Tarek Ehlail
Bei Punkrockers-Radio hört ihr am nächsten Sonntag zwei Stunden lang ab 20:15 Uhr Pogoradio.
Zu Gast ist der lange verschollen geglaubte Tarek Ehlail. Er ist wieder aufgetaucht und wird uns von seinen Abenteuern berichten.

Tarek Ehlail ist Filmemacher, Regisseur, Buchautor, Piercer und eine saarländische Boxlegende.

Hier ein kleiner Vorgeschmack (Die Aufnahme ist ca. 12 Jahre alt):

felix scharlau
Folge 653: Zu Gast war Felix Scharlau.
Er ist Text-Chef bei Intro und Buchautor von  „Fünfhunderteins“.

[powerpress] Songliste: Interpret, Titel, Album
Geld et Nelt — Jingle
Peggio Punx — No Mai — P.E.A.C.E./ War
Bum Khun Cha Youth — Hungern Gegen Den Staat — Alarm! Hanns-Martin Ist Verschwunden
Bommel und die Bömmelchens — Schnappschütze — back to punk
Glitzer — Contergan auf der Autobahn — Könnt schlimmer sein
Soda Bomb — Slugz — The Future is Gonna Suck
Egotronic — Frettchen in Frieden und Freiheit — Gegengerade
Ausgang Ost — Bei mir vorre Türe — Mach mir die Schere!

Du willst ein Album veröffentlichen, ein Buch drucken oder was wirklich ganz Verrücktes produzieren?
Aber dir fehlt das Geld, die Idee umzusetzen? Das Presswerk, die Druckerei, all das kostest Geld, das am Ende erst wieder durch den Verkauf mühsam zu dir zurück kommt.
Dafür gibt es eine Lösung: Crowdfunding!
Auf der Website Startnext kannst du dein Projekt vorstellen und deine Fans können dir Geld spenden. Das wäre z.B. eine Lösung für Bands, die keine Kohle für Studio und Presswerk haben, aber ne aufwändige Vinylscheibe rausbringen wollen. Wenn dann über Crowdfunding sich zum Beispiel 600 Leute finden, die 5 Euro vorschießen, sind schnell 3000 Euro zusammen. Dafür bekommen die Spender das Produkt als erstes, wenn es fertig ist.
Wenn sich allerdings niemand findet, der was in den Topf wirft, sollte man sich Gedanken machen, ob die Scheibe überhaupt jemamd haben will.
Funktioniert auch mit T-Shirts, Festivals, Fanzines und Filme.

(Hörspiel, Der Hörverlag, 6 CDs, 357 Minuten, 29,95 Euro)
Es kann so schön sein, wenn man ein kaum einjähriges Kleinkind, das strikt den Nachtschlaf verweigert sein Eigen nennen darf. Das nervt am Anfang sehr, wenn man stundenlang auf der Bettkante sitzt und versucht dieses Kind in den Schlaf zu wiegen. Man wünscht ihm den Teufel an den Hals. Irgendwann kommt man aber so langsam zu der Einsicht, dass das wahrscheinlich auch keine gute Lösung wäre. Also was tun? Erster Ausweg: Stirnlampe auf den Schädel und Buch gezückt. Ist aber unbequem und macht Augenkrebs. Und durch das grelle Licht schläft der Säugling auch nicht wesentlich besser ein. Nur die gefühlte Zeit vergeht schneller. Zweite Lösung: Kabellosen Kopfhörer kaufen und Mucke hören. weiterlesen →

Nick Hornby – Juliet, Naked

| Oktober 17th, 2010

(Hörbuch, Der Hörverlag, 6 CDs, 389 Minuten, 24,95 Euro)
Wer Nick Hornby kennt, weiß dass er sich gerne mal mit irgendwelchen Fan-Nerds auseinander setzt. Bei „High Fidelity“ ging’s um einen Typen, der seine Plattensammlung nahezu täglich neu ordnet und sich wundert, dass er seine Beziehung nicht auf Kette kriegt. Bei „Fever Pitch“ geht’s um Ähnliches, nur dass König Fußball dabei die Hauptrolle beim Protagonisten spielt. Bei „Juliet, Naked“ geht’s wieder um die Mucke. Zumindest oberflächlich. Aber eigentlich geht es zuerst um Duncan, der im englischen Provinzkaff Gooleness sein Unwesen treibt. Nicht wirklich, aber zumindest virtuell. Denn Duncan ist ein Nerd, der seit 25 Jahren auf den Spuren seines Musik-Helden Tucker Crowe wandelt. Der hat in den 80ern ein paar ganz nette Alben abgeliefert, auf denen Duncan irgendwie hängen geblieben ist. Crowe ist damals eines Tages spurlos verschwunden. Und seither ist eine eingeschworene Fan-Gemeinde, zu deren Wortführern Duncan gehört, auf der Suche nach ihm. Und seit es das Internet gibt, nimmt diese Suche und die damit verbundene Gerüchteküche immer obskurere Formen an. weiterlesen →

(Taschenbuch, Edition Tiamat, 239 Seiten, 15 Euro)
Harry Rowohlt ist Gott. Ja, ich weiß: „No Gods, No Masters“. Aber Scheiße nochmal, er ist kein imaginärer Gott, keiner der irgendwelchen verblendeten Gehirnen entsprungen ist. Er ist ein realer Gott. Der reale Gott. Der reale Gott der Abschweifung. Man kennt ihn. Notfalls aus der Lindenstraße als Penner Harry. Besser von einer seiner Lesungen, die es leider inzwischen auf Grund gesundheitlicher Umstände nicht mehr so oft und nicht mehr in geliebtem Ausmaß, das heißt inklusive Saufen und Rauchen, gibt. Vielleicht kennt man ihn als gefragten Übersetzer guter Literatur, z.B. von Flann O’Brien (Klingelt’s beim Buchtitel?) oder als multipel einsetzbare Stimme von irgendwelchen Hörspielen oder -büchern. Möglichkeiten gibt’s genug und niemand hat auch nur den Hauch einer akzeptablen Ausrede, ihn nicht zu kennen. Was wir hier aber haben, ist Harry Rowohlt pur. Ungeschminkt. Harry Rowohlt ist hier kein Medium, sondern er ist das Thema. weiterlesen →

(Taschenbuch, Ubooks, 199 Seiten, 13,90 Euro)
Ein Buch mit Fußnoten ist immer mit Vorsicht zu genießen. Fußnoten verbreiten immer so den verachtenswerten Charme einer wissenschaftlichen Arbeit. Und die sind meistens scheiße. Vor allem solche, die sich mit einem etwas abseitigen Thema beschäftigen. Nicht dass ich Alana Abendroths Buch jetzt unterstellen möchte, es wäre ihre Diplomarbeit in Vergleichender Ethnologie, aber vielleicht ist sie es ja doch. Und wenn ich sowas im Untertitel lese wie „Tattoos“, „Piercings“ und vor allem „Sacrifications“, dann will ich Blut spritzen sehen, live und in Nahaufnahmen, und zwar bis zum Abwinken! Das alles bietet aber „Body Modification“ nicht. Schade, denn das ist so gar nicht die Art von Büchern vom Ubooks Verlag. Aber immerhin gibt das Buch Einblicke in die Entstehungsgeschichte und Entwicklung der unterschiedlichsten Arten des Körperschmucks. Und zwar von Grund auf. Wer also etwas darüber erfahren möchte, welcher Seemann wann wo zum ersten Mal tätowiert wurde, welche Schickse ihr erstes Nabelpeircing gesetzt bekam und welche kulturellen Hintergründe darin verborgen liegen, der kann hier einiges erfahren. Statistiken, Abdrucke überlieferter Verbotsvorschriften und Quellenangaben inclusive. weiterlesen →

(Taschenbuch, Ubooks, 115 Seiten, 9,95 Euro)
Dirk Bernemann macht da weiter wo er mit „Ich hab die Unschuld kotzen sehen“ aufgehört hat und nennt es deshalb auch im Untertitel „IhdUks 2“. Da weiß man wo der Hase begraben ist und der Hund lang läuft. Wieder spiegeln die einzelnen, relativ kurzen Kapitel die Lebenswelt von irgendwelchen Kaputtnix wieder. Kaputtnix, deren Schicksale auf den ersten Blick nicht besonders viel miteinander zu tun haben, aber sich doch allesamt bis in den Tod beeinflussen. Und dieser Tod ist oft nicht besonders lecker. Falls die Personen ausnahmsweise dann doch mal am Leben bleiben, ist es aber auch nicht lecker. Gescheiterte Existenzen, meistens Arschlöcher par excellence oder einfach nur Verlierer. Der Ausgang ist absehbar. Bernemann hangelt sich von einem Protagonisten zum anderen und verwebt die Lebenslinien und Todesfälle. Ich habe in unserer letzten Ausgabe „Ich hab die Unschuld kotzen sehen“ schon fast bis über den grünen Klee gelobt. Wahrscheinlich hätte ich das bei „Und wir scheitern immer schöner“ auch getan. Hätte ich es als erstes gelesen. So aber bliebt der Eindruck, dass es sich wiederholt. Nicht das Geschehen, sondern die Dramaturgie. Also vermeintliche Einzelschicksale in einem großen Desaster enden zu lassen. Aber drauf geschissen. „Und wir scheitern immer schöner“ bleibt ein Meisterwerk der morbiden Literatur. Mit seinen kurzen Kapiteln bietet es sich geradezu als Scheißhauslektüre an. Da kann man sich nach dem Kacken gerade mal kurz umdrehen und in die Keramik kotzen, wenn einem die bildliche Darstellung eines unappetitlichen Verkehrsunfalls etwas zu weit geht. Das ist schön und passt ins Bild. Wer nix mit Blut, Gedärmen und Gehirnflüssigkeit auf dem Asphalt anfangen kann, sollte die Finger von dem Buch lassen. Außer gewaltsamem Ableben gibt es aber noch ein weiteres Thema. Ficken! Lieblos Ficken, Ficken, gefickt werden und sich ficken lassen. Das muss nicht immer was mit Sex zu tun haben. Man kann auch ohne Penetration ficken und von anderen gefickt werden. Ins Knie und in den Arsch. So ist das Leben. Schnell, kurz und grauenhaft. Zugreifen, so lange die Leichenteile noch im Gefrierschrank liegen! Obnoxious

Reviews

| Dezember 4th, 2009

CAR DRIVE ANTHEM – Time To Steal Away
(CD, Sums Records)
Ohje, ’ne amtliche Autofahr-Hymne klingt in meinem fahrenden Müllcontainer aber anders. Ein dahingehauchter Schmachtfetzen von Miss Stevie Hicks zum Beispiel, oder meinetwegen auch „Ein schöner Satz Reifen“ von Eisenpimmel. Aber bestimmt nicht diese schmalzgewichste Prinzessin-Lillifee-Version von Boysetsfire auf Valium. Tut mir leid, Jungs, da seid ihr beim Falschen gelandet (obwohl- eigentlich tut’s mir gar nicht leid, wenn ich ehrlich bin…). Und Tschüss. Snitch weiterlesen →



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