Trust #144

| Februar 9th, 2011

(A4, 68 Seiten, 2,50 Euro + Porto, PF 110762, 28087 Bremen)
Nach dem ersten Durchblättern festgestellt, dass gleich zwei Bands, deren neue Scheiben ich in diesem Heft zerrissen habe, im aktuellen Trust interviewt werden. Da kann man ja mal gespannt sein. Fangen wir bei den Heulsusen von Matula an. Bericht gelesen und keine Millisekunden bereut, dass sie bei mir so schlecht wegkommen. Miesen Eindruck vielmehr bestätigt. Etwas anders ist es bei den Hard-Ons aus Australien. Die Jungs machen im Interview mit Jan einen sehr sympathischen und geerdeten Eindruck. Da tut es mir schon beinahe Leid, dass ich ihre CD so scheiße finde. Aber einige meiner besten Freunde machen oder hören scheiß Mucke und ich hab sie trotzdem lieb. Dagegen gibt’s Arschlöcher, die so göttliche Musik machen, dass man sie küssen könnte. Man kann es sich nicht immer aussuchen … Die Goldenen Zitronen habe ich ganz früher mal geliebt. Sie entfernen sich aber immer mehr von mir – oder ich mich von ihnen. Trotzdem mal wieder schön ein Interview mit ihnen zu lesen. Sehr gewinnbringend ist das Interview mit Frank Bolz, dem Tontechniker vom AJZ Wermelskirchen und Mischer von EA 80. Er plaudert mit Jan aus dem Nähkästchen. Prima. Auf den Sack gehen mir aber die Seiten mit den Deftones, Mi Ami und Goldust. Kann ich nichts mit anfangen. Auffällig ist hierbei auch mal wieder die relativ große Schriftgröße. Manchmal hab ich den Eindruck, dass der ohnehin geringe Inhalt hier ein bisschen aufgeblasen werden muss. Funktioniert aber nicht und sieht noch nicht mal schön aus. Und auf die gegenseitigen Bauchpinseleien von Alva und Melissa auf der Maur hätte ich gerne verzichtet. Da muss ich schon beinahe kotzen. Aber das wäre übertrieben und auch nicht der Mühe wert. Abgerundet wird alles noch durch die Fortsetzung des Interviews mit Schlachtermeister Marcus Menold (siehe Trust-Review #143) und Belas neue Rubrik der Neuvorstellung alter richtungsweisender Bands und Platten, als Gegenentwurf auf die immer wieder kehrende Schwemme von Retro-Bands und anderen Plagiaten. Danach ist Schicht im Schacht und ich bin froh, dass mir das Trust mal wieder einige unterhaltsame Stunden auf der Schüssel und in der Badewannen beschert hat. Endgültig wieder auf dem aufsteigenden Ast. Obnoxious



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