Archiv für Interessantes

THE HOTKNIVES – About Time

| Juni 25th, 2011

(CD, Sunny Bastard)
Die Engländer gibt es schon seit 1984, womit sie zu den älteren Kapellen dieses Stils gehören, aber wie man wissen sollte, bei weitem nicht zu den Gründungsvätern. Zur wie vielten Ska-Welle sie gehören, ist aber eigentlich nebensächlich, da sie ihren Job einfach gut machen und es ja wohl das ist, was zählt. Das Quartett, was für ’ne Ska-Band extrem mini ist, haut nach 10 Jahren 13 hervorragend eingängige Nummern raus, die sicher durch ihren hohen Pop-Anteil auch in größeren Kaufhäusern punkten können. Wundert mich jetzt aber nicht wirklich, wenn man bedenkt, dass sie so in die Zeit der The Specials und Selecter gehören, in der man klasse 2-Tone Songs schrieb und sowohl Dub, als auch Rocksteady ’ne wesentlich größere Rolle spielten, als der langweilige, weil viel zu langsame, Reggae. Wer also mal ’ne kleine Geschichtsstunde in der Richtung braucht und wissen will, woher bspw. solche famosen Bands wie The Valkyrians inspiriert wurden, liegt hier genau richtig. Bocky

neue Reviews …

| Juni 22nd, 2011

Nun, jetzt sind die letzten Besprechungen doch schon wieder ne Weile her, obwohl ich Besserung versprach. Aber hey, drauf geschissen, dafür sind hier ein paar Alben dabei, die man nicht so fix wieder vergisst.

Johnny Wolga – Punk’s Not Back
Mit dem Titel hat das Trio außem Osten auf alle Fälle recht, denn Punk war nie weg! Aber auch sonst macht die Band alles richtig. Total krass wie hoch deren Hitdichte ist. Ich meine von den zehn Songs, die sie auf die Scheibe gepackt haben sind vier absolute Smasher und die restlichen sechs Songs sind „nur“ saugut. So manche Kapelle wäre froh sie hätte wenigstens einen dieser Songs geschrieben, ohne Witz! Dementsprechend läuft „Punk’s Not Back“ ca. dreimal am Tag, was gefühlte 21 Mal zu wenig ist. Wie ihr merkt haben es mir die Bubblegum Punks total angetan und wer auf Toy Dolls steht kommt an der Gruppe nicht vorbei ohne zu merken, dass die Inselaffen vielleicht gut waren, aber von den Ossis gezeigt bekommen, wie man noch größere Hits schmiedet. Bocky

Modern Pets – s / t
Die Zeiten, in denen sich die jungen Wahlberliner mit den Briefs haben vergleichen lassen müssen sind definitiv vorbei! Ein Fakt, der sich schon auf der letzten Single „Vista Alienation“ abzeichnete. Jene ist übrigens ebenso wie die ausverkaufte Single „Killing Sounds For Rotten People“ als Bonus auf der CD enthalten sind. Klar sind auch die 12 neuen Tracks eindeutig ´77 geprägt, aber die eigene Note kommt jetzt noch deutlicher zum tragen. Macht auf mich den Eindruck, dass die Jungs auf ihren verschiedenen Touren genauso viel gelernt haben, wie sie an Arbeit in diese absolut fantastische Band gesteckt haben. Mögen andere Fanziner an dieser Band was zu mäkeln haben, so kann ich meine offene Begeisterung eigentlich nicht oft genug nach außen tragen. Modern Pets sind mit ihrem Sound und ihrer gerotzten Energie einfach nur derart auf der Höhe, wie man es nur sein kann. Mit absoluter Sicherheit ein Album, welches in 20 Jahren zu den Klassikern zählen wird. Bocky

Volxsturm – Ein kleines bißchen Wut
Richtig klasse und witzig, was sich die Skins aus Schwerin da für ihr 20. Jubiläum haben einfallen lassen. Die CD erscheint in einem Pappschuber im DVD-Format, aus dem ein Buch mit neuer CD und DVD als Beilage purzelt. Im Buch wird logischerweise das bisher Geschehene verarbeitet und langjährige Weggefährten kommen dabei zu Wort. Auf der DVD findet man unter anderem ein lustiges Videogame in dem man nen Deutschrock-Zombie töten kann. Hervorragend! Die LP ist wie bei Contra Records standesgemäß farbig und als Highlight liegt dem Vinyl ein Oi!-Band Spielkarten Quartett bei, mit dem man sich mit seinen Kumpels mal wieder wie damals messen kann. weiterlesen →

Linktipp

| Juni 20th, 2011

http://www.radiohavanna.de/sampler

(CD, Concrete Jungle Records)
In den USA sind die Hollowpoints seit 2001 am Start und das wohl auch mit steigender Popularität. Kein Wunder bei 10 Veröffentlichungen in 5 Jahren. Hierzulande dürfte die Band noch relativ unbekannt sein. Cocrete Jungle will das jetzt mit dem Europa-Debüt ändern. Ich frage mich warum. Gut die Hollowpoints gehen ganz gut nach vorne ab und geben auch den nötigen Druck. Stilistisch würde man die Band ohne mit der Wimper zu zucken an die West Coast oder genauer in das Bay Area verorten. Typischer Sound. In Wirklichkeit kommt die Band aber aus Seattle. Kein Wunder, dass sie auf dem Backcover alle in Karo-Holzfällerhemden abgelichtet sind. Nochmal zur Mucke: Melodischer, hymnischer Punkrock – Sing-A-Longs inclusive – ohne Punkt und Komma, der mir aber genau aus dem Grund bald zu eintönig wird. Ist einfach zu kontrastlos. Hier hebt sich kein Song sonderlich vom anderen ab. Ein kleines, aber nicht unbedeutendes Manko. Würde Musik in Fahrradläden verkauft werden, die Hollowpoints stünden in der Abteilung der gut rollenden Citybikes. Zu mehr reicht’s leider nicht. Obnoxious

(MCD, Sunny Bastard)
Nach dem Intro für die weiteren 6 Songs wird schnell klar, was die bayrischen Bub’n vorhaben. Sie alle haben einen „9 to 5-Job“, sind stolz darauf und feiern gerne. Ich denke, so kann man den Opener „Working Class Rock´n´Roll ganz gut zusammenfassen. Auch die weiteren Texte der Songs offenbaren nichts Neues, was man vom Sound auch nicht behaupten kann. Trotzdem wirken die fünf Jungs nicht so durchgenudelt wie manch andere Kapelle, die schon mehr als zehn Jahre auf dem Buckel hat. Auf mich machen die einen jungen, frischen und vor allem hungrigen Eindruck. Das ist schlichter und einfacher Streetpunk, der sich mit diversen Touren in den Vordergrund spielen könnte. Na und wenn sie das halten, was sie in auf dieser CD-EP versprechen, dann könnte das durchaus klappen. Bocky

(CD, I Hate People Records)
„Geil, eine neue Far From Finished-Platte”, das dachte ich mir, als Bocky mir die CD in die Hand drückte. Schließlich fand ich das „Living In The Fallout“-Album vor ein paar Jahren ganz groß. Und jetzt? Nach mehrmaligem Durchhören? Ich muss sagen, ich bin enttäuscht! Was die Band hier vorlegt ist poppiger Punkrock, wie er auf Teeniekomödien-Soundtracks zu finden ist. Das hat mit dem rauen, aggressiven Streetpunk des letzten Albums nur noch wenig zu tun. Natürlich sind die Songs gut eingespielt. Natürlich hat die Band wieder tolle Harmonien und Mitsing-Refrains. Wahrscheinlich würde mir das gefallen, wenn es eine neue Band wäre, die ihr Debüt-Album vorlegt. Aber in diesem Fall liegen eben die Verhältnisse etwas anders. Ich finde es nicht schlimm, dass die Band wahrscheinlich etwas mehr kommerziellen Erfolg haben will. Aber dieses Album ist im wahrsten Sinne des Titels „Forgettable“.   Martin

(CD, Anfibio Records)
Klasse hatte die Band schon immer. Das Oi-Urgestein aus Italien hat bereits über 25 Jahre Punkrock-Geschichte auf dem Buckel und weiß immer noch zu begeistern. Waren die letzten Alben eher naja-geht-so, hauen sie jetzt wieder voll auf die Kacke. Typischer KK-Sound, der knackig und frisch daherkommt und zum Tanzen und Feiern einlädt. Das Ganze gibt es im Special-Digi-Pack mit dem Oi! Una Storia-Comic streng auf 300 Kopien limitiert. Kay

(CD, Rehearsal Room Records)
Auf keinen Fall zu verwechseln mit den Sloppy Seconds aus Indianapolis, denen es seit Mitte der 80er hauptsächlich um so wichtige Themen wie Pornos, Saufen, Fettsein, TV Shows, Horrorfilme oder Comics ging und ziemlich nach den Ramones klangen. Auch eine gute Band! Aber Slobbery Dognose sind aus Braunschweig, der Stadt in der Lemmy geboren wurde oder zumindest ziemlich viele willige Weiber geschwängert hat, denn Slobbery Dognose scheinen einen unglaublichen Faible für Motörhead zu haben und spielen lupenreinen Metall-Punk. Eddy Maiden winkt auch ein paar Mal um die Ecke. Und das jetzt auch schon seit 20 Jahren. Zu diesem Anlass gibt es das neue Album. „New Breed“ sieht ziemlich nach einem DIY-Produkt, also Eigenproduktion aus. Ist in Aufmachung (CD im Vinyl-Outfit plus old schooliges Cover-Artwork) und musikalischer Leistung durchaus hörens- und sehenswert, auf die Dauer vielleicht aber etwas zu eintönig. 8 Songs in 20 Minuten, alle Songs zwischen zwei und drei Minuten lang. Metall und Punk united. Ziemlich auf den Punkt gebracht, größtenteils in High Speed und auf der linken Spur. Könnte auch durchaus auf People Like You erschienen sein. Antestbar. Obnoxious

(CD, www.myspace.com/schattendergrossstadt )
Untertitel: „Punk in Dresden 1982-1989“. Ich mach’s mir einfach und zitiere hier in Stichworten aus dem Begleittext im Booklet: „Rückblick auf die Dresdner Punkszene der frühen 80er Jahre …, in schlechter, aber authentischer Klangqualität, da größtenteils nur noch Proberaum- oder Live-Aufnahmen bestehen, die mit einfachsten Mitteln aufgenommen wurden … provokativ, rebellisch und unbekümmert.“ Kann sein, aber mir macht das Hören der CD vor allem auf Grund der größtenteils unterirdischen Qualität echt keinen Spaß. Und ich kann sie beim besten Willen nicht empfehlen. Vielleicht gerade noch als Zeitdokument für Menschen, die damals irgendwas mit Punk in Dresden zu tun hatten oder was mit Masochismus am Hut haben. Aber sonst … pffftttt, weg damit. Obwohl: Wenn man sich anstrengt, dringt der durchaus vorhandene Charme schon noch ganz gut durch. Aber länger als vier, fünf Songs am Stück ist das eigentlich nicht auszuhalten. Schade, denn ich kann mir gut vorstellen, dass der Sampler, wäre er mit den heutigen Möglichkeiten aufgenommen, richtig gut sein würde. So aber … Vertreten sind die Bands Gegenschlag, Rotzjungen, Paranoia, Garagentrio, Hortel, Suizid, Letzte Diagnose, Kaltfront und Fröhlicher Grießbrei. Wenn ich einen Gewinner küren müsste, dann wäre Letzte Diagnose („Eskimos im Frack … erfrieren sich den Sack …“) auf dem ersten Platz. Im Booklet gibt es außerdem noch ganz kurze Infos zu den Bands. Aber ich bin froh, dass ich es jetzt hinter mir habe. Obnoxious

(CD, Fatwreck)
Wie es der Name schon fast vermuten lässt, haben es sich die Swingin’ Utters nach gut zwanzig Jahren Bühnenpräsenz nicht nehmen lassen, einen kleinen Fan-Bonus auf den Weg zu schicken.
26 B-Seiten, Cover, Demos, unveröffentlichte und dazu noch mal sechs Akustik-Bonus–Songs der kalifornischen Punkrocker mit leichtem Hang zum Folk lassen das Fan-Herz höher schlagen. A propos Coversongs: Dass die Swingin’ Utters ein Faible für Cock Sparrer haben, bleibt nicht verborgen. Im Booklet finden sich zu den einzelnen Songs jeweils einige Linernotes und Fotos aus der jeweiligen Bande-Epoche. Leider hat man aber die Texte zu den Songs nicht abgedruckt. Hätte das Ganze vielleicht noch abgerundet. Rabattmarken jahrelang gesammelt, Superbonus-Ding eingesackt! Dennisdegenerate

(LP, That Lux Good Records)
Wo der Lux bloß immer diese Bands herkriegt, das möchte ich gerne mal wissen. Mit den Uzbeks bringt er nun eine israelische Band raus, die wie die Faust aufs Auge zu all den grellen und bunten Trash Punk-Bands der letzten Zeit passen. Dementsprechend fällt dann auch das Cover aus: grelle pinke Wolken und neongelbe Blitze die den Namen der Band in den Himmel schreiben, dazu noch megageile Hypnosebrillen und das Augenkrebsrisiko steigt ins Unermessliche – aber geil ist’s halt einfach trotzdem! Genauso wie die Musik! Da reiht sich die Band nahtlos in die Reihe Dean Dirg, Lights Out, Napoleon Dynamite und Konsorten ein. Kurze, knackige Songs mit Texten, die vor Ironie nur so triefen. Meine Lieblingssongs sind definitiv „Skin And Bones“, in dem sie über das Leben von Barbie (der Puppe) singen, die am Strand von Ken vergewaltigt wird und deshalb magersüchtig wird, und „Get A Gun“ mit der herrlichen Zeile: „Guns for protection and discipline – the militant erection feels so good“. Wer auch nur im Geringsten was mit dieser neuen Party Hardcore-Punk-Welle anfangen kann, muss hier einfach zugreifen!!! Martin

www.myspace.com/uzbeks

SUNPOWER – Bondage

| Juni 4th, 2011

(CD, Dirty Faces)
Unverhofft kommt leider viel zu selten. Es gibt die Momente, in denen man denkt, dass alles nur noch gleich doof ist und man doch eines Besseren belehrt wird. Ja gut, Sunpower bringen jetzt auch nichts wirklich Neues, aber drauf geschissen. Wie oft wird einem irgendein Dreck als neuer heißer Scheiß angedeiht und dann… Egal, die Belgier mit dem zur Abwechslung mal positiven Bandnamen machen 80er Old School HC-Punk à la Dead Kennedys und den ganzen anderen alten Ami-Bands. Der Vergleich zu DK liegt auch aufgrund des einprägsamen Biafra-ähnlichen Gesangs sehr nahe. Aber auch sonst sehr stylish. Ich würde mir mehr Veröffentlichungen dieser Art wünschen. Allein die kurze Spielzeit von 18 Minuten ist ein kleines Manko. Wobei in der LP-Version sogar noch mal fünf Minuten von den CD-Bonustracks flöten gehen. 13 Minuten (zwar sehr feinen HC) als Longplayer durchgehen zu lassen, finde ich schon ziemlich gewagt. Aber sonst: Alles richtig gemacht! Und zum Glück hab ich ja die etwas längere CD. Unbedingt mal antesten! Will ich mehr von haben!!! Kein Song über zwei Minuten und somit alles konkret auf den Punkt gebracht. Obnoxious

neue Reviews

| Juni 1st, 2011

So, nach meinem Umzug hole ich langsam aber sicher auf und arbeite mich an aktuellere Scheiben ran. Die Alben hier sind jetzt zwar alle schon erschienen, teilweise auch schon länger, aber künftig wird die Sache um einiges aktueller. Wollen wir bloß hoffen, dass nicht mal die Zeit kommt, in der ich euch Longplayer anpreise, die noch gar nicht erschienen sind. Aber da wir hier ja in Echtzeit ackern, zuerst mal viel Spaß mit dem, was euch hier gleich auf den Pupillen brennt. Bocky

Cotzraiz
Fehlpressung

Naja, ob man als Label jetzt darauf verweisen muss, dass die Ruhrpottler mit „C“ die wahren Cotzraiz sind, sei mal dahin gestellt. Im Humor stehen sich beide Bands in nichts nach! Zwar ist der Spaß hier nicht so subtil wie bei den Kotzreiz aus Berlin, aber drauf geschissen. Auf dem neuen Teil der Oi!-Punx aussem Pott jagt eine Granate die andere. Schlichter, einfacher und genialer Punk, was will man mehr? Bocky

My City Burning
Lone Wolves

Der Arbeitstitel ist Quark, weil die Band schon mit allen vermeintlichen Größen auf der Bühne stand, wenn die durch die Niederlande zogen. Bspw. wurden sie vom Machine Head Sänger persönlich zu einem Gig eingeladen. Kein Wunder denn der metallastige Hardcore, den die Jungs da durch die Membranen drücken hat nen ganz ordentlichen Unterhaltungswert, weshalb der Plattentitel wie gesagt so gar nicht passt. Fett produzierter Ami-HC aus den Niederlanden. Bocky weiterlesen →

(CD, True Rebel)
Vor gut zwei Jahren wurde ich auf diese Nordlichter aufmerksam, als deren zweites Album erschien. Der Grund dazu war deren Fähigkeit fantastischen Punkrock zu spielen und dabei nicht wie die x-te Kopie irgendeiner supertollen Überband aus Übersee zu klingen, sondern stattdessen es mühelos schaffte ihren eigenen Stiefel durchzuziehen, ohne dabei peinlich zu wirken. Dementsprechend groß ist meine Freude auf ihrer neuen Scheibe eine weitere Entwicklung zu hören. Die Songs sind noch ’ne Spur knackiger, was sicher auch am Writing liegt, und kommen daher wesentlich genauer und zügiger auf den Punkt. An der Stelle kann ich nur ein weiteres Mal betonen, dass es sowohl in Schland als auch in den benachbarten Ländern genügend Combos gibt, die den Überseelern (Anm. Obnoxious: Du meinst aber doch nicht etwa Uns Uwe und seine Verwandtschaft, oder?) locker das Wasser reichen können. Keine Ahnung warum das die entsprechenden Bookings nicht schnallen? Egal, STR knallen mit „Suicidal Lifestyle“ gut einen aus den Boxen und gehören mit zu den besten Punkrock-Bands, die die hiesigen Breitengrade zu bieten haben. Bocky


Die geile Tüppe vun Geld et Nelt ham widder was neies zamme gebaschdelt. Do musch gugge un älles neisauge: www.geldetnelt.com

Das Warten hat sich gelohnt:
Viele glaubten nicht mehr daran, wenige hören auch nach Jahren der Sendepause nicht auf, nachzufragen. Das sagenumwobene und verschollen geglaubte zweite Album von KOMMANDO VOLLSAUFEN mit dem modernen Titel „PENNER ROCK ATTACKE“ gibt es jetzt kostenlos zum Download mit ausdrücklichem Aufruf zum Kopieren, Uploaden und sonstigem Schindluder treiben (Ringtone, auf usbekisch übersetzen, etc.). Wir sind nicht tot, nur sind wir in die nächste Stufe der Transformation übergegangen. Das Zeitalter des Penner Rock ist nicht mehr weit. Was bleibt ist das Gefühl, und die mal wieder bewiesene Punk-Erkenntnis, mit minimalsten Mitteln und ein wenig Originalität eine Bombe platzen lassen zu können. Anders sind Phänomene, wie etwa dass unser erstes Album „Wir sind die Zukunft“ als beschissene gebrannte CD mit kopiertem Waschzettel kurzzeitig in den Plastic Bomb Verkaufscharts auf Platz 3 noch vor Anti-Flag rangierte, nicht zu erklären.
Ein Grund mehr, sich selbst die Gitarre umzuschnallen!
Saugt euch die Songs auf eure externen und internen Festplatten und schaut auch mal in die Texte rein, denn sie sind wahre Poesie!

Hochachtungsvoll
Koma, Kotze, Käptn, Dose (komm zurück Tonne!)
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Kleine schwarze Scheiben

| Mai 19th, 2011

Einige Leute finden Vinyl-Singles mittlerweile völlig für’n Allerwertesten. Ich hingegen freu mir ein zweites Loch in den Arsch, wenn ich so ein kleines rundes Stück Plastik in die Gichtgriffel bekomme. Wenn die Teile dann auch noch farbig sind, dann wird ruck-zuck die Buchse feucht. Na und da in letzter wieder vermehrt solche 7″ in der neuen Butze auftauchen, läuft die Waschmaschine auch fast unaufhörlich.
Ganz unabhängig von meinem Hygienefimmel liegen den Teilen heutzutage auch Downloadcodes bei. Soll heißen, dass auch alle Downloader wieder die Möglichkeit haben die Band, denen sie ihr digitales Herz schenkten, zu unterstützen.
Aber weil ihr eh alle macht, was ihr wollt hier ein paar hervorragende kleine schwarze Scheiben, die erwähnt werden sollen. Bocky

Modern Pets  – Killing Sounds For Rotting People
Die erste Single der nach Berlin ausgewanderten Schwaben beinhaltet 5 Titel, die so auch gerne 1977 hätten erschienen sein können. Im Grunde genommen unnötig zu erwähnen, weil jeder, der dies hier gerade liest sowieso weiß, wer die Modern Pets sind. Zum einen, weil ich die eh ständig feiere, oder weil man momentan in der subkulturellen Punkszene sowieso andauernd von dem Quartett zu hören bekommt. Insofern bedarf es keiner großen Worte für eine umso größere Band, deren erstes Album auch demnächst erscheint. Freut euch einfach wann immer ihr die Möglichkeit habt diese Kapelle zu genießen. Das ist Punkrock vom Feinsten! Mit ohne Downloadcode, aber dafür von der Band selbst gestempelten XXX und mit etwas Glück gibt’s noch gelbes Vinyl. weiterlesen →

(MCD, Rookie Records)
Hierbei handelt es sich um eine CD-Single der Band mit dem furchtbar langen Namen (einfach oben nachlesen). Es handelt sich dabei um einen Song und ein Cover des Dauerbrenners „The Final Countdown“. Mir gefällt das eigene Lied deutlich besser. Ist ein echter Ska-Hit für den Sommer, der ja leider schon wieder vorbei ist. Und der Song macht echt Spaß. Die Coverversion ist auch okay, aber das wurde halt schon eine gefühlte Million Mal gemacht. Auch wenn sie das Cover gut eingespielt haben, ich bevorzuge die Version auf Youtube. Einfach mal worst cover ever eingeben und genießen. Ich bin aber auf jeden Fall gespannt, was diese Band auf Albumlänge kann. Martin



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