Underdog Fanzine

| März 25th, 2010

Underdog #28
(A5, 76 Seiten, 2,50 Euro + Porto, Spenner, Narzissenweg 21, 27793 Wildeshausen)
WIR sind Underdog-Fanzine! Nein, zum Glück nicht, sonst wüssten wir ja schon bereits alles, was drin steht und wären nicht die Bohne unterhalten! Fred greift den WIR-Gedanken à la „Yes, we can“ in einer der Kolumnen auf und ärgert sich zu Recht über die Lenkung in Medien, Religion und Politik. Die Kolumnen im neuen, meinem ersten Underdog (bin spät dran…) gefallen mir überhaupt recht gut, vor allem die skurrile Story von J. Landt ist over the top. Politik in und um Wildeshausen spielt eine große Rolle. Die regionalen Sachen sind auch für mich interessant, weil sie wie eine Lupe wirken und Dinge beleuchten, die auch in unseren (Haha, WIR/UNS) Hoods geschehen. Überregionale Themen wie die Nazi-Web-Community NS-Treff und der Dauerhäftling Abu Jamal werden ebenso behandelt. Der Artikel „Religion vs. Ethik“ gefällt mir, ist gut recherchiert und informativ. Interviews werden geführt mit dem Projekt Schuldenberg – ein legal, über Kredite erworbenes AZ in Plauen, den Hostages Of Ayatollah – fand ich spannend, Rasta Knast und Wilde Zeiten. Es liegt eine CD dabei, die interessanterweise nicht zwanzig verschiedene Bands an Bord hat, sondern nur acht, u.a. Vladimir Harkonnen, Pestfest, Ninja Dolls…, die dafür aber jeweils mit zwei Titeln. Find ich gut, so strickt sich ein differenzierteres Bild von den Bands in meinem Schädel. Selbige Bands werden auch noch im Heft gefeaturet. Abgerundet wird das A5-Zine noch mit Comic- und klassischer Musik- und Literaturreview-Sektion. Ausgabe 29 wird freudig erwartet. dennisdegenerate
www.underdogfanzine.de

Underdog #29
(A5, 76 Seiten, 2,50 Euro + Porto, Spenner, Narzissenweg 21, 27793 Wildeshausen )
Die Herbst-Ausgabe des Underdog wartet mit einem unheimlich hässlichen Pixelcover auf. Ist das gewollt oder einfach nur Zufall? Hat man das Heft erst einmal aufgeschlagen, wird man gewohnt gut informiert. Die Kolumnen gefallen mir jedes Mal ausgesprochen gut und die Politik aus der Region ist eine interessante Lupe. Spannend und internationaler ist dahingehend der Bericht über den australischen Ethnozid an den Aborigines. Die Interviews mit Blut & Eisen und Kommando Cap Hoorn gehen ins Detail und die Fragen sind gut recherchiert. Außerdem habe ich nicht den Eindruck, die Blaupause der x-ten Bandinterviewfrage zu lesen. Das JUZ Dampfmühle und sein alternatives Kulturprogramm sind bedroht, da die Fraktionen im Verdener Stadtrat den Nutzungsvertrag der Location nichtig gemacht haben. Ballo, Aktivist der Dampfmühle, klärt auf und nennt die strukturellen Veränderungen. Die CD-Compilation geht mir irgendwie am Arsch vorbei, aber das geht sie mir auch bei uns. Abgerundet wird die Ausgabe mit einem Fusion-Festivalbericht von YOK, Platten/Fanzine-Rezensionen und einem echt guten Comic. Ich freu mich auf die näxte Ausgabe. dennisdegenerate



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