IRREAL – Höhenangst

| Oktober 27th, 2010

(CD, SiiiS Records)
Uff. Irreal aus Österreich suchen sich die Schublade „Indie-Punk“ aus, machen seit 7 Jahren Musik (was man auch hört, ihre Instrumente beherrschen sie auf jeden Fall) und haben bei einem Track den Sänger der Kafkas als special guest, was sie mit „besonderem Stolz“ betonen. Bei der Beschreibung „Indie-Punk“ habe ich es schon mit der Angst (Anm. Obnoxious: Gemäß dem Albumtitel etwa Höhenangst?) bekommen, so was ist absolut nicht meine Baustelle. Beim Hören der CD werden meine Befürchtungen in Puncto weinerliches pseudotiefsinniges Geschrammel zwar widerlegt, jedoch tönt mir flotter poppiger Punk (oder vielleicht eher punkiger Pop?) irgendwo zwischen den Ärzten, Blink 182 und irgendwelchem Deutschpop wie Juli oder Echt entgegen. Das überdehnt echt irgendwie mein Punkverständnis und ich glaube auch, dass diese Band nichts für den durchschnittlichen Punkrock!-Leser ist und deshalb schreib ich da auch nicht mehr drüber. Mutige und/oder Neugierige können unter myspace.com/irgendwieirreal ja reinhören. Chris

www.myspace.com/irgendwieirreal

The Locators aus Kopenhagen

| August 3rd, 2010

Als ich das Debütalbum „The End Of The World“ der Dänen in den Player pfriemelte war ich umgehend von ihrem Sound total überrascht. Denn vom Cover her erwartete ich eine lackaffige Greaser-Kapelle, die von mörderisch viel Alkohol, langweiligen Kartenspielen und leicht bekleideten Tanten mit mindestens Körbchengröße D träumt. Doch stattdessen erwies sich die Scheibe als kleine Überraschung, da ihr Sound rein gar nicht aufgesetzt wirkt, stattdessen erstaunlich klar ist, weil er absichtlich nicht hinterher aufgemotzt wurde. Das machte mich natürlich neugierig. Denn um so authentisch bleiben zu können, muss man schon einiges an Erfahrung an seinen Instrumenten haben. So wunderte es mich nur wenig, dass ein Teil der Band ihre Fertigkeiten bei Nekromantix oder Gorilla Angreb unter Beweis gestellt hatten. Deshalb lasst euch erzählen, worin Sänger Simon die Parallelen zwischen den Ramones und Iggy Pop sieht, oder wie sein Verhältnis zu Musik ist.

Hi Simon, na wie war dein Tag, was hast du so gemacht?
Mein Tag war soweit in Ordnung, danke der Nachfrage. Ich bin um 5.30 Uhr aufgestanden, auf mein Fahrrad gesprungen und zum Schwimmbad gefahren. Nachdem ich 40 Minuten lang meine Bahnen gezogen habe machte ich mich auf den Weg zu meiner Druckwerkstatt, wo ich 10 Stunden Shirts gedruckt habe. Hinterher habe ich mir noch nen schönen Tag mit meiner Frau und unserem Hund gemacht. Wie du siehst der pure Rock ’n’Roll Lifestyle, haha. weiterlesen →

Reviews

| Dezember 4th, 2009

CAR DRIVE ANTHEM – Time To Steal Away
(CD, Sums Records)
Ohje, ’ne amtliche Autofahr-Hymne klingt in meinem fahrenden Müllcontainer aber anders. Ein dahingehauchter Schmachtfetzen von Miss Stevie Hicks zum Beispiel, oder meinetwegen auch „Ein schöner Satz Reifen“ von Eisenpimmel. Aber bestimmt nicht diese schmalzgewichste Prinzessin-Lillifee-Version von Boysetsfire auf Valium. Tut mir leid, Jungs, da seid ihr beim Falschen gelandet (obwohl- eigentlich tut’s mir gar nicht leid, wenn ich ehrlich bin…). Und Tschüss. Snitch weiterlesen →

(CD, Fat Wreck)
Fickende Hölle hat Sturg (Leftöver Crack/Chocking Victim) hier geile Leute um sich versammelt und ein Album Deluxe hingeknallt! Seit Tagen rotiert die Scheibe bei mir und entfaltet bei jedem weiteren Durchlauf seinen Ohrwurmcharakter mehr. Anfangs wirkt der Sound ganz arg vertrackt und so überhaupt nicht rund. „Schuld“ daran sind die vielen Tempowechsel, verschiedene Instrumente und einige Samples. Doch wie gesagt: Nach und nach wird alles sehr rund und fesselt umso mehr. Wirklich faszinierend ist, wie diese Projektband es schafft, eine extrem positive Stimmung zu verbreiten, aber in ihren Texten dem Nihilismus frönt und jede Black Metal-Kapelle ganz ohne Schminke vor Neid erblasst. Ganz klar eine der besten Scheiben, die das Jahr 2008 hervorbrachte und darüber hinaus ihre Qualität beweisen wird. Bleibt nur zu sagen „We’ll all sleep when we’re dead, yeah, yeah, yeah, yeah“. Bocky
Anspieltipp: Until We’re Dead
[podcast]http://www.fatwreck.com/audio_track/the_audio_file/227/Until_We_re_Dead.mp3[/podcast]
Webseite

… mehr Reviews in der aktuellen Ausgabe des Punkrock-Fanzines

10. 1. Schieres & Geld Et Nelt

| Januar 7th, 2009

Fatal, Landau:  Samstag 10. 01. 09

SCHIERES
… aka ulli bomans kommt aus landau …nachdem er dort um 1990 angefangen hat erste electro-tracks zu produzieren und eine erste band mit niels benken and gerd kornmann (heute GELD ET NELT) gründete, tat er das einzig richtige und flüchtete aus landau. in berlin gestrandet erlnte er marco haas aka t.raumschmiere kennen, was das projekt SHRUBBN! zur folge hatte. heute ist ulli vor allem als 50% der disco-punk-boygroup GLADBECK CITY BOMBING und eben alleine als SCHIERES unterwegs. nun auch endlich mal wieder in landau

GELD ET NELT
gelt et nelt, ursprünglich gegründet von napoleon, indira gandhi und johnny rotten, sind der beste scheißhaufen. diese einmalige mischung aus liebe, nihilismus, hunk(mischung aus hippies und punks), abulie und hefeweizen ist eigentlich nicht als band zu bezeichnen…. nein! viel eher ist es eine religion, selbstverständlich ohne auch nur einen einzigen gläubigen…. alle instrumente und gesänge werden heute von nur noch zwei personen bedient, bzw. erzeugt. der übergang zur benutzung pfälzischer mundart verläuft in den letzten jahren schleichend aber stetig, die texte handeln vom leben vor dem tod und anderen hemisphären, z.b. wein oder luft, auch sex oder tapeten können, dürfen und müssen behandelt werden… das project wird immer an die nächstgenialisierte generation weitergegeben und ist quasi von gott und satan in ihrer einzig bis heute bekannten übereinkunft legitimiert und euphorisiert worden. geld et nelt ist reiner ausdruck von freude, ein musikalisches besäufnis mit beschissenem equipment. weiterlesen →

Nazi Dogs Interview

| Januar 22nd, 2008

Die Frage, ob man im dritten Jahrtausend noch „Retro“- Kapellen braucht, die weitestgehend authentisch den schlampigen Charme der 70er Sleaze-/Trash-/Rotzpunk-Ära in die Gegenwart transportieren, beantwortet sich von selbst, wenn man die vier Aachener auch nur ein einziges Mal in lebendig erleben durfte: Kein perfektionierter Livesound durch stundenlanges Klangchecken, kein Anbiedern beim Publikum oder ellenlange Ansagen, sondern einfach nur die volle Ladung verschwitzte, rotzige Energie des Ur-Punk mitten in die verwöhnte Fresse.
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Nazi Dogs Interview

| Januar 3rd, 2008

Die Frage, ob man im dritten Jahrtausend noch „Retro“- Kapellen braucht, die weitestgehend authentisch den schlampigen Charme der 70er Sleaze-/Trash-/Rotzpunk-Ära in die Gegenwart transportieren, beantwortet sich von selbst, wenn man die vier Aachener auch nur ein einziges Mal  in lebendig erleben durfte: Kein perfektionierter Livesound durch stundenlanges Klangchecken, kein Anbiedern beim Publikum oder ellenlange Ansagen, sondern einfach nur die volle Ladung verschwitzte, rotzige Energie des Ur-Punk  mitten in die verwöhnte Fresse.

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