Pogoradio

Folge 441: Zu Gast war Richard

Songliste: Titel, Interpret, Album
Jingle — Geld et Nelt
Falsch — Biestig — Nebenan
Niemand nennt sein Wunschkind Dörte — Napoleon Dynamite — Nur Hits!
viva suicide — Telemark — Viva suicide
Das Beil — Blutjungs — Godzilla Auf Speed
Amoklauf — Mono Für Alle — Das Internet-Album
Lochfrass — Boxhamsters — Brut Imperial
Schatten — Die Aeronauten — Hallo Leidenschaft!
Dein Freund ist Polizist — Herr Binner — Dasein ist kein Mannschaftssport
Niemals älter werden — Raptus — Generation Drogen
Polen Boxparty Bericht
Halli Hallo — Oxo 86 — So beliebt und so bescheiden
Wohlstandsslum — Affenmesserkampf — seine Freunde kann man sich nicht aussuchen
Absconding From The Gate — MDC — Mobocracy: The Restarts / MDC Split
Hättehättehätte — Die Phils — BNim Nulla Feu Feum

Die ersten Berichte vom Punk im Pott trudeln ein. Den schönsten Artikel gibt es im RIlbfhpA Onlinezine zu lesen
rilbfhpa

banane-metalik-e28093-nice-to-meat-you(CD/LP, People Like You)
Die spinnen die Gallier! Anscheinend waren es doch nicht die alten Römer, die den Knall hatten. Wenn sich ein französischer Vollschuss musikalisch äußert, wird daraus Banane Metalik. Die Psychobillys mit der Banane machen ihr eigenes Ding und die engstirnige Psychoszene wird zwar bespielt, ansonsten… den Hut drauf. So ist’s recht. Wie bei vielen Bands in dem Bereich ist ihnen dieses Korsett viel zu eng. Deshalb „Gore’n’Roll“. Also das Ganze noch mal mit mehr Horror, Wahnsinn und Exploitation-Input. Das ist es. Gut sind sie, laut auch und Krach machen können sie auch. Das hat sich nicht geändert seit sie auf PLY sind. Im Gegenteil: Die Bananen haben sich gesteigert. Vor allem ihre letzte LP hat das mal wieder gezeigt. „Nice To Meat You”, ihr neues Album auf PLY, enttäuscht auch nicht. Gefällt mir sogar noch einen Tick besser als das Vorgänger-Album.
Schräg, schief, dreckig, wilde Texte und einen Vollschuss: So muss es sein. Gore’n’Roll von seiner schönsten Schmutzseite. Die spinnen die Gallier! Igor Frost

anti-flag--the-people-or-the-gun(CD, SideOneDummy)
Nach ihrem Ausflug hinter feindliche Linien sind die kalifornischen Polit-Poppunks wieder bei einem Indie-Label gelandet. Viele werden sich die Hände reiben und sich eins ins Fäustchen lachen, weil es die Band vermeintlich nicht schaffte, sich richtig zu vermarkten. Dass diese Denkweise falsch ist, liegt auf der Hand, da die Amis sich bei RCA nicht anbiederten und sich auch nicht vorschreiben lassen mussten, was sie zu machen haben. Viel mehr haben sie die Situation, einem breiteren Publikum ihre Sicht der Dinge zu vermitteln, hervorragend genutzt! Diese Sicht hat sich über die Jahre hinweg kein bisschen verändert, sprich sie legen immer noch gerne ihre Finger in offene Wunden oder gießen hier und da etwas Öl ins Feuer, um Aufmerksamkeit zu erregen. Das siebte Album reiht sich also ganz in ihre bandeigene Tradition ein: Ein fulminantes Werk politischen Punkrocks, für all jene, die etwas mehr sein wollen als ein „9 to 5er“. Bocky

herr-binner-dasein-ist-kein-mannschaftssport(Eigenproduktion)
Herr Binner kommt aus Berlin und klimpert auf seiner Wandergitarre. Also ein waschechter Liedermacher, der im Gegensatz zu seinen Kollegen wirklich was zu sagen hat. Seine Texte sind ehrlich, melankolisch, zynisch und wirklich sehr unterhaltsam. Seine Geschichten, die er in seine Lieder besingt, handeln von Liebe, Saufen und Gesellschaft. Eingängige leicht verdauliche Melodien, gepaart mit intelligenten Texten. Sehr Empfehlenswert für Leute, die auch Funny Van Dannen mögen. Das Wunderbare: Das komplette Album kann sich jeder kostenlos von seiner Webseite laden. Rüdi

GEWAPEND BETON – Empty Batteries

| Dezember 29th, 2009

gewapend-beton-empty-batteries(CD, Crucial Attack)
Eigentlich nur Erstleser wissen nicht, dass die jungen Amsterdamer bei mir allerhöchst im Kurs stehen. Scheiß die Wand an, die erst als LP auf La Familia erschienene großartige EP-LP, gibt es jetzt auch als CD. Witzigerweise im komplett gleichen Artwork – rotes Cover/Booklet und gelbe CD. Auf die ungewaschenen Lauscher gibt es die neuesten 6 Tracks der fantastischen jungen Holländer. Furioser Oldschool Hardcore, der einem die frühen 80er Jahre leibhaftig vor Augen führt. Vor allem wenn man die Band schon einmal live gesehen hat, weiß man, ich übertreibe keineswegs. Jung, wild, mit dem Kopf durch die Wand – astreiner unglaublich mitreißender Punkrock! Bocky

guerilla-chapter(CD/LP, Concrete Jungle/Twisted Chords)
Wie in unserer Frühlingsausgabe, der #8, zu entnehmen war, haben die Bandmitglieder dieser Polit-HC-Band entschieden Guerilla in die Geschichte des Punks übergehen zu lassen und sich aufzulösen. Zum Abschied gibt es noch einmal 5 neue Songs, die ganz klar nach dem Motto „… more than music“ zu verstehen sind, sprich Punkrock mit Köpfchen! Ein weiterer neuer Track wurde zusammen mit dem Mannheimer Rapper Chaoze One aufgenommen, mit dem die Band eine jahrelange Freundschaft hegte. Die restlichen 12 Tracks stammen von ihrem Abschiedskonzert zu Beginn des Jahres, die es leider nicht schaffen die Atmosphäre von 600 wild feiernden Fans einzufangen. Na und wie es sich für ’ne Politband gehört sind auf der CD weitere Dateien zu finden: Video zum Lied „Modern Generals“, Live-Photos, „Emanciaption“-Sprühschablone und als Desktop-Design. Die gravierte LP kommt im feinen Klappcover, mit A3-Textblatt + Poster + Sprühschablone und Downloadcode. Insofern steht ihr gerade vor der Qual der Wahl! Bocky

kollektiver-brechreiz
(CD, Nix Gut)

Vor Freude Purzelbäume schlage ich jetzt zwar nicht, aber so schlimm wie der Bandname selbst, ist das ja nicht. Man bekommt eben was man erwartet, schlichten Deutschpunk. Das bedeutet, die Texte sind keine lyrischen Meisterwerke, die das Rad neu erfinden und auch die Instrumente werden nur bedingt beherrscht. Insofern keine Leistung, über die man noch in vielen Jahren reden wird, aber auch nix weshalb man für immer und ewig ausgelacht wird. Bocky

the-pussywarmers-e28093-my-pussy-belongs-to-daddy(CD/LP, Voodoo Rhythm Records)
Wieder einmal eine obskure Veröffentlichung aus dem Hause Voodoo Rhythm Records. Und wieder einmal eine Band, die in alle Schubladen scheißt. Die Pussywarmers, die sich auch Little Freak Show Circus Sea Cruise Orchestra nennen, stammen aus dem strahlendschönen sonnengebräunten Tessiner Land. Die Musik klingt eher nach Begräbnismusik wie von den Dead Brothers bekannt, was sicher kein Zufall ist, da das Blasblech vom ehemaligen Dead Brothers-Mitglied Christhoph Gantert zum Scheppern gebracht wird. Die Pussywarmers bauen um den festlichen Begräbnis-Swing noch Gipsy-Musik, 20er Jahre Jazz, Chansons, Blues und Rock’n’Roll ein. Herauskommt etwas, das nach einem beschwipsten Overkill eines Zirkusorchesters klingt. Sicher nichts für jedermann. Für mich: Einfach nur großartig. Igor Frost

RED BANNER – Una Altra Historia

| Dezember 29th, 2009

red-banner-e28093-una-altra-historia(CD/LP, Mad Butcher Records)
Überlieferte Geschichte ist immer die Geschichte derjenigen, die sie erzählen und damit interpretierte Geschichte. Die Bedeutung dieser Erkenntnis kann man vorstellbar machen, wenn man sich überlegt, wie unser Geschichtsunterricht die uns überlieferten Werte und unser Weltbild wohl aussehen würde, wenn die Nazis den Krieg gewonnen hätten. Dass es nicht so gekommen ist, dafür sind wir alle dankbar. Dennoch lässt sich an diesem Gedankenspiel erkennen, dass das was wir erzählt bekommen immer aus bestimmten Quellen mit einer jeweiligen Geisteshaltung kommt und dass jemand anders wahrscheinlich eine ganz andere Geschichte erzählen würde. Genau das tun die Katalanen Red Banner auf diesem Konzeptalbum. Jeder Song behandelt ein anderes geschichtliches Thema. Von der Landung Christoph Columbus’ über den spanischen Bürgerkrieg, Vietnam und Apartheid shouten/grölen sie uns ihre Versionen ins Ohr. Musikalisch gestützt auf soliden Punkrock. Der Abgeh- und Mitreißfaktor ist hoch. Captain Mocker

(CD, OBRec) ostbrut -- spass-ist-wenn-man-trotzdem-lacht
Die drei Jungs von Ostbrut mit einem Album, das sich textlich wie musikalisch vor nichts und niemandem verstecken muss. Hier geht es zu wie auf einer Achterbahn. Schnell, langsam, Spaß, Ernst: Von allem ist was dabei. Bis zu diesem Review kannte ich die Band überhaupt nicht, jetzt sind sie unter „Hörenswert“ vermerkt. Kay

THE ONE NIGHT BAND – Hit & Run

| Dezember 29th, 2009

one-night-band-hit-run(CD, Leech Records)
Wow, endlich mal wieder eine neue Band aus dem Ska-Sektor, die mich wirklich überrascht. The One Night Band aus Montreal spielt einen fantastischen Mix aus (Dirty) Reggae, Ska und Soul. Vergleiche mit den Slackers und den Aggrolites sind nicht von der Hand zu weisen, zudem Gitarrist Brian Dixon von den Aggrolites das Album produziert hat. Feinster Skinhead Reggae mit viel Orgel, wie ihn nur wenige Bands spielen. Großartig auch das Contours-Cover „First I Look At The Purse“! 15 Spitzensongs mit keinem einzigen Ausfall. Wer auf oben genannte Bands steht, dem sei diese Band wärmstens ans Herz gelegt. Thorsten

buycd(CD, Plunk Records / Sound Pollution / Rough Trade)
Göteborg war ja schon immer die erste Adresse in Sachen Trendsetterei, und so kommen die Jungs von Nemas mit einem Gebräu an, das die Welt noch nicht gehört hat: Aufwändig (und teilweise ganz schön glatt) produzierter Skatepunk/MeoldyCore, der problemlos auch auf jeder Abi-Fete durchgehen würde. Wer sich mit den, äh, Enkeln mittlerweile (?) von Millencolin & Co. mal was ganz neues in Haus holen möchte – bitte sher. Der Sänger macht gekonnt den Armstrong, der Basser matt den Freeman, dazu noch innovative Texte übers Wochenendbesäufnis, „White Doves“ (los, Herr Meine, verklag’ sie!) oder unbekannte Soldiers und fertig ist die Soße. Ich nehm lieber Glutamat. Snitch

punkstelleDo., 07.01.2010 Estrella Negra / Auweia! / Versus
im Sonic Ballroom, Eintritt 5 EUR

Fr., 08.01.2010 Molotow Soda / Pregnant
im Sonic Ballroom, Eintritt 7 EUR

Sa., 09.01.2010 She´s All That / Die Strafe
im Sonic Ballroom, Eintritt 7 EUR

So., 10.01.2010 Spermbirds / Saddam Comfort
im Sonic Ballroom, Eintritt 8 EUR

» hier Eintrittskarten bestellen«

Mehr Infos: www.punkstelle.de

klausnfrickSzene-Schreiber Klaus N. Frick berichtet in seinem Blog-Tagebuch fast täglich über Dinge, die ihn faszinieren, verwundern und interessieren.
Beim Lesen seines Blogs bin ich heute über ein saugutes Review über die aktuelle Ausgabe des Punkrock-Fanzines gestolpert:

www.enpunkt.blogspot.com/2009/12/klasse-heft-aus-monnem.html

young-and-distortedIn der aktuellen fünften Ausgabe des YOUNG & DISTORTED Fanzines ist ein Interview mit Punkrock-Radiosendungs-Machern. Unter anderem mit Rüdi vom Pogoradio:

Seit wann gibt es das Pogo Radio denn genau? In welchem Zusammenhang steht es mit der Entstehung des Bermuda Funks?

Der „bermuda.funk Freies Radio Rhein-Neckar e.V.“ beschallt seit dem Jahre 2000 die Rhein-Neckar-Region. Genau so lange schon gibt es die Sendung „Pogoradio“. Jeden Mittwoch von 23 – 24 Uhr auf 105,4 in Heidelberg und 89,6 in Mannheim und Umgebung. Aber auch als Live-Stream unter www.bermudafunk.org . Der Bermudafunk ist ein Freies Radio. Also unabhängig und Mitglieder orientiert. Es kann sich jede Person für einen Sendeplatz bewerben und das Radio durch Mitarbeit unterstützen. Es gibt im Moment, glaub ich, über 100 Sendungen. Jedes Mitglied arbeitet unentgeltlich, bis auf irgend welche halben Stellen im Verwaltungsapparat. Da kenn ich mich aber nicht so aus. Das steht bestimmt alles auf der Bermudafunk-Webseite ausführlich. Vom Land bekommen wir aber auch Finanz-Zuschüsse und da gibt es ja auch noch die Mitgliedsbeiträge. So können wir uns die Technik und das Inventar bezahlen. Die Studios und die Verwaltung befinden sich in einem städtischen Gebäude (Alte Feuerwache). Dafür müssen wir, glaub ich, keine oder auf jeden Fall kaum Miete bezahlen. Mit so Finanzkram kenn ich mich überhaupt nicht aus. Da gibt es zum Glück beim Bermudafunk ziemlich fähige Leute. weiterlesen →

pizza
[podcast]http://pogoradio.de/pogo/20091223_23-00_Pogoradio.mp3[/podcast]
Folge 440: Diese Pizza war sehr lecker

Songliste: Titel, Interpret, Album
Jingle — Geld et Nelt
Euer Spaß ist nicht mein Spaß — Affenmesserkampf — Seine Freunde kann man sich nicht aussuchen
Helden — Middle Class Fantasies — Fick dich selbst
Tina — Pornoheft — DNA
Sacred Lullabies — Counterfeit Saints — Counterfeit Saints Demo
Cria Cuervos — Karne de Kañon — Demo
ne Möglickeit — Die Pucks — noch mehr geile Scheiße
The Downfall Des Ease — Liberty Madness — Split 7″
Jesus is coming — Stillborns — Demo
Some Kind Of Idiot — Sick On The Bus — Tormentum Insomniae
Covance — The Rancors — Weg!
Wird sehen — Robert — Gute Unterhaltung
Armas de destruccion — Elektroduendes — Salgo A La Calle
Neil Armstrong — Bash! — Cheers & Beers
Saufen — Funny Van Dannen — Basics
Tanss — EA 80 — Alle Ziele
Lesch — Karmacopter — Goodbye Haptik
Letzte Rettung — Inner Conflict — Schiffbruch im Rahmenprogramm
Sex mit Kommisar Rex — Contra D — Himmel, hast du keine Flinte

MP3-Download (55 MB)

Advent, Advent …

| Dezember 23rd, 2009

„… Ob wir so Opel retten können?“

www.brennende-autos.de



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