Pankerknacker #21, #22

| März 18th, 2010

(A5+, 92 Seiten, 3 Euro + Porto, PK- Verlag, Postfach 360421, 10974 Berlin)
Abermals ein Werk des ehemaligen Oxymoron-Haudegens Sucker darf Opa Knacks bewährtes Szene-Organ zieren, was mich persönlich aber –sorry – nullstens anspricht. Der Mann mag ja in graphischer Hinsicht wirklich sein Handwerk verstehen. Was aber ein Biker-Klischeebildchen in Form eines leicht bekleideten Motorrad-Luders auf dem Cover einer Punk-Gazette zu suchen hat, erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht so ganz. Ebenfalls durchwachsen ist das Interview mit einem meiner absoluten Kindheits-Heroen, Mille Petrozza, geraten. Das Teil als allererstes zu Gemüte gezogen, musste festgestellt werden, dass Mille anscheinend vorhat ins Guiness-Buch der Rekorde zu geraten, nämlich in Sachen kürzeste Angebundenheit beim Antworten geben. Selten sowas Unmotiviertes gelesen! Ebenfalls interviewt wurden King Khan (ziemlich durch, der Typ), SS-Kaliert (stinklangweilige, eingebildete Pfaue), das neueste Signing von Rilrec-Maks, die Guitar Gangsters, COR (gähn) u.v.a. weiterlesen →

Taugenix #11, #12

| März 17th, 2010

(A4 + CD, 68 Seiten, 3 Euro + Porto, Taugenix Fanzine, Postfach 3530, 29235 Celle)
Die für mich interessantesten Artikel kommen leider erst zum Schluss – nämlich die Interviews mit Die Bockwurschtbude (deren 10“ ich in dieser Ausgabe reviewtechnisch abgefeiert habe) und Fabsi vom Zentralkommitee (ZK), der ja heute noch mit den Mimmis aktiv ist. Mit solchen Artikeln vor Augen kann ich mich entspannt auf’s Scheißhaus verdrücken und mich auf ein paar unterhaltsame Minuten freuen. Hach, und was soll ich sagen? Ist doch schön, wenn die Erwartungen nicht enttäuscht werden. Außerdem sehr aufschlussreich fand ich den Bericht und das Interview über die Besetzung des Boehriger-Baugeländes in Hannover-Kirchrode, wo ein Tierversuchslabor gebaut werden soll. Sowohl die Aktion an sich, als auch der zu lesende Beitrag können nicht genug gelobt werden… Außerdem gibt es halt Interviews mit Bands, die mich aus musikästhethischen Beweggründen jetzt nicht so sehr interessieren. Allein, ich hab sie trotzdem gelesen und wurde größtenteils auch bestätigt. Der Vollständigkeit halber hier aber die Protagonisten: Lost Lyrics, Popperklopper, Emoklopper, Die Siffer, Die Oralapostel, Ausgelebt, Alex Tsitsigias (Schrottgrenze) und Spinerette. Die Kolumnen und der FC St. Pauli-Artikel konnten mich auch nicht hinter dem warmen Ofen hervor locken. Geschenkt. weiterlesen →

Bereits seit knappeinem Jahr gibt es ein neues kleines Label, das sich auf den weithin geächteten Spartensektor Deutschpunk festlegen will: SN-REX.
Zwei Produktionen wurden bisher veröffentlicht:
Die CD des hochgelobten Projekts „Schema Eff“, sowie die bei Kritikern erbarmungslos zerrissene Split-CD der beiden um Assitum bemühten Deutschpunk-Bands „Die Müllionäre“ & „T.B.C.“ aus Stuttgart.

Folgen wird gegen Frühsommer das Debüt-Album der unglaublichen „D.V.A.“ – der Symbiose aus den Überresten der legendären Pogomaschine ‚Drexschleuder‘ aus Aalen sowie ‚Blasenschwäche‘ aus Stuttgart.
Fast zeitgleich, gegen Mai, wird auch das längst überfällige erste Album der umtriebigen Chaos-Punx von „Überdosis“ aus Ludwigsburg erscheinen.

Das Label SN-Rex. will sich mit ganzem Herzen dieser aussterbenden Art, dem Assi-Deutschpunk, widmen und versuchen dieses kulturelle Gut weiterhin zu pflegen. Zunächst müssen wir uns aber bevorzugt um befreundete und regionale Bands kümmern, so dass Anfragen zunächst nicht sinnvoll wären.

Weiterhin wollen wir kostengünstige gute Sampler (im Pappkarton) veröffentlichen. Deshalb sind wir ständig auf der Suche nach (guten) Bands ohne Label, die ein oder zwei Songs mal gern auf ’nem Sampler veröffentlichen wollen. Die Auswahl erfolgt dabei subjektiv, weshalb es schön wäre, erstmal ’ne Hörprobe zu haben, bevor jemand ’ne CD schickt – Einkaufen is nicht!

Weitere Infos auf:
http://www.sn-rex.de.be

DIE DORKS – Grundtriebe

| Februar 16th, 2010

die-dorks-e28093-grundtriebe
(CD, www.myspace.com/diedorks)

Die Dorks kommen aus Bayern. „Dorks“ bedeutet nichts anderes als „Idioten“, also: Die Idioten aus Bayern. Da Bayern schon einige Idioten hervorgebracht hat, wundert mich das jetzt nicht. Die Jungs und das Mädchen am Gesang machen Punk, und zwar unterster Schublade. Die selbst produzierte Platte erinnert mich ein bisschen an die Mannheimer Kommando Vollsaufen, mit dem Unterschied, dass man denen die Philosophie damals abgenommen hat, was man bei den Dorks nicht richtig glauben kann. So asi, wie ihr tut, seid ihr gar nicht! Trotzdem mal reinhören, wer auf Deutschpunk steht. Kay

zerfall-e28093-25-jahre-blauen-mowen(CD, Rotten Totten)
Zerfall sind eine, mir bis dato völlig unbekannte, Ostpunkband, welche sich 1983 in Ostberlin formierte, dementsprechende Repressalien von Staatsseite über sich ergehen lassen musste und somit im Jahr 1985 ihre Tätigkeit einstellte. Auf dieser CD findet sich nun ein Teil ihres alten Materials neu aufgenommen. Gradliniger harter Deutschpunk, der leider etwas unter dem Gesang leidet, der irgendwie übertrieben rau und grölig wirkt, wie man es eigentlich von eher zweitklassigen Oi-Produktionen aus den neuen Bundesländern kennt. Textlich ist nichts dagegen einzuwenden. Das Lied „Besatzer Raus“ wurde auch neu aufgenommen, was mich etwas wundert, da die Forderung nach einem „freien Deutschland“ inzwischen ja überholt und auch nicht sonderlich glücklich formuliert ist. Als Bonus finden sich 15 Live-Songs aus dem Jahre 1984, soundtechnisch nicht der Brüller, aber authentisch allemal! Für Ostpunkfans und Deutschpunkenthusiasten Kaufempfehlung. Chris

punchline-party-the-lost-lyrics(CD, Hulk Räkorz)
Deutschpunk. Richtig guten Deutschpunk sucht man meiner Meinung nach heutzutage vergeblich. Auch die neue Platte der oben genannten Band bestätigt das leider nur. Musikalisch noch nicht mal schlecht (aber auch nichts Besonderes), nervt der Gesang schon nach dem ersten Lied gnadenlos und das Teil hat 17 davon. Da ich die mir anvertrauten Platten immer brav bis zum Ende höre, würde ich der Micky-Maus, die dort das Mikro so unbarmherzig missbraucht, das selbige gerne über den Schädel ziehen! Kay

ABBRUCH – Einfach nur Musik

| Januar 6th, 2010

abbruch--einfach-nur-musik(CD, Puke)
Wäre die Combo nicht aus Berlin, dann wäre sie wohl bei Nix Gut gelandet. Jep, Abbruch is ’ne Deutschpunk-Kapelle. Trotzdem versuchen die Jungs originell zu sein und haben immerhin fünf Songs, die die 5 Minuten-Grenze überschreiten! Was ihnen damit gelingt, ist recht unterschiedlich, aber Fremdschämen geht anders. So überdehnen sie den Peinlichkeitsbogen nicht. Für meinen Geschmack sind 19 Lieder dennoch zu viel. Ein absoluter Pluspunkt ist auf alle Fälle der fette Sound für den ordentlich investiert wurde. Da kann man nicht meckern, weil auch die Band selbst mehr kann, als nur ihre Instrumente in der Hand halten. Darum wohl ein Deutschpunk-Album, welches seine Fans finden wird, zu denen ich mich jedoch nicht zähle. Bocky

kollektiver-brechreiz
(CD, Nix Gut)

Vor Freude Purzelbäume schlage ich jetzt zwar nicht, aber so schlimm wie der Bandname selbst, ist das ja nicht. Man bekommt eben was man erwartet, schlichten Deutschpunk. Das bedeutet, die Texte sind keine lyrischen Meisterwerke, die das Rad neu erfinden und auch die Instrumente werden nur bedingt beherrscht. Insofern keine Leistung, über die man noch in vielen Jahren reden wird, aber auch nix weshalb man für immer und ewig ausgelacht wird. Bocky

Up the Punx-Night

| Dezember 10th, 2009

punk-mannheimKonzert mit:
SS-KALIERT
PESTPOCKEN
HOMICIDAL HOUSEPIG
THE FLYING MINMAN

29. Januar 2010
ab 20.30 Uhr im JUZ Mannheim
Beginn pünktlich 21.30 Uhr

Eintritt vor 9 Uhr 6 Tacken, danach 8 Tacken ihr Luschen!

SS-Kaliert aussem Pott sind ganz klar Europas Speerspitze in Sachen HC-Anarcho-Punk. Melodische Brecher, die einem ständig aufs Fressbrett kloppen.
www.myspace.com/sskaliert

Die Gießener HC-Deutschpunks der Pestpocken sind einen Meilenstein von platten Parolen entfernt. Auf den Punkt gebrachte Aggression, von der man nie genug bekommen kann.
www.myspace.com/pestpocken

Homicidal Housepig hauen als musikalische Mannheimer Ergänzung ebenfalls in die fast gleiche Kerbe. Nach vorne gehender Punkrock deluxe.
www.myspace.com/homicidalhc

The Flying MinMan ist eine Ein-Mann Trash-Galore Show, die man sich keinesfalls entgehen lassen darf und der heimliche Star des ganzen Abends. Ohne Witz, Wort Mann!!!
www.myspace.com/theflyingminman

Nach der Show gibts noch Punkrock aus der Dose und Thekenparty vom Feinsten!!!

436
[podcast]http://pogoradio.de/pogo/20091125_23-00_Pogoradio.mp3[/podcast]
Folge 436: Zu Gast war Anne, Expertin für Mikrobiologie und Hygiene

Songliste: Titel, Interpret, Album
Jingle — Geld et Nelt
Big One — Judge Dread — Reggae And Ska Years Vol. 2
Jacutin — Boskops — Keine Experimente!
the disease — Meteors — The Disease
Peste Noire — Warum Joe — Le Train Sifflera, Crois-moi
Doctor Dick — Lee Perry — Adults only Vol. 2
I Don’t Need No Doctor — Demented ScumCats — Splatter Baby

MP3-Download (55 MB)

SYSTEMFEHLA – Medienevent

| November 25th, 2009

systemfehla-medienevent(CD, Nix Gut)
Die Hannoveraner machen das, was sie seit sieben Jahren am besten können: Deutschpunk. Ob man das für gut oder schlecht befindet, sei jedem selbst überlassen. Kollegen ihrerseits scheinen es zu mögen und sind darum auch als Gast am Mikro: Gunnar/Dritte Wahl, Wally/Toxoplasma und Micro/Abstürzende Brieftauben. Was mich anfangs wunderte, ist, dass die Band erst ihr zweites Album veröffentlicht. Aber da die Kapelle wohl jedes Wochenende unterwegs ist, kann ich mir vorstellen, dass es ein paar Jahre dauert, bis man wieder neues Material zum Raushauen hat. Was allerdings nicht wirklich klappt ist das Covern anderer Bands. Wobei sie sich mit Social Distortion („Reach For The Sky“) eben auch keiner einfachen Aufgabe gestellt haben und die deutsche Übersetzung (Greif nach den Sternen) ihr übriges tat. Davon abgesehen ein solides Deutschpunk-Album, das Klischees im Rahmen bedient. Bocky

Taugenix #9

| Oktober 27th, 2009

taugenix-9(A4 + CD, 68 Seiten, 3 Euro + Porto, PF 3530, 29235 Celle)
Vor mir liegt mein erstes Taugenix-Fanzine, die Ausgabe 9. Shame on me, ich wollte mir doch schon vor einiger Zeit ein eigenes Bild vom „schlimmen Deutschpunkblatt“ machen. Zu oft habe ich von anderen gehört wie schlimm Nix gut-Bands sind… und nun noch ein Zentralorgan des Labels mit den schlimmen Bands! Jetzt hat es sage und schreibe 9 Ausgaben gedauert und erst jetzt kann ich mir ein Bild von dem teilweise bunten Din A 4er machen. In anderen Fanzines las ich jetzt immer wieder relativierende Meinungen zu der vorher viel beschworenen Zeitung, da hieß es dann: „gar nicht so wild, so schlimm ist das gar nicht, eigentlich sogar gut …“ Ich will ja schön subjektiv sein und darum kann ich nach der Lektüre sagen, dass mir das Taugenix keine schlaflosen Nächte beschert, mich aber tadellos unterhält. weiterlesen →

Plastic Bomb #67

| Oktober 27th, 2009

plasic-bomb-67(A4 + CD, 80 Seiten, 3,50 Euro + Porto, www.mailorders.de )
Haha, alleine das Cover macht das Heft kaufenswert. Endlich bekennt man sich dazu, die Bravo unter den Punkzeitschriften zu sein und hat ein sonniges Titelblatt, welches seinesgleichen in bunt sucht! Inhaltlich muss ich aber leider von einem Sommerloch reden. Lediglich Helge ist mit RF7 auf gewohntem Niveau und Ronja hat ein sehr tief schürfendes Gespräch mit Marc von 2nd District. Ansonsten interessiert maximal die Rubrik Anders leben und Punk in Mittelamerika. Der Rest ist ganz arg unterm Durchschnitt, wobei wenigstens Farin Urlaub noch für diverse vernünftige Antworten herhält. Aber was sollen vierseitige Artikel über Deutschpunkklassikeralben oder ein zweiseitiger Anleser für ein Buch, wenn in der Mitte auch noch ein Poster ist? Hoffentlich wird’s bald wieder kälter und die Bomber wissen mehr mit sich anzufangen! Bocky

TELEMARK – Informat

| Juli 29th, 2009

informat(LP, Salon Alter Hammer / X-Mist)
Trend? Front? Ja, schon winken diese beiden Bands um die Ecke. Aber wow, was Telemark hier mit ihrem dritten Album abliefern… Alle Achtung. Treibend ist noch untertrieben. Voll in die Fresse wäre eigentlich der bessere Ausdruck. Schlagzeug und Gitarre gehen hier so dermaßen aggressiv zu Werke, dass man sich eigentlich sehr gerne gleich mal einen Termin beim Zahnarzt holen möchte, um sich bei nächster Gelegenheit wieder die Vorderzähne gerade rücken zu lassen. Telemark sind in diesem Fall keine elegante Landung beim Skispringen, sondern eher der unsportliche Schlag unter die Gürtellinie. Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde. Telemark sind definitiv kein abgedroschener Deutschpunk, sondern zukunftsweisend. Nein, besser anders – grammatikalisch – ausgedrückt: Sie sind weder Futur, noch Vergangenheit, sondern Perfekt – also die vollendete Gegenwart. Und ziemlich krachig. Eigentlich bin ich momentan so drauf, dass ich an allem etwas auszusetzen habe, aber bei „Informat“ kann ich beim besten Willen nichts finden. Außer, ganz vielleicht, das Artwork, aber eigentlich stimmt das auch nicht weil: Passt wie Arsch auf Eimer! LP-Käufer bekommen noch einen USB-Code frei Haus mitgeliefert. Ganz doll Schnaps! Obnoxious

Das war die LP. Snitch bespricht jetzt die CD: weiterlesen →

Fanzine Reviews Ausgabe #9

| Juli 27th, 2009

Bad Rascal #3
(A5, 64 Seiten, 2 Euro + Porto, badrascal@gmx.de)
Julez und Bobso sind back on the map. Aber das auch nur noch dieses eine Mal und dann werden die Segel gestrichen. Warum wollen uns die beiden aber nicht wirklich verraten. Dass hier auch schon nicht mehr so viel Lust drin zu stecken scheint, fällt auf. Denn einerseits sind richtig tolle Sachen dabei wie das Interview mit der PGL Aachen mit Alen und Nazi Dogs Karsten oder der große Aachen-Führer, indem die beiden ’ne Sauftour durch ihren Heimatort machen. Andererseits verstehe ich einen Interrail-Bericht nicht, der nach drei ereignislosen Tagen endet!? Ebenso finde ich den größten Teil der Interviews schade, weil die Auserwählten – Inner Conflict, Rogue Steady Orchestra – an sich interessante Zeitgenossen sind, die auch was zu sagen haben, aber es wird nichts aus ihnen heraus gekitzelt. weiterlesen →

speichelbroiss(CD, Nix Gut)
Über die Speichelbroiss wusste ich bislang eigentlich nur, dass sie über gute Connections nach Ostmitteleuropa verfügen bzw. öfters dort mal zum Tanze aufspielen dürfen. (Dass sie dabei auch mal 2005 „Co-Headliner“ beim Monteparadiso-Festival in Pula waren, weiß ich zum Glück nur vom Hörensagen, da ich genau in jenem Jahr mal nicht selbst vor Ort war. Ist aber schon ein bombiger Zufall, im einen Jahr Rauschangriff und im Jahr darauf die Speichelbroiss anzuheuern. Was ein glückliches Händchen bei der Auswahl deutscher Punkbands!) Der leise Verdacht, dass diese internationale Bühnenpräsenz weniger an der Qualität der Musik liegen könnte als am unternehmerischen Geist, verstärkt sich bei erstmaligem Hinhören sofort (… es sei denn unsere östlichen Nachbarn kriegen wirklich den Hals nicht voll von richtig grottigem Deutschpunk bzw. dem, was man heutzutage hierzulande unter Deutschpunk versteht). Dass unter all dem lieblosen Uffta-Uffta-Sound mit Polittexten Marke Stammtisch das Cover von Gus Backus‘ Karnevals-Stimmungs-Granate „Da sprach der alte Häuptling der Indianer“ gar nicht weiter auffällt, spricht an sich schon Bände… Wobei das Lied selbstverständlich (?) nicht im Original gecovert wird, sondern als leicht abgewandelter, aber gehörig wirrer Schenkelklopfer mit dem Refrain „Da sprach der alte Mullah der Iraker: ‚Wild ist der Osten, streng ist der Islam!‘“ (immerhin war’s nicht „der Negerhäuptling aus Uganda“ …). Klar, so kann man das Blutvergießen im Irak natürlich auch bierzelttauglich trivialisieren … Mr. Alf Garnett

hostage(CD, X-Mist Rec.)
Und einer weiteren Keimzelle der Terrorgruppe wird in Form einer Compilation Tribut gezollt. Nachdem bereits Archi Alert die Werkschau seiner Inferno-Lehrjahre auf die Menschheit losgelassen hat, kommt nun auch Jacho mit den legendären HOA-Aufnahmen aus den 80ern daher. Und die haben es wahrhaft in sich. Kompromisslos heruntergerotzter Kreuzüber aus frühem Skate-Hardcore und Deutschpunk, kurz und bündig, wie es eben sein muss. Die erste Lange „Simply Too Much Nothing“ ist ebenso vertreten wie die Split mit der Manson Youth und die erste EP „Hallo Nachbar“, deren Titelsong dem einen oder anderen auch von der Terrorgruppe-Version her ein Begriff sein dürfte. CD kommt mit Bonus-DVD (limitiert natürlich, also ranhalten!). Snitch

klabuster(CD, Nixgut)
Die rumpelnde Deutschpunk- Disco aus Halle an der Saale mit ihrem 5. Album. Stimmlich rotzig, wie man es aus dieser Ecke gewohnt ist, musikalisch außergewöhnlich, was meiner Meinung nach nicht immer passt. Die 10 Songs bewegen sich zwischen New Wave, NDW und Poppunk. Mit Liedern wie „Ich mach mich frei“, wo sie den Markenwahn besingen, ohne den es am Ende doch nicht geht und „Wir sind Klabusterbären“, das rüberkommt, wie wenn Samson aus der Sesamstraße sich die Gitarre von der Wand klaubt und der Rest der Bagage dazu singt, haben sie mich eher belustigt als beeindruckt.   Kay



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