Folge 784: Zu Gast war Gerd aus Augsburg. David übernahm die Moderation
[powerpress] Songliste: Interpret, Titel, Album
Geld et Nelt — Jingle
Supernichts — Last Exit Ascheberg — Gitarre, Schlagzeug, Bass, Gesang
Antitainment — Autonom — Gymnasiastik
Propagandhi — Hadron Collision — Failed States
Pascow — Hidden Track — Richard Nixon Discopistole
Fischmob — Bonanzarad — Männer können seine Gefühle nicht zeigen
SNFU — Drunk On A Bike — The One Voted Most Likely To S
Praxis Dr. Shipke — Fahrradkette — … und ihr seid scheiße

Die Dreadnoughts verteidigen schmerz- und schonungslos und gegen jeden Zweifel ihre fundamentale Grunderkenntnis, dass Folkmusik und Punkrock-Sound zusammen die perfekte Einheit bilden.
Mit kaum viel mehr im Gepäck als ihren Ideen, einem Akkordeon, einer Geige, einer Mandoline, Gitarren, Drums und einer Tin Whistle besuchen sie nun im fünften Jahr in Folge die halbe Welt – jeden Club, jeden Laden, der sie spielen lässt, auch in den entlegensten Gegenden – Plätze, die wohl kaum ein Nordamerikaner überhaupt jemals betreten würde.
Und so konnten sie sich relativ schnell mit ihrer „wir touren-ohne-Rücksicht-auf-Verluste-und egal-wohin“ Attitude in vielen Ländern einen ganz besonderen Ruf erspielen, auch wegen ihrer irren, anarchischen, chaotischen, energetischen und manchmal auch gefährlichen Live-Shows, bei denen sie jedesmal die ganze Vielfalt an alter traditioneller europäischer Musik hervorzaubern, miteinander vermixen/verrühren, um das Gebräu dann mit dem Druck von klassischem Streetpunk rauszublasen.
Ihre neue Platte „Polka’s Not Dead“ wird von Hi-Speed Folk, Balkan-/Gypsy-Harmonien, osteuopäischer Polka-Tradition und englischen Shanty-Chören durchzogen – aber dabei immer mit der räudigen Energie von 80ties Punk.
Denn die Dreadnoughts sind beides: sowohl ernstzunehmende Folk-Puristen als auch ernsthafte Punkrocker!
Und „Polka’s Not Dead“ ist ihr Manifest! weiterlesen →

URBAN JR – Two Headed Demon

| Dezember 20th, 2010

(CD, Voodoo Rhythm)
Hot Shit aus der Schweiz, den wir hier auch schon mal im Interview hatten und der mit seinem Clash sicher nicht in jedes Handtäschchen passt. Ist man vom Beatman Zeller gewohnt, nichts gewohnt sein zu dürfen, wird hier noch mal anderes Terrain ausgelotet. Deutsch Amerikanische Freundschaft beim Achtarmdrücken gegen den zweiköpfigen Hasil Adkins. Urban JR’s Debüt kam auf Fistfucker Records und schon damals dachte ich mir, Hammer, die One-Man-Band die sich abhebt. Neben Gitarre und Drums geben Synthesizer und Megaphon den Ton an und mischen fuzzy Gitarren-Sounds, Garage-Tunes mit Electro. Live ist der Mann ebenfalls eine Wucht. Anspielen – durchdrehen. Dennisdegenerate

(CD, Sunchess Records)
Cyco Sanchez verschlug es von Mexiko nach Tübingen. Dort wollte er eine Garagenpunkband gründen, fand in der Tübinger Underground-Szene drei interessierte Mitstreiter und formierte seine Supergroup. Nach anfänglichen Erfolgen sattelte Cyco um, zog wieder nach Mexiko und wurde Kunstmaler. Die drei Mitstreiter machten aber weiter und lassen sich via Elektropost Cycos Stücke, welche er neben seiner Kunstmalerei nach wie vor komponiert, schicken. Cyco dient nur noch als Spiritus Rex der Band, ist aber durch seine egozentrischen Songs (z.B. „Cyco Sanchez Sells His Soul“, „No Tears For Cyco Sanchez“ oder „Living Next Door To Cyco“) stets präsent. Soviel zur Historie, nun aber zur Musik: Die Cyco Sanchez Supergroup macht ungezierten und daher guten Garagenpunk, welcher präzise auf den Punkt gebracht ist. Schnörkel wie eine zweite Gitarre, Farfisa oder Überlängen werden bewusst ignoriert. Das Ergebnis ist genial – rudimentär nach vorne treibender Garagenpunk mit klasse Arrangements und Melodien. Als ob Billy Childish seine Finger im Spiel gehabt hätte. Hat er aber nicht, ist auch nicht nötig, wenn man sich auf Cyco Sanchez beziehen kann. „Cyco Sanchez Has A Drink“ könnte der Mallorca-Sommerhit 2010 werden, wenn die Urlauber dort nur Geschmack hätten. Garagen haben wieder eine Zukunft. Und die Supergroup auch. Großartig! HH

EMPOWERMENT – s/t

| September 3rd, 2010

(7“, Red Giants Records)
Alter, astreiner Oldschool NY Hardcore direkt aus Stuttgart asozial! Wie n’ schweres Weltriegs-Moped blubbern Empowerment los, um dann mit fetten, sägenden Gitarren alles um zu ballern. Die Leute von Empowerment haben alle ihr festes Fundament im Hardcore, sind schon länger als gestern dabei und spielen einfach die Musik die sie wahrscheinlich Anfang der 90er Jahre am Hardcore begeistert hat. Was heute so sauer aufstößt an Bands die einen relativ heavyen Sound spielen, ist oft grenzdebiles Bollo-Verhalten und unklare politische Äußerungen. Empowerment spielen hier eindeutig in einer eigenen Liga und machen keinen Hehl daraus, dass Bonehead-Pfosten direkt was auf’s Maul bekommen, wenn sie nur irgendwo den Weg der Stuttgarter kreuzen. Das versteht dann auch der letzte Provinz-Fascho weil Empowerment nämlich auf Deutsch singen und das macht einen verdammten Unterschied und lässt mich den Bogen zu Rawside spannen, von denen und von True Blue, Sidekick und Team Killer sind ebenfalls Leute an Bord. Das Demo der Band ist inzwischen ausverkauft und die Picture-Single hier, mit den wieder aufgelegten Songs vom Demo ist auch kein Schnäppchen, aber wohl die schickste Platte die ich mir in letzter Zeit gekauft habe. Die farbige, natürlich auch limitierte, Picture mit abgesägtem Pferdekopf/gezeichnetem Bandprofil kommt im Pizzakarton mit Badge und Button und dem Text-Sheet auf zusammengehefteten Quittungen. Aussagekräftig und musikalisch eine absolute Wucht, Empowerment! Dennisdegenerate

http://deutschpunk.blogspot.com

444
[podcast]http://pogoradio.de/chaos/20100120_23-00_Pogoradio.mp3[/podcast]
Folge 444: Zu Gast war Maschd von Verreckt mit seiner Gitarre

Songliste: Titel, Interpret, Album
Jingle — Geld et Nelt
Gebranntes Kind — Zugriff — Demo
Talking — SS-Kaliert — Addiction
1000 mal besser — A.L.F. — A.L.F. Demo
Artig — Feeling B — Hea Hoa Hea Hea Hoa Hea
Tiny Tits, Tight Ass — Mary’s Kids — Mastra
Leben — Beton Inferno — Endstation Aufbruch
Vem dançar no matagal — Solange To Aberta — Website
Konsum macht frei — Pestpocken — Kein Ausweg

MP3-Download (55 MB)

Reviews

| Dezember 4th, 2009

CAR DRIVE ANTHEM – Time To Steal Away
(CD, Sums Records)
Ohje, ’ne amtliche Autofahr-Hymne klingt in meinem fahrenden Müllcontainer aber anders. Ein dahingehauchter Schmachtfetzen von Miss Stevie Hicks zum Beispiel, oder meinetwegen auch „Ein schöner Satz Reifen“ von Eisenpimmel. Aber bestimmt nicht diese schmalzgewichste Prinzessin-Lillifee-Version von Boysetsfire auf Valium. Tut mir leid, Jungs, da seid ihr beim Falschen gelandet (obwohl- eigentlich tut’s mir gar nicht leid, wenn ich ehrlich bin…). Und Tschüss. Snitch weiterlesen →

Reviews 1

| Januar 1st, 2006

30.000 KOLLEGEN – HH Punk Rock Serie Vol. 8
(7“, Klartext Records)
Und weiter geht’s im Hause Klartext mit dem Support der eigenen Szene vor Ort. Recht hat er auf alle Fälle. Die Auflagen sind immer stark limitiert – 300 Stk. – was die Teile sicherlich sehr begehrt macht. Doch dieses Mal scheint nicht nur das eine Label produziert zu haben, sondern noch neun(!) andere. An sich keine schlechte Idee, denn so kommt das Teil gut rum und wird auch bald ausverkauft sein, sofern es das nicht schon lange ist. Wer wissen möchte wer da alles die Finger im Spiel hatte, legt sich die Single einfach zu. Aber nicht nur das braucht der Grund zu sein, denn auch die vier Songs der Hansestädter könne sich wieder sehen lassen. Straighter Punkrock mit deutschen Texten, ohne peinliche Ausfälle. Herausragend an dem Werk sind meiner Meinung nach das Cover (junge Normalos annem Tisch innem Café und im Hintergrund explodiert ne A-Bombe) im Bezug auf das zweite Lied „Milchcafeszene“. Bocky
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