Slime-Konzert in Heidelberg

| November 8th, 2010

Was passiert, wenn ein Punkkonzert von szenefremden Veranstaltern organisiert wird?
Es werden stadtbekannte Nazischläger als Security engagiert. So geschehen am 5.11. beim Slime-Konzert im Karlstorbahnhof/Heidelberg.

Update: Stellungnahme von Slime
Update: Stellungnahme vom Karlstorbahnhof

Hallo (…), wir sind gerade dabei genau zu klären, wie es dazu komme konnte, dass hier im Haus Securitypersonal arbeite konnte, die wir hier ganz klar nicht haben wollen. Momentan sieht es wohl so aus, dass die Security-Firma (mit der wir bisher gut zusammen gearbeitet haben), aus Personalmangel an dem Abend, den Auftrag an eine andere Firma gegeben hat, ohne uns dies mitzuteilen. Dies ist natürlich nicht zu akzeptieren. Als die Karlstorbahnhof-Verantwortliche an dem Abend bemerkten, wer da als Security tätig ist (eben Leute aus der Naziszene Ludwigshafen), wurden diese Security-Mitarbeiter sofort des Hauses verwiesen und mit einem Hausverbot belegt. Uns ist der Vorfall sehr unangenehm und wir sind darüber genauso empört wie sie. Natürlich tragen wir als Veranstalter die Verantwortung für das was in unserem Haus passiert. Umso mehr sind wir darum bemüht, dafür zu sorgen, dass so etwas nicht mehr passieren wird. Ein Gespräch mit der von uns gebuchten Security-Firma findet noch diese Woche statt.
Sobald ich mehr Informationen habe melde ich mich nochmals.
Viele Grüße (…)
Kulturhaus Karlstorbahnhof e.V.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Am Karlstor 1
69117 Heidelberg
Update II:
Das Gespräch mit unser Securityfirma hat stattgefunden. Das Ergebnis: Die Firma hatte an dem Abend wirklich externe Leute angestellt, weil Sie akuten Personalmangel hatten. Dass darunter jemand aus der Nazi-Szene LU war, ist natürlich nicht zu entschuldigen und hätte von der Securityfirma bemerkt werden müssen. Als kleine Entschuldigung für die Firma ist anzuführen, dass Sie nur Personen mit der nötigen „Lizenz“/Erlaubnis nach §34 der Gewerbeordnung beschäftigen – und diese Lizenz hat er (seltsamerweise) gehabt. Damit es nicht mehr zu solchen Vorfällen kommt wurde mit der Securityfirma abgesprochen, dass sie zum einen externes Personal genauer überprüfen müssen und auch eine Liste an bekannten Namen aus der rechten Szene vorliegen haben müssen, um hier die Berwerber abzugleichen. Und die Security-Firma muss uns zukünftig bei Einstellung von externem Personal vorab eine Namensliste übergeben, die dann von uns nochmals überprüft wird.

In der Hoffnung dass es nicht mehr zu einem solchen Vorfall kommt, verbleibe ich ich mit besten Grüßen ( … )



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