(CD, Warner)
Komischerweise sind die Nordlichter einige der wenigen Bands, die man nicht auf einen Scheiterhaufen zu anderen Verrätern schmeißen wollte, weil sie schon mit ihrem Vorgängeralbum bei einem Majorlabel landeten. Vielleicht liegt das ja daran, dass sie ihre Attitüde gewahrt haben. Normal isses aber auf jeden Fall nicht, dass ihnen der szeneeigene Spießrutenlauf erspart blieb. Mir ist das egal und ich freue mich stattdessen über ihr insgesamt viertes Werk, welches mir erneut formidabel gut gefällt. Im Vergleich zum Vorgänger, hat man den rüden Hardcore etwas aus den Songs genommen, aber auf keinen Fall an den Ecken gefeilt. An denen kann man sich nach wie vor Stoßen, aber sie kommen nicht mehr mit der vorhergehenden Schonungslosigkeit auf einen zu. Trotzdem dauerte es bei mir eine Weile, bis ich den offensichtlichen Unterschied zu „Vormann Leiss“ heraushörte. Für den Mainstream viel zu gut. Bocky



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