(CD, Puke Music)
Sex sells! Das sollte ja allseits bekannt sein und hat sich anscheinend sogar bis zu den Jungs von Hörinfarkt rumgesprochen. Und so räkelt sich eine halbnackte junge Dame mit ihrer Trompete auf dem Debüt-Album der Band aus Dessau. Die Band macht dabei ihre Sache gar nicht so schlecht, wie vielleicht der äußerst bescheuerte Titel des Albums vermuten lassen würde. Sie spielen straighten Punkrock mit Bläsern und mit gelegentlichen Ska-Spränklern, wobei vor allem der Sänger stellenweise unglaublich gerne wie Campino klingen will. Musikalisch ist das schon durchaus okay, aber was die Texte angeht überschreitet man den schmalen Grad zur Peinlichkeit leider ziemlich oft. Lieder wie „Bierbauchfetischisten“ sind halt wahre Schenkelklopfer – nicht! Das schlimmste aber sind die unglaublich platten Reime. Kleines Beispiel gefällig? Da wird z.B. Macht auf Acht gereimt („Maulkorb fürs Volk“), schlecht auf ungerecht („Das letzte Bier“), Hormonen auf Klonen („Fleisch“) usw. Textlich geht’s um eben das letzte Bier, das ja anscheinend immer schlecht ist, den bösen Staat, die Freundin die jetzt weg ist, das Leben in dieser unglaublich coolen Band, und das Dasein als Schwiegermutterschwarm. Dabei meine ich eine gewisse Ironie herauszulesen, bin mir aber nicht sicher, ob diese beabsichtigt ist. Ich will es für die Band jedoch mal hoffen. Musikalisch okay, aber sonst eben nicht mein Ding! Martin



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