Trust #141

| September 28th, 2010

(A4, 68 Seiten, 2,50 Euro + Porto, PF 110762, 28087 Bremen)
Scheiße, schon wieder gibt es kaum was zu meckern beim Trust. Die Herren Musik-Journalisten haben sich auch diesmal ein paar interessante Interview-Partner vor’s Mikrofon geholt. Der Name Eric Hysteric sagt vielleicht heute nicht mehr allzu vielen Punkrockern etwas, aber wenn wir mal die Zeit so um 30 Jahre zurück drehen, wird klar, dass der Gute damals nicht gerade zu den Inaktivsten der Szene gehörte. Aus Frust, dass in Deutschland und vor allem in der Provinz kaum Punk-Platten erhältlich waren, ging er eben auf eigene Faust nach London um sich dort in das Geschehen zu werfen. Seine erste Band waren Eric And The Esoterics, danach Vomit Visions und nach seiner Rückkehr in die Heimat Der durstige Mann. Außerdem betrieb er mit Wasted und Orgasm Records auch noch zwei Labels. Das allein bietet schon einigen Gesprächsstoff und interessante Antworten. Aber es gibt auch noch mehr über Eric Hysteric zu erfahren. Ohne Pause geht’s danach gleich weiter mit Steve Ignorant von Crass, der hier freimütig Rede und Antwort steht. Großes Lob an die Macher. Hier wird zum Glück nicht nur der übliche Quatsch Frage für Frage abgehakt, sondern es geht auch schon mal etwas tiefer oder auf Abwege und in Richtungen, die man so eigentlich nicht erwartet hätte. Solche Interviews sind leider eher Seltenheit geworden und von daher eine echte Goldgrube. Weiter geht es mit Burning Love und Brujera, wobei vor allem Brujera mal angetestet werden sollten. Auch wenn die Mucke, die sie machen nicht wirklich mein Ding ist… aber die Aussagen (sowohl im Interview als auch in den Texten) und ihre Intention sind auf alle Fälle bemerkenswert. Ist also schon der dritte driftige Grund warum man sich auch diese Trust-Ausgabe kaufen sollte. Aber es kommen ja sogar noch weitere, nicht weniger schlagkräftige Argumente dazu: Nämlich die Interviews mit den schwäbischen HC-Dinosauriern von Murder Disco X und keinem anderen als Jello Biafra. Da ist den Fragestellern anscheinend ganz schön der Arsch auf Grundeis gegangen. Aber auch hier kann man im Nachhinein eigentlich ein Lob aussprechen: well done. Ach ja: Isis…, hätte man auch weglassen können. Dazu noch wie üblich Kolumnen, News, Dates, Buch- und Tonträger-Reviews. Schade, dass es die Trust-Donnerstage bei Joachim mit den gemeinsamen Reviews von 7“es nicht mehr gibt. Hab ich hier vermisst und werde sie auch in Zukunft sehr vermissen. Vielleicht überlegt ihr es Euch ja doch noch mal. Ansonsten den Daumen steil nach oben. Obnoxious



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