Archiv für Interessantes

BORDERPAKI –1362

| Januar 18th, 2011

(CD, SN-Punx)
Nach dem Wechsel auf SN-Punx nun das dritte Werk der Herren aus Neumünster. Hartes Review-Brot, das man da gebacken hat. Die eigene Fahnenaufschrift „Deutschpunk de Luxe“ warf erstmal die Frage auf: Was soll das denn nun schon wieder sein? Das wurde nicht beim ersten und nicht beim zweiten Mal Hören beantwortet. Fließt aber etwas Wasser die ortsansässige Stör und Schwale hinunter, und vergisst man zwangsläufig irgendwann das „de Luxe“, so bleibt Deutschpunk übrig, der sich gewaschen hat (scheiß Wortspiel, hehe). Man lässt herrlich unmissverständlich wissen, dass Borderpaki kein Teil von irgendwas sein will, was uns täglich vor die Füße gekotzt wird. Der Opener „Nicht meine Welt“ hebt selbst am Sonntagmittag den verkatertsten Arsch vonne Couch. Ob es nun die Gärtner und Floristen („Bastard bleibt Bastard“) sind, die Volksver- und -zertreter („Man kann Menschen töten“) oder die vermeintliche Spitze unserer bekackten Wirtschaftsordnung („Pech gehabt“): Jedem wird der Spiegel vor die Fratze gehalten. Das oft zitierte Deutschpunk-Rad wird nicht neu erfunden, aber dafür tritt man mit ordentlich Abwechslung aus dem Keller. Mit „Molotows und Dosenbier“ reißt man abschließend in bester Volksfest-Zombie-Stimmung ein, was die anderen elf Titel aufgebaut haben, aber eben nur fast. Vielleicht fehlt mir da aber auch nur der Humor?! Daumen hoch. Kimpi


Lange habt ihr darauf gewartet, jetzt ist es soweit. Der Gegengerade-Trailer erblickt das Licht der Welt. Ihr findet ihn hier auf der Seite unter TRAILER, aber auch auf allen gängigen Video-Platformen. Macht das Ding bekannt, schickt es euren Freunden, Verwandten, Schwippschwagern und Kummertanten.
Youtube
Gegengerage – der Film Webseite

Trust #143

| Januar 11th, 2011

(A4, 68 Seiten, 2,50 Euro + Porto, PF 110762, 28087 Bremen)
Nachdem ich mit der 142 vom Trust ja nicht ganz so zufrieden war, war ich auf die folgende Ausgabe schon recht gespannt, wie’s weiter geht. Aber auch hier wechseln sich Licht und Schatten wieder ab. Nach den üblichen Kolumnen am Anfang, muss ich mich erstmal durch den Gastbeitrag zum Thema „Krise“ quälen und wäre beinahe selbst in eine gestolpert. Hab aber rechtzeitig aufgehört zu lesen. Ist einfach nicht meine Baustelle, dieses diskursive Polit-Gedöns. Das folgende Telemark-Interview hat mir dagegen fast schon wieder den Tag gerettet… Kompetente Fragen, gute Antworten. Und dann kommt auch schon das absolute Hochlicht der Ausgabe: Cliff Hanger von The Freeze gibt tiefe Einblicke in seine Person und Seele. Ganz schöner Striptease den der Herr da abliefert und großer Respekt von mir, dass er so freimütig den Leser daran teilhaben lässt, denn man bietet mit solchen Offenbarungen wie hier ja auch jede Menge Angriffsfläche. Deshalb Hut ab. Dazu gibt’s natürlich auch noch einen Arsch voll Infos zur sehr geilen und inzwischen ja auch schon steinalten Band aus Boston. Einziges Manko: Eigentlich ist das Teil für eine Band wie The Freeze viel zu kurz und hätte gerne doppelt so lang sein können. Nach Cliff Hanger befragt Jan dann auch gleich noch die One-Man-Band Flight, die wohl ziemlich einen auf Lo-Fi macht, mich aber im Gespräch nicht unbedingt neugierig macht. Oh Gott, und dann die Befragung mit den drei selbsternannten God Free Youth-Bands Fargo, Remember und Sundowning. Das Ergebnis ist dünn wie Butterbrotpapier und lässt einen hilflos mit ganz vielen Fragezeichen im Kopf zurück. weiterlesen →

(CD, Knock Out)
Gleich zu Beginn fällt das Intro auf (Anm. Obnoxious: An welcher anderen Stelle könnte denn ein Intro sonst noch auffallen außer zu Beginn?). Denn normalerweise ist man englische Samples gewohnt, egal ob es eine deutsche Band ist oder ob sie aus einem anderen Land stammt. Die Amis hingegen bauen mal ein deutsches ein und ziehen damit sofort die Aufmerksamkeit auf sich. Ansonsten bleibt aber alles beim Alten. Die fünfköpfige Band um ihren stimmgewaltigen Sänger Noah, ist ebenso hart und kompromisslos wie er selbst. Bekanntlich ist das im Streetpunk-Bereich, abgesehen von Lousy, bisher einzigartig und ist die Visitenkarte der Band. Textlich weiß ich ehrlich gesagt nicht, ob die Amis in den 1980ern stehen geblieben sind oder ob sie schon ein paar Jahre in die Zukunft denken. Ständig wird nämlich von der Working Class geredet, davon dass der Staat dem Volk gehört, die Regierung lügt, die Regierung nicht der Staat ist, ect… Klar sind das Themen, die auch heute noch aktuell sind, aber so schlicht, einfach und direkt, wie sie von dieser Band transportiert werden, so kennt man es aus den End-1970ern in England. (Anm. Obnoxious: Also doch nicht in den 80ern hängen geblieben, sondern noch früher?!) Bocky

(CD, Side One Dummy)
Als Jim Lindberg im Jahr 2009 Pennywise verließ, fand ich das schon ziemlich schade. Schließlich waren Pennywise eine der Bands, mit denen ich anfing Punk zu hören. Vor allem die Alben „About Time“ und „Land Of The Free“ werden immer zu meinen Favorites gehören. Aber auch das letzte Album „Reason To Believe“ fand ich sehr gelungen. Daher hat es mich eigentlich doch gewundert, dass Jim dann doch so plötzlich ausgestiegen war. Pennywise haben ja mit Zoli Teglas schnell einen Ersatzmann gefunden, aber nachdem ich die Band einmal mit neuem Frontmann live gesehen habe, muss ich sagen, es ist halt nicht das Gleiche. Und was macht Jim Lindberg in der Zwischenzeit? Nachdem er für eine Weile den Familienmenschen gespielt hat, fing er wieder an mit Freunden Musik zu machen. Das Resultat ist die Band The Black Pacific und sie klingt – wie Pennywise eben. Oder jede andere Band klingen würde, in der Jim singen würde. Das ist nicht schlecht! Die 10 Songs vom Debüt-Album sind gut geworden, keine Frage. Nur hat man die eben als Pennywise-Fan schon gehört – und das ist das Problem. Für Fans von Pennywise durchaus zu empfehlen! Martin

Hier wie Kollege Bomml vom Oi! The Print über unsere aktuelle Ausgabe denkt:

PUNKROCK! #13
Die neue Ausgabe des Mannheimer Fanzines bietet die übliche Qualität – die Artikel sind alle gut und angenehm geschrieben, einige Bands haben gutes zu erzählen, andere Beiträge halte ich wiederrum für überflüssig. In letzterem Fall hat das aber eher mit der betreffenden Band zu tun. Der Tourbericht von Modern Pets verläuft eigentlich doch relativ ereignislos, aber selbst als Punkrock-Band erlebt man auf Achse kaum noch Gefährliches. A hat Steve Ignorant von Crass wildere Stories auf Lager. Weiters bleibt die Frage offen, ob die Inseratekunden von Zona Antifascista ein Problem mit einem Broadsiders Review haben, die schließlich auch auf Dim Records veröffentlicht haben. Das gute, alte – immer wieder „lustige“ Spiel. Aber die pikante Thematik bekommt in dieser Ausgabe ausser beim Jammer-Artikel auffällig wenig Aufmerksamkeit. Finde ich gut so! Das Interview mit der Firma Vegan Wonderland bringt einige sehr interessante Aspekte auf, ich dachte immer, dass sich hinter diesem Namen einige Althippies verstecken. Aber so kann man sich täuschen – auch wenn Bocky in der Vergangenheit unnötige Paranoia an den Tag gelegt hat, muss man seine Schiene auch irgendwie respektieren. Das Fanzine hat halt optisch und inhaltlich seine charakteristische Linie und darum ist es immer wieder angebracht, das Heft auch zu lesen!

Hier was Kollege sickguy77 / Crazy United von unserer aktuellen Ausgabe hält:

PUNKROCK! #13 – Fanzine
Ich liebe Fanzines und freue mir jedes Mal ein zweites Loch in den Allerwertesten, kommt hier eines zum Besprechen reingeschneit. Das Punkrock! Fanzine habe ich schön öfter gelesen, diese Ausgabe halte ich bisher für die Beste, vielleicht liegt es an der Bandauswahl und den Interviews. Musikalisch liegt der Schwerpunkt beim Hardcorepunk, als Aufmacher dient das Interview mit Mr. Ignorant von Crass. Dieser taucht zurzeit in allen möglichen Zines auf. Die Interviews mit Scheiss Minnelli und Red Tape Parade sind ebenfalls erste Sahne, RTP waren mir bis dahin völlig unbekannt, das soll sich demnächst musikalisch ändern, machen einen sympathischen Eindruck. Das Scheisse Minnelli eine solch große Nummer sind, da sie schon diverse US Touren hinter sich haben und als Vorband von Jello Biafra und NOFX gedient haben. Respekt die Herren!
Die Modern Pets berichten über Ihre Europa Tournee, Dominik, aus Bayern nach Barcelona ausgewandert, wird zu seinem Treiben als Konzertorganisator für spanische Punkbands befragt. Die Macher von Vegan Wonderland werden vorgestellt und u.a. zu Ihrer Lebenseinstellung befragt. Auch wenn ich kein Veganer / Vegetarier bin, finde ich es schon merkwürdig, dass diese Menschen immer noch um Anerkennung und Toleranz streiten müssen. Vielleicht trägt dieses Interview dazu bei. Ebenfalls interviewt werden die beiden Gestalter vom Tante Guerilla Mailorder, und wer es noch nicht gewusst hat erfährt hier in welchen genialen Bands diese beiden sonst aktiv sind. Werft mal einen Blick in diesen, kleinen, aber feinen Mailorder im Internet, es lohnt sich. Das hat richtig Spaß gemacht, diese Berichte zu lesen, Frager wie Befragte haben sich ordentlich ins Zeug gelegt, gut gemacht. Natürlich gibt es sehr viel mehr durchzuackern, zu viel um alles aufzulisten. Zum Schluss noch die Bemerkung, das ich sehr erstaunt über Bocky’s Konzertbericht von Slime in Heidelberg war! Bin mal gespannt, ob die Band dazu Stellung bezieht. Aber darüber vielleicht mehr in der nächsten Nummer.

Underdog #33

| Januar 7th, 2011

(A5 + CD, 68 Seiten, 2,50 Euro + Porto, www.myspace.com/underdogfanzine
Oh, mal wieder eine Spezial-Ausgabe vom Underdog. Diesmal zum Thema „ElektroPunk“. Wie geil ist das denn nicht? Hab ich mal wieder nicht aufgepasst, als das Review-Material verteilt wurde, sondern nur „Hier!“ geschrieen als ich das Underdog gesehen habe. Der blanke Schauer lief mir dann erst zu Hause über den Rücken. Aber da musste ich jetzt wohl durch. Ohne große Umschweife und die üblichen Kolumnen und News zu Beginn des Heftes, steigt Fred voll in die Eisen und zerrt zig Protagonisten des so genannten ElektroPunk in den Ring. Einführend gibt es zwar noch einen kurzen historischen Überblick (den ich etwas marginal finde) über das „Genre“ in Deutschland, aber dann geht’s unumwunden los. Frage und Antwort stehen z.B. Robert Görl von DAF, Alec Empire von Atari Teenage Riot (zugegebenermaßen zwei Bands die die Szene nachhaltig geprägt haben), Bubi Elektrick, Oliver Kraus von Sputnik Booster, Assophon, Dystronic, E-Aldi und N.I.C.H.T.S.2.0. weiterlesen →



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