Trust #142

| Dezember 29th, 2010

(A4, 68 Seiten, 2,50 Euro + Porto, PF 110762, 28087 Bremen)
Endlich mal wieder eine Trust-Ausgabe, die ich nicht so den Burner finde. War in letzter Zeit ja schon fast beängstigend mit welcher Regelmäßigkeit ich das Trust zum Kauf empfehlen musste. Bei der Ausgabe 142 kann ich aber auch mal wieder ein bisschen rummotzen. Obwohl rummotzen eigentlich nicht der richtige Ausdruck ist. Vielmehr haben mich die Inhalte diesmal einfach nicht so vom Hocker gerissen. Große Ausnahme war aber das Yuppicide Memorial Special, in dem Jan eine bunte Mischung von Szene-Aktivisten, vom Bandmitglied, über Labelmacher, Booker bis hin zum einfachen Fan, zur Band befragt. Sehr runde Sache das und eine feine Mischung. Absolut lesenswert und mit 11 Seiten ziemlich umfassend. Das war’s dann aber schon beinahe. Das Heft bietet dann höchstens noch ein paar semi-interessante Berichte und Interviews. Dazu zählt unter anderem das Frage und Antwort-Spiel mit den Schwarzmetallern Tombs, wobei das Teil aber erst dadurch die Hinterfragung von Black Metal und Rechtsextremismus lesenswert wird und es kann sogar einige wissenswerte Aufschlüsse liefern. Ganz ähnlich verhält es sich mit Matzes Interview mit der Belgrader Band DazD. Würde ich deren Mucke kennen, würde sie mir wahrscheinlich kilometerweit am Arsch vorbei gehen. Aber was man hier aus erster Hand über die Lebensumstände von Punks in Belgrad in der Vergangenheit und in der Gegenwart erfährt, lässt einem dann doch die Ohren wackeln. Teilweise echt haarsträubend. Auch wenn man nicht alles nachvollziehen kann und auch manchmal den Eindruck hat, dass Matzes Interviewpartner sehr wahrscheinlich ziemlich einen an der Klatsche haben muss, ist das Interview irgendwie schon fesselnd. Von daher also auch hier den Daumen hoch. Was dann noch kommt, brauch ich aber nicht mehr unbedingt: das x-te Interview mit Sniffing Glue, und das Teil mit Discorporate Records – naja, Schon fast überflüssig ist das Interview mit Turbostaat, da die Jungs scheinbar nichts zu sagen haben (wobei die Fragen, aber auch nicht gerade zu sprachlichen Wasserfällen herausfordern). Bei Death Before Dishonor springen mich Buchstabenwände in einer unglaublichen Schriftgröße an. Furchtbar. Mal ganz abgesehen vom langweiligen Artikel. Dass C.aarmé und Atlas Loosing Grip dann auch noch im Heft auftauchen, müsste eigentlich nicht erwähnt werden. Zu viel Aufwand würde hier für zwei ganz dünne Ergebnisse betrieben. Fazit: Kann man, muss man aber nicht. Obnoxious
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