Archiv für Stories

Knochenfabrik
Mittwoch abends bekam ich einen Anruf von Hasan, sie haben noch einen Platz im Auto und ob ich nicht mitfahren möchte.

Mit Knochenfabrik auf Tour, das hört sich spaßig an. Donnerstags mittags, Treffpunkt Proberaum. Mit leichtem Gepäck und allerlei Knabberspaß fuhren wir 6 Stunden lang durch die deutsche Prärie Richtung Spirit-Festival. Dort hatten Knofa gegen 22 Uhr ihren Auftritt. Auf der Hinfahrt merkte ich schon, dass das allgemeine Musikerleben hauptsächlich auf der Autobahn stattfindet. Das ist kein Spaß, besonders wenn man dann auch noch mit echten Musikern in eine Blechkiste gesperrt ist, die in voller Lautstärke Dire Straits hören und auch noch textsicher mitsingen können. Hasan, Claus und Achim, aus dem das Knofa-Trio besteht, hören in ihrer Freizeit am liebsten alle Musikrichtungen, die dem gemeinen Deutschpunker die Ohren bluten lassen. So auch mir, obwohl ich mich noch als musikalisch weltoffen bezeichnen würde. Aber alles hat seine Grenzen. Die Bordunterhaltung bestand hauptsächlich aus Lektüren wie der InTouch und anderen Käseblätter, die sich Claus an der Tankstelle besorgte. weiterlesen →

Interview mit Riot Brigade

| August 6th, 2010


Wer auf intelligenten Anarcho-HC Punk steht kennt die Band aus dem Süden Deutschlands sicher schon. Mit ihrem neuen Album „Go On!“ macht sich das Quintett nun auf etwas mehr Leute zu erreichen. Denn mit ihrem nunmehr dritten Longplayer haben sie einen Mix aus Oldschool-HC, Anarcho-HC und fast schon poppigen Melodien sowie grandiosen Chören geschaffen, der sicher viele Leute auf sie aufmerksam werden lässt. Mich hat der Sound und die Attitüde ebenfalls total angesteckt, weshalb ich es mir nicht nehmen lassen wollte euch die Combo näher vorzustellen. Darum nun Vorhang auf für Jo, der mir dankenswerterweise meine Fragen ausführlich beantwortet hat, bevor er sich auf den Weg zur „Concrete Jungle Labeltour“ machte.

2007 erschien mit “Break Addiction” der Vorgänger zum dritten Album “Go On!”. Was hat sich seither getan?
Im Bezug auf unsere Musik ist diese Frage wohl am einfachsten zu beantworten und das Ergebnis auf „Go On!“ auch zu hören. Wir sind geordneter geworden und haben uns mehr Zeit fürs Songwriting genommen. Zusätzlich kann man wohl sagen, dass wir noch besser klar gekriegt haben was uns mit der Band wichtig ist und wofür wir stehen wollen, also was Riot Brigade bedeutet. Wir hatten zwischen der „Break Addiction“ Scheibe und „Go On!“ eine ziemlich zähe Phase, in der nicht sehr viel lief. Mit den neuen Songs ist aber eine neue Frische und Spiellust entstanden, die uns als Band und auch jedem einzelnen von uns sehr gut tut.
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Strike Anywhere

| August 4th, 2010


Strike Anywhere sind wohl ein der erfolgreichsten Hardcore-Punk Bands der Welt. Die Alben Change is a Sound und Exit English gehören zu den Must-Haves und Klassikern des Genres und durch beständiges Touren hat sich die Band eine große Fanbase weltweit erspielt. Anlässlich einer Tour mit Pennywise und A Wilhelm Scream kam die Band erneut nach Deutschland und machten unter anderem Halt in München, wo ich die Chance hatte mit Thomas Barnett, dem Sänger und Texter der Band zu sprechen. Das ist jedes Mal ein ganz besonderes Vergnügen, denn Thomas ist einer der angenehmsten Interviewpartner überhaupt und weiß viel zu erzählen, auch wenn das Interview dann häufig in die weltpolitischen Sphären abschweift. Aber auch über die deutsche Politik weiß der Mann Bescheid und ist interessiert. Und so plauderten wir erstmal gut 15 Minuten über die Lage in Deutschland und dem Rest der Welt, bevor wir das Interview begonnen um über die vielen Dinge, die es rund um seine Band zu Berichten gibt, zu sprechen.

Thomas, ihr habt letztes Jahr 10 jähriges Jubiläum gefeiert – herzlichen Glückwunsch. Bist du zufrieden mit eurer bisherigen Karriere?
Danke. Aber wir sehn das ganze nicht unbedingt als Karriere an, sondern eher als das was wir eben tun. Ich fühle mich wirklich geehrt, dass wir die Chance haben immer noch die Musik zu spielen, die wir lieben und an die wir glauben. Es ist großartig sich in einer weltweiten Punk Community zu bewegen, die mit uns singt und die ihre Ideen verwirklicht. weiterlesen →

Interview mit Abfukk

| August 3rd, 2010


Deutschlands unterste Schublade beherbergt nicht mehr nur Bischoff Mixa’s abgelegten Magic Stick, die Typen am Oberhausener Bahnhof – da zwischen Dönerbude und Busbahnhof (respektive jeder andere BHF mit gepflegtem Kern-Asipack) und natürlich Menowin den feisten Lümmel, nein vor allem Abfukk geben jetzt ganz unten den Ton an.
Aus Wegberg, Nähe Mönchengladbach, also niederrheinischer Provinz entstammt dieser fünfzähnige Gossenköter, welcher derzeit hart auf den niedrigschwelligen Bühnen unserer AZ’s aufschlägt und für die nötige Portion Scum und Bisswunden im Getümmel, zwischen ultarcleanen und nichtsagenden Bands sorgt.
Deutschpunk trifft auf die Wucht von Hardcore, oder zumindest mit Kelle, ist nicht neu, gab es in den 80ern schon. Klar, aber jetzt ist Abfukk!
Live sind, dank Sänger Marcel, Shows von Abfukk und Sniffing Glue, bei denen er auch singt, immer eine Bank. Marcel klinkt regelmäßig aus, gibt alles und kommt auch manchmal mit einer Platzwunde am Kopf von der Bühne weil er sich vor Wut das Mikro in die Fresse gehauen hat. weiterlesen →

The Locators aus Kopenhagen

| August 3rd, 2010

Als ich das Debütalbum „The End Of The World“ der Dänen in den Player pfriemelte war ich umgehend von ihrem Sound total überrascht. Denn vom Cover her erwartete ich eine lackaffige Greaser-Kapelle, die von mörderisch viel Alkohol, langweiligen Kartenspielen und leicht bekleideten Tanten mit mindestens Körbchengröße D träumt. Doch stattdessen erwies sich die Scheibe als kleine Überraschung, da ihr Sound rein gar nicht aufgesetzt wirkt, stattdessen erstaunlich klar ist, weil er absichtlich nicht hinterher aufgemotzt wurde. Das machte mich natürlich neugierig. Denn um so authentisch bleiben zu können, muss man schon einiges an Erfahrung an seinen Instrumenten haben. So wunderte es mich nur wenig, dass ein Teil der Band ihre Fertigkeiten bei Nekromantix oder Gorilla Angreb unter Beweis gestellt hatten. Deshalb lasst euch erzählen, worin Sänger Simon die Parallelen zwischen den Ramones und Iggy Pop sieht, oder wie sein Verhältnis zu Musik ist.

Hi Simon, na wie war dein Tag, was hast du so gemacht?
Mein Tag war soweit in Ordnung, danke der Nachfrage. Ich bin um 5.30 Uhr aufgestanden, auf mein Fahrrad gesprungen und zum Schwimmbad gefahren. Nachdem ich 40 Minuten lang meine Bahnen gezogen habe machte ich mich auf den Weg zu meiner Druckwerkstatt, wo ich 10 Stunden Shirts gedruckt habe. Hinterher habe ich mir noch nen schönen Tag mit meiner Frau und unserem Hund gemacht. Wie du siehst der pure Rock ’n’Roll Lifestyle, haha. weiterlesen →

takeshitWie weithin schon bekannt unterhält unser Plattenlabel Nix Gut mit der Band Freiwild Geschäftsbeziehungen, d.h. die Subfirma Rebel Products produziert das Merchandise dieser mehr als dubiosen Band. Wir haben hiervon wie die meisten, selbst durch den Artikel auf der Homepage von der Bombe erfahren. Wir sind nicht nur überrascht, sondern mehr als enttäuscht, zeigte sich Nix Gut bis dato immer als fairer Partner. Es scheint, dass die kapitalistischen Ambitionen die antifaschistischen überwiegen. Bei dieser Grenzüberschreitung, in der durch Geschäftsbeziehungen mit ausländerfeindlichen, patriotischen, Böhse Onkelz Aufkleber auf dem Auto herumfahrenden Hinterwäldlern, das geschäftliche Überleben gesichert werden soll, können und wollen wir keinen Teil sein.
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gay-edge-liberation„Das ist ja total schwul.“ Diese Aussage in Zusammenhang damit, dass eine Person eine Sache oder eine Situation scheiße findet hat bestimmt jeder schon gehört. Anfangs fand ich den Satz etwas befremdlich und sah sicher total bescheuert aus, weil ich nicht immer gleich wusste worauf die Leute rauswollen, die dieses Wort für eine negative Beschreibung nutzten. Jetzt ist es so, dass ich die Personen eher darauf anspreche und frage, was denn an einer Sache oder Situation schwul sein kann. Daraufhin ernte ich nun die doofen Blicken. Aus den Gesichtern kann man richtig herauslesen, dass sie zuerst denken ich stehe auf dem Schlauch und dann bemerken, dass ich die Wortwahl für komplett falsch halte. Klar, bin ich beileibe kein Moralapostel und mache mit Sicherheit einen Haufen Bemerkungen, für die ich zu Recht viel Kopfschütteln ernte. Aber es will mir nicht in den Kopf wieso schwul mit etwas Schlechtem gleichgesetzt wird. Denn mit homosexuellen Personen habe ich größtenteils positive Erfahrungen gemacht. Gleich, ob das Frauen oder Männer sind. Viele Leute in meinem Bekanntenkreis und engeren Freundeskreis sind homosexuell. Na und!? weiterlesen →

The Adicts: Interview mit Monkey

| November 4th, 2009

Gibt es eigentlich unter unseren Lesern Leute, die noch nie den Satz gelesen haben: „The Adicts haben sich 1975 in Ipswich geründet“. Nicht, dass ich damit meine unser Heft „dürfen“ nur Leute lesen, die so etwas wissen. Sondern ich gehe davon aus, dass jene, die unsere Gazette regelmäßig in ihren Fingern halten sowieso wissen, wer die Engländer sind. Wie dem auch sei, am End‘ isses egal, weil Dinge wie „was, das oder die oder den kennst du nicht, musst du aber!“, sind etwas bescheuert, weil subjektiv. Ich jedenfalls war mal überrascht, als ich in Schottland nen Franzosen kennenlernte, der Exploited nicht kannte, dafür aber die Adicts. weiterlesen →

Anti Flag Interview

| November 2nd, 2009

Die amerikanischen Politpunks aus Pennsylvania sind wieder zurück auf einem Indie-Label. Klar ist SideOneDummy kein kleines Label und verdient auch ordentlich Asche. Trotzdem haben sie, neben der Band um die es hier gehen wird, weitere klasse Kapellen am Start: The Casualties, 7 Seconds, The Briggs, Gogol Bordello, Chuck Ragan und noch ein paar mehr.

Wie dem auch sei war ich nicht überrascht von ihrem Schritt wollte aber nach einigen Jahren mal wissen, wie der aktuelle Stand bei ihnen ist, weil ich die Band und ihre Mitglieder nach wie vor interessant finde. Hauptsächlich deshalb, weil sie wie seit eh und je politische Missstände anprangern und dazu eine vernünftige Meinung haben. Anti-Flag reden nicht immer gleich von Flaschen oder Steine schmeißen, sondern sind da etwas konstruktiver in ihrer Herangehensweise. Doch auch wenn ich nicht immer 100% ihrer Meinung bin, muss man anerkennen, dass die Gruppe wohl mehr erreicht hat, als der übliche Plenumsdepp, der mehr Zeit damit verbringt, seinem Gegenüber das Leben schwer zu machen, als sich wirklich damit zu beschäftigen, wovon er ständig spricht.

Jedoch sollte man die Band und Chris #2, der meine Fragen beantwortete, nicht nur auf dieses Thema beschränken. So gab er mir unter anderem Auskunft über ihre Zeit bei RCA – dem bösen Major, wie er zu Bands steht, die Punkmusik machen, aber gar nicht wissen, was dahinter steckt oder wie schwer ihn der Tod Michael Jacksons traf. weiterlesen →

Alle Jahre wieder bringt die Region um Stuttgart neue Bands hervor, die einen aufhorchen lassen und sich auf die eine oder andere Weise positiv von der gewohnten Masse abheben. Umso besser, wenn sie dann auch noch so eine provokante und kritische Attitüde an den Tag legen wie das beim 2006 gegründeten Vierer LIGHTS OUT! der Fall ist. Mir sind zwar ehrlich gesagt nicht sonderlich viele Fragen eingefallen, aber dafür sind einige der Antworten umso ausführlicher geworden. Here goes: weiterlesen →

The Vaders Interview

| Oktober 2nd, 2009

November 2003 war es angeblich, als die Jungs aus Ibbenbüren ihr selbstbetiteltes Album auf die Punkgemeinde losließ. Die Reaktionen und auch Reviews waren alle einer Meinung, The Vaders sind die große neue Hoffnung in der deutschen Punkrockwelt. Sie sind melodisch, knallig, haben trotzdem etwas räudiges von einem Straßenköter und mit Plastic Bomb ein fähiges Label gefunden. Dementsprechend war es an sich nur eine Frage der Zeit, bis die Kapelle vollends durchstarten würde und sich eine beachtliche Fan-Gemeinde erspielt.

Jetzt ist es Mitte 2009. Weit über 5 Jahre nach ihrem Debüt erschien vor einigen Monaten ihr zweiter Longplayer „A Link To The Past“. Darüber freute ich mich sehr, weil ich die Band nämlich aus den Augen verloren hatte und bis dahin dachte sie hätten sich aufgelöst. Falsch gedacht! Wie sich herausstellte sehen die vier Kerle, was sie betreiben viel zu sehr als Hobby, als es beispielsweise mir lieb ist. Denn auch die zweite Platte ist wieder eine Wucht. Doch den Antworten von Johannes / Gitarre nach wird sie das von ihrer bisherigen Vorgehensweise auch nicht abrücken lassen. Insofern auch schon wieder sympathisch! weiterlesen →

Auf den ersten Blick haben Guns’n’Roses und Social Distortion nur wenig mit den Bovver Boys gemeinsam. Erst auf den zweiten Blick wird klar, dass das so nicht stimmt. Das Wichtigste zuerst: Alle drei Bands waren noch nicht oft in Österreich. Außerdem lassen alle drei fast seit Jahrzehnten auf ein neues Album warten. Bei Guns’n’Roses hatte sogar ein Limonadenabfüller ein Gratiscola für die Fans ausgelobt, sollte je ein neues Album erscheinen … Jetzt heißt es spendieren …! weiterlesen →

Los Fastidios im Interview

| August 2nd, 2009

Mit den Norditalienern verbindet mich in der Tat schon eine ganz lange Freundschaft. Die geht in die Zeiten zurück, als Elena und Lippo noch in der Band spielten, also bis zurück ins Jahr 2000 oder 2001. Ich kann mich sogar noch dunkel daran erinnern wie es passierte, dass sich Elena und Lippo von der Band trennten und Inerdzia wiederbelebten. Irgendwie gab es da nämlich einen Vorfall nach einem Konzert in Mannheim, bei dem Elena wie eine Geistesgestörte auf Tommy, den einzigartigen Merchandiser, der Band losging.

Jedenfalls ist es die Gang um Mastermind Enrico, mit der ich in meinen rund 10 Jahren Konzertveranstaltungen auch die meisten Konzerte veranstaltet habe, wodurch auch eine gewisse Zuneigung entstand. Von daher ist es immer klasse ihn und die Band irgendwo zu treffen und kurz miteinander zu reden oder ein Bier zu trinken.

Doch nicht alleine das ist es, warum ich mal wieder nach langen Jahren ein kurzes Gespräch mit Enrico über die Band halten wollte. Natürlich interessierte mich die neue Scheibe, die in eine gänzlich andere Schiene geht, aber auch die Tatsache, dass man über diese Combo einfach sehr wenig liest. Deshalb wünsche ich euch jetzt viel Spaß dabei etwas mehr über Los Fastidios zu erfahren und was der umtriebige Nudeltunker sonst noch so treibt.

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Real McKenzies Interview

| August 2nd, 2009

Die Real McKenzies gibt’s ja mittlerweile auch schon ewig. Aber irgendwie ist diese Band auch immer ein wenig an mir vorbeigegangen. Das 10000 Shots Album fand ich ja seinerzeit eigentlich ganz cool aber mehr eben auch nicht. Ich muss ja gestehen, dass ich es leider nie geschafft habe die Band live zu sehen. Denn da sollen sie ja ihre wirklichen Stärken entfalten und einfach eine Riesenparty machen.
Aber jetzt kam die Band 3 Tage nach Berlin ins Wild At Heart um eine Akustik-Live CD einzuspielen und da war ich dann ja doch neugierig. Zum ersten wollte ich diese Band endlich mal live sehen, zweitens war ich auf die akustische Umsetzung gespannt, und zum dritten hatten sie einen neuen Bassist mit am Start: Karl Alvarez von den großartigen Descendents. Also nix wie hin ins Wild at Heart um sich das ganze anzutun.

Vorab hab ich dann schon ein Interview mit Sänger Paul McKenzie (P) geführt, wobei der ebenfalls anwesende „Dirty“ Kurt Robertson (K) ebenfalls hin und wieder seinen Senf dazu gegeben hat. Jetzt aber ohne lange Vorreden einfach direkt rein ins Interview! weiterlesen →

Guerilla: Das Interview

| August 2nd, 2009

Aus, Ende, Schluss. Wenn diese Ausgabe erschienen sein wird, dann ist das Abschlusskonzert von Guerilla rund 1 Woche her und das war es. Obwohl ganz so stimmt das auch nicht. Denn während wir das Gespräch hier machten, war die Band noch einmal im Studio, um ihre letzte Scheibe aufzunehmen. Um das Vermächtnis wird es aber hier in keiner Frage gehen. Interessanter für mich zu wissen war zum einen natürlich die Geschichte, wieso die Band immer vermummt auftrat und zum anderen was die Band aussagen wollte. Weil schaute ich mir die Shows der Band an, fragte ich mich stets, warum das so martialisch aufgeführt wurde. Zudem war mir klar, dass da mehr dahinter steckt, als nur fett und kämpferisch zu feiern. Das hatte eine Aussage, die mir jedoch nicht so hundertprozentig einleuchtete. Heraus kamen recht theoretische Antworten, die absichtlich abstrakt gehalten wurden und auffordern weiter zu streben. Nach wem oder was, lest ihr besser selbst.

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Die Idee mich mal mit Bomml, dem Macher des „One & Only Austrian Drinking Class Zine“, zu unterhalten kam mir schon vor längerem. Grund hierfür waren meine Nachforschungen, die ich mehr oder minder regelmäßig seit Jahren in der Grauzone des Oi! anstelle. Die veröffentlichten Informationen stoßen ständig Personen auf, die sich der unpolitischen Oi! Szene zurechnen. Einige von ihnen gehen manchmal soweit, dass sie mir Gewalt androhen. Der 28-jährige Österreicher gehört aber eindeutig nicht zu diesen Vögeln! Von dem Gespräch erhoffte ich mir zu verstehen, wieso es manchen Leuten egal, oder nicht so wichtig ist, mit welchen Personen sie zusammenarbeiten. Damit meine ich in Form von Bandvorstellungen/Interviews oder geschalteten Werbungen. Doch vor dem äußerst interessanten Gespräch noch ein kurzer Abriss über den Endzwanziger und sein Zine, welches bald seinen elften Geburtstag feiert. weiterlesen →

Endlich gab es für mich einmal die Gelegenheit, eine Band, die ich sehr mag zu interviewen. Wie das Interview beweist, sind die Mitglieder nicht nur nette Kerle, sondern haben auch wirklich etwas zu sagen.

Derzeit seid ihr ausgiebig auf Tour. Wo seid ihr gerade unterwegs?

Das Jahr fing schon heiter an mit einer Serbien-Kroatien-Ungarn-Slowakei-Tour, die wir trotz versuchter Attentate (Bombenalarm im Klub in Novi Sad durch Faschos, Vergiftungsversuche durch selbstgebrannten Balkan-Schnaps etc.) heil überstanden haben! Soeben haben wir unsere Release-Parties, Part I, II und III in Berlin, Dresden und Münster steigen lassen, freuen uns auf die Bretagne, eine fünftägige Tour im April durch England/Schottland und besonders auf unsere zweiwöchige im Juli durch Russland! weiterlesen →

Erstmals sah ich den Vierer aus Amsterdam auf ihrer Rundreise mit Antidote und Monster Squad in der Karlsruher Alten Hackerei. Ihr Debütalbum „17 Until We Die“ drehte bis dahin nicht wirklich viele Runden bei mir zuhause, weil es noch gar nicht so lange am Start war. Nach dem Abend änderte sich das abrupt, weil ich, wie mittlerweile viele andere auch, schlagartig von der Band in ihren Bann gezogen wurde. Verdamme Axt ist das eine scheißegeile Truppe. Enthusiasmus und Authentizität sind die beiden Attribute, die mir sofort in den Kopf schießen, wenn ich an die Gang denke. Die fackeln auf der Bühne eine Show ab, die ich bis dato nur selten gesehen hatte. Allen voran Douwe, der Sänger, versprüht extrem viel Energie und wirkt meist als ob er gleich aus seiner Haut fahren würde. Einzig eine ganze Palette Fratzengulasch scheint ihn von seinem Druck halbwegs zu befreien. Es ist schwer solche Szenen auf der Bühne zu beschreiben. Deshalb hört nicht nur die furiose Scheibe, sondern seht euch unbedingt ein Konzert der Band an und werdet Fan!  weiterlesen →



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