Pogoradio-Sendung mit Nelt

| Januar 3rd, 2018


Folge 825: Zu Gast war Nelt von Geld et Nelt. Dann kamen noch Richy und Emre dazu.
[powerpress] Songliste: Interpret, Titel, Album
Geld et Nelt — Jingle
Wonk Unit — We Are The England — Mr Splashy
Mercedes Jens — Faust in der Tasche/Finger in der Nase — Heimlich Bausparen
Geld et Nelt — Gegenwart statt Zukunftskrise — Du Auge
Weiche — Halb wach — Weiche
Geld et Nelt — All die Iwwertreiwunge — Du Auge
Robinson Krause — Fokker 100 — Gyros Ramazzotti
Geld et Nelt — Mo gugge — Du Auge
Rixe — Rapport De Force — Collection
Weiche — Verpuzzelt — Weiche
Helmut Cool — Tindermatch mit Michael — Schlachtrufe BRD GmbH

626
Folge 626: Zu Gast war Richy
[powerpress] Songliste: Interpret, Titel, Album
Geld et Nelt — Jingle
Beach Ghettö Unicörns — this is where the energy comes from — friskier benefits
Coca Carola — Hon I Fönstret — Läckert
Cock Sparrer — Don’t Blame Us — Guilty As Charged
La Fraction — Aussi Long Sera Le Chemin — Aussi Long Sera Le Chemin
Human Abfall — SNG — SNG 7“
The Cramps — She Said — Bad Music For Bad People
The Clash — Something About England — Sandinista!

CRASHED OUT – Crash & Burn

| Juli 12th, 2011

(CD, I Hate People Records)
Wow, das ist wahrscheinlich eines der schlechtesten Cover aller Zeiten! Man sollte meinen, dass heutzutage wirklich jeder Photoshop gut genug bedienen können sollte, dass so was nicht dabei rauskommt. Der Schriftzug an sich ist ja schon echt bitter und erinnert einen stark an WordArt, nimmt man dazu aber noch dieses verpixelte hässliche kaputte braun-gelbe Auto, das wohl brennen soll und den lieblosen Albumtitel, der darunter gerotzt ist, macht das die Katastrophe perfekt. Da bin ich echt froh, dass ich die CD bekommen hab, denn wie das ganze auf LP-Größe aufgebläht aussieht, will ich mir gar nicht ausmalen. Das ist echt schade, zumal die Musik gar nicht schlecht ist. Die Band kommt aus England und spielt schon seit 1995 zusammen Punk’n’Roll für die Arbeiterklasse. Da geht’s um dreckigen Rock’n’Roll und Kämpfe in Bars, und andere Dinge die man halt so macht, wenn man ein richtig harter Bursche, oder in einigen Songs auch eine harte Frau, ist. Natürlich geht’s auch um den guten Freund Alkohol, und dass den die Band schon in rauen Mengen zu sich genommen hat, lässt sich deutlich an der Stimme des Sängers heraushören. Fett produziert und auch musikalisch passt alles. Aber einen Ausreißer gibt’s dann doch noch zu beanstanden. Wenn die Band im Song „Son Of A Gun“ singt: „I only wanted what’s always been said, a cook in the kitchen and a whore in bed“ weiß man eben nicht, ob das jetzt den dummdreisten Humor der Band beschreibt oder deren reaktionäre Weltsicht. Für Fans des Genres durchaus zu empfehlen. Martin

Hier mal wieder ein paar neuere Scheiben vor dem Punkrock! Fanzine Gerichtshof:

The Spivs – Taped Up
Das Label Damaged Goods aus England behauptet die drei Jungs würden rauen Garagen-Punk machen. Dieser Aussage möchte ich mich anschließen und hinzufügen, dass das Trio nen richtig geilen Drive hat. Ohne groß blabla werden 14 Songs ohne große Attitüde raus gehauen, was dann wieder ne geile Attitüde macht. Fein und herrlich unverbraucht.

Itchy Poopzkid – Lights Out London
Ich glaube die Gang kommt aus Pforzheim oder so. Jedenfalls wollten die mal als Vorband im JUZ zocken, aber ich wollte nicht. Seither hörte ich immer nur hie und da was von den Poppunks, die jetzt angeblich ein Rock-Album veröffentlichten. Finde ich ne ehrliche Sache, dass sie nicht behaupten Punk zu machen, weil das ja ein gern benutztes Wort ist und angeblich verkaufsfördernd ist. Itchy Poopzkid gehen in Richtung Donots, sind bloß nicht so geradlinig wie die Ibbenbürer.

Feine Sahne Fischfilet – Wut im Bauch, Trauer im Herzen
So gesehen sind die Rostocker singende Antifas, die wissen, dass sich Musik hervorragend eignet Inhalte einfacher zu kommunizieren und seinem Gegenüber so schneller näher zu bringen sind. Zu Beginn des Booklets wird etwas zum Inhalt des Albums gesagt, welches zum gewissen Teil etwas mit einem „fast Totschlags“ an einem ihrer Freunde zu tun hat. Insofern ist die Combo ein wichtiges Stück Gegenkultur, wenn man bedenkt, dass sie aus Rostock stammen. Alerta Antifascista!
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… noch mehr Reviews:

| März 29th, 2011

Naja und schon geht es weiter mit den Shortcuts. Schließlich hat sich in den letzten paar Monaten einiges hier angesammelt, was mal mehr, mal weniger erwähnenswert ist. Klar, über Geschmack lässt sich nicht streiten. Dann schaut mal, was für euch dabei ist:

Charge 69 – Retour Au Front
Scheinbar juckt es die alten Recken um Combat Rock Macher Caps doch mal wieder in den Fingern und die Franzosen hauen vier neue Songs als CD-EP raus. Ob das die Vorboten zu einem neuen Album sind, mag ich weder bestätigen noch leugnen. Was aber bestimmt gesagt werden kann, ist, dass alle Songs astreine Punkrock-Nummern in der 1980er England Tradition sind.

Kapelle Vorwärts – Brot und Rosen
Mike wäre nicht der verrückte Metzger (Mad Butcher), wenn er nicht hin und wieder bemerkenswerte Combos an den Start bringt. Die Kapelle hier vertont alte Arbeiterlieder neu und will sie nach eigenen Worten von der Lagerfeuer-Atmosphäre befreien. Funzt bei mir bloß bedingt, Polit-Leute hingegen werden dabei sicher feucht.

Produzenten der Froide – Ready 2 Rumble
Vor Kurzem stand die Band aus verschiedenen Gründen im Kroizfoier (dafür will ich den Doppeloi!-Orden!), weil sie sich offen gegenüber Kollegen äußerte. Wie ich das beurteilen kann, insgesamt etwas ungeschickt, da unter den Angegangenen auch Labelmates waren, die wirklich keine Deppen sind. Egal, kurzerhand verließ man das alte Label und fand Unterschlupf bei Mad Butcher in Göttingen. Bemerkenswert, dass die Songs auf Ready 2 Rumble dem Album auf dem anderen Label geradezu gleichen. Deftiger deutschsprachiger Oi!-Punk, mit einer geballten Faust gegen Neo-Nazis. Fein so!
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(CD, Dirty Faces)
Dass das Debüt der Hamburger in Zusammenarbeit mit einigen englischen Labels kommt, verwundert nicht großartig, bezieht man bspw. TNS aus England in seine Überlegungen mit ein. Bei den Inselaffen nämlich ist die Skapunk- / Skacore-Szene ziemlich ausgeprägt, wobei hierzulande am ehesten ANR diese Fans zu bedienen weiß. Aber auch Reminiszenzen zu den altehrwürdigen Inner Terrestrials kommen auf, wenn die Nordlichter Dub und Reggae mit einmischen. Insgesamt für mich ein Bastard aus den eben benannten Londonern und den Restarts, da unter den 16 Songs auch reine Punk-Nummern glänzen. Interessant ist übrigens der Titel „Keep Your Delusion Alive“, in dem die Nichtraucher-Diskussion von einer ganz anderen Sicht aus beleuchtet wird, nämlich der antikapitalistischen, die meiner Meinung nach die einzig erträgliche ist. Bocky

(CD, Knock Out)
Gleich zu Beginn fällt das Intro auf (Anm. Obnoxious: An welcher anderen Stelle könnte denn ein Intro sonst noch auffallen außer zu Beginn?). Denn normalerweise ist man englische Samples gewohnt, egal ob es eine deutsche Band ist oder ob sie aus einem anderen Land stammt. Die Amis hingegen bauen mal ein deutsches ein und ziehen damit sofort die Aufmerksamkeit auf sich. Ansonsten bleibt aber alles beim Alten. Die fünfköpfige Band um ihren stimmgewaltigen Sänger Noah, ist ebenso hart und kompromisslos wie er selbst. Bekanntlich ist das im Streetpunk-Bereich, abgesehen von Lousy, bisher einzigartig und ist die Visitenkarte der Band. Textlich weiß ich ehrlich gesagt nicht, ob die Amis in den 1980ern stehen geblieben sind oder ob sie schon ein paar Jahre in die Zukunft denken. Ständig wird nämlich von der Working Class geredet, davon dass der Staat dem Volk gehört, die Regierung lügt, die Regierung nicht der Staat ist, ect… Klar sind das Themen, die auch heute noch aktuell sind, aber so schlicht, einfach und direkt, wie sie von dieser Band transportiert werden, so kennt man es aus den End-1970ern in England. (Anm. Obnoxious: Also doch nicht in den 80ern hängen geblieben, sondern noch früher?!) Bocky

(CD, Punks 4 Profit Records)
Gibt es in England eine Gewerkschaft für alternde Punkbands, in deren Satzung festgeschrieben ist, dass jedes Mitglied seine Tonträger mit lieblosen, hässlichen am PC hergestellten Covern verunstalten muss? Das lieblose Regenbogenwirrwarr auf dem Cover ließ mich das Schlimmste erwarten… Garagerock? Stoner? Hippiegelöt? Experimentelles? Auch wie die CD jetzt vor mir liegt, wird mir beim Anschauen fast schwindlig. Ich lege die CD mutig ein, und mir tönt ungestümer UK Punk entgegen, der erste Song erinnert mich sofort an „Jimmy Boyle“ von Exploited. Auch der Rest des Albums bewegt sich in diesem Spektrum, straight rausgerotzter schneller Englandpunk, gelegentlich mit Gitarrensoli unterlegt, was nach ein paar Songs leicht nervt. Die Band vergleicht sich im Infosheet mit Motörhead, Poison Idea, Slapshot und AC/DC, aber da habe ich keine Ahnung, wie sie darauf kommen. Chris

(CD, Damaged Goods)
Noch eine Band, in der der Lo Fi-Experte Billy Chyldish seine Finger im Spiel hat. Weiß gar nicht was mich geritten hat, als ich diese CD aus dem Promo-Körbchen an mich gerissen habe, denn mit dessen Output konnte ich eigentlich noch nie großartig was anfangen. Jetzt ist es aber zu spät sich zu beschweren. Vor allem: Bei wem sollte ich das tun? Hab ich mir doch alles selbst eingebrockt, die ganze Scheiße hier. „Poets Of England“ soll wohl irgendwie so was wie ein Konzept-Album sein, denn irgendwie dreht sich alles um … Poeten… und Philosophie. Erinnert mich irgendwie an „Bruces’ Philosophers Song“ von Monty Python. Und den Fußballsketch selbiger Truppe, in dem griechische gegen deutsche Philosophen Fußball spielen. Sollte das die Intention gewesen sein, geht das Ergebnis aber ziemlich in die Hose. Wenn nicht, dann auch. Das hier ist nämlich langweilige Lo Fi-Hippiescheiße, die mir in kürzester Zeit ziemlich auf den Sack geht. Nicht nur die Mucke nervt, auch die Stimme und die Gesangslinien bringen mich zur Verzweiflung. Und auch wenn das alles nicht besonders ernst gemeint ist, bleibt es scheiße, unnütze Zeit- und Ressourcenverschwendung. Bei aller Liebe für die Kunst und gegen den Kommerz. The Vermin Poets können von mir aus lang kacken gehen und ihre Ergüsse in oder auf der Latrine von sich geben. Weg damit! Obnoxious

(Taschenbuch, Iron Pages, 248 Seiten, 19,90 Euro)

Jeff Turner, der Sänger von den Cockney Rejects, zieht vom Leder. Vom eigenen Leder. Er, der als Jeff Geggus geboren wurde und sich irgendwann den Namen Stinky Turner gab, veröffentlicht hier unter dem Hybrid-Namen Jeff Turner seine Autobiographie. Und irgendwie hat man auch den Eindruck, dass es sich um so eine Art Befreiungsschlag handelt, sozusagen um mit sich selbst mal ins Reine zu kommen. Keine Ahnung, ob das stimmt. Jedenfalls fasst Stinky Jeff Geggus Turner auf knapp 250 Seiten sein bisheriges Leben zusammen. Angefangen bei seinen griechischen Vorfahren, seiner Kindheit und Jugend im Ost-Londoner Stadtteil Custom House, wo umringt von Klein-, Mittel- und Großkriminellen noch das Gesetz der Straße gilt.
Wir erfahren einiges über seine kurze Karriere als viel versprechender Nachwuchs-Boxer und über seine Punk-Sozialisation. Und wir erfahren ganz viel über den Aufstieg und Fall seiner Band Cockney Rejects, über die Hooligans von damals und ganz besonders über die berüchtigte Inter City Firm (West Ham-Hooligans), deren Mitglieder einen ansehnlichen Teil des Rejects-Gefolges ausmachte und der Band damit eine ziemliche Schlagkraft verlieh. weiterlesen →

V.A. – This Is Peterborough Too!

| September 8th, 2010

(CD, Rowdy Farrago Records)
Jessas, wo zum Teufel liegt denn eigentlich Peterborough? Mitten im Nichts von England und dann noch ein bisschen nach rechts. Aber ist ja auch ziemlich egal. Die Jungs vom Rowdy Farrago Label, dem Headquarter von den Destructors, haben sich die Mühe gemacht, ihre Heimatstadt nach Bands abzugrasen, die einigermaßen erträgliche Musik fabrizieren. Und das jetzt schon im zweiten Jahr. Ich kenne die Vorgänger-Compilation zwar nicht, aber im Booklet heißt es in den einleitenden Worten, die Szene hätte sich ziemlich gewandelt (rockiger und garagiger), was nicht zuletzt an den bescheuerten Maßnahmen der lokalen Politiker-Kaste liegt. Wie gesagt, mir fehlt der Vergleich, aber auf dem vorliegenden Sampler tummelt sich eine breite Mischpoke von Indie, Punk, Hardcore, Screamo, Pop und einigem anderen mehr. Kann man sich mal anhören, muss man aber auch nicht. Neue erschöpfende Erkenntnisse wird man nicht finden. Das Problem solcher lokaler oder regionaler Kreuzüber-Sampler ist einfach, dass sie außerhalb der Stadtgrenzen kein Schwein interessieren. Meistens zu Recht. Und so dürfte es auch bei „This Is Peterborough Too!“ sein. Kann man nichts dran ändern – auch wenn es vom Label gut gemeint ist. Natürlich ganz getreu dem edlen Motto: Support your local scene. Aber Peterborough ist jetzt halt mal nicht gerade ein Vorort von Frankfurt, Mannheim oder Castrop-Rauxel. Das Supporten muss ja irgendwo aufhören. Da muss man schon Grenzen ziehen! Obnoxious

Strike Anywhere

| August 4th, 2010


Strike Anywhere sind wohl ein der erfolgreichsten Hardcore-Punk Bands der Welt. Die Alben Change is a Sound und Exit English gehören zu den Must-Haves und Klassikern des Genres und durch beständiges Touren hat sich die Band eine große Fanbase weltweit erspielt. Anlässlich einer Tour mit Pennywise und A Wilhelm Scream kam die Band erneut nach Deutschland und machten unter anderem Halt in München, wo ich die Chance hatte mit Thomas Barnett, dem Sänger und Texter der Band zu sprechen. Das ist jedes Mal ein ganz besonderes Vergnügen, denn Thomas ist einer der angenehmsten Interviewpartner überhaupt und weiß viel zu erzählen, auch wenn das Interview dann häufig in die weltpolitischen Sphären abschweift. Aber auch über die deutsche Politik weiß der Mann Bescheid und ist interessiert. Und so plauderten wir erstmal gut 15 Minuten über die Lage in Deutschland und dem Rest der Welt, bevor wir das Interview begonnen um über die vielen Dinge, die es rund um seine Band zu Berichten gibt, zu sprechen.

Thomas, ihr habt letztes Jahr 10 jähriges Jubiläum gefeiert – herzlichen Glückwunsch. Bist du zufrieden mit eurer bisherigen Karriere?
Danke. Aber wir sehn das ganze nicht unbedingt als Karriere an, sondern eher als das was wir eben tun. Ich fühle mich wirklich geehrt, dass wir die Chance haben immer noch die Musik zu spielen, die wir lieben und an die wir glauben. Es ist großartig sich in einer weltweiten Punk Community zu bewegen, die mit uns singt und die ihre Ideen verwirklicht. weiterlesen →

(Taschen Verlag, Hardcover, 360 Seiten, 39,99 Euro)
Beine sind ein heimliches Geschlechtsmerkmal. Offenkundig dienen sie vor allem der Fortbewegung. Doch vor allem Männer bewegen sich gerne von den reinen „Gehhilfen“ geistig weg … Und sehen Frivoleres. Vor allem wenn sie in Strümpfen, High Heels oder Nylons stecken. Männer …! Frauenbeine können Obsessionen auslösen. Nicht nur in anderen Kulturen, in denen Beine als besonders erotisch gelten, sondern auch im viktorianischen England, in dem schon das Wort „leg“ verpönt war wegen seiner erotischen Wirkung auf Männer. Die bloße Erwähnung des Wortes galt als anstößig. Aber wen interessieren schon Männerbeine? Fast niemand. Frauenbeine sind der Fetisch. Das „Big Book Of Legs” von Dian Hanson ist nur dem Frauenbein gewidmet. Es ist eine Huldigung der Beine, eine Lobpreisung fast. Mit großer Freude und Detailverliebtheit wird von der Zehe bis zur Hüfte kein Zentimeter Haut ausgelassen. Auf über 360 Seiten gibt es 400 Bilder von Beinen. Angefangen von den Burlesque-Shows des 19. Jahrhunderts, über die Nylonmanie der 20er Jahre, Betty Page, den Leg Magazines bis zu den Fetischbildern von Elmar Batters und Irving geht die Reise. Das „Big Book“ führt den Betrachter durch eine skurrile Fotozeitreise mit glänzenden Aussichten, und eine Geschichte des Fetischs Bein. Dian Hanson geht dem Phänomen der Frauenbeine in diesem großformartigen, wunderschönen Bildband von der französischen Revolution bis zur Frauenbewegung nach. Hanson, ehemalige Herausgeberin von Männermagazinen, geht mit ihren „Big Books“ den erotischen Körperteilen nach und portraitiert sie. Nach den „Big Books Of …“ zum Thema „Penis” und „Brüste” ist jetzt der Nachfolgeband erschienen. Insgesamt sind die „Legs“ spannend zu lesen, unterhaltsam anzuschauen, durchaus erotisch – aber auch wunderbar lehrreich.   Igor Frost

OX #87

| Juni 8th, 2010


(A4, 116 Seiten, 4,50 Euro + CD, am Bahnhofskiosk)

Aufrgund von Lemmy von Motöhead, der uns von unter seinem Hut aus anschaut, hätte ich das Ox im Bahnhofskiosk wohl etwas länger suchen müssen, hätte ich es nicht nach Hause geschickt bekommen. Denn mit ihm als alten Metalhead hätte ich nicht auf dem Cover gerechnet. Damit will ich zwar nicht behaupten, dass Peter Maffays bekannterer Bruder – ei wegen der Wanderwarze, meeensch – kein Punkrocker im herkömmlichen Sinne ist, doch verwunderlich ist es trotzdem. Der Wust an Inhalt kann mich wie immer nur bedingt, bis wenig überzeugen. Aber das wenige ist dann gut, weil sauber recherchiert und aufs Papier gebracht. Doch wenn ich bedenke, dass ich für den Teil hätte 4,50 Euro hinlegen müssen, dann muss ich ganz ehrlich zugeben, weiß ich nicht, ob ich es gemacht hätte. Für Joachim und seine fleißigen Helferlein kann man von Glück sagen, dass nicht alle so denken wie ich und sich seine Ansprache bzgl. Abos zu Herzen genommen haben. Man kann vom Ox halten, was man will, aber schaut mal bspw. nach England, dann wird einem ganz schön übel, wenn man sieht, dass es etwas Vergleichbares gar nicht gibt. Ind em Sinne ist die taz-Manier schon wieder richtig und hilft vielleicht hier und da mal über eine Anzeige hinweg, für die man einen Artikel machen muss. Bocky

Eine Kooperation zwischen Yeahyeahfestival, Keinbockaufnazisfestival und Initiative für Toleranz hat dazu geführt, dass das gute alte Wunderlichtfestival in den ehrwürdigen Mauern der Burg Lichtenberg eine Renaissance erlebt.
Vom 20.- 21. August findet bei Kusel/Kaiserslautern das gemeinsame Festival statt:

Line Up „Yeah Yeah- Festival“ (Freitag, den 20. August):

Line Up “Kein Bock Auf Nazis- Festival” (Samstag, den 21. August):

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Reviews

| Dezember 4th, 2009

CAR DRIVE ANTHEM – Time To Steal Away
(CD, Sums Records)
Ohje, ’ne amtliche Autofahr-Hymne klingt in meinem fahrenden Müllcontainer aber anders. Ein dahingehauchter Schmachtfetzen von Miss Stevie Hicks zum Beispiel, oder meinetwegen auch „Ein schöner Satz Reifen“ von Eisenpimmel. Aber bestimmt nicht diese schmalzgewichste Prinzessin-Lillifee-Version von Boysetsfire auf Valium. Tut mir leid, Jungs, da seid ihr beim Falschen gelandet (obwohl- eigentlich tut’s mir gar nicht leid, wenn ich ehrlich bin…). Und Tschüss. Snitch weiterlesen →

Sendung vom 15. Juli 2009

| Juli 16th, 2009

Pogoradio
[podcast]http://pogoradio.com/pogo/20090715_23-00_Pogoradio.mp3[/podcast]
Folge 418: Zu Gast war Alex,
Gitarrist von Mondo Guzzi und George Dorn Quintet

Songliste: Titel, Interpret, Album
Jingle — Geld et Nelt
Back In Hell — Anatol — Rette Sich Wer Darf
Spit It Out — Switchblade Cheetah — The Bone Gospel
Show Me — The Shitty Limits — Beware The Limits
Institutionalized — Suicidal Tendencies — Suicidal Tendencies
German kid — Dee Dee King — Dee Dee King
Dem Suff sein Medium — Club Déjà-Vu — Mondphasenfriseur
Connewitz — Möped — England – Berlin
Help You Ann — Lyres — On Fyre
River City — The Dwarves — Come Clean

MP3-Download (28 MB)

Tipp fürs Wochenende:
Ab Donnerstag: Back To Future Festival in Dessau

(CD/LP, Sunny Bastards/Contra Records)
In 16 Jahren Bandgeschichte haben sie es immerhin auf eine CD gebracht. Doch jetzt ist den Bovver Boys ein musikalischer Engel erschienen. Und das zweite Album „Tooled For Trouble” wurde auf die Menschheit losgelassen. Herr, gepriesen seist du! Wurde auch Zeit … Die Bovver Boys spielen hymnisch-melodischen achtziger Oi! mit vielen Gelegenheiten zum Mitgrölen und kräftigem Rock’n’Roll-Einfluss. Die Burschen kommen aus dem deutschen Grenzgebiet. Nicht aus England. Sollte man dazu sagen, so authentisch wie die Band klingt. Nein, das sind keine Klone. Die können was und haben ihren eigenen Ton, capice? Um so erstaunlicher, dass das Working-Class-Quintett aus Aachen kommt – wie der Karneval. Das lang erhoffte neue Album „Tooled For Trouble“ hat auch schon wieder vier Jahre auf sich warten lassen. Eines ist klar: Das Warten hat sich gelohnt. „Stupid Faces“, „Monday Morning Hangover“, das Evil Conduct-Cover „No Pain, No Gain“ oder „Rock City” (bei dem die Melodie auch geklaut ist) werden sicher Wellen schlagen. Oi! wie er nicht fad wird. Igor Frost



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