(CD, Southern Records)
Scheinbar konnten sich die Befürworter (vor allem Penny Rimbaud, Gee Vaucher und Steve Ignorant) der Wiederveröffentlichungen mit den Gegnern (Pete Wright, Phil Free, Eve Libertine) einigen und die remasterten Aufnahmen der Mitbegründer des DIY können nun endlich in einer fast unglaublichen Qualität erscheinen. Und was soll ich euch sagen, meine lieben Brüder und Schwestern, Crass sind auch nach über 30 Jahren unfassbar intensiv. Das Album hat so viel Atmosphäre von Wut und eben ausbrechendem Zorn, dass es nicht verwundert, dass Crass in vielen Belangen, die Punk ausmachten, das Maß aller Dinge sind. Crass waren und sind nämlich für einige grundlegende Veränderungen sowohl im Musikbusiness als auch der Kunst verantwortlich. Sucht man nach den Wurzeln von DIY oder dem für mich als Laien unbeschreiblichen Stil des Artworks landet man unweigerlich bei den Politpunks der damaligen Kommune im sagenumwobenen Dial House, in dem Mastermind Penny Rimbaud heute mit 65 Jahren immer noch lebt. Diese Truppe war maßgeblich an einer Revolution beteiligt, die man bis dato nicht kannte. Fuck Corporate Bullshit war keine leere Phrase, sondern ein tatsächlich gelebter Stil neben dem idiotischen Mainstream. Egal wie lange ich jetzt noch mit Superlativen um mich werfe, in diesen kurzen Worten werde ich nicht dem gerecht, worüber andere mehrere Bücher geschrieben haben. Wer auch nur ansatzweise etwas von Selbstbestimmung hält und deren Anfänge besser verstehen will, kommt hieran sowieso nicht vorbei! Bocky



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