Archiv für Interessantes

clash1(Hardcover, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, 181 Seiten, 14,90 Euro)
Ja, ich weiß, über The Clash gibt es schon zig Bücher und über die Band ist eigentlich schon alles gesagt, warum also noch eins? Weil es gut ist! Nicht weil es gut ist noch ein Buch über die Band zu veröffentlichen, sondern weil das Buch gut ist. Bei „The Clash – Talking“ handelt es sich um so eine Art „Verschwende Deine Jugend“ von Jürgen Teipel. Nur dass sich das Buch eben nicht mit einem ganzen Musikstil oder einer Jugendkultur beschäftigt, sondern einzig und allein mit The Clash. In den zusammengeschusterten Interview-Schnipseln kommen demnach auch fast ausschließlich die ehemaligen Bandmitglieder und Menschen aus dem engsten Umfeld der UK-Punk-Veteranen zu Wort. Das macht die Sache ziemlich erfrischend. weiterlesen →

lemmy-mit-janiss-garza(Taschenbuch, Heyne Verlag, 320 Seiten, 8,95 Euro)
Motörhead! Ian Fraser Kilmister aka Lemmy hat seine Autobiographie geschrieben. Das heißt, eigentlich hat er sie nicht selbst geschrieben. Jannis Garza hat sie geschrieben und trotzdem ist es eine Autobiographie, also von Lemmy selbst erzählt. Hmm, ich stelle mir das so vor: Jannis Garza, geht zu Lemmy und fragt ihn, ob er nicht endlich seine Autobiographie schreiben möchte. Lemmy ist das schon mehrere hundertmal gefragt worden, hatte aber bisher keinen Bock darauf. Also stellt Frau Garza eine Flasche Bourbon auf den Tisch, legt noch ein Kilo Speed dazu und bläst Lemmy einen. weiterlesen →

bornheim-bombs(CD, www.myspace.com/bornheimbombs )
Lokalpatriotismus rules okay! Die Bornheim Bombs kommen mitten aus Frankfurt. Genauer gesagt aus Bornheim. Zumindest lassen der Bandname und etliche Anspielungen in den Songs dies annehmen. Ob das wirklich und umfassend so ist, wage ich zu bezweifeln. Denn ihre Stammkneipen sind das Backstage (Eintracht- und Schnitzel-Mekka für Outlaws, auf dem Backcover übrigens für die Ewigkeit manifestiert) und das Feinstaub. Beide liegen im benachbarten Stadtteil Nordend. Die Release-Party zu „Niveau-Limbo“ fand gar im Bett-Club im Studenten- und Touri-Nepp-Viertel Alt-Sachsenhausen statt. Das ist aus Bornheimer Sicht, gelinde gesagt, Frevel, wenn nicht sogar Ketzerei! Aber scheißegal, die Bornheim Bombs machen Spaß mit ihrer Melange aus Selbstverarschung, 80er Punkrock, politischen Seitenhieben und der Affinität zu alkoholischen Getränken. Rein musikalisch würde ich mal sieben von zehn Punkten geben. Einen Pluspunkt für die Tatsache, dass mindestens einer von den vier Jungs noch in einer Status Quo-Coverband spielt und einen weiteren für unsere gemeinsamen Stammkneipen. Dazu kommt noch der Punkt für das richtungweisende Sex Pistols-Cover von „Anarchy In The UK“, das zur Bornheim-Hymne umgeschrieben wurde. Summa Summarum: Zehn von zehn Punkten. Und das ohne die Jungs zu kennen und Eintracht-Fan zu sein. Ich schwöre … Obnoxious

speichelbroiss(CD, Nix Gut)
Über die Speichelbroiss wusste ich bislang eigentlich nur, dass sie über gute Connections nach Ostmitteleuropa verfügen bzw. öfters dort mal zum Tanze aufspielen dürfen. (Dass sie dabei auch mal 2005 „Co-Headliner“ beim Monteparadiso-Festival in Pula waren, weiß ich zum Glück nur vom Hörensagen, da ich genau in jenem Jahr mal nicht selbst vor Ort war. Ist aber schon ein bombiger Zufall, im einen Jahr Rauschangriff und im Jahr darauf die Speichelbroiss anzuheuern. Was ein glückliches Händchen bei der Auswahl deutscher Punkbands!) Der leise Verdacht, dass diese internationale Bühnenpräsenz weniger an der Qualität der Musik liegen könnte als am unternehmerischen Geist, verstärkt sich bei erstmaligem Hinhören sofort (… es sei denn unsere östlichen Nachbarn kriegen wirklich den Hals nicht voll von richtig grottigem Deutschpunk bzw. dem, was man heutzutage hierzulande unter Deutschpunk versteht). Dass unter all dem lieblosen Uffta-Uffta-Sound mit Polittexten Marke Stammtisch das Cover von Gus Backus‘ Karnevals-Stimmungs-Granate „Da sprach der alte Häuptling der Indianer“ gar nicht weiter auffällt, spricht an sich schon Bände… Wobei das Lied selbstverständlich (?) nicht im Original gecovert wird, sondern als leicht abgewandelter, aber gehörig wirrer Schenkelklopfer mit dem Refrain „Da sprach der alte Mullah der Iraker: ‚Wild ist der Osten, streng ist der Islam!‘“ (immerhin war’s nicht „der Negerhäuptling aus Uganda“ …). Klar, so kann man das Blutvergießen im Irak natürlich auch bierzelttauglich trivialisieren … Mr. Alf Garnett

punks-not-dad-e28093-we-are-the-dads(CD, X Fist)
Ich lach mich schlapp, die Jungs haben wirklich Humor! Vom Alter her könnten das die jüngeren Brüder von Charlie „UK Subs“ Harper sein. Also alle mindestens schon Mitte 50. Aber Power haben die mehr in den alten Arthrose zerfressenen Knochen als so manche UK-Reunion-Combos, die mindestens 10 Jahre jünger sind als sie. Das sind richtig coole Säue, die sich das Altern nicht vermiesen lassen, sondern Punkrock stur weiterleben. In „Banned From The Barfly“, natürlich an den Peter And The Testtube Babies-Klassiker angelehnt, machen sie sich gar lustig drüber, dass sie in Kneipen nicht reinkommen, weil sie zu alt sind und außerdem Lederjacken tragen. Aber schon beim Titelsong, der mit der „If The Kids Are United“-Melodie, weiß man eigentlich, was einem hier blüht. Den Vogel schießt der Song ab, nachdem sich die vier alten Säcke benannt haben. In dem sagen sie der heutigen Jugend, was sie von ihr halten, nämlich mal gar nix! Eine Scheibe mit der ich beruhigt alt werde! Fuck The Boring Youth! Bocky

fuckyouisland(CD, Eigenregie)
Geil, der Sommer kommt und ich sitz ma’ wieder daheim rum, während andere im Urlaub sind. Gestern hab ich Post von Bömmel, Dixie und Daddel bekommmen, schöne Grüße von Fuck You Island, das liegt irgendwo bei Dortmund. In mir kommt Sozialneid übelster Couleur auf. Bei denen scheint die Sonne, hier pisst’s die ganze Zeit. Nach den Ferien, schreiben sie, wollen sie ihren Abschluss an der Fat Mike Gedenk-Realschule machen. Um eine 1 mit Sternchen zu bekommen, haben sie ihre Songs so dekoriert, dass sie aussehen wie ganz spontan, locker-leicht, eben aufgeschlagene Sahne, die einem im Schnurbart hängt. Vorbereitet haben sie sich die meiste Zeit in der Vorstadtgarage von Dixies Onkel. Kann sein, dass die auf einem schwedischen Breitengrad liegt. Ihr Geheimnis sind drei Lieder über Tom Selleck, ungarische Paprika und Bands, die es nicht draufhaben. Genau darauf haben sie ihr ganzes Taschengeld verwettet, ich leg noch nen Zehner drauf! Das Diplom gibt’s für’ne Mark + Porto hier: www.jaquessherock.de dennisdegenerate

grit(CD, People Like You Records)
Passt mal wieder wie Arsch auf Eimer: Band zu Label. The Grit zu People Like You. Wer die Entwicklung von People Like You in letzter Zeit wohlwollend beobachtet hat, kann hier bedenkenlos zugreifen. Allen anderen sei gesagt: The Grit stammen aus Newcastle, machen eine Mixtur aus Punkrock, Rock’n’Roll, manchmal Irish Punk à la Pogues und Psychobilly und gehen ganz gut ab. Vor allem live könnte ich mir gut vorstellen, dass der Funke von Band auf’s Publikum in Nullkommanix überspringt. Haufenweise Singalongs und man spürt das Bier förmlich aus dem Aufnahmestudio spritzen. Okay, es sind auch ein paar Songs dabei, die nicht unbedingt partytauglich sind, aber warum auch nicht? Muss ja nicht immer Saufen bis zum Umfallen sein. Aber irgendwie wiederholt man sich auch von Zeit zu Zeit. Trotzdem ist das schon ganz okay, was die fünf Engländer hier abliefern. Zwar nicht unbedingt meine Tasse Bier, die ich allmorgendlich zum Aufwachen benötige. Eigentlich überhaupt nicht. Andererseits so was von abwechslungsreich, dass man immer wieder was Neues raushören kann: Ska, Rockabilly, Country … Den betriebseigenen Synapsen sind keine Grenzen gesetzt. Vielleicht einfach mal anchecken ob’s passt … Obnoxious

Underdog #27

| Juli 9th, 2009

(A5, 80 Seiten + CD, 2,50 Euro + Porto, F. Spenner, Narzissenweg 21, 27793 Wildeshausen)
Die 27te Ausgabe des mir bis dato unbekannten Underdog-Fanzines wartet, scheinbar im Gegensatz zu einigen Vorgängerhefte, nicht explizit mit einer thematischen Schwerpunktsetzung auf. Hervorzuheben ist an dieser Stelle aber der 9-Seiten-Artikel zum Thema „Behinderung und Krankheit als Supergau des bürgerlichen Individuums“, der mir ganz gut gefällt, auch wenn ich der Argumentation an einigen Stellen nicht ganz folgen will. Insgesamt aber auf jeden Fall lesenswert! Darüber hinaus geht es in dem Heft um den üblichen Kram: Reviews, News, Interviews (Johnny Amok, Kafkas, Neue Katasptrophen), groteske Kolumnen und ein Comic. Daneben ist eine Stellungnahme des Sängers einer christlichen HC-Band (Preacher) abgedruckt, der zu einem Artikel aus dem Underdog #26 Stellung bezieht….Insgesamt als Klolektüre durchaus geeignet, aber nichts, was mich wirklich vom Hocker reißen würde. Zechi
www.underdogfanzine.de
underdog

sternstunden(Taschenbuch, Rowohlt Verlag, 250 Seiten, 8,95 Euro)
Nach dem autobiographisch geprägten Roman „Dorfpunks“ war ich auf das neue Buch von Rocko Schamoni sehr gespannt und immerhin ließ der Titel einiges erwarten. Buch aufgeschlagen, gelesen und – schwupps – durch gewesen. Doch, doch, ich muss schon sagen, auch „Sternstunden der Bedeutungslosigkeit“ finde ich wieder ein sehr unterhaltsames und kurzweiliges Werk aus dem Hause Schamoni. Auch wenn es vordergründig nicht so viel mit „Dorfpunks“ zu tun hat, ist es für mich persönlich doch auch eine gewisse Fortführung, nicht zuletzt auch weil ich mich sowohl mit dem Erzähler in „Dorfpunks“ als auch mit der fiktiven Romanfigur in „Sternstunden der Bedeutungslosigkeit“ einigermaßen identifizieren kann. Zur Handlung: Michael Sonntag ist ein absoluter Tunichtgut, eingeschriebener Kunststudent, aber eigentlich mit null Interesse an gar nichts, außer sich nicht in diese Gesellschaft einfügen zu wollen. weiterlesen →

In Memory of Error

| Juli 9th, 2009

Am Samstag den 4. Juli 2009 sprang Error zum letzten Mal in den Neckar. Alles eine verdammte Scheiße und einfach nicht in Worte zu fassen.
Unser Beileid geht an alle Menschen, die Error verloren haben.

Mannheim: 18-jährige Vermisste tot aus Neckar geborgen

Mannheim. Die 18-Jährige, die am Samstag von einer Brücke in den Neckar gesprungen ist und daraufhin verschwunden war, ist tot. Wie die Polizei soeben mitteilte, wurde heute Morgen in der Nähe des Museumsschiffs eine weibliche Leiche gefunden. Diese habe man inzwischen zweifelsfrei als die vermisste 18-Jährige identifiziert. Die junge Frau aus der Punker-Szene war am Samstagmorgen vom Collini-Steg aus in den Neckar gesprungen. (red/pol)

7. Juli 2009 Mannheimer Morgen

moon(CD, Drunkabilly)
Die norditalienische Psychobilly-Band orientiert sich stark an alten englischen Bands dieses Genres, vor allem an den obligatorischen Meteors und Demented Are Go. Auch die obligatorischen Ausflüge in die Volksmusik der weißen US-Bevölkerung dürfen nicht fehlen (na ja, ist schon o.k., denn ohne Hillbilly kein Rockabilly und ohne Rockabilly kein Psychobilly), ebenso wie die mittlerweile auch schon fast obligatorischen Ausflüge in die Welt der Surfinstrumentals. Genauso wenig fehlen die wohl bald auch schon obligatorischen Ausflüge in den Italowestern-Morricone-Sound (dabei wurde allerdings vergessen, die Gitarre etwas tiefer zu stimmen) und ins Mariachi-Getröte. Hoffentlich nicht obligatorisch wird der Ausflug ins spanische Flamenco-Geklimper. Das mag ich so wie Zorbas Dance beim Eckgriechen, wenn alle Gäste, gegenseitig sich in den Armen liegend, immer schneller und hysterischer abzappeln. Aber soweit ist es ja noch nicht. „Rebel With A Curse” ist also eine obligatorische Psychobilly-Platte, welche viel Spaß macht und daher das Attribut „hervorragend“ verdient. HH

hostage(CD, X-Mist Rec.)
Und einer weiteren Keimzelle der Terrorgruppe wird in Form einer Compilation Tribut gezollt. Nachdem bereits Archi Alert die Werkschau seiner Inferno-Lehrjahre auf die Menschheit losgelassen hat, kommt nun auch Jacho mit den legendären HOA-Aufnahmen aus den 80ern daher. Und die haben es wahrhaft in sich. Kompromisslos heruntergerotzter Kreuzüber aus frühem Skate-Hardcore und Deutschpunk, kurz und bündig, wie es eben sein muss. Die erste Lange „Simply Too Much Nothing“ ist ebenso vertreten wie die Split mit der Manson Youth und die erste EP „Hallo Nachbar“, deren Titelsong dem einen oder anderen auch von der Terrorgruppe-Version her ein Begriff sein dürfte. CD kommt mit Bonus-DVD (limitiert natürlich, also ranhalten!). Snitch

KAMIKATZE – Falling Down

| Juli 8th, 2009

kami(CD, Dirty Faces)
Die zweite LP von Kamikatze rockt und rollt wie bescheuert. Ich kriege nicht genug von dem rotzigen Schwedenpunk. „Falling Down“ ist enorm aggressiv und dabei trotzdem hoch melodisch. Sängerin Tess hat eine echt gute Stimme und neben meist gesungenen Passagen trifft ihr wütendes Gemotze voll ins Schwarze. Die Songs sprühen nur so vor 80er Hardcore-Gebolze à la DRI und Black Flag, nur eben noch mit einer Gabe dieses Gebretter mit markanten Riffs und abwechslungsreichen, fluffigen Melodien zu unterlegen. Die drei Schweden sind seit geraumer Zeit keine Allgrrrlgroup mehr, sondern haben sich einen Kamikater fürs Bassspiel und Back-up-Gesinge geholt. Ich fand die „Knit And Trash“ schon geil, aber diese furiose und sicher auch tanzbare Granate aus dem Hause Dirty Faces kommt gut an, kommt sehr gut an. Jättebra, no dogs, no masters!!! dennisdegenerate

klabuster(CD, Nixgut)
Die rumpelnde Deutschpunk- Disco aus Halle an der Saale mit ihrem 5. Album. Stimmlich rotzig, wie man es aus dieser Ecke gewohnt ist, musikalisch außergewöhnlich, was meiner Meinung nach nicht immer passt. Die 10 Songs bewegen sich zwischen New Wave, NDW und Poppunk. Mit Liedern wie „Ich mach mich frei“, wo sie den Markenwahn besingen, ohne den es am Ende doch nicht geht und „Wir sind Klabusterbären“, das rüberkommt, wie wenn Samson aus der Sesamstraße sich die Gitarre von der Wand klaubt und der Rest der Bagage dazu singt, haben sie mich eher belustigt als beeindruckt.   Kay

Trash is back!

| Juli 2nd, 2009

trash

Nach unserem grandiosen Debüt 2008 im Babylon-Mitte, werden wir auch im neuen Jahr wieder die TRASH-Bombe hochgehen lassen. Im September 2009 wird das zweite Berliner TRASH-Kurzfilmfest stattfinden und verlass dich drauf es wird auch dieses Mal wieder mächtig zur Sache gehen!

Deswegen rufen wir wieder zum TRASH-Kurzfilm Wettbewerb auf. TRASH ist und bleibt bunt, schrill und erbarmungslos!

Jetzt hast du erneut die Chance, deinen Film mit uns professionell und publikumswirksam auf Breitbild-Kinoleinwand zu präsentieren. Wir suchen die originellsten Kurzfilme aus den Bereichen Science Fiction, Action, Comedy und Art House Horror. Alles ist erlaubt – Hauptsache billig und vor allem eines: gnadenlos.

Einsendeschluss: 01.08.2009

www.famusfilm.de/trash

Heute startet Phase 1 des Free! Music! Contests. Dieser Wettbewerb heißt nicht zufällig fast genauso wie der Open Music Contest, soll er doch ein klein wenig die Lücke schließen die dadurch entsteht, dass der OMC dieses Jahr leider ausfällt. Folglich ist auch das Konzept komplett übernommen worden.
Hier die Eckdaten: weiterlesen →

Jan Off – Unzucht

| Juli 1st, 2009

janoff-unzucht(Taschenbuch, Ventil Verlag, 169 Seiten, 11,90 Euro)
Jan Off ist einer derjenigen Schriftschaffenden, die ihr Wort gern in Stein gemeißelt sehen. So auch bei seinem neuesten Werk „Unzucht“. Wie der Name erahnen lässt, handelt es sich dabei um eine Broschüre, die sich fast ausschließlich mit dem Thema Sexualität beschäftigt. Oder besser gesagt und um nichts zu beschönigen: Eigentlich geht’s nur ums Ficken. Also nix mit Liebe und dem ganzen überflüssigen Gedöns außenrum. Einfach nur ums Ficken. Zumindest fast nur. Ginge es nur ums Ficken, könnte man Herrn Off ja mit Sexismus- und Pornographievorwürfen zuscheißen. Okay, theoretisch kann man das auch so, nur wäre das etwas kurz gedacht und etwaigen Hardcore-PClern kann eigentlich relativ schnell der Wind aus den Segeln genommen werden. weiterlesen →

blutjungs(CD, Phonowerke Luna)
Auch wenn das Etikett „DÄ für Gothics“ wohl mittlerweile ziemlich ausgelutscht sein dürfte, hat es doch nach wie vor seine Berechtigung. Und wieder werden hier obskurste Alltagsereignisse und zwischenmenschliche Schoten völlig verstrahlter Kreaturen in zuckersüßem Gruftpop verwurstet, dass es eine wahre Freude ist. Ob die frappierende (akustische) Ähnlichkeit des Sängers mit Bela Felsenheimer nun beabsichtigt ist, sei mal dahingestellt, zur Mucke passt es jedenfalls mehr als irgendwelches Andrew-Eldrich-Gemurmel. Vor allem aber zu den Texten, die sich nicht scheuen, ab und an auch mal ’nen Ausflug in pubertäre Gefilde zu unternehmen: „Ich kenn deine Krankenakte und ich lass es lieber sein – dein Gynäkologe ist in meinem Turnverein…“. Ergo: nicht allzu engstirnige Schwarzkittel sollten mal auf Tuchfühlung gehen. Snitch

www.blutjungs.de



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