Archiv für Interessantes

(CD, Stomp Records)
Hmm, ein ziemlich bescheuerter Albumtitel. Aber irgendwie natürlich auch schon richtungsweisend. Die Dreadnoughts aus Kanada, die in manchen Kreisen schon wie der neue Stern am Himmel gehandelt werden, verbinden Polka (wen wundert’s?), Shanties, FolkPunk und Gypsy-Mucke. Einerseits langweilt mich das unglaublich, andererseits erwische ich mich schon das ein oder andere Mal beim Mitschunkeln. Trotzdem: Wer zwischen hektischen Instrumentals und ruhigen A Capellas (oder umgekehrt) ständig hin und her eimert, erntet von mir fragende Blicke. Wo ist man? Wo will man hin? In den besten Momenten erinnern The Dreadnoughts an die göttlichen Gogol Bordello, in den schlechteren Songs würde ich die Scheibe aber am liebsten in den Gully kippen. Und dennoch sind für Fans oben genannter Musikrichtungen mit Sicherheit einige feine Perlen zu finden. Richtig überzeugen können mich die Dreadnoughts aber nicht. Obwohl: Gegen Ende wird’s schon richtig geil. Und auf eine Kaperfahrt ins Mädcheninternat würde ich die CD im Digipack schon mitnehmen… (für die Fahrt, nicht für die Mädchen!) Obnoxious

Snowfall #2

| April 20th, 2011

(A5, 44 Seiten, 1 Euro plus Porto, Benny, Weggunerstraße 10, 17268 Boitzenburg)
Also, mein Ding ist das Snowfall auf jeden Fall nicht. Weder im musikalischen noch im humoristischen Sinn. Und schon gar nicht im orthografischen. Aber jetzt mal auf die Rechtschreibung geschissen: Der Super-Underground-Metal, der im Heft zelebriert wird, geht mir so meilenweit am Arsch vorbei, dass ich schon beim Lesen der Bandnamen einen Tennisarm bekomme vor lauter Luftgitarren-Fantasien. Von den Ohrenschmerzen ganz zu schweigen. Davon mal abgesehen, sind die Berichte und die Interviews mit irgendwelchen Grunzer-Bands unter aller Kanone. Der Ossi-Slang macht’s auch nicht besser. Und obwohl ich mir beim Kacken echt Mühe gegeben habe, mich auf’s Lesen zu konzentrieren, dachte ich immer nur: „Ach, Du Scheiße!“ Trotzdem musste ich manchmal lachen, aber das war wohl nicht an den vom Verfasser vorgesehenen Stellen. Sollte uns das Snowfall auch die nächste Ausgabe zuschicken, muss sie dann jemand anderes von uns besprechen. Ich tu mir das jedenfalls nicht mehr an. Wäre wohl für beide Seiten besser. Steilvorlage für die Konterrevolution von: Obnoxious

BRAINDEAD 5 – Guten Tag

| April 19th, 2011

(CD, Rockhit Records)
Boah ey, ein Bastard von Death Metal und Punk. Die Texte durchgehend auf Deutsch. Blutrünstiger Quatsch wechselt sich mit kritischen Texten bezüglich humaner Irrationalitäten (Zitat Info-Zettel: Folter, Kindesmissbrauch, Kannibalismus, Wahnsinn) ab. Inhaltlich zwar löblich, dass man sich über den ganzen Scheiß Gedanken macht. Irgendwie aber auch schon abgedroschen. Also ich brauche so was nicht! Aber was soll’s. Vielleicht bin ich einfach zu zart besaitet oder auch schon zu weich gespült. Jedenfalls ist mir das alles zu plakativ. Mit Horrorsägen und Kettenfilmen kann man bei mir schon seit geraumer Zeit keine hohe Punktzahl mehr erzielen. Langweilig. Digipack, Textblatt und Faltposter reißen es auch nicht raus. Obnoxious

Plattenverlosung abgeschlossen

| April 19th, 2011

Die Vinylscheibe von Garry B. & Die Mandys geht an Marion aus Heddesheim.
Nachdem sich der erste Gewinner (Hunzel Strunz) sich nach fünf Tagen nicht mehr gemeldet hat und ich auch keine Postadresse von dem hatte, hab ich eine neue Gewinnerin aus dem Hut gezogen.

Die erste EP „Rowdy Rock“ von Garry B. & Die Mandys darf jeder kostenlos runterladen. Wo genau, das steht hier

(Bisschen größer als ne CD, 52 Seiten, Weildarum Verlag, 6 Euro incl. Porto via rotten.vegetable@gmx.de)
Markus Magenbitter ist durch seine Veröffentlichungen im Plastic Bomb, Ox und einigen anderen Punk- und Comic-Fanzines und (Stadt-)Magazinen vielleicht dem ein oder anderen kein Unbekannter. In vorliegenden Band liefert er eine Sammlung seiner neueren Machwerke an und kann mich mit seinen farbigen ein(oder selten auch mal zwei)-Bildchen-Cartoons gerne mal zum Lachen bringen. Nah an der Szene, nah am Puls der Zeit kalauert Herr Magenbitter. Sehr unterhaltsam das. Wer auf der Schüssel nicht nur liest, sondern sich auch gerne von den bildenden Künsten inspirieren lässt, muss hier zugreifen. Obnoxious

Der gestreckte Mittelfinger #6

| April 17th, 2011

(A5, 88 Seiten, 1,50 Euro plus Porto, www.dergestrecktemittelfinger.de)
Falk Fatal hat es also doch endlich mal wieder geschafft eine neue Ausgabe seines Schmierblattes fertig zu stellen. Und das ist auch gut so. Am besten am „Mittelfinger“ gefallen mir Falks Kolumnen, die einerseits das nötige Background-Wissen haben und andererseits dem gemeinen Volk und der Obrigkeit ziemlich ans Bein pissen. Absolut lesenswert was der Fatalist hier vom Stapel lässt. Neben den Kolumnen gibt es aber auch noch ein Special zum Thema „Punk & Downloads“ zu dem unter anderem PB-Micha, Twisted Chords-Tobi, Pascow und Amen 81 befragt werden. Ein einheitliches Bild ergibt sich dazu zwar nicht, aber viele interessante Einblicke und Meinungen. Zusätzlich gibt’s noch ein paar Beiträge von Gastautoren, aber der „Mittelfinger“ ist am besten, wenn Falk selbst die Finger in die Tasten haut. Und das hat er hier zu genüge getan. Ach ja, Snob Value dürfen auch noch Rede und Antwort stehen. Bestellt das Heft beim Versicherungs-Journalisten Eures Vertrauens – Mail-Adresse siehe oben. Obnoxious

LOVE ACADEMY – s/t

| April 16th, 2011

(7“, Salon Alter Hammer, Kidnap Music, Dense Waves)
Da hat wohl jemand mal eine Scheibe von Trend im Schrank. Und von Fehlfarben. Kein Fehler! Love Academy – bescheuerter Bandname – machen ziemlich geile Mucke. Minimal-Punk trifft auf die Punk-Vorreiter der NDW. Trotzdem absolut am Puls der Zeit. Auch textlich. Ich kann darauf ganz gut. Geile Sache – kann ich nicht genug von bekommen. Alle Songs kann man sich online zur Probe hören. Ihr wisst schon wo. Aber das ist ganz klar kein Ersatz, denn die 7“ ist nicht nur musikalisch erste Sahne, sondern bietet auch rein optisch absoluten Genuss. Für die Sammler: Jungfräulichweißes Vinyl, komplett weißes Label ohne Beschriftung, serviert im Klarsicht-Plastik-Cover mit tricky Gestaltung plus Downloadcode. Was gibt es Besseres? Nichts. Zumindest für Indie-Punks. Alle drei Daumen hoch!!! Obnoxious



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