MISSBRAUCH – Vorhang auf

| März 12th, 2011

(CD, Aggressive Punk Produktion)
Auch Missbrauch haben ein neues Label (Aggressive Punk Produktion aus Nürnberg) gefunden. Die neuen Label-Kollegen von Missbrauch sind nun Rawside, Fahnenflucht, Kotzreiz und Popperklopper. Na das is ja was. Das neue Album der sechs Münchner ist, wie auch schon sein Vorgänger („Strafbar“), sehr gut gelungen. Musikalische Abwechslung ist hier in 14 Songs angesagt, mal Ska-Elemente, mal Vollgas (Pogo bis der Pöbel kotzt), und mal Mid-Tempo. Alles dabei. Sänger Barni, der mich ein kleines bisschen an den Sänger der Skeptiker erinnert und natürlich auch die anderen fünf machen ihren Job hervorragend. Qualitativ hochwertiger Deutschpunk, der nicht nur Deutschpunk-Fans gefallen dürfte. Ich kenne die Jungs ja auch persönlich. (Einige Konzis haben wir schon gemeinsam gespielt). Das soll aber nicht meine Kritik hier beeinflussen und ich möchte auch nicht zu viel schleimen. Mir gefällt einfach die Musik von Missbrauch. Anspieltipp: „Grauzone“. Endlich hat mal ’ne Band das Thema aufgegriffen und musikalisch und textlich hervorragend umgesetzt. Die neue Scheibe kann ich echt empfehlen und das nicht nur (wie schon gesagt) für Deutschpunk-Liebhaber. Alex

BORDERPAKI –1362

| Januar 18th, 2011

(CD, SN-Punx)
Nach dem Wechsel auf SN-Punx nun das dritte Werk der Herren aus Neumünster. Hartes Review-Brot, das man da gebacken hat. Die eigene Fahnenaufschrift „Deutschpunk de Luxe“ warf erstmal die Frage auf: Was soll das denn nun schon wieder sein? Das wurde nicht beim ersten und nicht beim zweiten Mal Hören beantwortet. Fließt aber etwas Wasser die ortsansässige Stör und Schwale hinunter, und vergisst man zwangsläufig irgendwann das „de Luxe“, so bleibt Deutschpunk übrig, der sich gewaschen hat (scheiß Wortspiel, hehe). Man lässt herrlich unmissverständlich wissen, dass Borderpaki kein Teil von irgendwas sein will, was uns täglich vor die Füße gekotzt wird. Der Opener „Nicht meine Welt“ hebt selbst am Sonntagmittag den verkatertsten Arsch vonne Couch. Ob es nun die Gärtner und Floristen („Bastard bleibt Bastard“) sind, die Volksver- und -zertreter („Man kann Menschen töten“) oder die vermeintliche Spitze unserer bekackten Wirtschaftsordnung („Pech gehabt“): Jedem wird der Spiegel vor die Fratze gehalten. Das oft zitierte Deutschpunk-Rad wird nicht neu erfunden, aber dafür tritt man mit ordentlich Abwechslung aus dem Keller. Mit „Molotows und Dosenbier“ reißt man abschließend in bester Volksfest-Zombie-Stimmung ein, was die anderen elf Titel aufgebaut haben, aber eben nur fast. Vielleicht fehlt mir da aber auch nur der Humor?! Daumen hoch. Kimpi


(CD, ANR Music&More)

Was für ein Brett! Die Band aus Russland bringt mit ihrer neuen Platte, die übersetzt soviel wie „Unsere 14 Wörter“ heißt, mächtig Schwung in den Laden. In den ersten zwei Dritteln bekommt man ziemlich fetten Hardcore-Sound um die Ohren, danach wird es punkiger und mit dem Stage Bottles-Cover „Sometimes antisocial …“ sogar etwas skinhead-like. Gegen Ende hin verausgaben sich die Russen sogar noch etwas in der elektronischen Richtung, also Abwechslung pur und das sehr gut gelungen. Zuschlagen! Kay

Reviews

| Dezember 4th, 2009

CAR DRIVE ANTHEM – Time To Steal Away
(CD, Sums Records)
Ohje, ’ne amtliche Autofahr-Hymne klingt in meinem fahrenden Müllcontainer aber anders. Ein dahingehauchter Schmachtfetzen von Miss Stevie Hicks zum Beispiel, oder meinetwegen auch „Ein schöner Satz Reifen“ von Eisenpimmel. Aber bestimmt nicht diese schmalzgewichste Prinzessin-Lillifee-Version von Boysetsfire auf Valium. Tut mir leid, Jungs, da seid ihr beim Falschen gelandet (obwohl- eigentlich tut’s mir gar nicht leid, wenn ich ehrlich bin…). Und Tschüss. Snitch weiterlesen →



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