Archiv für Interessantes

Guerilla: Das Interview

| August 2nd, 2009

Aus, Ende, Schluss. Wenn diese Ausgabe erschienen sein wird, dann ist das Abschlusskonzert von Guerilla rund 1 Woche her und das war es. Obwohl ganz so stimmt das auch nicht. Denn während wir das Gespräch hier machten, war die Band noch einmal im Studio, um ihre letzte Scheibe aufzunehmen. Um das Vermächtnis wird es aber hier in keiner Frage gehen. Interessanter für mich zu wissen war zum einen natürlich die Geschichte, wieso die Band immer vermummt auftrat und zum anderen was die Band aussagen wollte. Weil schaute ich mir die Shows der Band an, fragte ich mich stets, warum das so martialisch aufgeführt wurde. Zudem war mir klar, dass da mehr dahinter steckt, als nur fett und kämpferisch zu feiern. Das hatte eine Aussage, die mir jedoch nicht so hundertprozentig einleuchtete. Heraus kamen recht theoretische Antworten, die absichtlich abstrakt gehalten wurden und auffordern weiter zu streben. Nach wem oder was, lest ihr besser selbst.

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tulaviok(CD, Dirty Punk Records)
Bei Tulaviok handelt es sich um eine Franzacken-Band, die zwischen 1984 und 1989 bestand und im Froschfresserland damals richtungweisend in Sachen Punkrock war. Und das zu Recht. Mit ihrem Debüt-Album „Dèche À La Chtouille“ aus dem Jahr 1987 haben sie einen Meilenstein des französischen Punkrock abgeliefert, der hier endlich als Wiederveröffentlichung dem Geschmeiß zugänglich gemacht wird. Sowohl als CD (feines Digipack) als auch auf Vinyl (transparentes Pink im Klappcover). Also auf jedem Fall auch etwas für die Ästheten unter Euch. Wichtiger ist aber die Mucke. Tulaviok bieten auch für nicht der französischen Sprache Mächtige hymnischen und melodischen Punkrock, der von der ersten Sekunde an zum Mitgrölen animiert. Ein Markenzeichen der Band war es sich einen Spaß daraus zu machen Punkrock- oder auch andere Klassiker zu covern und respektlos zu verwursten. Das Schöne daran ist außerdem, dass sich Tulaviok einen Teufel um die politische Correctness scherten und einfach ihren Stiefel runter spielten, was damals von der Szenepolizei (gab es die in den Achtzigern in Frankreich schon?) auch nicht sonderlich sanktioniert wurde. Schon allein das Originalcover mit einem überdimensional großen Schwanz dürfte für Aufsehen gesorgt haben. Trotzdem wurde die für damalige Verhältnisse unvorstellbare Zahl von 4000 Exemplaren verkauft. Jetzt ist die Platte also endlich wieder erhältlich. Mein Tipp: Unbedingt anschaffen!!! Es lohnt sich auf jeden Fall! Oldschool to the bone! Obnoxious

TELEMARK – Informat

| Juli 29th, 2009

informat(LP, Salon Alter Hammer / X-Mist)
Trend? Front? Ja, schon winken diese beiden Bands um die Ecke. Aber wow, was Telemark hier mit ihrem dritten Album abliefern… Alle Achtung. Treibend ist noch untertrieben. Voll in die Fresse wäre eigentlich der bessere Ausdruck. Schlagzeug und Gitarre gehen hier so dermaßen aggressiv zu Werke, dass man sich eigentlich sehr gerne gleich mal einen Termin beim Zahnarzt holen möchte, um sich bei nächster Gelegenheit wieder die Vorderzähne gerade rücken zu lassen. Telemark sind in diesem Fall keine elegante Landung beim Skispringen, sondern eher der unsportliche Schlag unter die Gürtellinie. Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde. Telemark sind definitiv kein abgedroschener Deutschpunk, sondern zukunftsweisend. Nein, besser anders – grammatikalisch – ausgedrückt: Sie sind weder Futur, noch Vergangenheit, sondern Perfekt – also die vollendete Gegenwart. Und ziemlich krachig. Eigentlich bin ich momentan so drauf, dass ich an allem etwas auszusetzen habe, aber bei „Informat“ kann ich beim besten Willen nichts finden. Außer, ganz vielleicht, das Artwork, aber eigentlich stimmt das auch nicht weil: Passt wie Arsch auf Eimer! LP-Käufer bekommen noch einen USB-Code frei Haus mitgeliefert. Ganz doll Schnaps! Obnoxious

Das war die LP. Snitch bespricht jetzt die CD: weiterlesen →

volxsturm-e28093-immer-hart-am-wind(Do-LP, Contra Rec.)
Schaut man sich diese Produktion an, wünscht sich jede Kapelle einen Freund wie den Labelchef Hechti zu haben. Die Aufmachung der Doppel-LP ist nämlich einzigartig: Klappcover, zwei mal transparentes Vinyl (blau und gelb) und ein vierfarbiges 20-seitiges Booklet im A4-Format! Ich möchte nicht wissen, was das gekostet hat und kann mir daher nicht vorstellen, dass die Scheibe eine große Gewinnspanne hat. Der Boss bestätigte mir das in München auf einem Konzert höchst selbst. Deshalb aufgehört und zugepasst, ich beschreibe hier ein Sammler- und Liebhaberstück par excellence. Musikalisch sind auf den vier Seiten der Platte fünf Live-Konzerte gepresst. Obwohl ich kein großer Freund von Live-Aufnahmen bin, muss ich trotzdem zugeben, dass hierbei alles richtig gemacht wurde. Im Studio wurde nicht nachgefrickelt, um einen glatten, satten Sound zu bekommen. Dafür haben die Konzertmischer glücklicherweise immer einen guten, authentischen Ton hingedreht. Für alle Volxsturm-Fans ein must have im Quadrat! Bocky

Muff Potter sind Geschichte

| Juli 28th, 2009

28. juli 2009
Von: fuckoffanddie@muffpotter.net
An: freunde@muffpotter.net
Betreff: good news for people who love bad news

liebe freunde von muff potter,
vor fast zehn jahren sangen wir in dem „siegerlied“:
„tapferkeit ist nicht gottgegeben, wer will schon lernen wie man sowas macht.“
und weil wir nie gelernt haben wie man sowas macht machen wir es kurz:

WIR LÖSEN UNSERE BAND AUF!

wir glauben, daß wir nach gut 16 jahren an einem schlusspunkt angekommen sind. wir glauben, daß wir dieses jahr mit „gute aussicht“ eine der besten randale platten des ganzen jahrzehnts abgeliefert haben. wir glauben, daß wir in all den jahren, nicht zuletzt 2008/2009, phänomenal viel energie in diese band gesteckt haben.
muff potter, ein monster, larger than life. manche von uns spielen jetzt seit der hälfte ihres lebens in dieser band. das muss man sich mal vorstellen!

irgendwann ist auch mal schluss.
der besiegte sieger macht platz für etwas neues.

alle angekündigten konzerte werden gespielt, und im dezember sagen wir nochmal eine woche lang tschüs. die termine werden in wenigen wochen bekannt gegeben.

danke an alle die uns in den letzten 16 jahren unterstützt haben.
danke am allermeisten an uns selbst für 16 jahre fahrtwind.
wir gehen erhobenen hauptes, in demut und stolz. besser können wir uns einen abgang nicht vorstellen.

muff potter forever.
auf wiedersehen,
sagen nagel, shredder, dennis und brami.

Fanzine Reviews Ausgabe #9

| Juli 27th, 2009

Bad Rascal #3
(A5, 64 Seiten, 2 Euro + Porto, badrascal@gmx.de)
Julez und Bobso sind back on the map. Aber das auch nur noch dieses eine Mal und dann werden die Segel gestrichen. Warum wollen uns die beiden aber nicht wirklich verraten. Dass hier auch schon nicht mehr so viel Lust drin zu stecken scheint, fällt auf. Denn einerseits sind richtig tolle Sachen dabei wie das Interview mit der PGL Aachen mit Alen und Nazi Dogs Karsten oder der große Aachen-Führer, indem die beiden ’ne Sauftour durch ihren Heimatort machen. Andererseits verstehe ich einen Interrail-Bericht nicht, der nach drei ereignislosen Tagen endet!? Ebenso finde ich den größten Teil der Interviews schade, weil die Auserwählten – Inner Conflict, Rogue Steady Orchestra – an sich interessante Zeitgenossen sind, die auch was zu sagen haben, aber es wird nichts aus ihnen heraus gekitzelt. weiterlesen →

keine-zukunft-war-gestern(Hardcover, Archiv der Jugendkulturen, 365 Seiten, 28 Euro)
Oh Kacke, ich hatte so einen gewitzten Einstieg in die Besprechung zu diesem Buch, aber da habe ich mich letztens doch mal wieder selbst ins Knie gefickt. Und das kam so: Zur Vorbereitung von „Keine Zukunft war gestern“ verschickte das Archiv für Jugendkulturen vor ganz langer Zeit eine Email mit einem Fragenkatalog an Menschen, von denen sie wohl dachten, sie könnten was zum Thema beitragen. Logisch, dass ich dabei war und mich als selbstverliebter Wichtigtuer gleich daran machte die Fragen zu beantworten, schließlich will man keine Möglichkeit verpassen, selbst in so einem tollen Buch Erwähnung zu finden. Und genau diese Mail hatte ich bis vor kurzem noch archiviert. Da hätte man echt was draus machen können, so als Intro für dieses Review. Da ich die Mail aber vor einiger Zeit dann doch gelöscht hatte, fehlt mir jetzt eine gute Einleitung. Scheiße! Also vergesst die Einleitung und kommen wir gleich zum Buch: groß, dick und ziemlich schwer. Aber das war ja zu erwarten, denn „Punk in Deutschland“ – wie es im Untertitel heißt – lässt sich nun mal nicht auf 80 Seiten zusammenfassen, zumindest nicht wenn man dem Thema einigermaßen gerecht werden will. Die Frage ist nur: Wie schafft man das? weiterlesen →

Towerblocks(CD, Sunny Bastards)
Dass die 5 Jungs aus Berlin der Knaller sind, war mir schon bei meinem ersten Besuch ihrer zahlreichen Konzerte klar. Mit ihrem inzwischen dritten Album und 9-jährigen Bandbestehen setzen Towerblocks klare Akzente. Vom ersten bis zum letzten Lied bohrt sich die Musik in den Kopf und lässt da so schnell auch nicht mehr los. Lieder wie „Kids Of The Towerblocks“, „The End Of My Road“ oder „Waste My Time“ zeigen, was die Jungs drauf haben. Die CD mit richtig gutem Artwork und 13 Hymnen plus Bonustrack lässt einen kräftig in der Hütte abrocken. Rauer, aggressiver Punkrock, der seinesgleichen sucht. Kay

tt_ep_140(7“, Matula Records)
TT werden immer besser: Schneller, rotziger 77er-Punk, der richtig Laune macht. Gesungen auf Deutsch und Englisch werden hier 5 Songs geboten, die mal von der technikhörigen Gesellschaft oder von einem besonders schrecklichen Freitagabend handeln. Bei „Mein Firewire brennt“ sorgt dann sogar ein Keyboard für Abwechslung! Produziert wurde das Ganze vom Shocks-Gitarristen/Sänger Smail. Aber alleine wegen dem Gimmick (einem pinken Poster von Mr. T!) lohnt der Kauf dieser 7 Inch. Richtig geile Scheiße! Zechi

standoutriot1(CD,www.tnsrecords.co.uk/ www.punkorder.com )
Beeindruckendes Debüt der achtköpfigen Ska-Core-Band aus dem Nordwesten des Großbritannienlandes. Fünf Jungs und drei Mädels (eine Streicherin und zwei Bläserinnen [HöHö]) schmieden einen superenergetischen Mix aus Ska, Punk, Gypsy und Hardcore, der den Vergleich mit Gogol Bordello nicht zu scheuen braucht. Die Anfangzwanziger beeindrucken in vielfacher Hinsicht. Sie wohnen in fünf Bundesländern (Anm. Obnoxious: Gibt’s dort jetzt auch schon Bundesländer? Ich bekomme es mit der Angst zu tun!), proben teilweise unterteilt in Rhythmus- und Blechbläsersektion und (Achtung Kollegen!!!) komponieren und spielen nach Noten, denn alle machen oder haben schon irgendeinen englischen musikalischen Abschluss. Die Texte transportieren mal eine direkte antifaschistische oder antikonsumorientierte Botschaft, mal eher ein im Unterton mitschwingendes „manNfrau sollte sich nicht von täglichen Routinen klein klein klein kriegen lassen und halt möglichst viel aus seinem Leben machen“. Tut dies und kauft euch die CD oder geht auf ein Konzert, sollten es diese acht über den kleinen, ärmeligen Teich schaffen! Captain Mocker

(CD, No Solution Records)
Schweinerock meets MC5. Bei Reviews ist es ja immer so, dass die Band dem Rezensenten auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist. Das ist dann auch immer so eine Stimmungssache. Hat man gerade gut gefickt oder liegt einem eine fette Wurst quer im Gedärm. Bei mir trifft momentan keines der erwähnten Szenarien zu, deshalb weiß ich nicht so recht, was ich mit der CD anfangen soll. Klar, stehen die vier Jungs aus dem ehemaligen Dunkeldeutschland musikalisch auf der Siegerseite. Aber reißt mich das jetzt definitiv vom Hocker? Nein! Okay, ich habe inzwischen auch gut einen am Docht, aber irgendwie… naja. Ich glaube, live würde das hier bei mir nicht so gut funktionieren, denn bei Konzerten bin ich meistens eher auch etwas angetüddelt und da wäre mir The Social Beat Explosion zu frickelig. Und zu Hause kann ich mit Rücksicht auf den Nachwuchs kaum mehr CDs in angemessener Lautstärke anhören. Ach, ich weiß auch nicht. Wer mit dem Namen Paul Smith (Dumbells) als Produzent was Positives in Verbindung bringt, ist hier auf jeden Fall gut bedient. Ich geh jetzt kacken, denn mit ficken wird’s heute auf jeden Fall nix mehr… Obnoxious

(CD, Maniac Attack)
Die kanadischen Iro-Punx, deren Name soviel wie „Die Raufbolde“ bedeutet, lassen es auch in musikalischer Hinsicht ganz ordentlich krachen, so wie ich es auch von anderen einschlägigen Bands aus dem Dunstkreis von Maniac Attack/TSOR Rec. gewöhnt bin (Krum Bums, Monster Squad, Obtrusive…). Das ist zwar eine solide Sache, aber als alter Mann würde ich mich hin und wieder mal über Lieder mit ein bisschen mehr Melodie freuen, etwas, zu dessen Klängen man beschwingt schunkeln und mit der Verlobten einen gepflegten Kaffee einnehmen kann, oder wenigstens als Teil eines bierseligen Mobs mitgrölen… Mr. Alf Garnett

aufdauer(Hardcover, Edition Tiamat, 263 Seiten, 16,00 Euro)
Auf das Buch aufmerksam wurde ich auf der Homepage der Satirezeitschrift Titanic. Da ich die Texte von Fanny Müller in der Titanic und auf der Wahrheits-Seite der Taz früher des Öfteren gerne mal gelesen habe und stets auf ihre treffsicheren Spitzfindigkeiten vertrauen konnte, konnte ich es mir nicht verkneifen „Auf die Dauer seh ich keine Zukunft“ beim Verlag anzufordern. Nicht zuletzt deshalb, weil laut Info: „Fanny Müller lebt, isst und arbeitet im Hamburger Schanzenviertel, zwischen Alten-, Obdachlosenheimen und Punks, eine Gegend mit einer Menge Realitätsgehalt. weiterlesen →

4453(CD, Contra Light Records)
Als Thorsten, Sänger von The Other, vor einigen Jahren das Horrorpunklabel Fiendforce gründete, war nicht klar, wie lange dieser Hype anhalten würde. Jetzt ist es sogar soweit, dass er sich den Markt teilen muss. Bei Contra Light Records aus Wurzen hat man einen Narren an dem vorliegenden Trio gefressen. Da tat man gut dran. War das Vorgänger-Album noch etwas schwach auf der Brust, so kann man bei der vorliegenden Veröffentlichung ohne Zweifel von einem Quantensprung der Band sprechen. Die 15 Songs bieten eine dichte und düstere Atmosphäre ohne lächerlich zu wirken. Die Samples sind richtig gesetzt und wirken nicht überbordend. Insgesamt ist der Sound sehr authentisch, ist glücklicherweise nicht überproduziert. Dem Gesamtwerk geschuldet, erscheint das Album im Digipack und hat im schicken und dicken Booklet alle Texte. Überraschend fetter Horrorrock, der nur selten solch eine Intensität erreicht. Bocky

distemper_-_the_world_is_yours(CD, ANR)
Bekannter aus Russland als Distemper dürfte heutzutage wohl lediglich Putin und Gazprom sein. Denn wie oft Ben von ANR die Moskauer Skapunker schon nach Deutschland holte, kann man sicher nicht mal an 3 Händen abzählen. Dementsprechend groß und erfreut ist jedes Mal die stetig wachsende Fangemeinde dieser russischen Combo. Das nunmehr 13. Album wird diesem Zustand sicher auch keinen Abbruch tun. Denn im gewohnten Stil, mit vielen Bläsern – angeblich bläserlastiger als je zuvor, was ich nicht bestätigen kann – hoppeln die wilden Russen munter eine knappe Stunde drauf los. Distemper sind eine feste Größe in ihrem Genre und ich wünsche ihnen noch viele weitere unzählige Besuche bei uns. Übrigens kommt das Album im feinen aufgerauten Klapp-Digipack. Bocky

DEFEATER – Travels

| Juli 21st, 2009

defeater-travels(CD, Bridge Nine Records)
Lässt man seinen Blick auf die Debütplatte(!) der Bostoner Band Defeater fallen, kommen einem alle möglichen Gedanken, zu welcher Art von Musik das Cover-Artwork wohl gehört. Ich habe im ersten Augenblick auf etwas Roots-mäßiges, Country, Blues oder Songwriter-Musik getippt. Ich finde die ausdrucksstarken Schwarz-weiß-Aufnahmen/-Portraits würden sich gut auf einer weiteren Johnny Cash-Platte aus der American Recording-Serie machen. Nach mehrmaligem Hören der CD und lesen des Booklets erkenne ich die Personen auf den Bildern als die Protagonisten der Story, die hier als Text fungiert. Defeater haben hier etwas gewagt, was ich als solches noch von keiner anderen Hardcore-Band gehört habe. Und zwar handelt es sich bei der „Travels“ um ein Konzeptalbum. Ein hässliches Wort, aber so ist es. Vor allem, ein Konzeptalbum als erste Veröffentlichung. weiterlesen →

(CD, springerthomas@gmx.de)
Ein Chief Executive Officer ist sowas wie der Chef der Chefs. Also die Pottsau, die allen sagt, wo’s langgeht und versucht ihm einer ans Bein zu pissen, dann ist im nächsten Augenblick die krumme Gurke einfach weg! So ist es nicht mehr als konsequent, dass die drei anzugtragenden Mitt-Dreißiger ihren Tonträger in Eigenregie herausbringen. Denn wie erklärt, kann ihnen so keiner auch nur irgend etwas. Wieso sich die Herrschaften aus Hamburg jedoch so lange Zeit ließen, ist mir schleierhaft, denn den Punkrock im Blut haben sie schon. Aber CEO wird man ja auch nicht von heute auf morgen. Wenn man dann soweit ist, hat es dafür immerhin Hand und Fuß. So scheint es das norddeutsche Trio auch zu halten, schenkt man ihrer Version von Punkrock ein Ohr. Es geht straight zur Sache und man hält sich nicht mir störendem Geplänkel auf. Feines und sympathisches Trio. Bocky

Natascha – Seelenficker

| Juli 21st, 2009

natascha-e28093-seelenficker(Taschenbuch, Ubooks Verlag, 111 Seiten, 9,95 Euro)
Alter Schwede, was für ein bedrückendes Buch. Ich habe mich lange davor gedrückt auch nur ein Wort darüber zu tippen. Zu intensiv und beklemmend sind die Eindrücke und Abgründe, die sich da auftun. Eine umfassende Besprechung ist für mich hier nicht möglich, deshalb habe ich mich entschieden, Euch einfach einen stichwortartigen Auszug der Notizen, die ich mir während des Lesens gemacht habe, zu geben. Anders kann ich das hier nicht bewältigen. Zur Erklärung: Natascha ist 13 als sie hardcoremäßig drogenabhängig wird und sich gezwungen sieht, auf den Kinderstrich zu gehen. Sie beginnt ein Tagebuch zu schreiben, am Ende des Buches ist sie 17. Hier habt ihr Einblicke in ihre Autobiographie, so wie ich sie mir notiert habe und bedenkt immer Nataschas Alter und dass das hier eine wahre Geschichte ist: weiterlesen →



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