RUINER – Hell Is Empty

| April 7th, 2010

(CD, Bridge Nine)
Bridge Nine haben definitiv ein Faible für Geschichtenerzähler. Ruiner aus Baltimore bringen mit ihrem zweiten Werk eine Hardcore-Scheibe raus, die sich abhebt und die verdammt noch mal funktioniert. Ähnlich Defeater, erzählen Ruiner Storys in ihren Texten, haben keine gewöhnliche Strophe/Chorus-Struktur. Sänger Rob Sullivan singt diese, in einer derart verzweifelten, wütenden Form, die zum abwechselnd schleppenden, dann wieder treibenden modernen Hardcore perfekt passt. In den schleppenden, wuchtigen Passagen kann man eher von Sprechgesang reden. Die Texte sind düster und persönlich, emotional und unprätentiös tragisch. Autobiografisches, wie der Tod seines Bruders, Knastgeschichten und Fiktionales mischen sich zu einem brodelndem Ungetüm das aus dem Unbewussten nach oben strebt. Die durch die Texte transportierte Wut und Verzweiflung hält sich und fällt auch nach der Hälfte des Albums nicht ab. Ruiner schaffen es eine konstante Atmosphäre aufzubauen und durch variationsreiches Spiel durchgehend zu grooven. Die CD erscheint im Digipack und wurde von Linas Garsys produziert und gestaltet und das so geil, das die Hülle ein echtes Schmuckstück ist. Die Hülle und das Booklet zieren Bilder von trostlosen Spots in Baltimore, die von durchscheinenden, kaum erkennbaren tentakelbewährten Traumfiguren bevölkert sind. Hier stimmt und passt alles! Dennisdegenerate



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