Archiv für Interessantes

Neues auf www.punkfoto.de

| Februar 26th, 2010

Karl Nagel, seines Zeichens Meister des Chaos, hat sein historisches Punk-Fotoarchiv neu aufgebaut. Jetzt kann sich jeder anmelden und seine eigenen Fotos hoch laden. Aufgabe ist es das weltgrößte Fotoarchiv zum Thema Punkrock zusammenzustellen. Die Fotos sollten vor dem Jahre 2000 aufgenommen worden sein und zeigen was damals Punk war. Wichtig ist auch die genaue Beschriftung – (an der die meisten scheitern werden.)
Aber schaut mal selbst und klickt euch durch die Vergangenheit:

www.punkfoto.de

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Wo fängt Faschismus an?

| Februar 26th, 2010

… das frage ich mich jeden morgen, wenn ich von dem Blockwart gegenüber mit seinem Laubbläser geweckt werde.
Früher benutzte man noch Besen um den Bordstein von Unrat zu säubern. Heute wird das Bonbonpapier erstmal trocken geföhnt, damit es sich vom nassen Pflaster löst, um dann in der nächsten Hecke zu verschwinden.
In solchen Momenten haben alle Amokläufer mein tiefstes Mitgefühl.
Anbei noch ein Foto, welches in diesem Moment lieber mit ’nem Scharfschützengewehr geschossen hätte.
blockwart

V.A. – Die Verhältnisse rocken

| Februar 26th, 2010

(CD, Rookie)
Attac Deutschland wird 10 Jahre alt und feiert das unter anderem mit dieser CD auf der sich die Speerspitze des deutschsprachigen Linksintellektuellen-Pop versammelt. Namen gefällig? Die Sterne, Jan Delay, Irie Révoltés, Spillsbury, Sportfreunde Stiller, Bela B, Donots, die unvermeidlichen Bap und noch ein paar mehr. Zusätzlich dürfen auch New Model Army und Chumbawamba nicht fehlen. Alle zusammen sind natürlich gegen das bestehende System und stellen Attac deshalb auch Songmaterial zur Verfügung. Das ist löblich, denn natürlich braucht Attac auch weiterhin Geld für ihre durchaus sinnvollen Aktionen. Mir ist das allerdings viel zu Kraut und Rüben. Massenkompatible Gesellschaftskritik in musikalischer Form für träge gewordene Schreibtischrevolutionäre. Unbrauchbarer Quark bis zum Umfallen. Ich kann damit nichts anfangen – egal für wie unterstützenswert ich Attac auch halte. Fazit: Das Geld an Attac spenden – das spart Rohstoffe und Nerven. Obnoxious

V.A. – Skannibal Party 9

| Februar 26th, 2010

hjg(CD, Mad Butcher)
Cooler und sehr abwechslungsreicher Ska-Sampler aus den beiden Häusern Mad Butcher und KOB. Die Standleitung zwischen Göttingen und Verona besteht also auch weiterhin. Und das ist gut so. Denn der neunte Teil von der Skannibal Party liefert mal wieder einen umfassenden Einblick in das Ska-Geschehen. Und das aus fast allen Herren Ländern und in sämtlichen Spielarten, die sich in die Schublade Ska packen lassen können. Ob Offbeat, Two Tone, Traditionell Ska, Ska Reggae, Ska Punk (selten) und weiß der Teufel wie viele Wellen und was es sonst noch so alles gibt. 21 mir weitestgehend unbekannte Bands (ich glaube Mustard Plug sind die einzigen von denen ich vorher schon mal bewusst was vernommen habe) geben hier in knapp 80 Minuten durchweg angenehmes Hörgut zum Besten. Cocktail mixen, auf die Couch legen, zurück lehnen und den Herrgott einen guten Mann sein lassen, ist das was man zu dieser CD nur empfehlen kann. Es geht zwar des öfteren Mal mit angezogener Handbremse ans Werk, aber das muss ja auch nicht immer ein Fehler sein. Wer sich mal wieder einen Überblick in Dicke-Backen-Musik verschaffen will, ist hier bestens versorgt, denn zum Nice Price bleiben dem geneigten Hörer hier keine Wünsche offen. Abstriche beim Booklet muss man zu dem Preis schon machen können. Daumen nach oben! Obnoxious

dsff(MCD, Fullstream Rec.)
Na, das ist doch mal ’ne Blaupause für ’nen Songtitel nach Maß. Großartig. Das Nümmerken selber knallt ebenfalls authentisch und energiegeladen durch die Boxen, so dass man eigentlich nur noch hoffen kann, dass der neue Langakku „Ironing Day“ baldigst auf die Meute losgelassen wird. Die Jungs wissen jedenfalls, wie krachiger, mitreißender DIY-Punk zu klingen hat, und das ja mittlerweile auch schon seit ca. zehn Jährchen. Mal gespannt ob sie mit dem Album das geschmackvolle Cover der Single noch toppen werden (Tennis- Socken & Pillemänner) … Snitch

RAMPIRES – Bat To The Bone

| Februar 25th, 2010

rampires-bat(CD, Psycho T Records)
Die Band bezeichnet ihren Sound selber als „Psychopunk”. Das ist vernünftig, denn als Psychobilly kann man diesen Stilmix nicht bezeichnen. Vom Billy haben die Rampires den Standbass übernommen und diesen mit (Horror)-Punk und mit schwermetallastigen Gitarren verquirlt. Das Ergebnis gefällt, ist echt saugut, nur wenn ich Lust auf Psychobilly hab, greif ich dann doch lieber zu Tonträgern anderer Bands. Ebenso, wenn ich Horrorpunk hören will. Und was ich mach, wenn ich Heavy Metal hören will, verrate ich hier nicht… Breaking the law with the lawbreaking machine. HH

THE CHUCKIES – s/t

| Februar 24th, 2010

lp(CD, Nicotine)
Hinter den Chuckies verstecken sich drei Fünftel der schwedischen Punk’n’Roll-Band The Chuck Norris Experiment. Auf dem selbstbetitelten Debüt-Album dieses Outfits widmen sich die drei verbliebenen Jungs ihrer Vorliebe zu akustischem Material. Also nur Stimme, Gitarre und Orgel sind hier am Start. Verwurstet werden ein paar Songs des Heimathafens CNE und einige eigens aufgenommene Songs. Klingt wie Punkrock, der zu oft von Country, Blues und Rockabilly gefickt wurde. Ich finde das boring to the bones, überflüssig wie einen Kropf und möchte damit in meinem weiteren Leben nichts mehr zu tun haben. Das ist nicht Fisch und auch nicht Fleisch. Entweder so oder so, aber nicht so! Ab damit in die Tonne. Die Oddballs Band war in diesem Bereich mal so richtig geil (wenn auch nicht akustisch, oder irre ich mich da? Müsste endlich mal wieder eine der tollen 10“ von ihnen anhören). Die Chuckies bringen mich vor lauter Langeweile zur Übersprungreaktion Wichsen – endlich mal wieder für sich selbst Zeit haben. Ist doch auch schon was …   Obnoxious

mod_singles(CD, Captain Mod)
Ende der 70er gab es in England ein großes Mod-Revival. Warum weiß man nicht – und kann es auch nicht abschätzen. Eine Folge davon war u.a., dass The Jam immer schlechter wurden, bis sie sich konsequenterweise auflösten und Mr. Weller als Style Council weiter machte. Hätten die Purple Hearts sich ähnlich verhalten, wäre es mir auch egal gewesen. Der Kram ist nämlich auffallend langweilig. HH

Taugenix heißt jetzt Ugly Punk

| Februar 23rd, 2010

logoWas früher mal von toten Bäumen gedruckten Blättern am Bahnhof als Taugenix-Fanzine verkauft wurde, gibt es wieder in neuer Form im Internet als Web-Magazin. Der Name ist Ugly Punk und bietet Interviews, Rezepte, Kolumnen und auch sonst alles was die Spenderniere begehrt.
Steff und sein Team wünschen wir alles Gute und gichtfreie Krallen für so manchen unterhaltsamen Artikel.

www.uglypunk.de

V.A. – Oi! L‘ album


| Februar 23rd, 2010

oilalbum(LP, Une vie pour rien?)

Meine Fresse, das ist mal ein Sampler, der sich auch so schimpfen darf. Das Teil kommt aus Frankreich und mit Bombardiers, Hardtimes und The Daltonz ist auch so einiges vertreten, was man von dort so kennt. Insgesamt 18 Lieder bekommt man hier vor den Latz geknallt. Der Sampler kommt vor allem ohne Ausfälle aus und läuft bei mir nur noch hoch und runter. Einzig über das Booklet kann ich nicht viel sagen, weil ich die LP als Promo-CDR bekommen habe. Hammersound, Hammerplatte! Kay

Diktator Alexander Lukaschenko unterstützt den Gesellschaftlichen Rat für Sittlichkeit und hat Rammstein zu Staatsfeinden erkärt. Grund sind ihre Propaganda für „Gewalt, Masochismus, Homosexualität und andere Abartigkeiten“.
Mein Rammstein- Liebligsvideo hat wohl auch in Weißrussland für Unterhaltung gesorgt.

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/panorama/765/503982/text/

GLUECIFER – B-Sides & Rarities

| Februar 21st, 2010

glue_rari(CD, People like You)
Eine der bekanntesten Bands der skandinavischen Neunziger oder Endneunziger Rockwelle, neben Hellacopters, Hives und dem ganzen Gedöns. Die fünf Norweger bezeichneten sich selbst als die Kings of Rock, soweit so gähn. Hier erscheint jetzt posthum die, wie der Titel schon verrät, CD mit den B-Seiten und Raritäten. dennisdegenerate

death-by-stereo-e28093-death-is-my-only-friend(CD, I Scream)
Was soll’n death? Gott, sind die scheiße! Abgemischt wurde das neue Album von Jay Baumgardener, vorherige Referenzen: Linkin Park, Evanesance… . Und so hört sich das auch an, Disco-reier-mir-irgendwas-in-die-ohren-core, Fred Durst & Co. lassen grüßen. Das Cover der CD, welches bei dem Review-Exemplar aber nicht dabei war, ziert eine blutverschmierte Emoschnalle die das Bandlogo als blingbling Gürtelschnalle trägt, geschmackvoll! Dennisdegenerate

ADULT NOISE –Celebrate Today

| Februar 21st, 2010

inlaycard(CD, www.adultnoise.net)
Also ich würde mal sagen: Old School Ami Hardcore zwischen den Dead Kennedys, Anthrax und D.R.I. Ach ja, und natürlich Negative Approach, von denen „Lead Song“ gecovert wird. Auch die Stimme erinnert mich teilweise sehr an Jello Biafra. Von daher schon mal 8 Punkte von 11 möglichen. Adult Noise aus München machen dann auch keine Gefangenen, sondern ziehen ordentlich von den Lederhosen. Das Album umfasst zehn Songs und als Bonus gibt es noch vier weitere Gstanzerl von der Demo-CD (drei davon sind allerdings auch offizieller Bestandteil des Albums). Kann man also wenig mit falsch machen und da die Jungs die CD auch selbst rausgebracht haben, dürfte sie für einen Appel und ein Ei zu haben sein. Also, wer sich mal wieder richtig die Ohren freiballern will, der sollte so schnell wie möglich mit den Jungs in Kontakt treten. Für das geschmacklose Cover-Artwork gibt’s übrigens weitere Pluspunkte. Obnoxious

SMALLTOWN – Implosion

| Februar 21st, 2010

smalltown-e28093-implosion(CD, Combat Rock Industry)
Finnland strikes again! Combat Rock Industry haben gut daran getan „Implosion“ für den europäischen Hörer rauszubringen. Ich bin dermaßen angetan von den frischen, nicht naiv-heiteren Songs, vom exzellenten Songwriting und der gar nicht angestaubten Reminiszenz an frühere Bands mit Mod-Attitüde. Auch Einflüsse amerikanischer Punkbands wie z.B. NOFX sind erkennbar. Eine Band geht mir als Vergleich nicht mehr aus dem Kopf, die späteren Randy, nur bei den, ebenfalls schwedischen, Smalltown gibt es mehr Retro-Aspekte, Bläser und Orgeleinsätze. Das Album überrascht dann zum Schluss immer weniger, bleibt aber konsequent gut und setzt die Meßlatte ziemlich hoch! Elf Songs, die mich völlig begeistern und nach dreißig Jahren die Lücke zwischen The Clash/The Jam/Stiff Little Fingers und der Gegenwart perfekt schließt. Dennisdegenerate

PHOENIX FOUNDATION – s/t

| Februar 20th, 2010

(CD, Combat Rock Industry)
Wieder mal eine Bank auf Combat Rock. The Phoenix Foundation waren mir bis dato unbekannt, scheinen aber in Finnland recht bekannt zu sein und bringen neben den Alben – inzwischen schon die dritte Platte auf Combat Rock, in aller Herren Länder EP’s raus, wie z.B. in Japan bei Snuffy Smile und dem australischen Label Poison City. Die Band macht melancholischen Punkrock mit leichtem Pop-Appeal. Mitreißende Melodien, aber nix für’n Komödienstadl. Geht so’n bisschen in Richtung Leatherface. Gefällt mir ganz gut! Dennisdegenerate

die-coverlire-e28093-glotzen-statt-kleckern(CD, Comude)
Chip, Chip, Chip, Chip und Chaaaap – Ritter des Reeeechts! Geht’s noch?? Was bitte schön ist das hier, fragte ich mich – und das wird sich jeder fragen, der diese CD in die Finger bekommt. Jede Wette! Hier sind also fünf Typen aus Köln, die eine Daten-CD mit acht Albumsongs im MP3-Format, der jeweiligen Karaoke-Version, einem Studiokonzert im DIVX-Format und allerlei anderem Schnickschnack gebastelt haben. Das allein ist jetzt nicht so seltsam, außer dass ich es affig finde eine Software-CD allein, ohne Audio-CD rauszuwerfen. Das eigentlich Seltsame ist, dass es sich hier um reine Coversongs handelt. Gecovert werden hier nicht GG Vicious And The Banshees, sondern TV-Jingles. Mit zwei Sängern, zwei Gitarren, Bass und Schlagzeug huldigen Die Coverlire hier ihren Lieblingsserien. Gecovert werden z.B. die Masters Of The Universe-Theme, Hero Turtles, King Of Queens, Chip und Chap und noch ein paar andere. Aber wer braucht so etwas? Wer braucht auf „Punkrock“ gemachte Chip und Chap-Jingles? Ich bitte um Aufklärung. Dennisdegenerate

Absturtz – Alles riskiert

| Februar 19th, 2010

cd54(CD, Nix Gut)
Recht umtriebig ist die Kapelle seit 6 Jahren tatsächlich. Aber bloß weil sie alle Ritt lang auf irgendeinem Sampler aus dem Hause Nix Gut erscheinen, sind sie gleich Punks. Denn was die Band aus dem hohen Norden macht ist gut gespielter und schneller Rock mit deutschen Texten, der einigen Combos, die noch zu Punk dazu gezählt werden sehr nahe kommt. Eine Produktion, wie man sie von dem schwäbischen Label kennt, also etwas für junge Parkapunks, was nicht abwertend gemeint ist. Sondern das meist sehr junge Leute sind, die gerne feiern und noch ihren Weg suchen. Eine CD für Leute, die ne Firma unterstützen wollen, die Frei.Wild Shirts druckt, damit sie keine behinderten Mitarbeiter entlassen muss. Bocky



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