(CD, www.fuckt.de)
Fuckt aus Hannover gibt’s seit 2005, die vier Bandmitglieder haben vorher aber schon genügend Erfahrung in anderen terroristischen Vereinigungen gesammelt und so ist es kein Wunder, dass die Band ein musikalisch vielseitiges Punk-Brett abliefert. Jeder schreibt seine eigenen Songs und darf sich mal so richtig austoben. Hier ist alles geboten, Crust, Hardcore und gewöhnlicher Straßenköter-Punk. Mal auf Deutsch, mal auf Englisch. Immer mit ordentlich Wut und Hass im Bauch. Immer mitten in die Fresse rein, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Immer für einen Blutgrätschen-Pogo gut. Fuckt zeigt Dir, wo der Bartel den Moscht holt. Energie pur… meine gute Güte! Der Soundtrack für die Gummizelle! Obnoxious

TREVOLT – I All Hast

| November 20th, 2010

(CD, Heptown Records)
Wer zuerst denkt, man könnte den Album-Titel locker mal ins Enlische übersetzen und dann schon ein kleine Vorahnung von dem bekommen, was einen auf dem Debüt-Longplayer der Schweden erwartet, wird wohl an der Übersetzung des Wortes „Hast“ scheitern. Gibt’s nämlich nicht auf Englisch. Komisch, was jetzt? CD einlegen und abwarten. Was dann kommt, klingt zumindest sprachlich sehr exotisch. Die Lösung: Die Nordländer singen in ihrer Landessprache. Muss man sich erst mal dran gewöhnen. Aber ist das geschafft, dann passen Songstrukturen, Melodie und Gesang wie Arsch auf Eimer. Gibt den ersten Pluspunkt. Punkt Zwei und Drei gibt’s für den melodischen Pop Punk, der hin keineswegs lala-harmlos um die Ecke biegt, sondern schon ganz gut von hinten in die Kniekehle fährt. Schnell, energisch. Rasant und hastig. Sogar so hastig und hektisch, dass man glauben könnte, die drei Jungs haben Angst die nächste Bahn oder die Geburt ihres Erstgeborenen zu verpassen. In diesem Sinn würde die von mir jetzt ahnungslos in den Raum gestellte Übersetzung von „I All Hast“ zu „In aller Eile“ ziemlich den Nerv treffen. Keine Ahnung, ob das mit der Herleitung jetzt einigermaßen hinkommt, aber doch, doch das kann schon was und macht Spaß. Einer Live-Performance wäre ich nicht unbedingt abgeneigt. Wer auf Schweden und So Cal-Punk kann, könnte hier ein Ohr riskieren. Obnoxious

INSTANT AGONY – Exploitation

| September 16th, 2010

(CD, Be Afraid Records)
Diese englische Band gibt es schon seit den frühen 80ern und darf ohne Zweifel mit den Streetpunk-Heroen von One Way System verglichen werden. Denn auch sie verstanden es mit ihrem in der Zeit entstandenen Album ordentlich auf die Kacke zu hauen. Doch im Gegensatz zu OWS, die ich vor ein paar Jahren auf so ner Ausverkaufstour erleben musste, kommen Instant Agony auch heute noch mit nem ordentlichen Wumms aus den Boxen. Schon beim Album betitelnden „Exploitation“ könnte man meinen es habe sich in den letzten 30 Jahre nicht wirklich viel geändert. Nach wie vor spielen Instant Agony räudigen Streetpunk, der nicht seicht irgendwelche Kanten umschippert, sondern wie ein aggressiv-gesoffener Punk mit abgeschlagener Bierflasche in der Hand einer Gruppe Arschlöchern gegenüber steht. Eben richtig geil nach vorne gehender Sound, bei dem man, anstatt nebenher ein Bierchen schlabbert, granatenmäßig ne Abrissparty feiert! Bocky


(CD, Sunny Bastards)

Das zweite Album der Münchner, deren Bandname Schlimmes vermuten lässt. Doch der Inhalt weiß zu gefallen. Oi!-Musik mit Stil und Tradition, wie man es von deutschen Skinhead-Bands nur selten sieht und hört. Elf Songs, die ohne Kompromisse reinknallen und bis auf zwei Lieder auf Englisch gehalten sind. Unbedingt reinhören! Kay

(A5, 32 Seiten, nur Porto, www.outspoken-magazine.com )
A5er für lau. Hab’s auf ’nem Konzert in Köln gegriffen und war erst mal nur überrascht, dass es das Outspoken für umme geben soll. Das Heft ist recht dünn, das heißt 32 Seiten, andererseits finanziert es sich durch extrem wenig Werbung, gerade mal drei Anzeigen konnte ich entdecken. Es handelt sich beim Outspoken um ein reines Hardcore-Zine, eines welches sich im Speziellen mit Vegan/Straight Edge-Bands befasst, ich kann gar nicht sagen, ob eine der gefeatureten Bands nicht straight ist. Interviews bilden den Kern des Heftes, anbei gibt es eine kurze Einleitung, zwei Buchrezensionen, einen Bericht über NSHC/Das rechte Problem in der Hardcoreszene und einen Tourbericht. Die Interviews sind teils in Englisch, teils in Deutsch und manche sind komplett ohne Einleitung abgedruckt. Bei xRepresentx habe ich keinen Schimmer mit wem, geschweige denn mit wem von was das Interview geführt wurde. Egal, weiter interviewt werden xEdgex – drogenfreier HipHop mit Hardcorewurzeln (ihr bekommt langsam mit in welcher Gasse man sich hier bewegt?), The Platoon, xDestroy Babylonx (das x spricht man nicht mit, ist nur zierendes Beiwerk) – über die ich dann im Internet erfahren habe, dass sie aus Turin kommen, Deadlock, Fallbrawl, Watch My Anger Grow, www.alles-vegetarisch.de , Intohimo, Pete – Times Of Grace Tattoo (bester Typ, zu empfehlen!) und Casting Curses. Kolumnen sucht man hier vergebens, der Inhalt ist informativ aber ein wenig austauschbar. Zudem bekomme ich den Eindruck eines Wachturm-Plagiats nicht aus dem Kopf. Das mag daran liegen, dass einem ständig dieser eine Way-Of-Life unter die Nase gerieben wird. Vergessen wir nicht, das Heft ist umsonst und einige der Interviews lesen sich ganz vorzüglich. dennisdegenerate

Reviews

| Dezember 4th, 2009

CAR DRIVE ANTHEM – Time To Steal Away
(CD, Sums Records)
Ohje, ’ne amtliche Autofahr-Hymne klingt in meinem fahrenden Müllcontainer aber anders. Ein dahingehauchter Schmachtfetzen von Miss Stevie Hicks zum Beispiel, oder meinetwegen auch „Ein schöner Satz Reifen“ von Eisenpimmel. Aber bestimmt nicht diese schmalzgewichste Prinzessin-Lillifee-Version von Boysetsfire auf Valium. Tut mir leid, Jungs, da seid ihr beim Falschen gelandet (obwohl- eigentlich tut’s mir gar nicht leid, wenn ich ehrlich bin…). Und Tschüss. Snitch weiterlesen →



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