausgabe halte ich bisher für die Beste, vielleicht liegt es an der Bandauswahl und den Interviews. Musikalisch liegt der Schwerpunkt beim Hardcorepunk, als Aufmacher dient das Interview mit Mr. Ignorant von Crass. Dieser taucht zurzeit in allen möglichen Zines auf. Die Interviews mit Scheiss Minnelli und Red Tape Parade sind ebenfalls erste Sahne, RTP waren mir bis dahin völlig unbekannt, das soll sich demnächst musikalisch ändern, machen einen sympathischen Eindruck. Das Scheisse Minnelli eine solch große Nummer sind, da sie schon diverse US Touren hinter sich haben und als Vorband von Jello Biafra und NOFX gedient haben. Respekt die Herren!
Die Modern Pets berichten über Ihre Europa Tournee, Dominik, aus Bayern nach Barcelona ausgewandert, wird zu seinem Treiben als Konzertorganisator für spanische Punkbands befragt. Die Macher von Vegan Wonderland werden vorgestellt und u.a. zu Ihrer Lebenseinstellung befragt. Auch wenn ich kein Veganer / Vegetarier bin, finde ich es schon merkwürdig, dass diese Menschen immer noch um Anerkennung und Toleranz streiten müssen. Vielleicht trägt dieses Interview dazu bei. Ebenfalls interviewt werden die beiden Gestalter vom Tante Guerilla Mailorder, und wer es noch nicht gewusst hat erfährt hier in welchen genialen Bands diese beiden sonst aktiv sind. Werft mal einen Blick in diesen, kleinen, aber feinen Mailorder im Internet, es lohnt sich. Das hat richtig Spaß gemacht, diese Berichte zu lesen, Frager wie Befragte haben sich ordentlich ins Zeug gelegt, gut gemacht. Natürlich gibt es sehr viel mehr durchzuackern, zu viel um alles aufzulisten. Zum Schluss noch die Bemerkung, das ich sehr erstaunt über Bocky’s Konzertbericht von Slime in Heidelberg war! Bin mal gespannt, ob die Band dazu Stellung bezieht. Aber darüber vielleicht mehr in der nächsten Nummer.

(Taschenbuch, Verlag Andreas Reiffer, 124 Seiten, 10 Euro)
Ausgabe 6 ist der erste Punchliner, den ich in den Händen und vor den Augen halte. Und zu Gemüte führe. Ich hoffe, es ist nicht der letzte. Das Sammelsurium für „Literatur, Satire und Slam Poetry“ ist eine Goldgrube, wenn es um die Herbeischaffung abwegigen Schriftentums geht. Viele der Autoren dürften von eben solchen Slam Poetrys und Lesebühnen bekannt sein. Und so ist es auch keine Überraschung, dass sich in dem kleinen Sammelband viele Kurzgeschichten die Klinke in die Hand geben. Ausfälle gibt es dabei keine. Das Buch ist durchweg durch seinen großen Unterhaltungswert gekennzeichnet. Aber wenn es schon keine Ausfälle gibt, so gibt es doch viele richtig geniale und sehr unterhaltsame Schenkelklopfer zu entdecken. Neben den üblichen Protagonisten gibt es einige (zumindest für mich) unbekannte Namen, die man sich unbedingt merken und aus deren Feder man getrost mehr lesen sollte. Gemäß dem kleinen Wörtchen „Satire“ im Untertitel gibt es einiges zu lachen. Besonders hervorgetan haben sich für mich in chronologischer Reihenfolge (denn ich lese Bücher ja bevorzugt von vorne nach hinten): Stefan Damm mit seiner umwerfenden Wiedergabe eines Telefonats mit einer Dame von einem Meinungsforschungsinstitut, Johannes Weigel, der über die lemminghafte Ergebenheit von Menschenmassen am Beispiel einer Fußgängerampel berichtet, Nico Walser mit seinem „Busen-Wunder“, weiterlesen →

Underdog #31

| September 29th, 2010

(A5, 76 Seiten, 2,50 Euro + Porto, www.underdogfanzine.de )
Wie so oft las ich im Underdog die Fanzine-Reviews zuerst und wie immer legte ich das Teil dann zur Seite, weil mir der Fred mit seiner überheblichen Weltverbesserer-Art irgendwie gegen den Strich geht. Keine Ahnung, ob es mir nur so vorkommt oder ob ich die Passagen überlese, in denen er seine Fanziner-Kollegen lobt, ich jedenfalls habe den Eindruck, dass der gute Mann ständig was zu mäkeln hat. Das eine Heft hat keinen politischen Beitrag, das andere zu große Bilder, das nächste ist zu sehr Egozine, ein weiteres nicht; die eine Frage geht zu wenig ins Detail, das andere Detail ist unwichtig, dort ist das Komma dick gedruckt und hier wird die Schriftart gewechselt; zu guter Letzt fällt einem der Waschlappen vom Haken und in China fällt ein Sack Reis um, weil Fred ihn nicht selbst korrekt nach seinem Gutdünken platziert hat. Wie anstrengend Kerle, fuchtel doch in deinen Kritiken nicht so sehr mit dem Zeigefinger in der Luft herum. Denn wie’s der Teufel will landet der mal in deiner Nase oder deinem Auge. Oder noch schlimmer, erst in deiner Nase, dann in deinem Mund und dann erst in deinem Auge! Stattdessen pack dich an deinen eigenen Hammelbeinen und erfülle deine geforderten Aufgaben. Schließlich ist ne komplette Biographie von Karl Nagel bloß halb so interessant, wie die kontroversen Angelegenheiten seiner Geschichte, die du extrem oberflächlich behandelst. Ansonsten ist das Underdog aus Wildeshausen in der Nähe von Großenkneten natürlich immer empfehlenswert. Bocky

Ox #89

| August 26th, 2010

(A4, 124 Seiten, 4,90 Euro, an vielen Bahnhöfen)
Sehr solide kommt die April/Mai-Ausgabe daher, die stilsicher von den NYHC-Ikonen Sick Of It All eröffnet wird und deren charismatischer Gitarrist Pete Koller das Cover ziert. Mit Oldschool HC geht es weiter und Joachim Hiller lässt Stevie Chick über sein Black Flag Buch plaudern. Die sonstigen Topstories sind für mich dann ganz klar wieder jene, die wirklich Punk, Oi! und/oder Hardcore beackern. In dieser Ausgabe sind das mit Strongbow, Twisted Chord Records im weitesten Sinn Turbostaat und Deadline wieder nicht viele. Interessant finde ich bei letzteren wie sie die Frage nach der Grauzonen-Diskussion beantworten. Mir mich aufg jeden Fall in Ordnung, sie haben wohl aus ihrer eigenen Vergangenheit gelernt. Insgesamt sind die interessanten Themen bei der Menge der Interviews zwar keine hohe Ausbeute, aber dennoch mehr, als ich bei anderen werten Kollegen finden kann. Zudem darf man nicht vergessen, dass unser mit dem Taschentuch zum Abschied winkender Jan Off ebenso zu Wort kommt, sowie der bei uns als Neuankömmling herzlich willkommende Klaus N. Frick Peter Panks Geschichte weiterstrickt und Tom van Laak wieder literweise Maloxan in sich reinpumpt. So findet sich in dem Wust an Text immer wieder etwas brauchbares, da die Infos und Berichte jeweils gut aufbereitet sind. Bocky



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