Archiv für Interessantes

Dallax – Heart Storming

| August 4th, 2011

Pork Pie
Wenn ich das richtig verstehe, dann ist das gar kein richtig gewolltes Album der Japaner. Stattdessen wollen sie mit den auf Plastik gebannten Songs Spenden wegen der Katastrophe in Fukushima sammeln. Also ne hehre Sache, der sich die Skapunks aus Fernost verschrieben haben. Hoffentlich ward ihr auch fleißig auf ihren Konzerten im Juni und habt das Album gekauft, denn scheinbar ein Großteil der Einnahmen dieser Scheibe kommt einem Hilfsfond zu Gute. An sich ist Japan ja ein reiches Land, wofür man eigentlich nicht spenden braucht. Wenn man aber sieht und hört, was die Regierung dort so treibt, dann ist es schon wieder wichtig auch ein reiches Land wie dieses nicht im Stich zu lassen. Bocky

Twisted Chords
In der Info zu dem Album versucht Labelboss Tobi den Sound der Band auf verschiedene Arten zu beschreiben, weil die Band nicht ganz unbekannt sein sollte, aber sich ihre Musik schon etwas geändert hat. Ich würde mal sagen, für mich hört sich das insgesamt nach Post-Hardcore an. Sprich sowohl die Attitüde, die Inhalte und die Basis der Melodien sind schon noch HC, aber insgesamt gehen die Tracks einen Schritt weiter. Für mich mache ich das vor allem an den Texten fest, die sozusagen von einem Mitt-Dreißiger sind oder zumindest sein könnten. Sprich man sitzt etwas zwischen den Stühlen und weiß gerade weder ein noch aus. Punk ist nicht mehr so spannend wie es einmal war, die Lust auf was neues Aufregendes ist da, aber man weiß nicht wohin mit der Energie. Oder so ähnlich. Bocky

Broilers – Santa Muerte

| August 3rd, 2011

PLY
Der Weg der Vanitas wurde unbeirrt weiter gegangen, weshalb die Band mit diesem Album und fetter Unterstützung des Labels auch in die deutschen Albumcharts vorgedrungen sind. Wer das schlimm findet ist selber schuld. Mein Sound ist das zwar auch nicht mehr, aber ich wünsche der Band auf jeden Fall alles Gute auf ihrem weiteren Weg. Denn lieber ne melodische Rockband mit Punk im Herzen, die die Leute begeistert, als all der andere bekannte Rotz, der weiß wie man ne Gitarre richtig herum halten kann. Broilers sind auf Sante Muerte noch melodischer und noch poppiger als auf ihrem Vorgänger-Album, weshalb sich ihnen langsam aber sicher die Türen im finanziell interessanten Biz öffnen. Weiter so, zeigt dem Spacken mal, wie man mit Herz, Energie und eigenem Durchhaltevermögen an die Sache geht. Bocky

Alkaline Trio – Damnesia

| August 3rd, 2011

Hassle Records
Die kultigen Dark-Rocker aus den Staaten veröffentlichen nicht wirklich ein komplett neues Album mit 15 Songs. Taufrisch und ungehört sind gerade zwei der Tracks. Die restlichen 13 Songs sind sowas wie ne Best Of in Unplugged und ein Cover der Violent Femmes. Da ich die Sachen, die bis zu dieser Veröffentlichung nicht kenne, kann mich das hier leider nicht überzeugen, weil ich ja von Unplugged auch nicht sonderlich begeistert bin. In dem Sinne was für Leute, die die Band lieben und schon immer ein paar Unplugged-Songs von ihnen haben wollten. Bitteschön, da sind sie. Bocky

Fubbix – Utanför Systemet

| August 2nd, 2011

Heptown Records
Ha, und das sag’ mal einer es gäbe keine neuen Bands, die den 1982 Uk-Stil mehr machen, bzw. machen können. Fubbix aus Schweden sind da ganz andere Kaliber, bei drei geht’s los und dann wird bloß noch scharf geschossen. Liebenswert auch der Spruch „We’re Fubbix and we don’t care“! Ganz große Sache das. Wer sich den aktuellen Scheiß von GBH oder Expoited nicht mehr anhören kann, aber trotzdem auf deren alten Sachen steht und gerne mal wieder was neues in der Richtung hören will, ist hier genau richtig! Einziges Manko, alle Lieder sind in schwedisch. Bocky

SS-Kaliert – Subzero

| August 2nd, 2011

PLY
Die Mühen der letzten Jahre haben sich ausgezahlt und so sind die Stylo-Ruhrpott-Assis nun bei einem recht fetten Label gelandet. Dementsprechend steht ihnen die saubere Produktion gut zu Gesicht. Damit ist aber keineswegs gemeint die Band wäre softer oder für ne breitere Masse tauglicher geworden. Nein, die haben lediglich zum Vorgänger „Addiciton“ ne Schippe an Wums und Wucht zugelegt. Man kann zu solchen Postprodukt-Mitteln stehen wie man will, dem Quintett tat es gut. Gesang und Schlagzeug haben jetzt noch mehr Saft und Bennis Gitarre bratzt, wo sie sägen soll und fetzt ohnegleichen, wenn die Solis die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die Scheibe ist kompromissloser Streetpunk, der die Faust vielleicht in der Hose ballt, aber sich schon kurz danach ihren Weg in dein Esszimmer bahnt. Aufräumen ist danach auf gar keinen Fall mehr möglich, Renovieren mit etwas Glück, Umziehen doch sicher am wahrscheinlichsten! Wut schnaubender Hardcore-Punk von einer fantastischen Liveband, die ab September wieder vereinzelt Konzerte gibt. Bocky

Destiny Records
Lies das Berliner Label vor gar nicht allzu langer Zeit das zweite Album der Kanadier auf uns los, legt man mit „Legends Never Die” das erste Album aus 2006 für den deutschsprachigen Raum nach, um die Vollständigkeit zu wahren. Ob man das ne feine Sache findet sollten jene entscheiden, die sich mit Celtic-Folk-Punk richtig gut auskennen. Also jene die Dropkick Murphys oder Flogging Molly in und auswendig kennen. Ich für meinen Teil finde es ne feine CD, die gut auf jeder trinkwütigen Party laufen kann. Damit dürfte klar sein, worum es der Band geht. Stellt euch also einfach The Real McKenzies mal nicht als Schotten, sondern als Iren vor und schon habt ihr das richtige Bild. In diesem Sinne: Slàinte. Bocky



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