Vom Fanzine zum Magazin

| August 27th, 2014

PunkrockMorgen erscheint die neue Ausgabe des „Punkrock!“.
Angefangen hat alles vor vielen Jahren als typisches A5er Fanzine. Die Copyshop-Zeiten wurden schnell durch das Aufkommen preiswertere Druckereien abgegelöst. Damals wurde das Fanzine hauptsächlich auf Konzerten, Mailorder und Abonnements verkauft.
Jeder, der sich angesprochen fühlte und ins Team passte, konnte seinen ungefilterten Sermon in Schriftform ins Heft mit einbringen.
Die Jahre gingen ins Land und von Ausgabe zu Ausgabe wuchs auch die Proffessionalität der Macherinnen.
Nach der letzten Ausgabe war klar, dass es als reines Hobby-Projekt (also neben der alltäglichen Lohnarbeit) nicht mehr zu stemmen war.
Die Entscheidung war, entweder aufzuhören oder das Heft hauptberuflich weiterzuführen.
Mit der Unterstützung eines Zeitschriftenverlages konnte dieser Weg beschritten werden. Durch diesen Schritt haben jetzt mindestens 3 Leute ein geregeltes Einkommen und können sich voll auf die Inhalte des Punkrock!-Magazins konzentrieren.
Die neue Ausgabe des „Punkrock!“ landete heute bei mir im Briefkasten.
Die Frage, die sich mir vor dem Durchblättern stellte war: ist überhaupt ein Bedarf an noch einem Punkrockmagazin neben Plasticbomb und Ox vorhanden? Schließlich ist die Szene, die sich für diese Musikrichtung interessiert eher übersichtlich.
Vor mir liegt ein geil layoutetes Musikmagazin. Eine Augenweide. Die Artikel lesen sich fast von selbst. Die Themen sind abwechslungsreich zusammen gestellt. Alles was man von einem professionellen Magazin erwartet.
Der große Unterschied zu den anderen obengenannten Magazinen ist groß. Das Plasticbomb ist ein Auffangbecken für alle, die tief in der Szene drinhängen. Das OX wird von echten Musik-Nerds geschrieben und gelesen.
„Das Punkrock!“ wendet sich auch an die Leute, die einfach mal in die Materie reinschnuppern wollen. Ein sehr guter Einstieg, ohne besondere Vorkenntnisse haben zu müssen. Es macht Spaß das Magazin zu lesen und schreckt niemand ab, der sich einfach mal über seinen Tellerrand informieren möchte. Schließlich sind die Zeiten vorbei, in denen man sich für einen Musikstil entscheiden musste. (So wie Fußballfans sich für ihren Verein entscheiden.)
Casper covert Buttocks, um mal ein Beispiel der Öffnung der Musikstile zu nennen. Das neue „Punkrock!“-Magazin ist die leckere Apfeltasche neben den anderen Zeitschriften. Wenn wir schon bei Vergleichen sind, dann ist das OX das 1,5 kg Vollkornbrot und das Plasticbomb die Bio-Gemüsekiste. Also einmal süß und schnell weggefuttert – Nachteil: klebrige Finger. Das Vollkornbrot ist sehr gesund aber schwer verdaulich und die Gemüsekiste ist nur was für Leute, die gerne ihr eigenes Süppchen kochen.

www.punkrock-fanzine.de
https://www.facebook.com/PunkrockFanzine



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