Nick Hornby – Juliet, Naked

| Oktober 17th, 2010

(Hörbuch, Der Hörverlag, 6 CDs, 389 Minuten, 24,95 Euro)
Wer Nick Hornby kennt, weiß dass er sich gerne mal mit irgendwelchen Fan-Nerds auseinander setzt. Bei „High Fidelity“ ging’s um einen Typen, der seine Plattensammlung nahezu täglich neu ordnet und sich wundert, dass er seine Beziehung nicht auf Kette kriegt. Bei „Fever Pitch“ geht’s um Ähnliches, nur dass König Fußball dabei die Hauptrolle beim Protagonisten spielt. Bei „Juliet, Naked“ geht’s wieder um die Mucke. Zumindest oberflächlich. Aber eigentlich geht es zuerst um Duncan, der im englischen Provinzkaff Gooleness sein Unwesen treibt. Nicht wirklich, aber zumindest virtuell. Denn Duncan ist ein Nerd, der seit 25 Jahren auf den Spuren seines Musik-Helden Tucker Crowe wandelt. Der hat in den 80ern ein paar ganz nette Alben abgeliefert, auf denen Duncan irgendwie hängen geblieben ist. Crowe ist damals eines Tages spurlos verschwunden. Und seither ist eine eingeschworene Fan-Gemeinde, zu deren Wortführern Duncan gehört, auf der Suche nach ihm. Und seit es das Internet gibt, nimmt diese Suche und die damit verbundene Gerüchteküche immer obskurere Formen an. weiterlesen →

(CD, PLY)
Geliebt, gehasst, differenziert geliebt. So könnte ich in Kürze meine drei Beziehungs-Stadien benennen, die ich zu Deadline habe. Im Gegensatz dazu ist meine Meinung zu ihrem neuen Album wesentlich deutlicher auf den Punkt zu bringen, da es mir musikalisch wieder uneingeschränkt gut gefällt. Die Stimme von Sängerin Liz fasziniert mich schon seit die Band vor rund 10 Jahren gestartet ist und daran hat sich nichts geändert. In der Tat zuckersüß schafft sie es in jedem Song ihre Zuhörerschaft um den Finger zu wickeln oder wenn nötig, mal ordentlich aufzustampfen. Auch die Lyrics des Titelsongs gefallen mir recht gut, da es darum geht eine gute Zeit zu haben und in Verbindung mit dem Cover einen Scheiß auf den Staat gegeben wird. Trotzdem will es mir nicht in den Kopf, wieso man bei solchen Deppen wie KrawaIIbrüdern auf nem Festival spielt. Ein wunderbares Album, einer mich leider immer noch überraschenden Band. Bocky

The Locators aus Kopenhagen

| August 3rd, 2010

Als ich das Debütalbum „The End Of The World“ der Dänen in den Player pfriemelte war ich umgehend von ihrem Sound total überrascht. Denn vom Cover her erwartete ich eine lackaffige Greaser-Kapelle, die von mörderisch viel Alkohol, langweiligen Kartenspielen und leicht bekleideten Tanten mit mindestens Körbchengröße D träumt. Doch stattdessen erwies sich die Scheibe als kleine Überraschung, da ihr Sound rein gar nicht aufgesetzt wirkt, stattdessen erstaunlich klar ist, weil er absichtlich nicht hinterher aufgemotzt wurde. Das machte mich natürlich neugierig. Denn um so authentisch bleiben zu können, muss man schon einiges an Erfahrung an seinen Instrumenten haben. So wunderte es mich nur wenig, dass ein Teil der Band ihre Fertigkeiten bei Nekromantix oder Gorilla Angreb unter Beweis gestellt hatten. Deshalb lasst euch erzählen, worin Sänger Simon die Parallelen zwischen den Ramones und Iggy Pop sieht, oder wie sein Verhältnis zu Musik ist.

Hi Simon, na wie war dein Tag, was hast du so gemacht?
Mein Tag war soweit in Ordnung, danke der Nachfrage. Ich bin um 5.30 Uhr aufgestanden, auf mein Fahrrad gesprungen und zum Schwimmbad gefahren. Nachdem ich 40 Minuten lang meine Bahnen gezogen habe machte ich mich auf den Weg zu meiner Druckwerkstatt, wo ich 10 Stunden Shirts gedruckt habe. Hinterher habe ich mir noch nen schönen Tag mit meiner Frau und unserem Hund gemacht. Wie du siehst der pure Rock ’n’Roll Lifestyle, haha. weiterlesen →



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