Steeltown Records aus Eisenhüttenstadt (mal ne gute Umsetzung eines Labelnamen!) verstehe ich irgendwie als ein Label, welches viel mit persönlichen Kontakten arbeitet. Sprich die Bandmitglieder und das Label kennen sich zumindest zum Teil relativ gut. Solche Sachen finde ich immer ne feine Angelegenheit. Also wenn man auch mal vom Tresen weg etwas gemeinsam verwirklicht. R.O.S. hauen hiermit ihr drittes und auch dieses Mal ein wieder dem Hardcore verschriebenes Album heraus. Nach fast 10 Jahren geht es der Band nach wie vor nicht um eine perfekte Umsetzung, denn vielmehr um Authentizität. Insofern kann man die Scheibe gerne als HC von der Basis beschreiben. Bocky
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(A4, 68 Seiten, 2,50 Euro + Porto, PF 110762, 28087 Bremen)
Nachdem ich mit der 142 vom Trust ja nicht ganz so zufrieden war, war ich auf die folgende Ausgabe schon recht gespannt, wie’s weiter geht. Aber auch hier wechseln sich Licht und Schatten wieder ab. Nach den üblichen Kolumnen am Anfang, muss ich mich erstmal durch den Gastbeitrag zum Thema „Krise“ quälen und wäre beinahe selbst in eine gestolpert. Hab aber rechtzeitig aufgehört zu lesen. Ist einfach nicht meine Baustelle, dieses diskursive Polit-Gedöns. Das folgende Telemark-Interview hat mir dagegen fast schon wieder den Tag gerettet… Kompetente Fragen, gute Antworten. Und dann kommt auch schon das absolute Hochlicht der Ausgabe: Cliff Hanger von The Freeze gibt tiefe Einblicke in seine Person und Seele. Ganz schöner Striptease den der Herr da abliefert und großer Respekt von mir, dass er so freimütig den Leser daran teilhaben lässt, denn man bietet mit solchen Offenbarungen wie hier ja auch jede Menge Angriffsfläche. Deshalb Hut ab. Dazu gibt’s natürlich auch noch einen Arsch voll Infos zur sehr geilen und inzwischen ja auch schon steinalten Band aus Boston. Einziges Manko: Eigentlich ist das Teil für eine Band wie The Freeze viel zu kurz und hätte gerne doppelt so lang sein können. Nach Cliff Hanger befragt Jan dann auch gleich noch die One-Man-Band Flight, die wohl ziemlich einen auf Lo-Fi macht, mich aber im Gespräch nicht unbedingt neugierig macht. Oh Gott, und dann die Befragung mit den drei selbsternannten God Free Youth-Bands Fargo, Remember und Sundowning. Das Ergebnis ist dünn wie Butterbrotpapier und lässt einen hilflos mit ganz vielen Fragezeichen im Kopf zurück. weiterlesen →
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(A5, 76 Seiten, 2,50 Euro + Porto, www.underdogfanzine.de )
Wie so oft las ich im Underdog die Fanzine-Reviews zuerst und wie immer legte ich das Teil dann zur Seite, weil mir der Fred mit seiner überheblichen Weltverbesserer-Art irgendwie gegen den Strich geht. Keine Ahnung, ob es mir nur so vorkommt oder ob ich die Passagen überlese, in denen er seine Fanziner-Kollegen lobt, ich jedenfalls habe den Eindruck, dass der gute Mann ständig was zu mäkeln hat. Das eine Heft hat keinen politischen Beitrag, das andere zu große Bilder, das nächste ist zu sehr Egozine, ein weiteres nicht; die eine Frage geht zu wenig ins Detail, das andere Detail ist unwichtig, dort ist das Komma dick gedruckt und hier wird die Schriftart gewechselt; zu guter Letzt fällt einem der Waschlappen vom Haken und in China fällt ein Sack Reis um, weil Fred ihn nicht selbst korrekt nach seinem Gutdünken platziert hat. Wie anstrengend Kerle, fuchtel doch in deinen Kritiken nicht so sehr mit dem Zeigefinger in der Luft herum. Denn wie’s der Teufel will landet der mal in deiner Nase oder deinem Auge. Oder noch schlimmer, erst in deiner Nase, dann in deinem Mund und dann erst in deinem Auge! Stattdessen pack dich an deinen eigenen Hammelbeinen und erfülle deine geforderten Aufgaben. Schließlich ist ne komplette Biographie von Karl Nagel bloß halb so interessant, wie die kontroversen Angelegenheiten seiner Geschichte, die du extrem oberflächlich behandelst. Ansonsten ist das Underdog aus Wildeshausen in der Nähe von Großenkneten natürlich immer empfehlenswert. Bocky
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