Archiv für Interessantes

Loikaemie im Interview

| November 9th, 2008

Noch dunkel kann ich mich an eine Autofahrt erinnern, bei der ein Kumpel das Debüt der Plauener Jungs in mein Kassettendeck im Auto schob. Hängen blieb auf Anhieb natürlich das Lied „Ein Skinhead ohne Stiefel“. Bald darauf begann meine „Karriere“ in der Fanzinelandschaft. weiterlesen →

Knallfrösche in Pop

| November 3rd, 2008

SCHROTTGRENZE – Auf Die Bärte, Fertig, Los!!

(1996, Scumfuck Mucke)

„Musik wird überbewertet.“, verkündet ein ehemaliger Hardcore- Szeneheld auf seiner Myshice- Page, „Musik verändert gar nix“ ist ein breiter Konsens von Menschen mit niedriger Frustrationstoleranzgrenze, um es mal mit den holden Szene- Pädagogen zu sagen. weiterlesen →

Nackt unter Wölfen

| November 3rd, 2008

Ein Armutszeugnis aus dem Hause Off

EINEN AALSTRICH ANMUT UNTERM KIEL

Heiland Sack, ich habe es schon gewusst, seitdem ich Oliver Obnoxious damals als vermeintlichen Experten zum Thema „Jung, dynamisch, sorgenfrei – Deutschlands neue Millionäre“ bei Vera am Mittag gesehen habe. weiterlesen →

Tonträger Reviews A-D

| November 3rd, 2008

A MODEST PROPOSAL – Direct Action Beats Legislation

(CD, Endless Grind Records)

Ist das jetzt Emo oder was? Ich habe keine Ahnung, habe ich mich doch nie ernsthaft mit der Sub-Subkultur befasst, die für ihren schlechten Geschmack betreffs Frisuren, Kleidung, Geldbeutel und Holzkettchen bekannt ist. Der Quoten-Jan-Mann aus Mannheim, der ansonsten aus dem Raum Köln stammenden, sehr melodischen Kombo, konnte mir diesbezüglich auch keine Auskunft geben. Er weiß jedoch: Der Bandname lasse sich von Jonathan Swifts gleichnamiger Satire ableiten. Jener wollte auf etwas verwunderliche Weise die Hungersnot in Irland bewältigen (bitte nachlesen!) und die Jungs machen hier einen ebenso (verwunderlichen?) „bescheidenen Vorschlag“ von guter Musik. Ob das jetzt auch satirisch gemeint ist (von mir? von ihm?), kann jeder für sich selbst entscheiden, denn alle Songs von „Direct Action Beats Legislation“ kann man sich auf ihrer Homepage anhören. Diesbezüglich mache ich es mir (zugegebenermaßen ziemlich kryptisch und mit vielen Klammern) einfach und halte mich aus Gründen der Befangenheit hier jetzt mal bescheiden zurück…(ist doch okay, oder?)   Obnoxious

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DVD Reviews

| Oktober 3rd, 2008

MIA SAN DAGENG

(DVD, Aggressive Noise)

Von der Süddeutschen Zeitung in den Himmel gehoben und selbst von der Münchner Abendzeitung gefeiert wurde dieser Streifen. An sich kann das ja dann gar nix sein, bzw. erwartet man dann einen Film über Punkrock in München von irgendwelchen unwissenden und obercoolen Studenten. Stattdessen produzierte ihn das gestandene Team vom Kruzefix-Fanzine Katz und Olli. Dementsprechend lebensnah und echt kommen die Bilder daher und man fragt sich woher diese ganzen Aufnahmen von Ende der Siebziger stammen. Vorher gibt es noch eine geschichtliche Zusammenfassung der Jahre 1815-1976, in denen bewiesen wird, dass die Metropole schon immer der Unruheherd in Bayern war. Der Zeitraum, der beleuchtet wird, geht dann von damals – 1977 – bis quasi gestern. Das Hauptaugenmerk der beiden Regisseure liegt jedoch auf den alten Veteranen wie bspw. Pack, A&P oder Marionetz. Das ist interessant und kurzweilig. Jedoch nur bis zu einem gewissen Punkt, der erreicht ist, wenn die verblassten Helden davon sprechen, wie es heutzutage im Proberaum ist und damit drohen wieder auf die Bühne zurückzukehren. Viel mehr hatte ich mir gewünscht auch von aktuellen Geschehnissen zu hören. Aber trotzdem ist der Film absolut sehenswert und fordert die Hochburgen Berlin, Hamburg, Düsseldorf/Köln geradezu auf, zu dokumentieren wie es um sie stand und steht.   Bocky weiterlesen →

Vorratsdatenspeicherung

| September 3rd, 2008

Big Brother sieht schon verdammt viel!

Achtung Achtung… hier geht es auf den ersten Blick um trockene Computernerd Dinge. Leider betrifft das die allermeisten von uns täglich und im privatesten Bereich. Darauf will ich eure Aufmerksamkeit ein bisschen lenken! Schließlich sind wir spätestens seit letztem Sommer ALLE eine terroristische Vereinigung nach 129a.
Computercracks und Linux- User dürfen einfach weiterblättern. weiterlesen →

Fanzines

| September 3rd, 2008

Alf Garnett #10

(A5, 116 Seiten, 3 Euro + Porto,

Leider verkündet der gute Alan im Vorwort, dass diese Jubiläumsausgabe auch ziemlich sicher seine letzte sein wird. Etwas ärgerlich, da diese Ausgabe hier ein paar Tage nach dem Redaxende eintrudelt und ich nicht alles habe lesen können. Was sofort ins Auge fällt, ist die Reisewut von ihm und Kompagnon Janosch. Alans jahrelanger Gefährte war in Neuseeland und der Südsee unterwegs und hat dort einige lustige und lesenwerte Situationen erlebt. Der Chief himself blieb in Europa und berichtet sehr ausführlich über sein Auslandssemester in Madrid (inklusive einem Interview mit Guerilla Oi!, die hier ja auch vertreten sind) und seine Sylvester-Reise nach Serbien (hier ein Interview mit The Bayonets). Weiter gibt es beispielsweise Alans genaue Betrachtung zum Film „Skinhead Attitude“, oder besser gesagt er weißt mal auf die krassen Fehler im Film hin. Ebenso ein paar Kolumnen, einen viel zu langen Bericht zum FC Basel und Reviews in abartiger Fülle. So, tut euch mal was Gutes, kauft diese vorerst letzte Nummer und schaut euch um, denn ganz will der Streetpunk-Crack nicht aufhören und in anderen Gazetten weiter schreiben. Bocky

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Deadline Interview

| Juni 3rd, 2008

Was bei dieser Fragerunde heraus kommen sollte wusste ich nicht, als ich auf die glorreiche Idee kam die Londoner zu befragen. Denn ich wollte von Deadline ein Statement zur Oi!-Szene haben. Nur meiner Meinung nach haben die mit Oi! gar nicht mehr so viel am Hut, wie noch zur Zeit ihrer ersten beiden Scheiben. Trotzdem interessierte es mich brennend, wie sie heute zu den Vorkommnissen von damals stehen. Hinzu kam meine positive Haltung ihrer Mucke gegenüber und wissend, dass sie sich eigentlich nie mehr derartige „Untugenden“ erlaubten. So ist ein Interview mit zwei Schwerpunkten entstanden.

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Mittlerweile dürfte es wohl ein Jahr her sein, dass ich den ersten Kontakt mit Contra Records aus Wurzen bei Leipzig bekam. Der lief damals per Email. Der Grund dafür war, dass ich den Mailorder kritisierte, weil ein paar Bands vertickt wurden, die ich nicht gerade toll finde. Die Schreiberei ging ein paar mal hin und her, ich versorgte Soiche mit ein paar Infos und die Tonträger der Bands wurden aus dem Programm genommen. Das fand ich klasse und war begeistert ein paar Jungs aus dem fernen Osten kennengelernt zu haben, die nicht lange fackeln und direkt aktiv werden. Denn bisher war ich Antworten aus dieser Ecke Deutschlands gewohnt, dass ich die Öffnung nach rechts viel zu eng sehen würde. Aber jetzt endlich ein paar Brüder im Geiste! weiterlesen →

Stay home and read a book

| Februar 2nd, 2008

Marc Amann (Hrsg) – go.stop.act! – Die Kunst des kreativen Straßenprotests
(Taschenbuch, Trotzdem Verlag, 229 Seiten, 18 Euro)
Ein Buch wie eine Goldgrube. Zumindest für subversive Elemente, die gerne mal auf die Straße gehen (würden), um dort die ein oder andere witzige Aktion zu starten. Wer darin bisweilen aber noch relativ unerfahren ist, dem gibt der Trotzdem Verlag aus Frankfurt ein unerlässliches Logbuch zur Erlernung der „Kunst des kreativen Straßenprotests“ an die Hand. Marc Amann und Konsorten stellen auf über 200 ausführlichen Seiten die unterschiedlichsten Formen dieser großen und erstrebenswerten Kunst vor. weiterlesen →

Fanzine Reviews

| Februar 2nd, 2008

Anti Everything # 6666
(A5, 84 Seiten, 2,50 Euro + Porto, Pf.350439, 10213 Berlin)
Der Herr Krysztof mit seinem lang erwarteten Sechser, der natürlich wie gewohnt vor Welthass und Kreaturenwut nur so überschäumt, verfasst in einer Zähne fletschenden Schreibe from hell. Und da wären wir auch gleich schon bei dem Nitrat, das bei mir einen etwas strangen Nachjeschmagg hinterlässt: Das ganze hasserfüllte, nihilistische, alles niederwalzende Getue kommt mir insgesamt ein wenig zu borniert rüber, in Sachen Humor hat der Chef gleich mal die dreifache Iso-Schicht drübergepackt, um nicht gleich beim zweiten Blick als hin und wieder auch mal grinsendes Wesen ertappt zu werden. weiterlesen →

ABWÄRTS – Rom
(CD, Cargo Records)
Abwärts begannen Ende der 70er ganz groß. Die Debütsingle „Computerstaat“ und die beiden ersten Alben „AmokKoma“ und „Der Westen ist einsam“ sind zu Recht Klassiker des deutschen Punkrocks. Vielleicht deshalb, weil sie (Achtung Wortwitz) keine klassischen Punkrockalben sind. New Wave-Einflüsse. Danach ging bei Abwärts etwas an Substanz verloren, zwar ohne dass sie richtig schlecht wurden, aber die Einmaligkeit ihres Sounds kam abhanden. Rock-Einflüsse. Und nun sind sie wieder da, wo alles begann. Zurück bei ihrem archetypischen Sound. Ganz groß. Punkrock, New Wave, etwas Industrialrock, markanter Gesang, einprägsame Melodien. Rom ist der Computerstaat dieses Jahrzehnts! HH weiterlesen →

EXTINCT – Kill Or Be Killed
(CD, Winged Skull Records / Vertrieb: Radar)
Der Beipackzettel zur CD erzählt die Story der Bandgründung, die zunächst ziemlich sympathisch klingt: 5 Leute aus Olm (Luxemburg), von denen bis auf einen Akustikgitarristen niemand ein Instrument beherrscht, gründen eine Punkband. Sechs Jahre später hat sich an der Zusammensetzung der Band wenig verändert. Dafür haben die Mitglieder mittlerweile gelernt mit ihren Instrumenten umzugehen und bei Winged Skull gerade ihr zweites Album herausgebracht. Das wiederum besteht aus 15 Songs mit einer Gesamtlänge von knapp unter 50 Minuten und bietet ansprechenden Streetpunk, mit gelegentlichem Hardcore-Einschlag. Live bestimmt ein Erlebnis, aber auf Dauer etwas eintönig. Zechi weiterlesen →

L.A.K. – Verdammtes Leben
(CD, Nix Gut Records)
L.A.K. haben sich zumindest musikalisch einen Schritt vom Deutschpunk in Richtung Oi! bewegt. Melodische, eingängige Melodien, die man sich gut und gerne anhören kann. Textlich wird weiter auf Deutsch gesungen und auch das kann sich sehen lassen, sowohl von der eher rau-charismatischen Gesangsstimme, als auch vom Inhaltlichen her. Also: Runde, geile Sache. Metulski weiterlesen →

SCHLEPPHODEN – Ultimo Ratio 
(CD, Schicksalrecords)
Das Ganze startet mit einem „Braveheart“-Intro, welches die nächsten, politisch motivierten In-die-Fresse-Songs einleitet. Das Ganze präsentiert sich in einem ziemlich coolen Sound, der einfach, aber gut ist. Manchmal wird’s auch etwas melodischer. Das Ganze erinnert ein bisschen an 80er DDR-Punk, was das Ganze noch etwas interessanter macht. Gegen Ende werden auch Themen wie Freundschaft und Selbstzweifel angesprochen. Die Scheibe ist eigentlich ganz gut geworden, doch leider hat man alles schon mal irgendwie gehört. DerLollo
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Nazi Dogs Interview

| Januar 22nd, 2008

Die Frage, ob man im dritten Jahrtausend noch „Retro“- Kapellen braucht, die weitestgehend authentisch den schlampigen Charme der 70er Sleaze-/Trash-/Rotzpunk-Ära in die Gegenwart transportieren, beantwortet sich von selbst, wenn man die vier Aachener auch nur ein einziges Mal in lebendig erleben durfte: Kein perfektionierter Livesound durch stundenlanges Klangchecken, kein Anbiedern beim Publikum oder ellenlange Ansagen, sondern einfach nur die volle Ladung verschwitzte, rotzige Energie des Ur-Punk mitten in die verwöhnte Fresse.
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Oräng Ättäng

| Januar 3rd, 2008

Was für’n Name!? Klar, dass der erstmal hängen bleibt. Da will man dann natürlich mehr wissen, da fragt man nach. Ganz so war es aber nicht, da Gittarist und Sänger Harry jahrelang in Mannheim wohnte bevor er nach Hamburg zog. Zu der Zeit sahen wir uns aber genau so oft, wie momentan auch, wenn er gerade seine Freundin und Eltern hier besuchen kommt: Eigentlich nie! Trotzdem muss ich sagen haben mir die paar Mal gereicht, um von ihm einen wirklich netten Eindruck zu bekommen. So interessiert man sich dann eben auch mal öfter für jemanden. weiterlesen →

Krum Bums – Tourbericht 2006

| Januar 3rd, 2008

 

23.02.2007 von Justin Hall & Mathieu Villo

AS THE TIDE TURNS TOUR 2006

„Als Weltwirtschaftskrise bezeichnet man den 1929 einsetzenden schweren volkswirtschaftlichen Einbruch in allen Industrienationen, der sich u. a. in Unternehmenszusammenbrüchen, massiver Arbeitslosigkeit und Deflation äußerte. Aufgrund der hoffnungslosen Armut, wurden in vielen Grossstädten provisorische Armenküchen eingerichtet, um die Not der Bevölkerung ein wenig zu lindern. Der Begriff „Krum Bums“ wurde in dieser Zeit, als Bezeichnung für Kinder gebraucht, die die vom Teller der Erwachsenen heruntergefallenen Essensreste vom Boden aufgesammelt haben.“ weiterlesen →



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