TEN VOLT SHOCK – 78 Hours

| November 12th, 2010

(CD, Salon Alter Hammer / X-Mist)
Schon etwas gewöhnungsbedürftig was Ten Volt Shock mir hier mit „78 Hours“ auf den Weg geben. Es könnte sich um Noise Rock handeln. Oder ist es etwa postalischer Post-Core? Auf jeden Fall klampft das hier ziemlich monoton vor sich hin. Komisch nur, das ich beim Hören trotzdem ganz hippelig werde. Liegt’s an dem verzerrten Gesang. Mir wird ganz hektisch, werde nervös, verschütte die Tasse Bier, schaue aus dem Fenster, ob da jemand steht, der mit dem abgehackten Kopf vom Nachbarn spielt und etwas niederträchtig grinst. Um mich zu beruhigen, knipse ich mir die Fußnägel ab und sortiere die Ausbeute nach Größe. Danach mache ich den Abwasch, lasse aber beim Aufräumen alle Teller fallen, weil auf dem Balkon jemand mit dem abgehackten Kopf vom Nachbarn steht und hämisch, um nicht zu sagen etwas niederträchtig grinst. Ich werde noch nervöser. Noch hektischer und versuche mich auf „78 Hours“ zu konzentrieren. Die CD läuft seit Stunden in der Endlos-Schleife. Sie hält mich gefangen. Ich komme hier einfach nicht mehr raus. Schaue mich um: Rechts und links, oben und unten nur Gummiwände. Das Hemd ist zu eng. Man muss sich auf Ten Volt Shock einlassen. Dann klappt’s auch mit dem Nachbarn! Obnoxious



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