Der gestreckte Mittelfinger #6

| April 17th, 2011

(A5, 88 Seiten, 1,50 Euro plus Porto, www.dergestrecktemittelfinger.de)
Falk Fatal hat es also doch endlich mal wieder geschafft eine neue Ausgabe seines Schmierblattes fertig zu stellen. Und das ist auch gut so. Am besten am „Mittelfinger“ gefallen mir Falks Kolumnen, die einerseits das nötige Background-Wissen haben und andererseits dem gemeinen Volk und der Obrigkeit ziemlich ans Bein pissen. Absolut lesenswert was der Fatalist hier vom Stapel lässt. Neben den Kolumnen gibt es aber auch noch ein Special zum Thema „Punk & Downloads“ zu dem unter anderem PB-Micha, Twisted Chords-Tobi, Pascow und Amen 81 befragt werden. Ein einheitliches Bild ergibt sich dazu zwar nicht, aber viele interessante Einblicke und Meinungen. Zusätzlich gibt’s noch ein paar Beiträge von Gastautoren, aber der „Mittelfinger“ ist am besten, wenn Falk selbst die Finger in die Tasten haut. Und das hat er hier zu genüge getan. Ach ja, Snob Value dürfen auch noch Rede und Antwort stehen. Bestellt das Heft beim Versicherungs-Journalisten Eures Vertrauens – Mail-Adresse siehe oben. Obnoxious

Trust #141

| September 28th, 2010

(A4, 68 Seiten, 2,50 Euro + Porto, PF 110762, 28087 Bremen)
Scheiße, schon wieder gibt es kaum was zu meckern beim Trust. Die Herren Musik-Journalisten haben sich auch diesmal ein paar interessante Interview-Partner vor’s Mikrofon geholt. Der Name Eric Hysteric sagt vielleicht heute nicht mehr allzu vielen Punkrockern etwas, aber wenn wir mal die Zeit so um 30 Jahre zurück drehen, wird klar, dass der Gute damals nicht gerade zu den Inaktivsten der Szene gehörte. Aus Frust, dass in Deutschland und vor allem in der Provinz kaum Punk-Platten erhältlich waren, ging er eben auf eigene Faust nach London um sich dort in das Geschehen zu werfen. Seine erste Band waren Eric And The Esoterics, danach Vomit Visions und nach seiner Rückkehr in die Heimat Der durstige Mann. Außerdem betrieb er mit Wasted und Orgasm Records auch noch zwei Labels. Das allein bietet schon einigen Gesprächsstoff und interessante Antworten. Aber es gibt auch noch mehr über Eric Hysteric zu erfahren. Ohne Pause geht’s danach gleich weiter mit Steve Ignorant von Crass, der hier freimütig Rede und Antwort steht. weiterlesen →

(Taschenbuch, Diogenes Verlag, 448 Seiten, 10,90 Euro)
Alles wird Gut? Quatsch! Nichts, aber auch gar nichts wird gut! 24 Stunden, von Dämmerung zu Dämmerung reist der junge Schriftsteller Johnny Tristano mit Freunden durch die Nächte. Auf der Suche sind sie: nach dem Großstadt-Mythos, Drogen, der „blauen Nacht“ oder sich selbst. Sie landen meist nur in dunklen Kneipen, abgefuckten Wohnungen oder auf abgefuckten Frauen. „Alles wird gut“ ist kein Roman, sondern eine Art Erzählungsband. Manchmal in Form von Monologen, Drogenprotokollen, Halluzinationen und Gesprächen, manchmal doch auch als Erzählung. Doch auch. Jörg Fauser, Autor, Reporter und Beatnik wurde manchmal als „deutscher Kerouac“ bezeichnet. Gar nicht so verkehrt. Er ist Autor und Journalist für die Underdogs, weil er selbst manche Jahre einer war. Fauser hat Kraft in seiner Sprache, Ausdruck und er reißt die Leser mit wie ein Rausch. „Alles wird gut“ ist ein Roadmovie. Ohne Movie. Kino nur im Kopf. Nur in grau und blau. Intensiv. Klar. Berauschend. Ein Freund, noch kaputter als man selbst. Alles wird Gut? Nichts, aber auch gar nichts wird gut … Igor Frost



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