Tarek Ehlail
Bei Punkrockers-Radio hört ihr am nächsten Sonntag zwei Stunden lang ab 20:15 Uhr Pogoradio.
Zu Gast ist der lange verschollen geglaubte Tarek Ehlail. Er ist wieder aufgetaucht und wird uns von seinen Abenteuern berichten.

Tarek Ehlail ist Filmemacher, Regisseur, Buchautor, Piercer und eine saarländische Boxlegende.

Hier ein kleiner Vorgeschmack (Die Aufnahme ist ca. 12 Jahre alt):

(CD, S.N. Rex.)
Soll das etwa ein Abbild von Jesus auf dem Coverbild sein? Aus dem Moselland (Trier) kommen die drei Punkrocker. Hagbard Celine feiern in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen und das sogar mit einer Schifffahrt auf der Mosel, welche mit Livemusik untermalt wird (Anm. Obnoxious: Ich nehme an, dass die Schifffahrt gemeint ist und nicht die Mosel). Super Sache! Ist aber leider schon ausverkauft. (Anm. Obnoxious: Und wahrscheinlich auch schon lange den Bach runter gegangen.) 23 Songs bekommt man auf dem neu aufgelegtem ersten Album von Hagbard Celine um die Ohren gehauen. 23 Songs die textlich und musikalisch sehr gut rüberkommen. Texte die zum Nachdenken anstoßen. Mir persönlich gefällt der Grölgesang von Sänger Chris nicht so sehr, aber zum Glück ist ja auch Musik, wie so vieles anderes, Geschmackssache. Wem also der Sound und Gesang der Band Knochenfabrik gefällt, dem müsste auch Hagbard Celine wohlgesonnen sein. Das Album ist auf einem neuen kleinen Stuttgarter Label mit dem Namen S.N. Rex. erschienen. Hatten die früher nicht mal ein anderes Label? Ach ja. Hagbard Celine gehört ja auch zu den Bands, die sich von den Nix Guten getrennt haben. Alex

Three Chords #11

| September 20th, 2010

(A4, 92 Seiten, 3 Euro + Porto, Three Chords Magazine, Hamburger Straße 25, 48155 Münster )
Ich konnte mir auf den Heartcore-Tagen in Wermelskirchen ein druckfrisches Exemplar meines Favoriten aus der aktuellen Fanzine-Arena abgreifen und hab’s mir in kürzester Zeit gegeben. Das ist die letzten Male immer so gewesen, da wartet man Jahr und Tag auf die neue Nummer und wenn’s dann da ist, hat man’s in Windeseile durch. Nicht weil am Inhalt gespart wird, sondern weil das Three Chords sich abhebt und unheimlich kurzweilig geschrieben ist. Inhaltlich bekommt man ein ausgewogenes Hardcore- und Punk-Brett an die Murmel, wobei der Hardcore-Anteil überwiegt, aber das nimmt hier keiner so ernst und das ist das Feine. Die supporteten Bands treffen mit den Stuttgarter Old School Boys von Empowerment, den Machern der wohl hitreichsten 7“, Idle Hands, den charmanten Wegberg-Asis von Sniffing Glue, Libyans u.v.m. absolut meinen Geschmack. weiterlesen →

(CD, Sunchess Records)
Cyco Sanchez verschlug es von Mexiko nach Tübingen. Dort wollte er eine Garagenpunkband gründen, fand in der Tübinger Underground-Szene drei interessierte Mitstreiter und formierte seine Supergroup. Nach anfänglichen Erfolgen sattelte Cyco um, zog wieder nach Mexiko und wurde Kunstmaler. Die drei Mitstreiter machten aber weiter und lassen sich via Elektropost Cycos Stücke, welche er neben seiner Kunstmalerei nach wie vor komponiert, schicken. Cyco dient nur noch als Spiritus Rex der Band, ist aber durch seine egozentrischen Songs (z.B. „Cyco Sanchez Sells His Soul“, „No Tears For Cyco Sanchez“ oder „Living Next Door To Cyco“) stets präsent. Soviel zur Historie, nun aber zur Musik: Die Cyco Sanchez Supergroup macht ungezierten und daher guten Garagenpunk, welcher präzise auf den Punkt gebracht ist. Schnörkel wie eine zweite Gitarre, Farfisa oder Überlängen werden bewusst ignoriert. Das Ergebnis ist genial – rudimentär nach vorne treibender Garagenpunk mit klasse Arrangements und Melodien. Als ob Billy Childish seine Finger im Spiel gehabt hätte. Hat er aber nicht, ist auch nicht nötig, wenn man sich auf Cyco Sanchez beziehen kann. „Cyco Sanchez Has A Drink“ könnte der Mallorca-Sommerhit 2010 werden, wenn die Urlauber dort nur Geschmack hätten. Garagen haben wieder eine Zukunft. Und die Supergroup auch. Großartig! HH

Oi! The Print #30

| August 30th, 2010

(A5+, 68 Seiten, 2,50 Euro, www.oitheprint.at)
Auch für diese Nummer gilt: Gut ist, was gefällt. Mir gefallen The Valkyrians und genehmigen kann ich mir noch Red Alert. Was aber die schäbbigen Bilder der Renee-Wuchtbrummen sollen verstehe ich nicht, ist mir aber auch egal. Weniger gut gehen mir hingegen die Anzeigen von KB-Records und United Kids rein und auch ein Interview mit den Frei.Wild Kumpels Unantastbar, die von KB-Records nun zu Bandworm gewechselt sind. Quasi vom rechtsoffenen Regen in die graubraune Traufe. So einige anderweitig daran beteiligte Personen sollten vielleicht mal überlegen, ob damit nicht schon längst die Grenze des guten Geschmacks weit übertreten wurde! Bocky

(MCD, Ril Rec)
Wow, Die Schwarzen Schafe gibt es immer noch. Seit 1985 treiben sich die Düsseldorfer nun schon in Sachen Deutschpunk herum. Zwischen 1987 und 2006 gab es 20 offizielle Veröffentlichungen und einen genau so großen Arsch voll mit Samplerbeiträgen. Nach einer ungewöhnlich langen Zeit des Wartens erscheint nun 2 ½ Jahren nach der letzten VÖ mit der MCD „Schrei“ ein neues Lebenszeichen von den Schafen. Sechs Songs in 19 Minuten bringen in der bandtypischen Old School-Deutschpunk-mit-Pop-Einschlag-Manier einen Vorgeschmack auf das für 2009 angekündigte nächste Album. Nicht zum ersten Mal fällt übrigens die – zumindest teilweise – musikalische und textliche Nähe zu einer anderen Düsseldorfer Band auf, wenigstens als diese noch halbwegs ernst zu nehmen war. Egal, die dem Booklet voranstehenden Gedanken ziehen sich wie ein roter Faden durch das Mini-Album. Demnach geht es in „Schrei“ darum, seinen eigenen Weg zu suchen, sich gegen äußere Zwänge zu wehren und sich nicht unterkriegen zu lassen. Wobei der Rauswerfer „Neue Rituale“ sich gegen die fortschreitende gegenseitige Zerfleischung von sich eigentlich nahestehenden Subkulturen stellt und mit einem Unite And Win-Spirit durchs Land zieht. Ob’s hilft, sei in Frage gestellt. Trotzdem gilt: Die alten Hasen, äähhh Schwarzen Schafe haben noch immer eine ganze Menge relevantes Zeug zu sagen. Und das ist gut so. Obnoxious
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… mehr Reviews in der aktuellen Ausgabe des Punkrock-Fanzines

Fanzines

| September 3rd, 2008

Alf Garnett #10

(A5, 116 Seiten, 3 Euro + Porto,

Leider verkündet der gute Alan im Vorwort, dass diese Jubiläumsausgabe auch ziemlich sicher seine letzte sein wird. Etwas ärgerlich, da diese Ausgabe hier ein paar Tage nach dem Redaxende eintrudelt und ich nicht alles habe lesen können. Was sofort ins Auge fällt, ist die Reisewut von ihm und Kompagnon Janosch. Alans jahrelanger Gefährte war in Neuseeland und der Südsee unterwegs und hat dort einige lustige und lesenwerte Situationen erlebt. Der Chief himself blieb in Europa und berichtet sehr ausführlich über sein Auslandssemester in Madrid (inklusive einem Interview mit Guerilla Oi!, die hier ja auch vertreten sind) und seine Sylvester-Reise nach Serbien (hier ein Interview mit The Bayonets). Weiter gibt es beispielsweise Alans genaue Betrachtung zum Film „Skinhead Attitude“, oder besser gesagt er weißt mal auf die krassen Fehler im Film hin. Ebenso ein paar Kolumnen, einen viel zu langen Bericht zum FC Basel und Reviews in abartiger Fülle. So, tut euch mal was Gutes, kauft diese vorerst letzte Nummer und schaut euch um, denn ganz will der Streetpunk-Crack nicht aufhören und in anderen Gazetten weiter schreiben. Bocky

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Stay home and read a book

| Februar 2nd, 2008

Marc Amann (Hrsg) – go.stop.act! – Die Kunst des kreativen Straßenprotests
(Taschenbuch, Trotzdem Verlag, 229 Seiten, 18 Euro)
Ein Buch wie eine Goldgrube. Zumindest für subversive Elemente, die gerne mal auf die Straße gehen (würden), um dort die ein oder andere witzige Aktion zu starten. Wer darin bisweilen aber noch relativ unerfahren ist, dem gibt der Trotzdem Verlag aus Frankfurt ein unerlässliches Logbuch zur Erlernung der „Kunst des kreativen Straßenprotests“ an die Hand. Marc Amann und Konsorten stellen auf über 200 ausführlichen Seiten die unterschiedlichsten Formen dieser großen und erstrebenswerten Kunst vor. weiterlesen →



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